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Ausbildungsleiter/in (HFP)

Ausbildungsleiter/innen übernehmen vielfältige Fach- und Führungsaufgaben in der Erwachsenenbildung. Sie konzipieren, organisieren, evaluieren und optimieren inner- sowie ausserbetriebliche Bildungsangebote.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Bildung, Soziales

Branchen

Erwachsenenbildung / Kurswesen - Personalwesen und betriebliche Ausbildung

Swissdoc

0.710.44.0

Aktualisiert 03.08.2010

Tätigkeiten

Mit ihren fundierten Fachkenntnissen der Erwachsenenbildung übernehmen Ausbildungsleiter/innen Führungs-, Beratungs- und Projektleitungsaufgaben. Sie arbeiten in Bildungsinstitutionen, Unternehmen oder Verwaltungen, wo sie als Bindeglied zwischen der strategischen und operativen Ebene wirken. Dabei steht ihnen ein breites Tätigkeitsfeld offen: Sie beschäftigen sich mit der fächerübergreifenden Analyse, Konzeption, Entwicklung, Planung und Organisation von Aus- und Weiterbildungsangeboten. Sie werten diese aus und sind für die Evaluation und das Controlling verantwortlich. Zudem leiten sie Projekte der Erwachsenenbildung.

Zu den zentralen Aufgaben von Ausbildungsleiter/innen gehört die Programmgestaltung und -entwicklung von Bildungsangeboten im Fach-, Führungs- und Persönlichkeitsbereich. Bei der Konzeption berücksichtigen sie die durch die jeweilige Organisation vorgegebenen Ziele, die Bildungsbedürfnisse der Zielgruppe sowie den finanziellen und institutionellen Rahmen. Sie legen die Inhalte und Curricula fest sowie geeignete didaktische Methoden und Lernformen. Zudem kümmern sie sich um personelle Fragen. Beispielsweise leiten sie ein Team von Mitarbeitenden, planen deren Einsatz, kaufen Leistungen von Drittanbietern ein, rekrutieren externe Dozierende sowie leiten und betreuen diese.

Ausbildungsleiter/innen führen in der Regel nicht selber Bildungsangebote durch. Für ihre konzipierenden und evaluierenden Tätigkeiten benötigen sie jedoch ein breites didaktisches Fachwissen, das ihnen auch bei der Optimierung der Lehrveranstaltungen zugute kommt. Erkenntnisse aus der Evaluation, aus Bedarfs- und Bedürfnisanalysen setzen sie um und nehmen wo nötig Anpassungen der Programme vor. Sie entwickeln ihr Angebot laufend so weiter, dass es qualitativ hochstehend, attraktiv und wettbewerbsfähig bleibt. Da sie sich in einem dynamischen Umfeld bewegen, informieren sie sich über Neuerungen und Trends, nutzen rechtliche sowie institutionelle Rahmenbedingungen (z. B. im Subventionsbereich) und pflegen Kontakte zu Entscheidungsträgern.

Oftmals sind Ausbildungsleiter/innen neben dem Qualitätsmanagement auch für die Akquisition, das Marketing sowie die Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der Erwachsenenbildung zuständig, wobei sie ihre Organisation gegen aussen vertreten.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. genehmigte Prüfungs­ordnung vom 12.4.2010, mit Änderung vom 28.3.2012

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in Form von Modulen erworben. Prüfungsordnung und Wegleitung sind auf der Website des Schweiz. Verbands für Weiterbildung SVEB erhältlich (AdA-Geschäftsstelle).

Bildungsangebote

Diverse Ausbildungsinstitute bieten die Module an. Auf der Website des SVEB finden sich die anerkannten Angebote.

Dauer

1-2 Jahre, berufsbegleitend

Module

  • Bildungskonzepte evaluieren und begründen
  • Bildungsangebote koordinieren und begleiten
  • Qualität des Bildungsangebots entwickeln
  • Organisationseinheit führen
  • Bildungsangebot im Umfeld positionieren
  • Projekte im Bildungsbereich leiten

Abschluss

Eidg. anerkannter Titel "Ausbildungsleiter/in mit eidg. Diplom"

Voraussetzungen

Vorbildung

Bei Prüfungsantritt erforderlich:

  • eidg. Fachausweis als Ausbilder/in oder eine gleichwertige erwachsenenbildnerische Ausbildung mit Nachweis entsprechender Kenntnisse und Fähigkeiten

und

  • mind. 4-jährige Praxis im Aus- und Weiterbildungsbereich von mind. 1500 Stunden sowie 500 Stunden Praxis in einer leitenden Funktion

und

  • erforderliche Modulabschlüsse oder eidg. Diplom Betriebsausbilder/in oder eidg. Diplom Erwachsenenbildner/in HF

Über die Möglichkeit eines sur Dossier-Verfahrens informiert der Schweiz. Verband für Wei-terbildung SVEB.

Anforderungen
  • sehr gute Allgemeinbildung
  • Interesse an der Erwachsenenbildung
  • Führungserfahrung
  • Kommunikations- und Konfliktfähigkeit
  • Auftrittskompetenz
  • Organisationstalent

Weiterbildung

Kurse

Angebote der Ausbildungsinstitutionen, der Berufsverbände und weiterer Anbieter

Nachdiplomstufe

Angebote von Höheren Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten, z. B. in den Bereichen Bildungscontrolling, Bildungs- und Weiterbildungsmanagement, eLearning und Wissensmanagement, Personalmanagement etc.

Berufsverhältnisse

Ausbildungsleiter/innen übernehmen eine breite Aufgabenpalette in Bildungsinstitutionen - z.B. bei privaten Kursanbietern oder öffentlichen Berufsfachschulen - sowie in innerbetrieblichen Weiterbildungsabteilungen von grösseren Betrieben, Verwaltungen und Non-Profit Organisationen. Möglich ist auch eine selbstständige Tätigkeit als Projektleiter/in oder als Fachberater/in in Bildungsfragen. Als sehr gut qualifizierte Fachleute sind Ausbildungsleiter/innen auf dem Bildungsmarkt gefragt. Dieser unterliegt allerdings konjunkturellen Schwankungen. Damit sich die Berufsleute auf dem dynamischen und kompetitiven Bildungsmarkt behaupten, müssen sie gesellschaftliche Trends frühzeitig erkennen.

Weitere Informationen

Adressen

Schweiz. Verband für Weiterbildung SVEB
Oerlikonerstr. 38
8057 Zürich
Tel.: 0848 33 34 33
Fax: 044 319 71 77
URL: http://www.alice.ch
URL: http://www.sveb.ch
E-Mail:

Schweiz. Verband für Betriebsausbildung SVBA
Geschäftsstelle
Bahnhofstr. 10
8603 Schwerzenbach
Tel.: 044 825 33 40
Fax: 044 825 33 45
URL: http://www.betriebsausbildung.ch
E-Mail:

EB Zürich
Bildungszentrum für Erwachsene BiZE
Riesbachstr. 11
8090 Zürich
Tel.: 0842 843 844
Fax: 044 385 83 29
URL: http://www.eb-zuerich.ch
E-Mail:

Lernwerkstatt Olten
Postfach 1167
4601 Olten 1 Fächer
Tel.: 062 291 10 10
Fax: 062 291 10 11
URL: http://www.lernwerkstatt.ch
E-Mail: