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Psychologie: Laufbahnbeispiele

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Psychologie.

Psychologie

Psychotherapeutin in einer Universitätsklinik: Stefanie Urech

Stefanie Urech: Psychologin
© Stefanie Urech
Psychotherapeutin in einer Universitätsklinik

«Die Arbeit ist vielfältig und beinhaltet neben Einzeltherapien auch immer wieder Familiengespräche und Gruppentherapien.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
2018-2020Psychologin, Verhaltenstherapie-Ambulanz UPK Basel (80%)
2017-2018Assistenzpsychologin, Verhaltenstherapie-Ambulanz UPK Basel (100%)
2016-2020Postgraduale Weiterbildung zum Master of Advanced Studies in Psychotherapie mit kognitiv-behavioralem Schwerpunkt
2016Psychologin, Tagesklinik in Langenthal (80%)
2016Masterabschluss in Psychologie (Vertiefung Klinische Psychologie und Neurowissenschaften), Universität Basel
Jetzige Tätigkeit

Zurzeit arbeite ich zu 80% an der Verhaltenstherapie-Ambulanz der UPK Basel. Meine Arbeit umfasst primär die Bereiche Diagnostik und Psychotherapie. Die Schwerpunkte liegen in der Behandlung von Angststörungen, Zwangsstörungen, affektiven Störungen und Persönlichkeitsstörungen. Die Arbeit ist vielfältig und beinhaltet neben Einzeltherapien auch immer wieder Familiengespräche und Gruppentherapien. Zudem habe ich die Möglichkeit, mich an Forschungsprojekten zu beteiligen. Die Arbeit in einer Ambulanz schätze ich sehr, da ich einerseits sehr selbstständig arbeiten kann und mich trotzdem jederzeit mit dem Team austauschen kann. Ab kommenden Herbst werde ich dann als leitende Psychologin Verhaltenstherapie neu stationär arbeiten.

Berufseinstieg

Bereits während des Masterstudiums bewarb ich mich auf verschiedene Stellen. Ich erhielt eine erste Stelle in einer Tagesklinik, in der ich bereits während meines Studiums ein längeres Praktikum absolviert habe. Gleichzeitig begann ich einen postgradualen Studiengang in Psychotherapie. Die Weiterbildung gab, neben der fachlichen Ausbildung auch viel Raum für Austausch mit anderen in der gleichen Situation. Das hat mir persönlich immer sehr geholfen. Seit 2017 bin ich nun an der Verhaltenstherapie-Ambulanz der UPK Basel, wo ich zunächst mit einer Assistenzpsychologie-Stelle anfing und im Anschluss eine Festanstellung erhielt. Neben der therapeutischen Tätigkeit erhielt ich hier auch die Möglichkeit, mich an Forschungsprojekten zu beteiligen.

Tipps

Es ist meines Erachtens sehr hilfreich und wertvoll, bereits während des Studiums Praktika zu absolvieren. Dies einerseits, um herauszufinden, in welche Richtung es nach dem Studium gehen soll. Andererseits ist es meiner Erfahrung nach aber auch oft so, dass man schon im Rahmen eines Praktikums sein Netzwerk erweitern und so seine Chancen auf eine Anstellung erhöhen kann.

Berufs-, Studien- und Laufbahnberaterin an einem Berufsinformationszentrum: Regula Zahno

Regula Zahno
Regula Zahno, © Kanton Basel-Stadt
Laufbahnberaterin an einem Berufsinformationszentrum (BIZ)

«Die Arbeit als Berufs- Studien- und Laufbahnberaterin ist sehr vielfältig.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
2018-heuteBerufs-, Studien- und Laufbahnberaterin bei der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Basel-Stadt (80%)
2017-2019Postgraduale Weiterbildung zum Master of Advanced Studies in Psychology of Career Counseling and Human Resources Management, Universitäten Bern und Freiburg
2017-2018Studienberaterin in Ausbildung bei der Studienberatung Basel (50%) und versch. Nebenjobs
2016Praktikantin bei der Studienberatung Basel (100%)
2016Masterabschluss in Psychologie mit Vertiefung in Sozial-, Wirtschafts- und Entscheidungspsychologie, Universität Basel
Jetzige Tätigkeit

Die Arbeit als Berufs- Studien- und Laufbahnberaterin der Berufs- Studien- und Laufbahnberatung Basel-Stadt ist sehr vielfältig. Folgende Aufgabengebiete gehören unter anderem zu meinen Tätigkeiten: Einzelberatungen von Jugendlichen und Erwachsenen in Berufswahl-, Studienwahl- und Laufbahnfragen, Kurzberatungen von Jugendlichen und Erwachsenen in der Infothek, Schulhaussprechstunden für Schülerinnen und Schüler in Sekundarschulen, Elternveranstaltungen und Klassenveranstaltungen im Berufsinformationszentrum. Regelmässig finden zudem Teamsitzungen, Intervisionen und Fachaustausche statt. Des Weiteren arbeite ich in verschiedenen Arbeits- und Fachgruppen mit.

