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Chiropraktik: Laufbahnbeispiele

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Chiropraktik.

Chiropraktik

Fachchiropraktorin in einer Gemeinschaftspraxis: Antonia Gassner-Hutter

Antonia Gassner-Hutter, © Simon Hutter-Gassner
Antonia Gassner-Hutter
Antonia Gassner-Hutter, © Simon Hutter-Gassner

Antonia Gassner-Hutter

Fachchiropraktorin in einer Gemeinschaftspraxis

«Der Vorteil unseres Berufes ist, dass man die Auswirkungen des eigenen Schaffens direkt sehen kann und die Patientinnen und Patienten Feedback geben. Dies war und ist für mich sehr motivierend und bereichernd.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
11/2020 bis heuteFachchiropraktorin im Chiropraktik Zentrum Merz GmbH, St.Gallen
10/2020Abschluss Fachchiropraktorin, Swiss Chiropractic Academy, Bern
2019 − 2020Assistenzzeit als Chiropraktorin, Kantonsspital St.Gallen, Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates (40%)
2017 − 2020Assistenzzeit als Chiropraktorin, Chiropraktik Zentrum Merz GmbH St.Gallen (40%)
2017 − 2019Assistenzzeit als Chiropraktorin, Chiropraktikzentrum Sargans (40%)
2017 − 2020Weiterbildung zur Fachchiropraktorin, Swiss Chiropractic Academy, Bern
2017Abschluss Master Chiropraktische Medizin, Universität Zürich
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite zusammen mit einem anderen Fachchiropraktor, einer Assistenz-Chiropraktorin fünf Medizinischen Praxisassistentinnen und zwei Masseurinnen in einer kleinen Praxis. Diese befindet sich in einem Ärztehaus, wo die Zusammenarbeit vor allem mit der Hausarztpraxis, u.a. auch mit dem Neurologen, der Kinderchirurgin und der Zahnärztin eng ist.
Typischerweise kommen Patientinnen und Patienten mit Beschwerden am Bewegungsapparat zu uns: einige aus Eigeninitiative oder auf Empfehlung von Dienstleistern aus dem Gesundheitsbereich, andere werden von Hausärzten oder Spezialistinnen überwiesen.

In einer ersten Sprechstunde erhebe ich die Anamnese, fertige, wo nötig, Röntgenbilder an oder melde eine zusätzliche Bildgebung oder ein Labor an und bespreche die Befunde. Anschliessend besteht meine Haupttätigkeit darin, zusammen mit Patientinnen und Patienten einen geeigneten Behandlungsansatz zu finden und diesen auszuführen.
Chiropraktik ist, wie der griechische Name bereits sagt, manuell und folgt einem funktionellen Ansatz: Wie sind die Beschwerden? Muskeln, Gelenke, Nerven, Gefässe – was ist beteiligt? Wie kann optimiert werden? Wo herrscht zu viel Druck? Wo entsteht eine Reizung? Welche Strukturen sind zu schwach? Welche zu kurz? Was soll gekräftigt werden?

Ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist das Dokumentieren. Dank unserem hervorragenden Praxisteam hält sich der zeitliche Aufwand hierfür bei uns in Grenzen. Ein guter Austausch mit zuweisenden und weiterbetreuenden Fachärztinnen ist ebenfalls sehr wichtig. Dazu kommt ein monatlicher regionaler Austausch, ein enger Kontakt mit ehemaligen Mitstudierenden und mit der gesamtschweizerischen Chiro-Familie.
Der Vorteil unseres Berufes ist, dass man die Auswirkungen des eigenen Schaffens direkt sehen kann und die Patientinnen und Patienten Feedback geben. Dies war und ist für mich sehr motivierend und bereichernd.

Berufseinstieg

Nach dem Studium inklusive dem praktischen Jahr (Unterassistenz in Orthopädie, Neurologie, Radiologie, Innere Medizin, Rheumatologie, Rehabilitation, Poliklinik für Chiropraktische Medizin) beginnt die Berufstätigkeit als Assistenz-Chiropraktorin in einer Chiro-Praxis. Die Betreuung durch die Fachchiropraktor/innen gewährleistet dabei das regelmässige Reflektieren der eigenen Tätigkeit und Evaluieren verschiedener Problemkonstellationen. Parallel zum praktischen Jahr kann man zudem die berufsbegleitende Weiterbildung zur Fachchiropraktorin starten.

