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Sonderpädagogik: Berufsmöglichkeiten

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Sonderpädagogik.

Sonderpädagogik

Karin Alabor: Sonderpädagogin (Master of Arts)

Symboldbild Pädagogik
Symboldbild Pädagogik, © Bild von Tumisu auf Pixabay
Schulische Heilpädagogin

«Die Kinder geben dir alles wieder zurück, was du ihnen in deinem Arbeitsalltag gibst. Es ist nicht nur ein Beruf, sondern auch eine Passion.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
2016 – heuteSchulische Heilpädagogin vier taubblinder und mehrfachbehinderter Kinder, Stiftung Tanne, Langnau am Albis
2014 – 2016Schulische Heilpädagogin einer Mittelstufenklasse, Schulheim Chur/Klassenlehrperson einer integrativen Sonderklasse für Kinder mit einer körperlichen- und/oder geistigen Mehrfachbehinderung/Einzelförderlehrperson für eine Sprechcomputergruppe/Leiterin der Erlebnispädagogikgruppe/Coach der Langlaufgruppe „Schulheim Chur“ an den Special Olympics 2016
2010 – 2014Schulische Heilpädagogin, Primarschule Domat/Ems
2008 – 2010Primarlehrerin, Primarschule Flumserberg/Förderlehrperson und DAZ Lehrperson
2011 – 2013Master of Arts in Special Need Education, Hochschule für Heilpädagogik in Zürich
2013Deutsch als Zweitsprache DaZ, Hochschule für Heilpädagogik Zürich
2005 – 2008Bachelor of Arts Pädagogische Hochschule Graubünden, Chur
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite in der Stiftung Tanne, einem Kompetenzzentrum für Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Hörsehbehinderung und verwandten Formen von mehrfacher (Sinnes-)Behinderung. Die Stiftung bietet eine Tagesschule mit Internat für 24 Kinder an. Die meisten Kinder werden zusätzlich von unserem Internat und dem Fachpersonal auf dem Internat betreut. Der Unterricht findet im Klassenzimmer und in verschiedenen Fachräumen (Musikraum, Lichtraum, Küche, Werkraum) statt, aber auch viel in der freien Natur. Tätig bin ich als Schulische Heilpädagogin und arbeite als Klassenlehrperson einer Mittel-Oberstufe mit vier taubblinden und mehrfachbehinderten Kindern. Meine Kernaufgaben sind die Förderung und Betreuung dieser Kinder in Anlehnung an den Lehrplan 21. Als Fachberatungsperson im Bereich Hören unterstütze ich ausserdem die anderen Lehrpersonen im Fachbereich Hören. Meine Haupttätigkeiten sind das Aufstellen der Lernziele der Kinder anhand des ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) und des Lehrplans 21, den Kindern eine attraktive und motivierende Lernumgebung anbieten, Jahresberichte schreiben, Zielauswertungen der Kinder machen, die Kommunikation mit Behörden wie mit der IV, der enge Kontakt mit den Betreuenden des Internats oder den Eltern und die enge Zusammenarbeit mit den Therapeutinnen (Logopädie, Physiotherapie, Ergotherapie).
Zusätzlich zur Förderung der Kinder begleite ich jedes Jahr eine/n Praktikant/in durch das ganze Schuljahr. Diese/r unterstützt mich in den Aufgaben und lernt unser Berufsfeld kennen. Ich begleite die Praktikant/innen auch durch die Fachmatura mit dem Schwerpunkt Gesundheit oder soziale Arbeit oder neu auch durch die Lehre als Fachfrau/-mann Betreuung und bewerte dabei ihre praktische sowie schriftliche Leistung. Neben der Betreuung von Praktikant/innen gehören Gespräche mit Eltern, Lehrpersonen und mit Behörden zu meinen weiteren Aufgaben, auch begleite ich Arzt- und Spitalbesuche der Kinder und bilde mich ständig weiter.

