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Berufe und Ausbildungen - Schritt 2: Ich lerne die Berufs- und Ausbildungswelt kennen

Stärken und Anforderungen - Schritt 3: Ich vergleiche meine Stärken mit den Anforderungen der Berufe und Ausbildungen, die mich interessieren

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Sonderpädagogik: Berufsmöglichkeiten

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Sonderpädagogik.

Sonderpädagogik

Susanne Kempe Preti: Sonderpädagogin und Logopädin

Symboldbild Logopädie
Symboldbild Logopädie, © Bild von Tumisu auf Pixabay
Dozentin an der Hochschule für Heilpädagogik

«Die Anstellung als Dozentin umfasst äusserst vielseitige und abwechslungsreiche Aufgaben, wobei im Zentrum klar die Lehrtätigkeit steht.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

An meinem Arbeitsort der interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik werden unterschiedliche Ausbildungen im Bereich der Heilpädagogik angeboten. Im Studiengang Logopädie des Departementes pädagogisch-therapeutische Berufe  sind wir um die Ausbildung von Logopädinnen und Logopäden besorgt. Die Anstellung als Dozentin umfasst äusserst vielseitige und abwechslungsreiche Aufgaben, wobei im Zentrum klar die Lehrtätigkeit steht. So leite ich während der Semester diverse Lehrveranstaltungen und betreue Seminare zur Praxisverarbeitung. Hinzu kommt die Betreuung der Studierenden beim Erstellen ihrer Bachelorthesen und deren Beurteilung.

Da die Logopädiestudierenden eine Berufsausbildung an unserer Fachhochschule absolvieren, sind Praktika ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung. Deshalb besteht eine weitere wichtige Aufgabe für mich in der Begleitung und Beratung von Studierenden während der Praktika. Daneben fallen auch viele organisatorische und administrative Aufgaben an.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text] Neben dem Kerngeschäft der Ausbildung besteht auch die Möglichkeit in den Bereichen Dienstleistung oder Weiterbildung mitzuarbeiten. Auch Forschungsprojekte werden von Dozentinnen und Dozenten unserer Fachhochschule angeregt und durchgeführt.

Tipps

[nicht definitiver Text] Mein Anstellungumfang liegt zwischen 60 und 70%. Als Mutter von kleinen Kindern kommt mir die relativ freie Einteilung der Arbeitszeit und die Möglichkeit zu Hause zu arbeiten sehr entgegen.

Sonderpädagogin

Symbolbild Sonderpädagogik
Symbolbild Sonderpädagogik, © Bild von ElisaRiva auf Pixabay
Schulische Heilpädagogin in einer Kleinklasse

«Es ist mir ein Anliegen, meinen Schülerinnen und Schülern immer wieder positive Lernerfahrungen zu ermöglichen, so dass sie an den schulischen Aufgaben Freude entwickeln können.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite als Klassenlehrerin der 5. und 6. Kleinklasse in Gerlafingen, im Kanton Solothurn. Die Kleinklasse ist Teil der Volksschule und dementsprechend im Primarschulhaus integriert. Als Kleinklassenlehrerin bin ich mit einer Klasse von ca. 12 Schülerinnen und Schüler beschäftigt. Diese Kinder sind aus den verschiedensten Gründen in der Kleinklasse. Ihnen ist lediglich gemeinsam, dass sie die Lernziele der Regelklasse nicht erreichen können und deshalb in einer kleineren Lerngruppe, entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten, gefördert werden.

Es ist mir ein Anliegen, meinen Schülerinnen und Schülern immer wieder positive Lernerfahrungen zu ermöglichen, so dass sie an den schulischen Aufgaben Freude entwickeln können. Die Kernaufgabe der schulischen Heilpädagogin ist die Erziehung und das Unterrichten von Kindern unter erschwerten Bedingungen. Meine Haupttätigkeit in der Kleinklasse ist die Gestaltung des schulischen Alltags, d.h., ich organisiere den Tagesablauf, ich bin für alle Fächer zuständig, sei dies nun Mathematik, Deutsch, Sport oder Musik, ich gebe die Hausaufgaben und kümmere mich während der Schulzeit ganz allgemein um die Kinder.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text]Ein Augenmerk habe ich dabei immer darauf zu richten, dass in der Klasse ein gutes Klima herrscht. Dafür sind Gemeinschaftsregeln nötig, die im Klassenrat von den Kindern bestimmt worden sind und die ich konsequent durchsetzen muss. Auch Spiele oder Ausflüge tragen zu einer angenehmen Atmosphäre bei. Damit meine Klasse auch wirklich Teil der Schule ist, nehme ich mit den Kindern selbstverständlich an Schulaktivitäten wie Sporttagen, Projektwochen und Schulfesten aktiv teil.