Berufseinstieg

Ich habe mich noch während des Masters in Psychologie für ein Praktikum in der Studienberatung Basel beworben und konnte dann direkt im Anschluss an meinen Masterabschluss dieses Praktikum beginnen. Im Anschluss hatte ich die Möglichkeit während der postgradualen Weiterbildung CC&HRM in Laufbahn- und Personalpsychologie befristet dort weiterzuarbeiten.

Nach ungefähr der Hälfte der Weiterbildung hatte ich die Möglichkeit bei der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Basel-Stadt eine Mutterschaftsvertretung zu übernehmen, woraufhin ich während der Einarbeitungszeit zuerst parallel an beiden Orten jeweils niedrigprozentig gearbeitet habe und dann, um die Vertretung zu übernehmen, ganz zur Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Basel-Stadt gewechselt habe. Im vergangenen Sommer habe ich die postgraduale Weiterbildung abgeschlossen und habe nun seit Anfang August eine Festanstellung bei der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Basel-Stadt.

Tipps

Praktika während dem Studium sind sehr hilfreich, um herauszufinden, in welche Richtung man nach dem Studium gehen möchte. Bereits während des Studiums mit dem Aufbau eines Netzwerkes zu beginnen, welches dann laufend erweitert werden kann, ist sehr wertvoll und kann beim Einstieg in die Berufswelt sehr unterstützend sein.

Psychologin auf einer Hochschul-Beratungsstelle, Chantal Jaussi

Symbolbild Psychologie
Symbolbild Psychologie, © Bild von Tumisu auf Pixabay
Psychologin auf einer Beratungsstelle

«Ich unterstütze und berate die Ratsuchenden bei Fragen zur Studienwahl, bei der Verbesserung des Lern- und Arbeitsverhaltens, im Prozess des Berufseinstiegs und bei persönlichen Schwierigkeiten.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
Seit 2020Systemische Psychotherapieweiterbildung am Zentrum für systemische Therapie und Beratung (ZSB) Bern
Seit 2014Psychologin bei der Beratungsstelle der Berner Hochschulen, Bern (60%)
2008 bis 2014Berufsberaterin bei der Sozialversicherungsanstalt (SVA) Zürich (60-90%)
2009 – 2011Postgraduale Weiterbildung zum Master of Advanced Studies in Psychology of Career Counseling and Human Resources Management, Universitäten Bern, Zürich und Freiburg
2008Praktikum bei der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung im BIZ Bern (80%)
2006-2008Forschungsassistentin in einem Projekt des Schweizerischen Nationalfonds der Frauenklinik des Inselspitals Bern (50%) sowie bei der Berner Fachhochschule, Soziale Arbeit, Bern (50%)
2006Masterabschluss in Psychologie an der Universität Bern mit den Schwerpunkten Entwicklungspsychologie, Entwicklungsstörungen und Sozialpsychologie
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite als Psychologin für die Beratungsstelle der Berner Hochschulen. Hier bieten wir für Studierende und Mitarbeitende der Berner Hochschulen kostenlose Beratungsdienstleistungen mit einer sehr breiten Palette von Fragestellungen und Themen an. Ich unterstütze und berate die Ratsuchenden bei Fragen zur Studienwahl und –gestaltung, bei der Verbesserung des Lern- und Arbeitsverhaltens (z.B. bei der Erarbeitung von geeigneten Lernmethoden, im Umgang mit Prüfungsangst oder dem Zeitmanagement), im Prozess des Berufseinstiegs (z.B. durch Hilfestellungen bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen, Üben von Vorstellungsgesprächen) und bei persönlichen Schwierigkeiten (z.B. Umgang mit Stress, Einsamkeit) und bei Konflikten (z.B. mit Vorgesetzten).

Häufig ist eine Beratung bei mir nach einer bis zwei Sitzungen abgeschlossen. Manchmal begleite ich aber auch längere Prozesse über mehrere Wochen oder Monate. Als Ergänzung zur Beratungstätigkeit biete ich für die Studierenden Workshops zum Berufseinstieg und zum wissenschaftlichen Schreiben an, arbeite bei Projekten für unsere Webseite oder unseren Social-Media-Auftritt mit und engagiere mich in der Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Bekanntmachung unseres Angebots bei Studienbeginn). Schliesslich supervisiere ich unsere Praktikantin (Psychologiestudierende) während ihrem Jahrespraktikum.

Berufseinstieg

Nach der Abgabe meiner Masterarbeit erhielt ich das Angebot, die Forschungstätigkeit in einem angrenzenden Themengebiet zu vertiefen und ein Doktorat anzustreben. Während der zwei Jahre als Forschungsassistentin wurde für mich deutlich, dass meine zentralen Kompetenzen und beruflichen Ziele in der Beratung liegen, weshalb ich mich gegen das Doktorat entschied und die Stelle aufgab.