Tipps

Ich empfehle allen, während des Studiums immer wieder etablierte Berufstätige zu besuchen und diesen bei der Arbeit über die Schultern zu schauen. Verschiedene Möglichkeiten der Berufsausübung zu sehen ist motivierend und ermöglicht es, den eigenen Weg bewusst zu gehen. Dass ich während des Studiums als Praxishilfe in einem Chiropraktikzentrum gearbeitet habe, verschaffte mir zudem Verständnis für den Teil der Arbeit, der mir heute abgenommen wird. Selbstkritisch aber auch selbstlobend sein hilft zusätzlich: Ich lerne aus meinen Fehlern, aber auch aus meinen Erfolgen.

Assistenz-Chiropraktor in zwei Praxen: David Niedermann

David Niedermann, © David Niedermann
David Niedermann
David Niedermann, © David Niedermann

David Niedermann

«Was ich persönlich als etwas sehr Besonderes in unserem Beruf empfinde, ist die Entwicklung unserer manuellen Fertigkeiten. Es ist erstaunlich wie sich diese über die Zeit verbessern.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
10.2020 bis heuteAssistenzstelle als Chiropraktor in Zürich und Sargans
2013 − 2020Studium Humanmedizin mit Schwerpunkt Chiropraktik, Universität Zürich
2007 − 2013Studium Bewegungswissenschaften und Sport ETH Zürich
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite seit Oktober 2020 in zwei Praxen in Sargans und Zürich als Assistenz-Chiropraktor. Die Kernaufgaben unserer Tätigkeit bestehen darin, muskuloskelettale Beschwerden, insbesondere Dysfunktionen (Funktionsstörungen) von Gelenken durch manuelle Techniken (Manipulationen) zu behandeln. Zusätzlich zur Behandlung sind eine strukturierte und zielorientierte Anamneseerhebung (Anamnese = Vorgeschichte einer Krankheit) und eine korrekte Diagnosestellung wichtig.

Während der dreijährigen Assistenzzeit arbeiten die meisten Chiropraktor/innen gleichzeitig in zwei Praxen. Wir arbeiten in jeder Praxis zwei Tage, am Donnerstag ist unser fester, von Chirosuisse organisierter Weiterbildungstag. Das ermöglicht uns, unterschiedliche Behandlungsarten und Praxisführungen kennenzulernen, unser Wissen zu vertiefen und uns mit anderen Asssistenz-Chiropraktor/innen auszutauschen.
Die Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen ist ebenfalls zentral. Teilweise braucht es weitere Therapiearten, um Heilungsprozesse weiter zu unterstützen und/oder vollständig zu heilen. Bei Beschwerden, die andere als muskuloskelettale Ursachen haben, muss zudem rasch an die entsprechenden Fachpersonen überwiesen werden.

Was ich persönlich als etwas sehr Besonderes in unserem Beruf empfinde, ist die Entwicklung unserer manuellen Fertigkeiten. Sei das die Palpation, also das Ertasten von Körperstrukturen mit den Fingern, oder die Manipulation. Es ist erstaunlich, wie sich diese Fertigkeiten über die Zeit verbessern. Man kann es mit der Entwicklung der Sehkraft eines Neugeborenen vergleichen. Am Anfang erkennt man nur Konturen, schon einfache Formen sind nicht klar auszumachen. Mit der Zeit jedoch beginnt man die Formen, verschiedene Gewebearten sowie Unterschiede in der Gewebestruktur klar zu erkennen.

Berufseinstieg

Um eine geeignete Assistenzstelle zu finden, lohnt es sich, schon früh im Studium verschiedene Praxen zu besichtigen. Wir müssen im Rahmen unserer Ausbildung eine gewisse Anzahl dieser Besichtigungen durchführen. Ich rate aber dazu, mehr als nur die vorgegebene Anzahl Praxen anzuschauen. Dadurch lernt man mehr Chiropraktoren und unterschiedliche Behandlungsformen kennen. Weitere gute Vernetzungsmöglichkeiten sind die jährliche Continuing Education Convention oder die Technikkurse von Chirosuisse, die auch für Studierende zugänglich sind.

Tipps

Mein Tipp an die angehenden Chiropraktoren ist es, die geforderten Fertigkeiten schon so früh und so oft wie möglich zu trainieren. Denn genau dieses Können macht uns und unseren Beruf zu etwas Besonderem.



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