Berufseinstieg

Mein Berufseinstieg zur Schulischen Heilpädagogin folgte zuerst über meine Tätigkeit als Primarlehrerin. Ich wusste schon damals, dass ich als Heilpädagogin arbeiten möchte. Ich musste aber zuerst das Studium zur Primarlehrerin absolvieren und ein wenig Berufserfahrung sammeln. Von der Primarschule wechselte ich dann an eine integrative Schule für behinderte Kinder.
Schwierigkeiten gab es als junge Lehrperson immer wieder mit Eltern oder älteren Lehrpersonen, mit denen ich zusammenarbeiten musste. Während dieser Zeit habe ich viel über eine positive Gesprächsführung gelernt und an meinem Selbstvertrauen gearbeitet, was nicht immer einfach war. Rückblickend bin ich aber an den schwierigen Situationen gewachsen.
Obwohl ich schon immer wusste, dass ich mit körperlich und geistig behinderten Kindern oder Erwachsenen arbeiten möchte, habe ich mich nicht von Anfang an in dieses Berufsfeld getraut. Der Wechsel war für mich persönlich eine grosse Herausforderung. Sobald er aber stattgefunden hatte, war ich sehr glücklich über meinen Entscheid. Ich würde es immer wieder so machen.
Mein Berufseinstieg war durch das Teamteaching in allen Primarschulstufen inklusive Kindergarten sehr vielseitig. Dadurch merkte ich, welche Stufe mir liegt und welche Kompetenzen ich noch erweitern kann.
Verschiedene Gespräche mit Personen, die in diesem Berufsfeld tätig sind, haben mir geholfen einen anderen Blickwinkel einnehmen zu können. Auch konnte ich mich ein wenig wappnen für das, was mich erwarten würde. Schliesslich war es dann aber wohl mein Mut, meiner Passion nachzugehen, der meinen Berufseinstieg als Schulische Heilpädagogin mit Kindern mit einer körperlichen und geistigen Behinderung erleichtert hat, und somit sehr positiv war. Auch geben die Kinder alles wieder zurück, was du ihnen in deinem Arbeitsalltag gibst. Es ist nicht nur ein Beruf, sondern auch eine Passion.

Tipps

Informiere dich genau über deinen Berufswunsch bei Personen, die schon in diesem Arbeitsfeld sind. Was für Weiterbildungen braucht es? Wie sieht der Berufsalltag aus? Besuche wenn möglich eine Sonderpädagogin/Schulische Heilpädagogin und begleite sie für einen Tag. Habe keine Angst, deinen Wünschen nachzugehen, du machst den Beruf nachher vielleicht ein Leben lang.

Sonderpädagogin MA

Symbolbild Sonderpädagogik
Symbolbild Sonderpädagogik, © Bild von ElisaRiva auf Pixabay
Schulische Heilpädagogin in einer Kleinklasse

«Es ist mir ein Anliegen, meinen Schülerinnen und Schülern immer wieder positive Lernerfahrungen zu ermöglichen, so dass sie an den schulischen Aufgaben Freude entwickeln können.»