Im Rahmen eines BNF-Assistenzprojekts (nationales Förderprogramm für stellensuchende AkademikerInnen; arbeitsmarktliche Massnahme des RAV) konnte ich ein Praktikum bei der Berufsberatung im BIZ Bern absolvieren und fand im Anschluss meine erste Stelle als Berufsberaterin bei der IV-Stelle der SVA Zürich.

Während dieser Anstellung absolvierte ich die postgraduale Weiterbildung CC&HRM in Laufbahn- und Personalpsychologie und pendelte jeweils von Bern nach Zürich. Als Mutter von drei Kindern ist mir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehr wichtig und so entschied ich mich, eine Stelle in meinem Wohnort zu suchen. So kam es, dass ich nun bei der Beratungsstelle der Berner Hochschulen arbeite. Bei dieser Stelle schätze ich es besonders, dass ich mich nun ergänzend zu meinem Profil als Berufs-, Studien- und Laufbahnberaterin auch noch im therapeutischen Bereich weiterbilden und beruflich entwickeln kann.

Tipps
  • Immer wieder mit anderen Menschen Gespräche über ihren Beruf und ihren Arbeitsalltag führen, um ein konkreteres Bild vom Arbeitsmarkt zu erhalten.
  • Während des Studiums eine Liste mit interessanten Arbeitgebenden beginnen und diese laufend ergänzen sowie deren Jobangebote beobachten.
  • Sich bei Bedarf im Bewerbungsprozess von einer Fachperson begleiten lassen, um z.B. Vorstellungsgespräche in Rollenspielen zu üben, ein Feedback zu den Bewerbungsunterlagen zu erhalten und Unterstützung bei Rückschlägen/Absagen zu erfahren.

Verkehrspsychologin, selbstständige Gutachterin: Rahel Bieri

Rahel Bieri
Rahel Bieri
Rahel Bieri

Rahel Bieri

Gutachterin im Bereich Verkehrspsychologie

«Die gutachterliche Tätigkeit ist extrem vielfältig, da sie Kenntnisse und Kompetenzen aus
verschiedenen Bereichen der Psychologie voraussetzt.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
2009 bis heuteGutachterin im Bereich Verkehrspsychologie
2016Erwerb Titel Fachpsychologin für Rechtspsychologie FSP
2015 und 2016Risk Profiler, Bundesamt für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS
2014Doktorat in Health Sciences (Neurosciences), Universität Bern
2013Erwerb Titel Fachpsychologin für Verkehrspsychologie FSP
2008Master of Science in Psychology, Universität Basel
Jetzige Tätigkeit

Seit dem Jahr 2009 bin ich als verkehrspsychologische Gutachterin tätig, zu Beginn im Angestelltenverhältnis und seit 2010 selbstständig. Meine Auftraggeber sind Behörden, Institutionen und Privatpersonen. Mittlerweile führe ich Begutachtungsstellen an zwei Standorten und habe drei Angestellte.
Im Rahmen meiner Tätigkeit als verkehrspsychologische Gutachterin beurteile ich auf behördliche Anordnung die charakterliche und/oder kognitive (leistungsbezogene) Fahreignung von Personen.

Die charakterliche Fahreignung betrifft die Legalprognose im Bereich des Strassenverkehrs, das heisst, ob die Betroffenen willens und in der Lage sind, sich den geltenden Gesetzen unterzuordnen. Zur Beurteilung der charakterlichen Fahreignung studiere ich zunächst die Vorakte und die Begutachtung, bestehend aus einem explorativen Interview und einer psychometrischen Datenerhebung. Die eigentliche Begutachtung dauert etwa zweieinhalb bis drei Stunden, je nach Komplexität der Fragestellung. Nach erfolgter Begutachtung verfasse ich ein ausführliches Gutachten zur Beantwortung der Fragestellung. Die kognitive Fahreignung hängt hingegen mit den neuropsychologischen Voraussetzungen zum Führen von Motorfahrzeugen zusammen. Auch hier studiere ich zuerst die Akte, um die Problematik einzugrenzen. Bei kognitiven Fahreignungsabklärungen steht die Erfassung von verkehrsrelevanten kognitiven Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit oder visuell-räumliches Denken  im Vordergrund. Ein wesentlicher Bestandteil ist zudem die Erfassung allfälliger Strategien zum Ausgleich von vorhandenen Defiziten, zum Beispiel Kompensationsstrategien. Diese erfolgt im Gespräch. Auch die Frage nach der kognitiven Fahreignung wird in Form eines Gutachtens zuhanden der Behörde beantwortet.

