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Special Needs Education / Sonderpädagogik

Master PH

Pädagogische Hochschule PH Luzern

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Kategorien
Ausbildungsort

Luzern (LU)

Unterrichtssprache

Deutsch

Ausbildungstyp

Pädagogische Hochschulen PH

Zeitliche Beanspruchung

Berufsbegleitend

Ausbildungsthemen

Pädagogik, Unterricht, Erwachsenenbildung, Berufsbildung

Studiengebiete

Sonderpädagogik

Swissdoc

7.710.28.0

Aktualisiert 10.05.2021

Beschreibung

Beschreibung der Fachrichtung

Gegenstand der Schulischen Heilpädagogik sind der Unterricht, die Diagnostik sowie die Förderplanung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Bildungsbedarf infolge einer Behinderung oder von Verhaltensauffälligkeiten im schulischen Kontext. Mehr zur Studienrichtung Sonderpädagogik 

Beschreibung des Angebots

Der Master ist der zweite Hochschulabschluss und verlangt 90 – 120 ECTS. 1 ECTS-Punkt entspricht ungefähr einem Arbeitsaufwand von 25-30 Stunden.

20 ECTS (600 Stunden) davon entfallen auf die eigene Berufstätigkeit in der Schulischen Heilpädagogik: Während der Ausbildung muss diese Arbeitszeit im heilpädagogischen Arbeitsfeld geleistet werden.

Der berufsbegleitende Masterstudiengang Schulische Heilpädagogik berechtigt und befähigt ausgebildete Lehrpersonen dazu, in integrativen und separativen Settings Schülerinnen und Schüler mit besonderen Lernausgangsbedingungen (z.B. Lernschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten und/oder Behinderung) zu unterrichten, zu begleiten und zu fördern.

Der dreijährige Studiengang legt grosses Gewicht auf eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis, eine persönliche Begleitung sowie die Möglichkeit der individuellen Profilbildung. Dank der hohen Selbsttätigkeit (nur 1 Präsenztag pro Woche) und der Möglichkeit, das Studium zu verlängern, kann das Studium mit Familie und Beruf vereinbart werden. 

Quereinstieg Schulische Heilpädagogik

Der Quereinstieg Schulische Heilpädagogik ermöglicht es Personen ohne Lehrdiplom das Masterstudium Schulische Heipädagogik zu absolvieren.

Der Quereinstieg kann von Personen mit Bachelorabschluss in einem studienverwandten Bereich innerhalb eines Jahres berufsbegleitend absolviert werden.

Der Quereinstieg besteht im Wesentlichen aus drei Teilen:

  • Begleitete Unterrichtspraxis: 
    Mit Hilfe von Praktika, Mentoraten, Hospitationen und Vorlesungen werden Grundlagen des Unterrichtens vermittelt und je nach individuellem Fähigkeitsprofil weiterentwickelt. Auch während der Praktikumszeiten bleibt der Dienstag und Freitag unterrichtsfrei und kann für eigene berufliche Tätigkeiten eingesetzt werden.
  • Didaktiken: 
    In diesem Bereich werden Grundlagen zum Sprach- und Mathematikunterricht vermittelt.
  • Individuelle Schwerpunkte: 
    Da Studierende mit sehr unterschiedlichen Berufsbiographien den Quereinstieg absolvieren, können mittels Wahlmodulen sowie begleitetem Selbststudium individuelle Schwerpunkte gesetzt werden.

Der Quereinstieg zielt darauf ab, ausgehend vom Fähigkeitsprofil der Studierenden die entsprechenden Kompetenzen aufzubauen, damit ein reibungsloser Übergang ins Masterstudium gewährleistet werden kann.

Aufbau der Ausbildung

Zeitliche Gliederung

  • Nukleus (1 Jahr): Im ersten Studienjahr stehen Kompetenzen im Bereich der integrativen Förderung im Zentrum.
  • Aufbaustudium (2 Jahre): Das Aufbaustudium fokussiert auf den Kompetenzaufbau im Umgang mit komplexeren Lernausgangsbedingungen, welche oft im Bereich der integrativen und separativen Sonderschulung anzutreffen sind. Zum Aufbaustudium gehört auch die Masterarbeit, welche schwergewichtig im letzten Studienjahr geschrieben wird.

Inhaltliche Gliederung

Der Studienplan ist in sechs Themenbereiche sowie vier sog. Querschnitte gegliedert.

