Start myBerufswahl

Interessen und Stärken - Schritt 1: Ich lerne meine Interessen und Stärken kennen

Berufe und Ausbildungen - Schritt 2: Ich lerne die Berufs- und Ausbildungswelt kennen

Stärken und Anforderungen - Schritt 3: Ich vergleiche meine Stärken mit den Anforderungen der Berufe und Ausbildungen, die mich interessieren

Schnuppern - Schritt 4: Ich schaue mir die interessanten Berufe genauer an

Überprüfen und entscheiden - Schritt 5: Ich überprüfe die möglichen Berufe oder Schulen und entscheide mich

Lehrstelle finden – Schule anmelden - Schritt 6: Ich setze meine Entscheidung um, suche eine Lehrstelle oder melde mich bei einer Schule an

Vorbereiten auf die Zukunft - Schritt 7: Ich bereite mich auf die Lehre oder die Mittelschule vor oder ich kläre ein Brückenangebot ab

Arbeitsmappe - Deine Ergebnisse

Einen Moment bitte...

myBerufswahl wird geladen.

Abgemeldet

Ihre Login-Session ist abgelaufen. Sie werden auf die Startseite weitergeleitet. Bitte melden Sie sich erneut an, um Ihr Login fortzusetzen.

Wartungsarbeiten: Aufgrund von Wartungsarbeiten auf den Servern von berufsberatung.ch kann es am Dienstag, 25. September zwischen 18:00 Uhr und 00:00 Uhr zu einzelnen Ausfällen kommen.

Evangelisch-reformierte Theologie: Studium selbst erlebt

Wie erfolgt die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Studium ohne Grenzen

J. V. studiert evangelisch-reformierte Theologie im 9. Semester an der Universität Basel UNIBAS.

Mitentscheidend für die Studienwahl von J. V. war auf jeden Fall das Interesse am Christentum mitsamt seiner historischen und kulturellen Ausprägung. Gleichzeitig war da aber auch der Wunsch, etwas Spannendes zu studieren, etwas das sich dem Mainstream entzöge. Und die Neugier auf ein Feld voller diverser Einflüsse. "Theologie ist für mich reizvoll, weil sie Geschichte und Aktualität miteinander verbindet und sehr vielfältig ist", erklärt die Studentin.

Unerschöpflicher Fundus

Mit ihrer Studienwahl ist J. V. bis heute sehr zufrieden. "Das Studium der Theologie bietet viel Stoff zum Nachdenken und bildet dich fürs ganze Leben. Das Wissen, das man sich erarbeiten kann, ist immens und sehr breit gefächert. Theologie vereint Sprachen, Geschichtswissenschaft, Philosophie, aber auch aktuelle Fragestellungen wie solche nach ethischen oder Gender-Themen." Genau diese Breite und die Unerschöpflichkeit an Inhalten schätzt J. V. an ihrem Studium am meisten. "Theologie tangiert viele Bereiche des täglichen Lebens und hat auf alles eine Antwort resp. bietet Anknüpfungsmöglichkeiten."

Besonders gefällt J. V. auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, Kultur und Person. "Man lernt sich selbst kennen und erfährt einiges über das Zusammenleben miteinander, wenn man die Fragen zulässt. Zudem verändert sich das eigene Bewusstsein für Sprache und Kommunikation." Auf die Frage nach den Schattenseiten des Theologiestudiums meint J. V.: "Mich stört, dass man sich als Theologin immer mehr für sein Fach rechtfertigen muss als andere Wissenschaftler. Es ist schade, wenn man nicht ernst genommen wird, nur weil man sich mit einer sehr traditionellen Materie befasst."

Der Sprung ins kalte Wasser

An die ersten Tage und Wochen an der Uni erinnert sich J. V. noch ganz genau. "Der Übergang vom Gymnasium an die Uni ist nicht zu unterschätzen. Es sind zwei ganz unterschiedliche Welten", erklärt die Studentin. "Plötzlich wird von dir ganz viel Selbstbestimmung und Selbstständigkeit gefordert. Zudem ist alles neu, fremd, grösser. Der erste Tag ist voller Infos und von Studieren kann noch keine Rede sein. Bis sich einigermassen ein Alltag einstellt, dauert es mehrere Wochen."

Heute besucht J. V. noch Veranstaltungen im Umfang von ca. zwölf Stunden an der Uni. Für das Selbststudium zu Hause oder in der Bibliothek kommen noch einmal ca. 18 Stunden hinzu. "Die Theologie ist ein sehr lese- und schreibintensives Studium und erfordert dadurch eine hohe Selbstdisziplin. Das Schöne daran ist, dass man sich dadurch vieles sehr frei einteilen kann." So kann J. V. Studium und Erwerbsarbeit gut kombinieren. Sie arbeitet nebenbei zu ca. 30% als wissenschaftliche Hilfsassistenin am Lehrstuhl für Systematische Theologie/Ethik, andererseits im Service eines Altersheims und findet so einen guten Ausgleich zum kopflastigen Studium.

Und nach dem Studium?

Mit ihrer beruflichen Zukunft befasst sich J. V. immer wieder. Gerade weil die Berufsaussichten für Theologinnen und Theologen sehr gut sind, ist es nicht ganz einfach, sich für eine Richtung zu entscheiden. "Einerseits gibt es den relativ sicheren Weg ins Pfarramt. Andererseits bestehen Möglichkeiten zur wissenschaftlichen Karriere, zur journalistischen Arbeit oder Berufe im sozialdiakonischen und sozialen Bereich, wie z.B. in Hilfsorganisationen. Ich lasse mir für den Moment noch alles offen."

Und hier die Ratschläge von J. V. für zukünftige Theologie-Studierende: "Plane dein Studium gut, das heisst: Mach am Anfang die obligatorischen Sprachen wie Latein, Griechisch und Hebräisch und schreib regelmässig die verlangten Arbeiten. Lass dir Zeit dafür, aber verliere dich nicht darin, sondern belege parallel Veranstaltungen, die dich reizen und interessieren. Lass dich auch nicht entmutigen, falls du zu Beginn an die Grenzen deines Wissens stösst, sondern sieh es als Herausforderung."



berufsberatung.ch