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Kameramann/-frau

Kameraleute sind für die künstlerische Bildgestaltung von Film-, Fernseh- und Videoproduktionen oder für die visuelle Umsetzung im Fernsehjournalismus zuständig. Sie arbeiten eng zusammen mit Regie, Redaktion und übrigen Beteiligten.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Kultur

Branchen

Medien: Text, Bild, Ton - Film und Fotografie

Swissdoc

0.814.40.0

Aktualisiert 10.06.2014

Tätigkeiten

Kameraleute sind bei inszenierten Film-, Fernseh- und Videoproduktionen (Kino- und Fernsehfilme, Serien, Unterhaltungssendungen, Werbe- und Industriefilme etc.) für die visuelle Gestaltung verantwortlich. Gestaltung und Inszenierung sind selten klar voneinander abgegrenzt, umso wichtiger ist die Zusammenarbeit zwischen Kameraleuten und Regie. Grosse Produktionen können nur gelingen, wenn die Zusammenarbeit mit Produktionsleitung, Beleuchtung, Ton, Maske, Ausstattung etc. reibungslos funktioniert.

Vor einer Produktion machen sich Kameraleute mit dem Drehbuch vertraut, erarbeiten mit der Regie ein dramaturgisches Konzept und erörtern technische Fragen. Sie besprechen sich auch mit Produktionsleitung, Ausstattung, Maske und weiteren Beteiligten. Sind die Drehplätze definiert, stellen die Kameraleute - in enger Zusammenarbeit mit der Beleuchtung - ihre Ausrüstung zusammen: Kameras, Objektive, Filmmaterial, Stative, Kräne und Beleuchtung.

Während der Dreharbeiten befassen sich Kameraleute mit der zur Geschichte passenden Bildgestaltung, die unter anderem die Cadrage (Bildausschnitt), den Blickwinkel und die Lichtführung umfasst. Sie legen für die einzelnen Einstellungen die Kamerapositionen und -bewegungen fest, wählen die Objektive und definieren die visuelle Umsetzung der einzelnen Szenen. Durch die Gestaltung von Licht und Farben schaffen sie Atmosphären, charakterisieren Räume und unterstützen die Darstellenden in ihrer Wirkung.

Nach einer Produktion stellen Kameraleute die Betriebsbereitschaft der eingesetzten Arbeitsgeräte für den nächsten Einsatz sicher und lassen allfällige Defekte beheben. Während der Postproduktion beurteilen sie gedrehte Szenen, bestimmen Licht und Farbe und entscheiden über den Einsatz von Spezialeffekten.

Im Fernsehjournalismus (Nachrichtensendungen, Sportberichte, Reportagen etc.) steht neben der visuellen Gestaltung die Informationsvermittlung im Vordergrund. Im Gegensatz zu grossen Produktionen sind hier kleine Teams unterwegs, oft nur ein Journalist und eine Kamerafrau. In diesem Bereich tätige Kameraleute arbeiten unter hohem Zeitdruck. Sie müssen improvisieren können, flexibel und körperlich fit sein, da die Kamera oft als Schulterkamera eingesetzt wird. Die Kommunikation im Team ist sehr wichtig.

Ausbildung

Grundlage

Eine eidgenössisch reglementierte Ausbildung gibt es in der Schweiz nicht.

Ausbildungsmöglichkeiten

  • Studio 1, Schlieren ZH: Fachausbildung Kamera, Video-Editing und Video-Filmgestal-
tung, in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma technology and production center switzerland ag (tpc) Eine gute Basis für eine Tätigkeit als Kameramann/-frau bieten auch Bachelorstudiengänge in den Bereichen Film und Video.

Dauer

3 Semester, berufsbegleitend

Fächer

1. Semester: Video- und Kameratechnik; Lichtgestaltung; Optik und Bildgestaltung; Filmgestaltung, Wahrnehmungstheorie und filmisches Storytelling u. a.

2. Semester: Vertiefung der Lichtgestaltung und der Kamera- und Videotechnik; Grundlagen der Audiotechnik; Livekameraworkshop bei tpc u. a.

3. Semester: Arbeiten mit Grosssensorkameras; Compositing und Effekte; Greenscreen; Drehen eines Videoclips; Drehen eines Kurzspielfilms u. a.

Zwischen dem 2. und 3. Semester finden Praktika bei tpc in Zürich statt.

Abschluss

Diplom

Voraussetzungen

Vorbildung
  • Berufsmaturität mit einer absolvierten beruflichen Grundbildung in einem verwandten Berufsumfeld oder
  • gymnasiale Maturität mit absolviertem Praktikum in einem verwandten Berufsumfeld oder
  • Hochschul
  • oder Fachhochschulabschluss in einem verwandten Gebiet (Fotografie, Grafikdesign, Mediengestaltung, Journalismus, Multimedia Production etc.) und
  • Eignungsabklärung Bei besonderer Eignung und nach entsprechender Prüfung und Absprache ist eine Zulassung "sur dossier" möglich. Über Details informiert der Bildungsanbieter.
Anforderungen
  • gutes Sehvermögen und Farbempfinden
  • Affinität zu IT-Themen
  • körperliche Fitness
  • hohe Sozialkompetenz und Teamfähigkeit

Weiterbildung

Kurse und Seminare

Angebote von Studio 1 und tpc sowie von Organisationen im In- und Ausland (Angebote unter www. focal. ch)

Fachhochschule

Bachelor- und Master-Studiengänge im Bereich visuelle Gestaltung, z. B. Master of Arts (FH) in Film an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK

Berufsverhältnisse

Die Arbeitszeiten von Kameraleuten sind meist unregelmässig, oft sind kurzfristig angesetzte Einsätze zu leisten. Die Anstellungsmöglichkeiten sind beschränkt. Neben dem tpc beschäftigen nur wenige Filmproduktionsfirmen Kameraleute als Festangestellte. Freiberuflich tätige Kameraleute werden für freie Produktionen engagiert. Der Beruf erfährt zurzeit grosse Veränderungen. Durch die technologische Entwicklung und die damit verbundene Veränderung der Verbreitungskanäle von audiovisuellen Inhalten (Verschmelzung von Fernsehen und Internet) ändern sich auch die Anforderungen an Kameraleute. Die Berufsleute sind oft multifunktional tätig und beherrschen neben der Kameraarbeit auch den Schnitt und die Filmgestaltung.

Weitere Informationen

Adressen

Studio 1 GmbH
Rütistr. 12
8952 Schlieren
Tel.: 044 730 26 06
URL: http://www.studioeins.ch
E-Mail:

ssfv syndicat suisse film et video
Josefstr. 106
Postfach 2210
8031 Zürich
Tel.: 044 272 21 49
Fax: 044 272 21 94
URL: http://www.ssfv.ch
E-Mail: