Start myBerufswahl

Interessen und Stärken - Schritt 1: Ich lerne meine Interessen und Stärken kennen

Berufe und Ausbildungen - Schritt 2: Ich lerne die Berufs- und Ausbildungswelt kennen

Stärken und Anforderungen - Schritt 3: Ich vergleiche meine Stärken mit den Anforderungen der Berufe und Ausbildungen, die mich interessieren

Schnuppern - Schritt 4: Ich schaue mir die interessanten Berufe genauer an

Überprüfen und entscheiden - Schritt 5: Ich überprüfe die möglichen Berufe oder Schulen und entscheide mich

Lehrstelle finden – Schule anmelden - Schritt 6: Ich setze meine Entscheidung um, suche eine Lehrstelle oder melde mich bei einer Schule an

Vorbereiten auf die Zukunft - Schritt 7: Ich bereite mich auf die Lehre oder die Mittelschule vor oder ich kläre ein Brückenangebot ab

Arbeitsmappe - Deine Ergebnisse

Einen Moment bitte...

myBerufswahl wird geladen.

Abgemeldet

Ihre Login-Session ist abgelaufen. Sie werden auf die Startseite weitergeleitet. Bitte melden Sie sich erneut an, um Ihr Login fortzusetzen.

Wartungsarbeiten: Aufgrund von Wartungsarbeiten auf den Servern von berufsberatung.ch kann es am Dienstag, 25. September zwischen 18:00 Uhr und 00:00 Uhr zu einzelnen Ausfällen kommen.

Informatik: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

"Seit meiner Kindheit ziehen mich Computer magisch an"

C. P. studiert Informatik im 6. Semester an der Universität Freiburg UNIFR.

Straight forward!

Während der Gymnasialzeit haben mich Mathematik und vor allem deren Anwendungen sehr interessiert. Nach einigen Informations- und Schnuppertagen war das Interesse für Informatik so gross, dass ich mich kurzerhand für ein Studium eingeschrieben habe. Mit Informatik steht einem die ganze Welt offen. Informatik ist vielfältig, abwechslungsreich, und hat gute Berufsaussichten. Nach einigem Hin und Her habe ich mich für die Universität Freiburg entschieden. Die spezielle bilingue Atmosphäre, das kleine Departement und die Möglichkeit Informatik mit Nebenfach studieren zu können und dadurch ein zweites „Standbein“ zu haben waren ausschlaggebend.

Eine Frage des Zeitmanagements

Die Anzahl Vorlesungen pro Semester variieren. Zu praktisch allen Informatikvorlesungen gehören Übungsserien, die in den Übungsstunden zur jeweiligen Vorlesung besprochen werden. Im Durchschnitt ist mit ca. 22 Stunden (Vorlesungen und Übungen) pro Woche zu rechnen. Die meisten Informatikvorlesungen auf Bachelorstufe sind vorgegeben. Wie meine Studienwoche im Detailaussieht, hängt auch stark von den offenen Projekten und Abgabeterminen ab. Es bleibt durchaus Zeit für Erwerbstätigkeit. Zu Beginn des Studiums arbeitete ich als Kassiererin; nun bin ich als Unterassistentin an der Uni angestellt. In der Freizeit habe ich auch etwas Zeit für Sport und Musik oder andere Hobbies. Es ist alles eine Frage des Zeitmanagements.

Kontakte im Studium

In meinem Semester sind wir nur ca. 10 Studierende. Die Stimmung ist super, weil man einander kennt. Als Student ist man keine Nummer, das Verhältnis zu den Dozierenden ist durch die geringe Anzahl Studierenden entsprechend persönlich. Mit den Professoren ins Gespräch zu kommen, ist in Freiburg kein Problem.

Voraussetzungen

Für ein Informatikstudium ist es nicht notwendig, ein echter Computerfreak zu sein und tagelang hinter dem Bildschirm zu sitzen! Und auch ohne vorherige Programmiererfahrung ist man im Studium nicht unbedingt benachteiligt. Allen Frauen würde ich raten, nicht lange an sich zu zweifeln und das Studium anzupacken. Wir können das auch!

Praxisnah studieren

M. B. studiert Informatik im 4. Semester an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW.

Weshalb an die Fachhochschule?

Die Entscheidung für das Informatikstudium an der Fachhochschule fiel nach einem Jahr Studium an der Universität Zürich. Ich konnte mich nicht wirklich mit den dortigen Unterrichtsformen und Prüfungsmodellen – die Prüfungen finden jeweils am Ende eines Semesters statt – anfreunden. Zudem hatte ich das Gefühl, das Ausbildungsmodell an einer Fachhochschule sei näher an der Praxis. Der Titel meiner letzten Arbeit war "Entwicklung einer webbasierten Software zur Erstellung eines Stundenplanes".

Studienstruktur an der Fachhochschule

An der FHNW gibt es ein Assessmentstudium: In den ersten zwei Semestern gibt es gewisse Fächer/Module, die bestanden werden müssen. Wer diese Module nach dem 1. Jahr nicht bestanden hat, muss diese im 2. Jahr wiederholen. Die Assessmentmodule sind Bedingung, um weiterstudieren zu können.
Ansonsten hat man einige Freiheiten, was die Auswahl an Modulen und Veranstaltungen betrifft. Was mir am FH-Studium besonders gefällt, ist die Praxisnähe. Man hat oft die Möglichkeit, in Projekten mit Firmen zusammenzuarbeiten.

Wochenstruktur

Neben dem Studium, welches etwa 36 Stunden pro Woche in Anspruch nimmt, arbeite ich 30 Prozent in einer Informatikfirma. Zum Lernen brauche ich zusätzlich etwa drei bis vier Stunden pro Woche. Zudem gestalte ich diverse Websites für kleinere Unternehmen (etwa drei bis fünf Stunden pro Woche). Und ich bin Mitglied der Gesamtleitung eines Informationsportals. Für Sport finde ich etwa drei- bis viermal pro Woche Zeit und für meine Freundin und den Haushalt muss natürlich auch Platz sein. Das klingt nach ziemlich viel! Dennoch möchte ich zukünftigen Studierenden den Tipp geben: Verplant Eure Freizeit nicht zu sehr - es kann stressig werden.

Wissenstransfer

Grundsätzlich kann ich vom Studium noch wenig bei der Arbeit anwenden. Am stärksten kann ich die Programmierfähigkeiten nutzen, die ich an der Fachhochschule lerne. In umgekehrter Richtung kann ich die Erkenntnis mitnehmen, dass viele Dinge, welche im Studium theoretisch vermittelt werden, in der Praxis teilweise anders gehandhabt werden. Gleichzeitig gibt es viele Gefahren/Probleme - gerade in Projekten - auf die wir im Studium aufmerksam gemacht werden, welche ich dann bei der Arbeit auch in der Praxis miterleben kann.

Berufsaussichten

Gerne würde ich später in einem international tätigen Unternehmen arbeiten, in welchem ich die Möglichkeit eines Auslandaufenthaltes zwecks Verbesserung meiner Englisch-Kenntnisse habe. Das möchte ich eventuell mit einem Master an einer Universität im Ausland kombinieren.

Das faszinierende an der Informatik ist die enorme Geschwindigkeit, mit welcher sie sich weiterentwickelt.

M. O. studiert Informatik im 6. Semester an der ETH Zürich.

Die Wahl des Studiums und des Studienorts

Im Gymnasium hatte ich den Schwerpunkt Mathematik und Physik. Für das Studium wollte ich diese beiden Bereiche weiterhin beibehalten, sie jedoch auch mit Computern in Verbindung bringen. Informatik schien mir da die richtige Wahl zu sein, da das Fachgebiet viele verschiedene Themenbereiche unterbringt.
Nach der Rekrutenschule habe ich das Studium an der ETH Zürich begonnen, da ich von vielen Leuten nur positives über die ETH gehört hatte. Ausserdem hat die ETH einen guten Ruf und zählt im Bereich Technologie zu den besten Hochschulen. Im Vergleich zu anderen Universitäten hat das Fach jedoch sehr viele Studenten.

Das Studium an der ETH

Das Studium an der ETH ist intensiv. Eine Studienwoche besteht aus ca. 25 Stunden an Vorlesungen und Übungen und noch mal sehr Zeit ist für die Vor- und Nachbearbeitung des Stoffs Ich persönlich bin aber der Meinung, dass sich neben dem Studium gut auch Zeit für Hobbies und Freizeitbeschäftigung finden lässt.
In den ersten zwei Jahren des Bachelorstudiums sind alle Veranstaltungen, die man besuchen muss, vorgegeben. Ab dem dritten Studienjahr ist die Auswahl grösser. Ab da ist nur noch festgelegt, wie viele Kreditpunkte in welcher Fächerkategorie belegt werden müssen. Die einzelnen Veranstaltungen sind aber frei wählbar.

Was gefällt Ihnen am Studium besonders gut?

Das Erarbeiten eigener Lösungen gefällt mir besonders gut.  Das Spannende am schnellen Wandel der Informatik ist, dass man ihn persönlich miterlebt. Es sind nicht nur Geschichten, welche man über die Entwicklung des Gebiets hört. Man erlebt diese Entwicklung mit. In einer Vorlesung im Bereich der Komplexitätstheoriehaben wir zum Beispiel am Ende des Semesters den Beweis für eine Frage gesehen, welcher am Anfang des Semesters noch offenwar. Wir haben also die Möglichkeit über noch offene Fragestellungen nachzudenken.

Was ist schwierig?

Es gibt diverse Schwierigkeiten. Das oft erwähnte Zeitmanagement ist sicher eine davon. Da die Bedingungen im Studium recht locker sind (z.B. keine Anwesenheitspflicht oder das Lösen der Übungen ist freiwillig), benötigt man ein gutes Zeitmanagement und Selbstdisziplin. Es ist sehr verlockend davon abzuweichen und Gedanke, genügend Zeit zu haben, stellt sich recht schnell ein, da die Prüfungen im Grundstudium erst am Ende des Jahres sind. . Dass es nicht so ist, merkt man dann erst zwei bis drei Monate vor der Prüfung und dann kann es schon zu spät sein. Zudem ist das erste Jahr sehr mathematisch und enthält erst wenig Informatik. Man muss sich also gewissermassen darauf einstellen, dass die Themen, welche einem wirklich interessieren, erst später behandelt werden. Trotzdem das Durchhaltevermögen zu haben, um bis dahin zu kommen, ist teilweise nicht so einfach.

Ist eine Matura mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt ein Vorteil?

Grundsätzlich würde ich sagen, ist der Einstieg etwas schwerer für jemanden, der einen anderen Schwerpunkt hatte. Wenn überhaupt, dann ist ein solcher Schwertpunkt aber nur für die ersten paar Wochen ein Vorteil. Danach wird der Vorlesungsstoff in nahezu allen Fächern für die meisten Studenten neu sein. Es besteht sogar die Gefahr, sich mit dem naturwissenschaftlichen Schwerpunkt anfangs in einer falschen Sicherheit zu wiegen und plötzlich den Anschluss zu verpassen.



berufsberatung.ch