Die gutachterliche Tätigkeit ist extrem vielfältig, da sie Kenntnisse und Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen der Psychologie voraussetzt, darunter vor allem Rechtspsychologie, Neuropsychologie, Entwicklungspsychologie, Sozialpsychologie und Testpsychologie. Nebst der gutachterlichen Tätigkeit im engeren Sinne beinhaltet meine Arbeit auch Kontakte mit Anwälten und Behörden sowie das Verfassen von Stellungnahmen zu früheren Gutachten im Rahmen von Rekursverfahren.
Die Führung meiner Angestellten ist ebenfalls Bestandteil meiner täglichen Arbeit. Gelegentlich halte ich auch Kurse und Fortbildungen zu Themen aus meinem Spezialgebiet und bin zudem als Supervisorin für andere Gutachter tätig. Weiter bin ich mit eigenen Projekten in der Forschung aktiv und begleite Forschungsprojekte von anderen Gruppen.

Berufseinstieg

Da ich neben Psychologie auch Betriebswirtschaftslehre studiert habe und nach dem Abschluss noch nicht genau wusste, in welche Richtung ich mich beruflich bewegen wollte, habe ich zunächst eine Stelle im Bereich der Unternehmensberatung angetreten. In der Unternehmensberatung bin ich etwa ein Jahr lang geblieben und habe mir parallel Gedanken zu meiner weiteren beruflichen Ausrichtung gemacht. Mir wurde klar, dass ich gutachterlich und wissenschaftlich tätig sein wollte, weshalb ich ab 2009 eine Stelle als Gutachterin und ab 2011 ein Doktorat an der Universität Bern angetreten habe.

Ausschlaggebend für die Aufnahme in das Doktoratsprogramm war, dass ich bereits während meines Studiums publizieren und so einen gewissen Leistungsausweis im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens vorweisen konnte. Während des Studiums habe ich immer gearbeitet und auch mehrere längere Praktika absolviert, die aber nicht in meinem jetzigen Tätigkeitsbereich lagen. Ideal wäre sicher, wenn man bei der Bewerbung bereits einschlägige Erfahrung vorweisen könnte, offensichtlich kann der Einstieg aber auch mit bereichsfremden Praktika und Tätigkeiten klappen.

Tipps

Da die Anzahl Psychologieabsolventinnen und -absolventen jeweils hoch ist und entsprechend viel Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt herrscht, ist es wichtig, sich durch einen besonderen Leistungsausweis hervorzutun. Das kann in Form von sehr guten Noten, Auszeichnungen während des Studiums, Fremdsprachenkenntnissen oder der Mitwirkung an interessanten Forschungsprojekten geschehen. Ratsam ist auch, ein anspruchsvolles Nebenfach zu wählen und parallel zum Studium bereits Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln. Praktika können ebenfalls hilfreich sein.

Polizeipsychologin bei einer Kantonspolizei

Symbolbild Polizei
Symbolbild Polizei, © Bild von Robert Marinkovic auf Pixabay
Psychologin bei einer Kantonspolizei

«Ich gebe den Polizistinnen die entsprechenden psychologischen Inputs, versuche Ihnen mögliche Vorgehensweisen aus psychologischer Sicht aufzuzeigen oder aufgrund der Informationen mögliche Verhaltensweisen der Zielperson zu entschlüsseln.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
2019-heutePolizeipsychologin bei einer Kantonspolizei, 80%
2019Seminar in Kriminalistik an der Universität
2019-2020Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Verhandlungsgruppe der Kantonspolizei
2019Wissenschaftliche Mitarbeiterin der kantonalen Sicherheitsdirektion, Interventionsstelle für häusliche Gewalt
2017-2019Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Kriminalprävention der Kantonspolizei
2016-2020Mitglied Krisenkompetenz (privatisiertes CareTeam)
2016-2018Mitglied CareTeam des Kantons
2016-2017Praktikantin, Kriminalprävention der Kantonspolizei
2016-2017CAS Gesundheitsförderung und Prävention MPH
2015Ausbildung zur Notfallpsychologin SBAP
2013-2016Pizzaiola
2012Masterabschluss in klinischer Psychologie
2009-heuteMitglied in der Milizfeuerwehr – heute im Kader
Jetzige Tätigkeit

Beim Psychologischen Dienst der Kantonspolizei sind wir spezifisch für die eigenen Leute zuständig. Also für Polizistinnen und Polizisten, aber auch für die zivilen Angestellten ohne Polizeistatus – wie auch wir es sind. Ich habe ein Büro, das etwas abseits liegt. So können Personen, die sich gerne beraten lassen möchten, ungesehen zu mir gelangen. Primär bin ich für Aufgaben in der Einsatzpsychologie zuständig, beispielsweise im Peerwesen oder auch in der Verhandlungsgruppe.

Ich gebe Polizisten, die verhandeln, die entsprechenden psychologischen Inputs, versuche Ihnen mögliche Vorgehensweisen aus psychologischer Sicht aufzuzeigen oder aufgrund der Informationen mögliche Verhaltensweisen der Zielperson zu entschlüsseln. Natürlich helfe ich auch bei den Übungen mit, damit es im Ernstfall dann auch klappt.
Die Peers sind Angehörige der Polizei, die ihren Kolleginnen nach schwierigen Ereignissen eine erste psychologische Unterstützung bieten. Ich wiederum unterstütze dann die Peers, wenn sie Fragen haben oder jemanden an mich weiterleiten. Das Peerwesen haben wir erst vor kurzem neu gegliedert. Da musste ich zuerst einmal ein zielführendes Konzept entwickeln. Auch solche Dinge gehören dazu. Genauso wie die Organisation von Weiterbildungen für die Peers.