Laufbahn
Kleinklassenlehrerin, 86%
Verschiedene Praktika während der Ausbildung
Studium in Schulischer Heilpädagogik an der Universität Freiburg
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite als Klassenlehrerin der 5. und 6. Kleinklasse in Gerlafingen, im Kanton Solothurn. Die Kleinklasse ist Teil der Volksschule und dementsprechend im Primarschulhaus integriert. Als Kleinklassenlehrerin bin ich mit einer Klasse von ca. 12 Schülerinnen und Schüler beschäftigt. Diese Kinder sind aus den verschiedensten Gründen in der Kleinklasse. Ihnen ist lediglich gemeinsam, dass sie die Lernziele der Regelklasse nicht erreichen können und deshalb in einer kleineren Lerngruppe gefördert werden, ihren individuellen Fähigkeiten entsprechend.
Es ist mir ein Anliegen, meinen Schülerinnen und Schülern immer wieder positive Lernerfahrungen zu ermöglichen, so dass sie an den schulischen Aufgaben Freude entwickeln können. Die Kernaufgabe der schulischen Heilpädagogin ist die Erziehung und das Unterrichten von Kindern unter erschwerten Bedingungen. Meine Haupttätigkeit in der Kleinklasse ist die Gestaltung des schulischen Alltags, d.h., ich organisiere den Tagesablauf und bin für alle Fächer zuständig, sei dies nun Mathematik, Deutsch, Sport oder Musik. Ich gebe Hausaufgaben und kümmere mich während der Schulzeit ganz allgemein um die Kinder.
Ein Augenmerk habe ich dabei immer darauf zu richten, dass in der Klasse ein gutes Klima herrscht. Dafür sind Gemeinschaftsregeln nötig, die im Klassenrat von den Kindern bestimmt worden sind und die ich konsequent durchsetzen muss. Auch Spiele oder Ausflüge tragen zu einer angenehmen Atmosphäre bei. Damit meine Klasse auch wirklich Teil der Schule ist, nehme ich mit den Kindern selbstverständlich an Schulaktivitäten wie Sporttagen, Projektwochen und Schulfesten aktiv teil.
Im Alltag der Kleinklassenlehrerin gibt es - neben der Arbeit mit den Kindern - viele andere Aufgabenbereiche. Die enge Zusammenarbeit mit den Eltern und mit verschiedenen Institutionen wie dem schulpsychologischem Dienst, dem Schülerinnen- und Schülerhort oder dem Sozialamt ist sehr wichtig. Ich übernehme verschiedene organisatorische «Ämtli» im Schulhaus, nehme an den wöchentlichen Schulhaussitzungen und an Arbeitsgruppen teil. In Kursen bilde ich mich beruflich und persönlich weiter. In meinem Aufgabenheft stehen ausserdem diverse administrative Aufgaben, wie zum Beispiel die Gestaltung der Stundenpläne oder das Ausfüllen von Formularen.

Berufseinstieg

Praktika während des Studiums helfen beim Berufseinstieg: Einerseits kann man sich dadurch mit möglichen künftigen Arbeitgebern (etwa Primarschulen) vernetzen, andererseits kann man überprüfen, in welchem Feld man heilpädagogisch tätig sein möchte.

Tipps

Neben der Freude an der Förderung und Arbeit mit Kindern ist es zentral, dass man auch gerne mit deren Eltern, den Klassenlehrpersonen und verschiedenen Institutionen zusammenarbeitet. Eine hohe Sozialkompetenz ist also neben dem fachlichen Interesse von Vorteil.

Thomas Wetter: Informations-/Dokumentationsspezialist FH (BSc)

Symbolbild Dokumentation
Symbolbild Dokumentation, © Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Informationsspezialist an einer Dokumentationsstelle

«Ich analysiere Informationsprozesse und suche nach geeigneten Instrumentarien, mit denen die internen Mitarbeitenden und externen Kundinnen und Kunden in ihrem Informationsbedarf unterstützt werden können.»

Laufbahn
Mehrjährige Tätigkeit an verschiedenen Dokumentationsstellen und Bibliotheken
Berufsbegleitendes Nachdiplomstudium Information und Dokumentation an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur
Schulischer Heilpädagoge an verschiedenen Sonderschulen
Studium in Schulischer Heilpädagogik an der Universität Freiburg
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite als Informationsspezialist an einer nationalen Fach- und Dienstleistungsstelle. Die Fachstelle befasst sich mit Fragen zu Erziehung, Schulung und Bildung von Menschen mit besonderem Bildungsbedarf und mit Behinderungen. Die Dokumentation in unserer Organisation dient als Drehscheibe. Einerseits müssen den wissenschaftlichen Mitarbeitenden auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Informationen zur Verfügung gestellt werden. Andererseits entwickelt unsere Fachagentur auch Wissen, das verbreitet werden muss. Die Informationen müssen durch die richtigen Kanäle an den richtigen Ort gelangen. Ich analysiere die Informationsprozesse und suche nach geeigneten Instrumentarien, mit denen die internen Mitarbeitenden und externen Kundinnen und Kunden unterstützt werden können.
Täglich erreichen mich Anfragen per Telefon und E-Mail. Wenn immer wieder ähnliche Fragen gestellt werden, lässt sich auf ein grösseres Interesse zu einem speziellen Themenbereich schliessen. Da ich auch für die Administration und Weiterentwicklung der Website zuständig bin, kann ich mit Unterstützung der wissenschaftlichen Mitarbeitenden sehr schnell reagieren und unseren Internetauftritt ständig aktualisieren und der Nachfrage anpassen.
Ich betreue auch eine kleine Bibliothek, die vorwiegend schweizerisches heilpädagogisches Schrifttum, Fachzeitschriften sowie graue Literatur sammelt. Die Bibliothek dient hauptsächlich dem internen Gebrauch der wissenschaftlichen Mitarbeitenden. Auf Voranmeldung ist sie auch für ein interessiertes Publikum zugänglich. So kommen regelmässig Studierende vorbei, die Literatur zu ihren Bachelor- oder Masterarbeiten suchen. Diesen persönlichen Kontakt und Austausch schätze ich sehr. Den Bibliotheksbestand erschliesse ich auf einem hauseigenen Dokumentenserver. Damit unsere bibliografischen Aufnahmen eine grössere Sichtbarkeit erhalten, migrieren wir diese Daten vier Mal jährlich in eine internationale Literaturdatenbank, die Literaturnachweise zu allen Teilbereichen des Bildungswesens sammelt. Die daraus entstandene langjährige Kooperation mit dem Zweck Erfahrungen auszutauschen, hat sich sehr bewährt.

Anspruchsvolle Recherchearbeit

Teil unserer Organisation sind ein eigener Verlag und zwei Fachzeitschriften. Daraus ergeben sich für die Dokumentation weitere spannende Aufgabenfelder. So bin ich für den Dokumentationsteil der deutschsprachigen Zeitschrift zuständig und stelle dort zum Beispiel Buchneuerscheinungen und neue Filme vor oder weise auf bildungspolitisch relevante Themen im Behindertenbereich hin. Für diese Tätigkeit muss ich viel recherchieren, um interessantes Material zu sichten.
Was mir insgesamt an dieser Arbeitsstelle besonders gut gefällt, ist, dass ich mein heilpädagogisches Wissen mit meinem dokumentalistischen Knowhow verbinden kann.

Berufseinstieg

Die Ausbildung zum I&D-Spezialisten an der HTW Chur war für mich der entscheidende Türöffner. Während dieser berufsbegleitenden Ausbildung konnte ich bereits in einer Schulbibliothek wichtige Erfahrungen sammeln. Nach Studienabschluss war es dann leicht, eine feste Anstellung bei der Bundesverwaltung zu finden.

Tipps

Es ist sehr nützlich, mit verschiedenen Bibliothekssystemen vertraut zu sein. Sprachkenntnisse der Landessprachen (de/fr) sind Voraussetzung für spannende Stellen in der Bundesverwaltung oder in interkantonalen Organisationen.

Barbara Egloff: Sonderpädagogin PhD

Barbara Egloff
Barbara Egloff
Sonderpädagogin als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik

«Diese Stelle ist wie für mich geschaffen: Ich habe dabei die Möglichkeit, mich weiterhin mit der Forschung zu beschäftigen, aber auch theoretische Dossiers zu betreuen.»

