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Keramiker/in EFZ

Keramikerinnen und Keramiker befassen sich mit der Fertigung von keramischen Produkten. Sie entwerfen und realisieren den Marktbedürfnissen entsprechende Angebote in den Anwendungsbereichen Produktdesign und Kunst.

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Kategorien
Bildungstypen

Grundbildung (Lehre)

Berufsfelder

Gestaltung, Kunsthandwerk

Branchen

Kunst und Kunsthandwerk

Swissdoc

0.822.24.0

Aktualisiert 30.09.2019

Bilder (7)

Formgebung
Formgebung

Formgebung

Die Töpferscheibe gehört zu den wichtigsten Arbeitsinstrumenten der Berufsleute. Ein Stück Ton wird auf der Scheibe zentriert. Mit Fingerspitzengefühl und den richtigen Handgriffen entsteht daraus beim Hochziehen ein rotationssymmetrisches Gefäss.

Copyright SDBB | CSFO, swissceramics

Formgebung
Feinschliff

Feinschliff

Ist das Gefäss lederhart, entfernen die Berufsleute den überschüssigen Ton mit einer scharfen Modellierschlinge. Das Gefäss wird präzisiert und der Fuss definiert.

Copyright SDBB | CSFO, swissceramics

Feinschliff
Kleine und grosse Kunstwerke

Kleine und grosse Kunstwerke

Neben kleinen Gefässen entstehen manchmal auch grosse Objekte. Die Berufsleute können das Objekt von Hand aufbauen oder arbeiten mit Hilfe von Schalungen in die Höhe und Breite. Sie müssen bei dieser Technik die Trockung des Tons gut überwachen. Die Methode erfordert zudem gute Kenntnisse beim anschliessenden Brennen.

Copyright SDBB | CSFO, swissceramics

Kleine und grosse Kunstwerke
Geeigneten Ton wählen

Geeigneten Ton wählen

Durch das Experimentieren mit keramischem Material und verschiedenen Techniken erarbeiten die Berufsleute ein Projekt und führen die Arbeiten aus. Die Wahl des geeigneten Tons sowie der geeigneten Formgebungs- und Dekorationstechnik ist dabei massgebend für eine hohe Qualität.

Copyright SDBB | CSFO, swissceramics

Geeigneten Ton wählen
Innovationsfreude

Innovationsfreude

Die Berufsleute entwerfen und realisieren keramische Objekte in den Anwendungsbereichen Produktdesign oder Kunst. Sie produzieren Einzelstücke oder Kleinserien nach eigenen Vorlagen oder auf Bestellung. Dabei sind Innovationsfähigkeit, Vielseitigkeit, effizientes Handeln und Durchhaltevermögen gefragt.

Copyright SDBB | CSFO, swissceramics

Innovationsfreude
Gipsformenbau

Gipsformenbau

Die Berufsleute erlernen auch das Herstellen von eigenen Gips-Gussformen für eine serielle Produktion mit Giessmasse. Keramische Giessmasse wird in eine Hohlform gefüllt und wieder ausgegossen, sobald sich ein Scherben gebildet hat. Noch bevor das Gefäss trocken ist, wird es aus der Form geholt und kann nach- und weiterbearbeitet werden.

Copyright SDBB | CSFO, swissceramics

Gipsformenbau
Geschirr für den Alltagsgebrauch

Geschirr für den Alltagsgebrauch

Neben Kunstobjekten entstehen auch Gegenstände für den alltäglichen Gebrauch, zum Beispiel Geschirr. Dieses erhält eine durchsichtige oder farbige Glasur, die im Brennofen unter hohen Temperaturen in den Ton eingebrannt wird.

Copyright SDBB | CSFO, Fabian Stamm

Geschirr für den Alltagsgebrauch

Tätigkeiten

Keramikerinnen entwerfen und produzieren Gebrauchskeramik, Baukeramik und Objekte der freien Kunst. Bei der Planung und Realisierung von Projekten verbinden sie gestalterische, handwerkliche und technische Kompetenzen. Diese nutzen sie auch, um mit Formgebungs-, Oberflächengestaltungs- und Brenntechniken zu experimentieren.

Beim Entwerfen neuer Produkte setzen sich Keramiker mit den Marktbedürfnissen auseinander. Sie sammeln Informationen mit Bezug zum geplanten Produkt, werten diese aus und dokumentieren sie. Bei der Teilnahme an Kunstkeramik-Wettbewerben oder der Bewerbung um einen Auftrag achten sie auf die Präsentation ihrer Werke. Mit geeigneten Präsentationstechniken visualisieren sie ihre Produkte und formulieren die Inhalte schriftlich.