Zusätzlich berate ich Mitarbeitende, die sich in schwierigen Situationen befinden. Unsere Türe steht allen Mitarbeitenden jederzeit offen. Dabei müssen wir sehr diskret vorgehen und auch innerbetriebliche Vorgänge und Zusammenhänge im Kopf haben; wir unterstehen strikte der beruflichen Schweigepflicht.
Ich unterstütze zudem bei der Ausbildung des Kaders: Es ist wichtig, dass angehende Chefinnen ein basales Wissen an psychologischen Phänomenen wie Stress, Resilienz, Burnout, Problemlösestrategien etc. kennen. Ebenfalls unterstütze ich bei der Rekrutierung neuer Polizeianwärter und –anwärterinnen. Manchmal kriegen wir auch den Auftrag für interne Assessments, wenn es beispielsweise um die Auswahl angehender Kader oder Mitglieder von Spezialeinheiten geht. Dabei können wir testpsychologische Unterstützung bieten.

Berufseinstieg

Ich kam über ein Praktikum zur Polizei – das war nicht so einfach zu finden. Ich wollte mich eigentlich zuerst direkt beim psychologischen Dienst der Kantonspolizei melden, da ich ja ausgebildete Psychologin war zu diesem Zeitpunkt. Aber dort waren sämtliche Posten besetzt wie auch die Praktika vergeben. Mit Glück kam ich jedoch zur Kriminalprävention der Kapo. Das war ein wirklich lässiger Einstieg! Besonders, da ich so das Polizeiwesen gut kennenlernen konnte. Mein damaliger Chef ermöglichte mir auch das "Reinschnuppern" in andere Abteilungen. Das war sehr wertvoll, da ich so das gesamte Konstrukt "Polizei" besser verstehen konnte – was für eine zivile Stelle in einem solchen Betrieb wirklich Gold wert ist.

Ich musste damals im Zug eine Stunde pendeln. Das war aufwändig und finanziell wenig interessant, da ich noch die GA-Kosten zu tragen hatte. Es hat sich aber sehr gelohnt! Ich denke, was mir zur jetzigen Position verhalf, war meine Erfahrung in Blaulichtorganisationen: Ich bin seit über 10 Jahren Mitglied der Milizfeuerwehr und kenne daher hierarchische Betriebe. Ich denke, an diesem Punkt kauen viele, wenn auf einmal alles hierarchisch geregelt ist. Damit muss man schon klarkommen können, wenn ein Nein ein Nein ist und keine Diskussionsmöglichkeit besteht. Psychologen sind sich das oft weniger gewohnt.

Tipps

Um ein Praktikum zu finden, muss man vermutlich breit denken. Bei der Polizei gibt es diese nicht gerade wie Sand am Meer. Das gesamte Feld der Polizeipsychologie ist allgemein sehr überschaubar. Vielleicht kann man sich erst bei einem Sozialdienst melden oder in einem anderen Amt. Wenn man zum Beispiel über die KESB oder eine andere Behörde einsteigt, kann dies erleichternd sein. Man kennt dann die Abläufe und einige der Themen, welche die Polizei betreffen, besser. Bereits im Studium Kurse zu Forensik, Kriminalistik oder Ähnlichem zu belegen wäre sicherlich sehr hilfreich.

Neuropsychologin in einem Kinderspital

Symbolbild Gehirn
Symbolbild Gehirn, © Bild von Elisa Riva auf Pixabay
Neuropsychologin in einem Kinderspital

«Ein wichtiger Teil meiner Arbeit besteht in der Diagnostik, also darin, Kinder und Jugendliche hinsichtlich ihrer kognitiven Fähigkeiten und Schwierigkeiten zu untersuchen und einzuschätzen.»

Laufbahn
Fortbildungen und Tagungen zu Themen der Neuropsychologie und angrenzender Gebiete
Weiterbildung in Klientenzentrierter Gesprächsführung nach Carl Rogers
Neuropsychologin in einem Kinderspital
Neuropsychologin in einer Kinder- und Jugendpsychiatrischen Praxis
Doktorat in Psychologie
Neuropsychologin in einer Rehabilitationsklinik
Clinical Trial Administrative in einem Pharmaunternehmen
Studium Psychologie (Schwerpunkte Klinische und Rehabilitationspsychologie sowie Pädagogische Psychologie)
Ausbildung zur Buchhändlerin
Jetzige Tätigkeit

Meine Arbeit als Neuropsychologin in einem Kinderspital gestaltet sich sehr vielfältig. Bei den Kindern und Jugendlichen, die zu mir kommen, ist eine Hirnfunktionsstörung bekannt oder sie wird vermutet. Die Ursache dafür kann eine Entwicklungsstörung oder eine so genannte „erworbene“ Hirnverletzung sein – wie z.B. nach einem Unfall, bei einem Hirntumor, nach einer Hirnblutung oder bei einer chronischen Erkrankung. Ein wichtiger Teil meiner Arbeit besteht in der Diagnostik, also darin, die Kinder und Jugendlichen hinsichtlich ihrer kognitiven Fähigkeiten und Schwierigkeiten zu untersuchen und einzuschätzen.

