Start myBerufswahl

Interessen und Stärken - Schritt 1: Ich lerne meine Interessen und Stärken kennen

Berufe und Ausbildungen - Schritt 2: Ich lerne die Berufs- und Ausbildungswelt kennen

Stärken und Anforderungen - Schritt 3: Ich vergleiche meine Stärken mit den Anforderungen der Berufe und Ausbildungen, die mich interessieren

Schnuppern - Schritt 4: Ich schaue mir die interessanten Berufe genauer an

Überprüfen und entscheiden - Schritt 5: Ich überprüfe die möglichen Berufe oder Schulen und entscheide mich

Lehrstelle finden – Schule anmelden - Schritt 6: Ich setze meine Entscheidung um, suche eine Lehrstelle oder melde mich bei einer Schule an

Vorbereiten auf die Zukunft - Schritt 7: Ich bereite mich auf die Lehre oder die Mittelschule vor oder ich kläre ein Brückenangebot ab

Arbeitsmappe - Deine Ergebnisse

Einen Moment bitte...

myBerufswahl wird geladen.

Abgemeldet

Ihre Login-Session ist abgelaufen. Sie werden auf die Startseite weitergeleitet. Bitte melden Sie sich erneut an, um Ihr Login fortzusetzen.
#
Suche

Kunsttherapeut/in (HFP)

Kunsttherapeuten/-therapeutinnen begleiten und unterstützen Menschen bei Krankheiten, Krisen sowie Veränderungsprozessen. Sie setzen dabei diverse künstlerische Mittel ein.

Zu myBerufswahl hinzugefügt

Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Bildung, Soziales - Kultur

Branchen

Kunst & Kunsthandwerk - Darstellende Kunst und Musik - Therapie

Swissdoc

0.734.16.0

Aktualisiert 24.11.2016

Tätigkeiten

Mit künstlerischen Mitteln stärken Kunsttherapeutinnen Menschen in ihrer Gesundheit, unterstützen sie in Krankheits- und Krisenfällen sowie bei grundlegenden Veränderungen. Sie aktivieren die Ressourcen und Selbstheilungskräfte von Patientinnen und Klientinnen, fördern deren Sinneswahrnehmung, Kreativität und persönliche Entwicklung, festigen ihre Autonomie und zeigen ihnen einen kreativen Umgang mit Problemen auf. Sie machen kunsttherapeutische Erfahrungen für deren Lebensalltag nutzbar.

Kunsttherapeuten arbeiten meist nach ärztlicher Verordnung. In ihre Arbeit integrieren sie medizinische Diagnosen sowie eigene Beobachtungen und Befunde. Sie betrachten Menschen ganzheitlich und berücksichtigen soziale, körperliche und psychische Aspekte. Gemeinsam mit den Klienten vereinbaren sie Therapieziele. Kunsttherapeuten wählen geeignete künstlerische Mittel, erarbeiten ein Therapiekonzept und entwickeln es laufend weiter. Therapien führen sie mit Einzelpersonen oder Gruppen durch, dokumentieren den Verlauf, werten ihn aus und leiten die Ergebnisse an beteiligte Fachpersonen weiter.

Je nach Fachrichtung setzen Kunsttherapeutinnen bei ihrer Arbeit spezifische Mittel ein:

In der Bewegungs- und Tanztherapie sensibilisieren sie Menschen für ihren Körper und die eigenen Bewegungsmöglichkeiten. Sie schaffen damit neue Impulse und ein Bewusstsein der Lebensenergie. Auf die Drama- und Sprachtherapie spezialisierte Berufsleute arbeiten zum Beispiel mit Laut-, Stimm- und Sprechübungen, Rollenspielen, theatralischen Darstellungen von Märchen, Gedichten und Liedern. Die inszenierte Wirklichkeit ermöglicht Betroffenen, sich spielerisch auszudrücken und eigene Ressourcen zu entdecken. In der Gestaltungs- und Maltherapie animieren Kunsttherapeuten Menschen zum bildnerischen Gestalten und zur Auseinandersetzung mit dem verwendeten Material. Sie konfrontieren sie mit ihrem Werk und erörtern ihnen den möglichen Zusammenhang zwischen dem gestalteten Bild und dem Körper, dem Seelenleben sowie der Biografie. In der intermedialen Therapie setzen die Fachpersonen alle künstlerischen Medien ein, vom bildnerischen Gestalten, über Poesie, Tanz, Musik, bis hin zu Theater und neuen Medien. Sie reflektieren gemeinsam mit den Betreuten das kreierte Werk. In der Musiktherapie werden Menschen durch spielerische Erfahrungen an Instrumenten und durch Singen emotional und kreativ angeregt, wodurch der Heilungsprozess unterstützt wird.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. genehmigte Prüfungsordnung vom 18.3.2011

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden i. d. R. in Form von Modulen erworben. Prüfungsordnung und Wegleitung sind bei der OdA Artecura erhältlich.