In der Produktionsvorbereitung wählen Keramikerinnen die geeigneten Materialien und berechnen die benötigten Rohstoffmengen. Sie erstellen einen Arbeitsplan, richten den Arbeitsplatz dem Vorhaben entsprechend ein und bereiten die Arbeitsinstrumente und Maschinen vor. Um allfällige Produktionsprobleme identifizieren zu können, setzen sie sich mit technologischen Fragen auseinander und führen eine Pilotproduktion durch.

Die Realisierungsphase umfasst die Formgebung, die Oberflächengestaltung, die Trocknung, das Brennen und die laufende Qualitätskontrolle. Keramiker erkennen Bearbeitungsfehler und korrigieren bei Bedarf die einzelnen Arbeitsschritte.

Um ihre Produkte gut verkaufen zu können, beobachten Keramikerinnen den Markt und versuchen, Trends aufzuspüren. Sie entwickeln eine auf das Produkt ausgerichtete Werbe- und Verkaufs­strategie und positionieren sich damit auf dem Markt. Sie nehmen auch regelmässig an berufsrelevanten Veranstaltungen teil und schaffen sich so ein dichtes berufliches Netzwerk.

Keramiker erledigen laufend die anfallenden administrativen Arbeiten. Sie verwalten das Materiallager, kaufen Rohstoffe ein, kalkulieren die Selbstkostenpreise von Produkten und evaluieren die Verkaufspreise. Im Berufsalltag halten sie stets die Vorschriften zu Arbeitssicherheit und Umweltschutz ein.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Verordnung vom 1.6.2010

Dauer

4 Jahre

Bildung in beruflicher Praxis

  • in einem keramischen Betrieb
  • in einer Fachklasse für Keramik an einer Schule für Gestaltung (Vollzeitausbildungen in Bern, Genf oder Vevey)

Schulische Bildung

1½ Tage pro Woche an der Berufsfachschule

Lerninhalte: Entwerfen des Projekts, Ausführen des Produktes, Präsentieren und Werben, Führen der Werkstatt

Überbetriebliche Kurse

Praktisches Erlernen und Üben beruflicher Grundlagen

Berufsmaturität

Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.

Abschluss

Eidg. Fähigkeitszeugnis ­"Keramiker/in EFZ"

Absolventen und Absolventinnen einer Fachklasse für Keramik erhalten zusätzlich ein Schuldiplom.

Voraussetzungen

Vorbildung

  • obligatorische Schule mit mittleren oder hohen Anforderungen abgeschlossen
  • Für die Fachklassen in Bern, Genf und Vevey:
  • Vorkenntnisse in Gestaltung (gestalterischer Vorkurs)
  • Aufnahmeprüfung

Anforderungen

  • ausgeprägter Formen- und Farbensinn
  • gestalterische und zeichnerische Begabung
  • gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • feinmotorische Fähigkeiten
  • Kreativität
  • Geduld und Ausdauer

Weiterbildung

Kurse

Angebote von Schulen für Gestaltung sowie von swissceramics, Verband Schweizer Keramik

Höhere Fachschule

Dipl. Gestalter/in HF Produktdesign (mit Vertiefung Keramik an der Ecole supérieure d'arts appliqués in Vevey)

Fachhochschule

Studiengänge in verwandten Fachbereichen, z. B. Bachelor of Arts (FH) in Produkt- und Industriedesign

Ausland

Bachelor- und Masterstudiengang am Institut für Künstlerische Keramik und Glas (IKKG) der Fachhochschule Koblenz (D); Ausbildung zum/zur Keramikermeister/in an der Staatlichen Fachschule für Keramik in Landshut (D)

Berufsverhältnisse

Keramikerinnen und Keramiker sind meistens selbstständig erwerbend, was persönliches Engagement, unternehmerisches Flair und eigene Projekte voraussetzt. Neben der Tätigkeit im eigenen Atelier bestehen Arbeitsmöglichkeiten in geschützten Werkstätten, in der Erwachsenenbildung oder in der Entwicklungszusammenarbeit. Im Rahmen ihrer beruflichen Aktivität vernetzen sie sich immer mehr mit Personen aus anderen Berufen und unterhalten berufliche Netzwerke.

Weitere Informationen

Adressen

swissceramics
Verband Schweizer Keramik
Gerberngasse 23
3011 Bern
Tel.: +41 32 622 78 16
URL: http://www.swissceramics.ch
URL: http://www.shapingclay.ch
E-Mail:

Schule für Gestaltung Bern und Biel
Schänzlihalde 31
3013 Bern
Tel.: +41 31 337 03 37
URL: https://www.sfgb-b.ch
E-Mail:

Centre de Formation Professionnelle Arts
rue Necker 2
Case postale 1411
1201 Genf
Tel.: +41 22 388 50 00
URL: http://cfparts.ch/metiers/danse-contemporaine/

Centre d'enseignement professionnel de Vevey
Ecole d'arts appliqués
Avenue Nestlé 1
1800 Vevey
Tel.: +41 21 557 14 00
URL: http://www.cepv.ch/
E-Mail:

berufsberatung.ch