Zur Diagnostik gehört auf der einen Seite die Durchführung von verschiedenen psychologischen und neuropsychologischen Testverfahren, um die kognitiven Leistungen zu erfassen. Das sind z.B. Aufmerksamkeit, Gedächtnis, visuo-konstruktive Leistungen oder Handlungsplanung. Ebenso wichtig wie diese Testverfahren sind aber auch die Verhaltensbeobachtung während der Untersuchung und beim Spiel, die Krankengeschichte, der Einbezug der Angaben der Eltern zur Entwicklung und zu aktuellen Stärken und Schwierigkeiten sowie die Beobachtungen der Lehrpersonen im Schulalltag. Neben den Kindern und Jugendlichen selbst habe ich bei meiner Arbeit also häufig Kontakt mit Eltern, Ärztinnen, Lehrern und verschiedenen Therapeutinnen.

Neben der Diagnostik besteht ein weiterer wichtiger Teil meiner Arbeit in der Beratung der Eltern und Lehrpersonen und in der Durchführung oder Einleitung von Therapien oder anderen Hilfsmassnahmen. So führe ich bei manchen Kindern eine neuropsychologische Therapie durch oder ich empfehle andere pädagogische oder therapeutische Massnahmen wie zum Beispiel die Einleitung einer Frühförderungsmassnahme, Erziehungsberatung, heilpädagogische Förderung, Schulwechsel, Ergotherapie, Logopädie, Psychotherapie oder auch Medikamente. In der neuropsychologischen Therapie können z.B. kognitive Funktionen trainiert werden (Restitution). Auch Strategien im Umgang mit kognitiven Einschränkungen können erarbeitet und eingeübt werden (Kompensation). Zu meinen weiteren Aufgaben gehören Patientenbesprechungen, Administratives, Teamsitzungen, aber auch die Beteiligung an Forschungsprojekten oder das Halten von Vorträgen.

Berufseinstieg

Berufserfahrung im Sinne von Arbeitserfahrung besass ich bereits, da ich ursprünglich eine Lehre zur Buchhändlerin gemacht hatte. Nach meinem Studium in Psychologie habe ich zuerst kurz in einem Pharmaunternehmen im Bereich „Clinical Trial Administrative“ gearbeitet. Anschliessend arbeitete ich als Neuropsychologin in einer Rehabilitationsklinik und merkte, dass ich mich gerne forschend vertiefen möchte. Deswegen habe ich eine Dissertation in Psychologie angehängt. Nach dem Doktorat arbeitete ich zuerst als Neuropsychologin in einer Kinder- und Jugendpsychiatrischen Praxis bevor ich an meine jetzige Stelle wechselte.

Tipps

Wer sich neben der Arbeit mit den Menschen auch für die Forschung interessiert, findet in der Psychologie ein weites Feld an spannenden Forschungsschwerpunkten. Auch lassen sich Forschung und praktische Arbeit mit etwas Glück verbinden.

Psychotherapeut, Inhaber einer Beratungsfirma

Symbolbild Organigramm
Symbolbild Organigramm
Psychotherapeut mit eigener Beratungsfirma

«Die Instrumente der Karriereentwicklung dienen dazu, bei der Auswahl von Führungskräften auch die menschlichen Qualitäten zu berücksichtigen oder zwischenmenschliche Beziehungen von Kaderleuten zu verbessern.»

Laufbahn
Gründung einer Beratungsfirma
Psychologe in einer Consultingfirma
Eigene Psychotherapeutische Praxis
Psychologe bei der Invalidenversicherung
Nachdiplomstudium in Personenzentrierter Psychotherapie nach Carl Rogers
Studium der Psychologie mit Nebenfach Soziologie
Jetzige Tätigkeit

Vor sechs Jahren habe ich ein Beratungsunternehmen gegründet. Ich biete drei Dienstleistungen an: Erstens Beratung, vor allem Mediation, Supervision und Audits. Zweitens Schulungen für Mitarbeitende eines Unternehmens mit dem Ziel, ihre Lebensqualität zu verbessern. Mögliche Themen sind zwischenmenschliche Beziehungen, Kommunikation, Stressbewältigung oder Strategien zur Verhinderung von Burnout. Drittens Instrumente zur Karriereentwicklung wie Assessments, Kompetenzenportfolio, Development Centers. Sie dienen dazu, bei der Auswahl von Führungskräften auch die menschlichen Qualitäten zu berücksichtigen oder zwischenmenschliche Beziehungen von Kaderleuten zu verbessern.

Heute beschäftige ich 14 Mitarbeitende, darunter sieben Psychologen und Psychologinnen. Meine Kunden sind Industriebetriebe, Banken, Uno-Organisationen, universitäre Hochschulen, die Post, Kantons- und Gemeindeverbände, das Fernsehen, Gewerkschaften, Spitäler. Neben der Führung meiner Beratungspraxis arbeite ich, wie auch einige meiner Mitarbeitenden, zu 20% als Psychotherapeut.

Berufseinstieg

Meine berufliche Laufbahn begann mit einer Stelle als Psychologe bei der Invalidenversicherung. Es ging um die berufliche Wiedereingliederung von Menschen, die ihren Beruf aus körperlichen oder psychischen Gründen nicht mehr ausüben konnten. Dann habe ich eine psychotherapeutische Praxis eröffnet, da ich aber zu wenig Klienten/innen hatte, suchte ich eine Anstellung. Ich fand diese bei einer Consultingfirma und spezialisierte mich auf das Thema Mobbing. Ich wurde als Spezialist in Fragen der psychischen Belästigung bekannt. Mein Ziel ist es, dass wir uns als Beratende engagieren können, bevor es überhaupt zu Spannungen in einem Betrieb kommt. Daraus entstand die Idee der Gründung meiner Firma.

Tipps

Die beruflichen Tätigkeiten als Berater und Therapeut ergänzen sich gut und bereichern sich gegenseitig. Man kann viel überzeugender Vorträge zur Konfliktprävention oder zum Burnout-Syndrom halten, wenn man selber auch Klienten und Klientinnen mit diesen Problemen therapeutisch behandelt hat.

Psychotherapeutin, delegiert tätig in einer Praxisgemeinschaft

Symbolbild Beratung
Symbolbild Beratung, © Bild von Mohamed Hassan auf Pixabay
Psychotherapeutin, delegiert tätig in einer Praxisgemeinschaft

«Dank dem interdisziplinären Team der Praxisgemeinschaft können wir Einzeltherapie, Paar- und Familientherapie aller Altersgruppen und mit verschiedenen Therapiehintergründen abdecken, uns gegenseitig unterstützen und weiterbilden.»

Laufbahn
Delegierte Psychotherapie Praxisgemeinschaft Burgdorf 80 – 100%
Klinische Psychologin in den stationären Abteilungen (Kinderstation und Adoleszenzstation) der Kinder- und Jugendpsychiatrie Bern, Universitäre Psychiatrische Dienste Bern (UPD)
Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsabteilung der Kinder- und Jugendpsychiatrie Bern, Universitäre Psychiatrische Dienste (UPD)
Psychoonkologin in der Kinderklinik (50%), Inselspital Bern
Telefonberaterin Telefonhilfe für Kinder und Jugendliche 147 (50%), pro juventute
Studium der Psychologie an der Universität Bern, Schwerpunkt Kinder- und Jugendpsychologie, Sozialpsychologie, Psychopathologie
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite in einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Praxisgemeinschaft in Burgdorf als Psychologin und Psychotherapeutin FSP. Unser Team besteht aus einem Facharzt in Allgemeinmedizin und Psychiatrie, einer Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, drei Psychologinnen/Psychotherapeutinnen FSP und einer medizinischen Praxisassistentin. Delegierte Psychotherapie bedeutet, dass ich als Psychologin aufgrund der Zusammenarbeit mit einem/r Psychiater/in die Leistungen über die medizinische Grundversicherung abrechnen kann, was mir als Psychologin in der eigenen Praxis nur mit einer bestehenden Zusatzversicherung des/r Patienten/in möglich wäre. Ansonsten müssten die Klient/innen die Leistung vollumfänglich selbst finanzieren. Im Grunde genommen entspricht die Delegation nicht meinem berufsethischen Verständnis als Psychologin und Psychotherapeutin, doch ist dies zurzeit meiner Ansicht nach die einzige Variante grösstmöglicher selbständiger Tätigkeit bei gleichzeitiger finanzieller Sicherheit.

Wöchentlich haben wir eine gemeinsame Sitzung, in der die Praxisassistentin die neu angemeldeten Patienteninnen vorstellt und wir dann je nach Kapazität, Fähigkeiten und Interessen die Patienten verteilen. Dank dem vielseitigen, interdisziplinären Team der Praxisgemeinschaft mit unterschiedlichen beruflichen Laufbahnen und Therapieausbildungen können wir Einzeltherapie, Paar- und Familientherapie aller Altersgruppen und mit verschiedenen Therapiehintergründen abdecken und uns gegenseitig unterstützen und weiterbilden. Die Zuweisungen kommen von Arztpraxen, Erziehungsberatungsstellen, Kinder- und Jugendpsychiatrien, diversen Beratungsstellen, Spitälern, Vormundschaftsbehörden, Heimen und Selbstzuweisungen. Die Problembereiche sind breit, häufig geht es um Ängste, Depressionen, Zwänge, Störungen des Sozialverhaltens, psychosomatische Probleme, Schicksalsschläge, Eheprobleme, Erziehungsprobleme, Trennungs- und Scheidungssituationen und vieles mehr.