Tipps

[nicht definitiver Text] Im Alltag der Kleinklassenlehrerin gibt es, neben der Arbeit mit den Kindern, viele andere Aufgabenbereiche. Die enge Zusammenarbeit mit den Eltern und mit verschiedenen Institutionen wie Schulpsychologischem Dienst, Schülerinnen- und Schülerhort oder Sozialamt ist sehr wichtig. Ich übernehme verschiedene organisatorische «Ämtli» im Schulhaus, nehme an den wöchentlichen Schulhaussitzungen und an Arbeitsgruppen teil. In Kursen bilde ich mich beruflich und persönlich weiter. In meinem Aufgabenheft stehen ausserdem diverse administrative Aufgaben, wie zum Beispiel die Gestaltung der Stundenpläne oder das Ausfüllen von Formularen.

Thomas Wetter: Informations-/Dokumentationsspezialist FH

Symbolbild Dokumentation
Symbolbild Dokumentation, © Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Informationsspezialist an einer Dokumentationsstelle

«„Ich analysiere Informationsprozesse und suche nach geeigneten Instrumentarien, mit denen die internen Mitarbeitenden und externen Kundinnen und Kunden unterstützt werden können.“»

Laufbahn
Mehrjährige Tätigkeit an verschiedenen Dokumentationsstellen und Bibliotheken
Berufsbegleitendes Nachdiplomstudium Information und Dokumentation an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur
Schulischer Heilpädagoge an verschiedenen Sonderschulen
Studium in Schulischer Heilpädagogik an der Universität Freiburg
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite als Informationsspezialist an einer nationalen Fach- und Dienstleistungsstelle. Die Fachstelle befasst sich mit Fragen zu Erziehung, Schulung und Bildung von Menschen mit besonderem Bildungsbedarf und mit Behinderungen. Die Dokumentation in unserer Organisation dient als Drehscheibe. Einerseits müssen den wissenschaftlichen Mitarbeitenden auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Informationen zur Verfügung gestellt werden. Andererseits entwickelt unsere Fachagentur auch Wissen, das verbreitet werden muss. Die Informationen müssen durch die richtigen Kanäle an den richtigen Ort gelangen. Ich analysiere die Informationsprozesse und suche nach geeigneten Instrumentarien, mit denen die internen Mitarbeitenden und externen Kundinnen und Kunden unterstützt werden können.

Täglich erreichen mich Anfragen per Telefon und E-Mail. Wenn immer wieder ähnliche Fragen gestellt werden, lässt sich auf ein grösseres Interesse zu einem speziellen Themenbereich schliessen. Da ich auch für die Administration und Weiterentwicklung der Website zuständig bin, kann ich mit Unterstützung der wissenschaftlichen Mitarbeitenden sehr schnell reagieren und unseren Internetauftritt ständig aktualisieren und der Nachfrage anpassen.

Ich betreue auch eine kleine Bibliothek, die vorwiegend schweizerisches heilpädagogisches Schrifttum, Fachzeitschriften sowie graue Literatur sammelt. Die Bibliothek dient hauptsächlich dem internen Gebrauch der wissenschaftlichen Mitarbeitenden. Auf Voranmeldung ist sie auch für ein interessiertes Publikum zugänglich. So kommen regelmässig Studierende vorbei, die Literatur zu ihren Bachelor- oder Masterarbeiten suchen. Diesen persönlichen Kontakt und Austausch schätze ich sehr. Den Bibliotheksbestand erschliesse ich auf einem hauseigenen Dokumentenserver. Damit unsere bibliografischen Aufnahmen eine grössere Sichtbarkeit erhalten, speisen wir diese Daten 4x jährlich in eine internationale Literaturdatenbank, die Literaturnachweise zu allen Teilbereichen des Bildungswesens sammelt. Die daraus entstandene langjährige Kooperation mit dem Zweck Erfahrungen auszutauschen, hat sich sehr bewährt.

Teil unserer Organisation sind ein eigener Verlag und zwei Fachzeitschriften. Daraus ergeben sich für die Dokumentation weitere spannende Aufgabenfelder. So bin ich für den Dokumentationsteil der deutschsprachigen Zeitschrift zuständig und stelle dort zum Beispiel Buchneuerscheinungen und neue Filme vor oder weise auf bildungspolitisch relevante Themen im Behindertenbereich hin. Für diese Tätigkeit muss ich viel recherchieren, um interessantes Material zu sichten.
Was mir insgesamt an dieser Arbeitsstelle besonders gut gefällt, ist, dass ich mein heilpädagogisches Wissen mit meinem dokumentalistischen Knowhow verbinden kann.

Berufseinstieg

[Text fehlt]

Tipps

[Text fehlt]

Barbara Egloff: Sonderpädagogin PhD

Barbara Egloff
Barbara Egloff
Sonderpädagogin als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik

«Diese Stelle ist wie für mich geschaffen: Ich habe dabei die Möglichkeit, mich weiterhin mit der Forschung zu beschäftigen, aber auch theoretische Dossiers zu betreuen.»

JahrTätigkeit
Seit 2017Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik in Bern
2011 – 2017Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich
2015 – 2017Dozentin an der Pädagogischen Hochschule Luzern im Spezialisierungsstudium Heilpädagogik
2011 – 2017Doktoratsstudium in Erziehungswissenschaft an der Universität Zürich, Promotion
2003 – 2010Studium der Sonderpädagogik (Hauptfach), der Pädagogischen Psychologie und Didaktik und der Volkskunde (Nebenfächer) an der Universität Zürich; Abschluss mit Lizentiat
2001 – 2003KBM – Kaufmännischer Bildungsgang für Maturitätsabsolventen (heute: PWA Wirtschaftsprogramm)
1996 – 2001Gymnasium Typus D
Jetzige Tätigkeit

Seit 2017 bin ich wissenschaftliche Mitarbeiterin am Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik in einem 40%-Pensum. In dieser nationalen Fach- und Dienstleistungsstelle mit Sitz in Bern bin ich zuständig für die Bereiche Ausbildung Fachpersonal sowie Recht und Strukturen. Dabei beobachte und analysiere ich die aktuellen Entwicklungen in meinen Themenbereichen und beantworte Anfragen von Fachpersonal oder Behörden. Die Koordination des Netzwerks Forschung Sonderpädagogik macht ebenfalls einen grossen Anteil meiner Tätigkeit aus. Ausserdem prüfe ich Buchmanuskripte für die Edition SZH/CSPS und kümmere mich um das Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit. Diese Stelle ist wie für mich geschaffen: Ich habe dabei die Möglichkeit, mich weiterhin mit der Forschung zu beschäftigen, aber auch theoretische Dossiers zu betreuen. Zudem ist es eine der wirklich wenigen sehr flexiblen Stellen mit kleinem Stellenpensum auf Doktorandenniveau. Als Mutter von zwei Kindern ist das für mich ein Glückstreffer. Daneben bin ich aktiv im Zentrum für Qualitative Sozialforschung (ZQV) der Universität Zürich. Diese Fachstelle vereint Projekte rund um die Forschung und Lehre qualitativer Methoden. So fördern wir beispielsweise den wissenschaftlichen Austausch und die Zusammenarbeit von qualitativ Forschenden, den Methodentransfer und stärken die qualitative Sozialforschung an der Universität Zürich wie auch in der ganzen Schweiz. Meine methodischen Schwerpunkte dort sind die partizipative Forschung, die Grounded Theory Methodologie und die Biografieforschung.

Berufseinstieg

Nach Abschluss meines Lizentiats arbeitete ich zu 50% als wissenschaftliche Assistentin am Institut für Erziehungswissenschaft, am Lehrstuhl für Sonderpädagogik, und verfasste meine Doktorarbeit. Ich hatte durch das Entgegenkommen meiner Professorin die Möglichkeit, meine Dissertation innerhalb der bezahlten Arbeitszeit mit adäquatem Einsatz ausserhalb zu schreiben. Auch wenn es Kompromissbereitschaft in beiden Rollen braucht; durch effizientes Arbeiten, gute Koordination und Zeitmanagement, besonders bei der Kinderbetreuung, ist eine Familiengründung während der Doktoratsphase möglich. Familiäre Unterstützung und eine solide finanzielle Situation waren dabei unabdingbar. Deshalb erachte ich flexible Betreuungsangebote und deren Finanzierung als grundlegend. Ein weiterer Vorteil einer Assistenzstelle an einer Hochschule ist die Einbettung in einem Netzwerk. Als ich nach dem Ablauf meines befristeten Vertrages auf Stellensuche war, informierte ich zuerst mein Netzwerk und nahm dann Kontakt mit bekannten und unbekannten Menschen auf. Ein solides Selbstvertrauen und eine gute Einbindung in die Community sind dabei hilfreich. Zudem habe ich Zeit in die Gestaltung meines Lebenslaufs investiert und meine Profile auf LinkedIn und XING aktualisiert. Diese Bemühungen und die Diversität meiner Berufserfahrungen haben sich schliesslich ausbezahlt.

Tipps

Künftigen Doktorierenden empfehle ich, sich von Beginn an ein gutes Netzwerk zu erarbeiten und mit ehemaligen oder in der Arbeit bereits weiter fortgeschrittenen Doktorandinnen und Doktoranden den Austausch zu suchen.



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