Die Themenbereiche lauten wie folgt:

  • Der Themenbereich «Person und Beziehung» befasst sich mit der emotionalen und der sozial-kognitiven Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Er bietet Grundlagen für eine wissenschaftlich fundierte Förderdiagnostik und -planung im Umgang mit herausforderndem Verhalten.
  • Der Themenblock «Kognition und Sprache» befasst sich mit den psychologischen Grundlagen von erschwerten Lernprozessen und fokussiert auf die damit verbundene Diagnostik und Intervention, insbesondere bei mathematischen und Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten.
  • Der Themenblock «Motorik und Wahrnehmungen» befasst sich mit der motorischen, physiologischen und perzeptuellen Entwicklung des Menschen. Die Studierenden lernen mögliche Hintergründe von wahrnehmungs und bewegungsbezogenen Beeinträchtigungen und alternative Zugänge zur ganzheitlichen Förderung kennen.
  • Der Themenbereich «Diversität und Gesellschaft» befasst sich mit Konzepten wie «Diversität», «Chancengerechtigkeit» und «Inklusion». Im Zentrum steht dabei die Bemühung, diese gesellschaftspolitischen Anliegen ins berufliche Feld und ganz konkret in die eigene Praxis zu «übersetzen».
  • «Zusammenarbeit und Beratung» ist ein zentrales Arbeitsfeld von Schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen: Ein guter Umgang mit der Vielfalt der Lernenden bedingt die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Lehr- und Fachpersonen. Die Studierenden setzen sich mit der Frage auseinander, wie diese im eigenen Arbeitsfeld gelingen kann.
  • Das «Professionsverständnis» von Schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen ist im eigenen beruflichen Kontext zu entwickeln und zu pflegen. Der Themenbereich spannt einen weiten Bogen: Er reicht von berufsethischen Fragestellungen über rechtliche Grundlagen bis hin zur beruflichen Identität aus soziologischer Perspektive.

Die meisten der rund 35 Module sind je einem dieser Themenbereiche zugeordnet. Die vier Querschnitte verantworten zwar keine eigenen Module, bringen sich aber in jedes Modul ein. Ihre (Querschnitts-) Fragen an die Module lauten:

  • Wie werden die entsprechenden Inhalte in der eigenen Berufspraxis umgesetzt (Querschnitt Berufsstudien & Berufspraxis)?
  • Was heisst dies in Bezug auf spezielle Behinderungsformen (Querschnitt Differenzielle Heilpädagogik)?
  • Was bedeutet wissenschaftliches Arbeiten in diesem Kontext (Querschnitt Alltag und Wissenschaft)?

Voraussetzungen

Zulassung

  • Anerkanntes Lehrdiplom und Berufserfahrung (mindestens 1Jahr à 40%) 
  • Für Studieninteressierte ohne Lehrdiplom, aber mit einem Bachelor-Abschluss in einem studienverwandten Bereich, gibt es die Möglichkeit eines Quereinstiegs

Anmeldung

Januar

Kosten

  • CHF 200.00 Immatrikulationsgebühr
  • CHF 695.00 pro Semester
  • CHF 200.00 Prüfungsgebühr

Hinzu kommen Auslagen für Lehrmittel und Materialien sowie der Lohnausfall aufgrund des 50%-Studiums.

Abschluss

  • Master Pädagogische Hochschule PH

- Master of Arts PH Luzern in Special Needs Education
- «Diplomierte Sonderpädagogin/diplomierter Sonderpädagoge (EDK) Vertiefungsrichtung Schulische Heilpädagogik»

Praktische Hinweise

Ort / Adresse

  • Luzern (LU)

Zeitlicher Ablauf

Beginn

Herbst;
Beginn Quereinstieg: alle 2 Jahre im Herbstsemester (2022, 2024, ...)

Dauer

6 Semester, berufsbegleitend 50%;
Strukturierung des Studiums:
- 1 Tag Kontaktstudium während des Semesters
- 1,5 Tage angeleitetes Studium, E-Learning, Selbststudium, Vor- und Nachbereitung der Präsenzveranstaltungen
- 24 Blocktage

Zeitliche Beanspruchung

  • Berufsbegleitend

Unterrichtssprache

  • Deutsch

Links

Auskünfte / Kontakt

Studiengangssekretariat, +41 (041) 203 00 40, hp@phlu.ch

berufsberatung.ch