Als Psychotherapeutin habe ich nie ausgelernt und der Beruf fordert mich zur steten Weiterbildung. Aktuell besuche ich am ZSB (Zentrum für Systemische Beratung und Psychotherapie, Bern) eine Weiterbildung anhand von „Fall-Livesitzungen“ durch erfahrene Psychiater und Psychologen. Und kürzlich habe ich eine Ausbildung zur Supervisorin abgeschlossen. Zuvor hatte ich bereits 2-jährige Therapieausbildungen in Verhaltenstherapie sowie für systemische Therapie für Kinder und Jugendliche absolviert.

Berufseinstieg

Während meines Psychologiestudium konnte ich nebenbei als Telefonberaterin bei Pro Juventute bei der Telefonhilfe für Kinder und Jugendliche arbeiten. Anschliessend fand ich eine Teilzeitstelle als Psychoonkologin in der Kinderklinik des Inselspitals Bern und hatte gleichzeitig eine Anstellung als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsabteilung der universitären psychiatrischen Dienste Bern.

Tipps

Wichtig ist die Bereitschaft sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und lebenslang zu lernen, wenn man im psychotherapeutischen Bereich arbeiten möchte. Auch ist der Austausch mit Kollegen/-innen unendlich viel Wert.

Schulpsychologin bei einem schulpsychologischen Dienst

Symbolbild Gehirn
Symbolbild Gehirn, © Bild von ElisaRiva auf Pixabay


Schulpsychologin bei einem schulpsychologischen Dienst

«In Gesprächen versuche ich mir zunächst ein Bild von der Situation des Kindes und seiner Familie zu machen, teilweise kann auch ein Schulbesuch sinnvoll sein.»

Laufbahn
Schulpsychologin, 80%
Weiterbildungen: Psychotherapeutische Ausbildung, systemisch-ressourcenorientierte Ausbildung, Dissertation
Studium in Klinischer Psychologie mit den Nebenfächern Psychopathologie des Kindes- und Jugendalters sowie Sonderpädagogik
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite seit vier Jahren in einer 80%-Anstellung bei einem schulpsychologischen Dienst. An dieser Beratungsstelle unterstützen wir ratsuchende Kindergärtner/innen, Lehrpersonen, Eltern oder Schüler/innen bei Fragen und Problemen der Entwicklung, Erziehung und Schulung. In Gesprächen versuche ich mir zunächst ein Bild von der Situation des Kindes und seiner Familie zu machen, teilweise kann auch ein Schulbesuch sinnvoll sein. Zusätzlich können Intelligenztests, Schulreifetests oder psychodynamische Testverfahren eingesetzt werden. Aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen erarbeite ich Massnahmen, wie die Situation eines Kindes oder Jugendlichen verbessert werden kann.

Ich schätze die Vielfalt meiner Tätigkeit. Jedoch ist es auch immer wieder sehr belastend, die mir gesetzten Grenzen zu akzeptieren, wenn beispielsweise Eltern nicht bereit sind, wichtige Massnahmen anzuerkennen oder aufgrund ihrer Lebensgeschichte nicht in der Lage sind, dem Kind ein kindgerechtes Aufwachsen zu ermöglichen. Seit zwei Jahren bilde ich mich in psychoanalytischer Therapie weiter, schreibe nebenbei noch an meiner Dissertation und beginne demnächst eine systemisch-ressourcenorientierte Ausbildung.

Berufseinstieg

Nach Abschluss meines Studiums erhielt ich zunächst nur eine zeitlich begrenzte Aushilfsstelle, erst später bekam ich eine 80%-Anstellung beim schulpsychologischen Dienst, bei dem ich nun seit vier Jahren tätig bin. Sowohl vor, als auch während meines Psychologiestudiums sammelte ich viele praktische Erfahrungen, unter anderem als Praktikantin bei einem schulpsychologischen und einem kinder- und jugendpsychiatrischen Dienst, während eines dreimonatigen Aufenthalts in einem rumänischen Kinderheim sowie in einem internationalen Forschungsprojekt über Essstörungen. Nicht nur für die Stellensuche waren meine praktischen Erfahrungen sehr hilfreich.

Tipps

Wenn man mit Kindern arbeiten will, muss man sich bewusst sein, dass man auch mit den Eltern arbeitet und in ständigem Austausch mit ihnen steht. Auch sollte man Freude an  interinstitutioneller Zusammenarbeit haben und sich gut abgrenzen können.



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