JahrTätigkeit
Seit 2017Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik in Bern
2011 – 2017Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich
2015 – 2017Dozentin an der Pädagogischen Hochschule Luzern im Spezialisierungsstudium Heilpädagogik
2011 – 2017Doktoratsstudium in Erziehungswissenschaft an der Universität Zürich, Promotion
2003 – 2010Studium der Sonderpädagogik (Hauptfach), der Pädagogischen Psychologie und Didaktik und der Volkskunde (Nebenfächer) an der Universität Zürich; Abschluss mit Lizentiat
2001 – 2003KBM – Kaufmännischer Bildungsgang für Maturitätsabsolventen (heute: PWA Wirtschaftsprogramm)
1996 – 2001Gymnasium Typus D
Jetzige Tätigkeit

Seit 2017 bin ich wissenschaftliche Mitarbeiterin am Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik in einem 40%-Pensum. In dieser nationalen Fach- und Dienstleistungsstelle mit Sitz in Bern bin ich zuständig für die Bereiche Ausbildung Fachpersonal sowie Recht und Strukturen. Dabei beobachte und analysiere ich die aktuellen Entwicklungen in meinen Themenbereichen und beantworte Anfragen von Fachpersonal oder Behörden. Die Koordination des Netzwerks Forschung Sonderpädagogik macht ebenfalls einen grossen Anteil meiner Tätigkeit aus. Ausserdem prüfe ich Buchmanuskripte für die Edition SZH/CSPS und kümmere mich um das Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit. Diese Stelle ist wie für mich geschaffen: Ich habe dabei die Möglichkeit, mich weiterhin mit der Forschung zu beschäftigen, aber auch theoretische Dossiers zu betreuen. Zudem ist es eine der wirklich wenigen sehr flexiblen Stellen mit kleinem Stellenpensum auf Doktorandenniveau. Als Mutter von zwei Kindern ist das für mich ein Glückstreffer. Daneben bin ich aktiv im Zentrum für Qualitative Sozialforschung (ZQV) der Universität Zürich. Diese Fachstelle vereint Projekte rund um die Forschung und Lehre qualitativer Methoden. So fördern wir beispielsweise den wissenschaftlichen Austausch und die Zusammenarbeit von qualitativ Forschenden, den Methodentransfer und stärken die qualitative Sozialforschung an der Universität Zürich wie auch in der ganzen Schweiz. Meine methodischen Schwerpunkte dort sind die partizipative Forschung, die Grounded Theory Methodologie und die Biografieforschung.

Berufseinstieg

Nach Abschluss meines Lizentiats arbeitete ich zu 50% als wissenschaftliche Assistentin am Institut für Erziehungswissenschaft, am Lehrstuhl für Sonderpädagogik, und verfasste meine Doktorarbeit. Ich hatte durch das Entgegenkommen meiner Professorin die Möglichkeit, meine Dissertation innerhalb der bezahlten Arbeitszeit mit adäquatem Einsatz ausserhalb zu schreiben. Auch wenn es Kompromissbereitschaft in beiden Rollen braucht; durch effizientes Arbeiten, gute Koordination und Zeitmanagement, besonders bei der Kinderbetreuung, ist eine Familiengründung während der Doktoratsphase möglich. Familiäre Unterstützung und eine solide finanzielle Situation waren dabei unabdingbar. Deshalb erachte ich flexible Betreuungsangebote und deren Finanzierung als grundlegend. Ein weiterer Vorteil einer Assistenzstelle an einer Hochschule ist die Einbettung in einem Netzwerk. Als ich nach dem Ablauf meines befristeten Vertrages auf Stellensuche war, informierte ich zuerst mein Netzwerk und nahm dann Kontakt mit bekannten und unbekannten Menschen auf. Ein solides Selbstvertrauen und eine gute Einbindung in die Community sind dabei hilfreich. Zudem habe ich Zeit in die Gestaltung meines Lebenslaufs investiert und meine Profile auf LinkedIn und XING aktualisiert. Diese Bemühungen und die Diversität meiner Berufserfahrungen haben sich schliesslich ausbezahlt.

Tipps

Künftigen Doktorierenden empfehle ich, sich von Beginn an ein gutes Netzwerk zu erarbeiten und mit ehemaligen oder in der Arbeit bereits weiter fortgeschrittenen Doktorandinnen und Doktoranden den Austausch zu suchen.



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