Bildungsangebote

OdA Artecura führt eine Liste der Anbieter, die von der Qualitätssicherungskommission HFP-KST anerkannt sind.

Dauer

ca. 2 Jahre, berufsbegleitend

Fachrichtungen und Module

Fachrichtungen:

  • Bewegungs- und Tanztherapie
  • Drama- und Sprachtherapie
  • Gestaltungs- und Maltherapie
  • Intermediale Therapie
  • Musiktherapie
Module: Fachgrundlagen I und II (z. B. Medizin, Psychopathologie, Soziologie, Pädagogik), Notfälle, Berufsrolle (z. B. Kommunikation, Organisation, Betriebsführung); in der Fachrichtung: künstlerische Fähigkeiten, Kunsttherapie (z. B. Anamnese, Dokumentation), kunsttherapeutisches Praktikum, Projekt

Abschluss

Eidg. anerkannter Titel "dipl. Kunsttherapeut/in (ED)" (mit Angabe der Fachrichtung)

Voraussetzungen

Vorbildung

Bei Prüfungsantritt erforderlich:

  • Abschluss auf Tertiärstufe in einem der Bereiche Gesundheitswesen, Pädagogik, Kunst oder Sozialwesen oder Abschluss auf Sekundarstufe II (z. B. berufliche Grundbildung oder Berufs-, Fach- oder gymnasiale Maturität) und bestandene Gleichwertigkeitsprüfung der Voraus­setzungen für einen therapeutischen Beruf GVB, Nachweis berufsrelevanter Kompetenzen anhand eines bewerteten Praktikums

und

  • 3 Jahre Berufserfahrung bei einem Arbeitspensum von mind. 50% in den Bereichen Gesundheitswesen, Pädagogik, Kunst oder Sozialwesen

und

  • erforderliche Modulabschlüsse bzw. Gleichwertigkeits­bestätigungen

Über Details informiert die OdA Artecura.

Weiterbildung

Kurse

Angebote der Fachverbände und Ausbildungsinstitutionen Zur Rückerstattung der kunsttherapeutischen Leistungen über die Zusatzversicherung ist eine regelmässige Fortbildung nachzuweisen.

Es besteht keine spezifisch auf die Höhere Fachprüfung aufbauende Weiterbildung. Je nach Vorbildung ist es möglich, eine weiterführende Ausbildung in einem verwandten Bereich zu absolvieren:

Höhere Fachschule

Z. B. dipl. Erwachsenenbildner/in HF, dipl. Aktivierungsfachmann/-frau HF

Fachhochschule

Z. B. Bachelor/Master of Science (FH) in Angewandter Psychologie, Bachelor/Master of Science (FH) in Ergotherapie, dipl. Logopäde/-pädin (EDK), dipl. Psychomotoriktherapeut/in (EDK), dipl. Sonderpädagoge/-pädagogin (EDK)

Nachdiplomstufe

Angebote von Höheren Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten in verwandten Bereichen, z. B. Master of Advanced Studies (MAS) Klinische Musiktherapie

Berufsverhältnisse

Kunsttherapeuten und Kunsttherapeutinnen sind in eigenen Praxen bzw. Ateliers sowie in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens oder in heil-/pädagogischen, sozialen und kulturellen Institutionen tätig. Sie finden Anstellung in Schulen, Kliniken, Spitälern, Rehabilitationszentren, Altersheimen, Palliativ Zentren, Gefängnissen usw. Sie arbeiten alleine oder in interdisziplinären Teams.

Ihr Wirkungsgebiet umfasst die Fachgebiete Sonderpädagogik, Psychiatrie, Psychosomatik, Pädiatrie, Geriatrie, Suchttherapie und Flüchtlingsarbeit.

Um sich im Bereich der Kunsttherapie mit einem eigenen Atelier etablieren zu können, ist Engagement und Eigeninitiative erforderlich.

Weitere Informationen

Adressen

OdA Artecura
Rainweg 9H
3068 Utzigen
Tel.: 071 330 01 00
URL: http://www.artecura.ch
E-Mail: