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Interessen und Stärken - Schritt 1: Ich lerne meine Interessen und Stärken kennen

Berufe und Ausbildungen - Schritt 2: Ich lerne die Berufs- und Ausbildungswelt kennen

Stärken und Anforderungen - Schritt 3: Ich vergleiche meine Stärken mit den Anforderungen der Berufe und Ausbildungen, die mich interessieren

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Überprüfen und entscheiden - Schritt 5: Ich überprüfe die möglichen Berufe oder Schulen und entscheide mich

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Vorbereiten auf die Zukunft - Schritt 7: Ich bereite mich auf die Lehre oder die Mittelschule vor oder ich kläre ein Brückenangebot ab

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Produkt- und Industriedesign: Studium selbst erlebt

Wie erfolgt die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Es braucht Leidenschaft

J. H. studiert Industrial Design im 6. Semester an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW.

Sehr interessant am Studium finde ich, dass wir lernen, an Probleme mit einer grossen Vielfalt an Ideen heranzugehen. Dies bedingt, dass ich mich jeder Thematik voll hingebe und die verschiedenen Aspekte in Bezug auf Mensch, Umwelt, Wirtschaft und Gestaltung miteinbeziehe. Der ganze Unterricht ist auf die Projektarbeit ausgerichtet. Dadurch haben wir ab und zu die Möglichkeit, bereits im Studium Produktkonzepte für Unternehmen zu entwickeln. Das war für mich immer ein sehr grosser Ansporn.

Wir eignen uns sehr viele designrelevante Computerprogramme an, für das Modellieren von digitalen 3D-Modellen, das Gestalten von Grafiken, das Visualisieren von Konzepten sowie das Fotografieren und Filmen von Designmodellen. Nebst den digitalen Tools erwerben wir wichtige Fähigkeiten im Zeichnen und Skizzieren von Ideen, die Grundlagen im Modellbau aber auch Präsentationstechniken, um ein Konzept überzeugend zu veranschaulichen.

Neben den praktischen Modulen, die oft nach dem Prinzip Learning-by-Doing funktionieren, haben wir zu einem kleineren Teil auch theoretische Module. Dabei befassen wir uns vor allem mit vergangenen wie auch aktuellen designrelevanten Werken und Meilensteinen. Weiter gibt es ein Format für institutsübergreifende Thematiken, um das interdisziplinäre Denken zu fördern.

Nach dem Studium einen passenden Job zu finden ist nicht so einfach. Es gibt zwar vermehrt ein Bedürfnis nach kreativen und guten Ideen, trotzdem bietet der Markt noch nicht genügend Arbeitsstellen. Viele Industrie- und Produktdesigner machen sich daher selbstständig oder arbeiten im Ausland.

Ich wollte alles rund um Stoffe lernen

J. Z. studiert Textildesign im 5. Semester an der Hochschule Luzern HSLU.

Nach meiner vierjährigen Ausbildung zur Grafikerin habe ich im Schauspielhaus Zürich im Bereich Kostüme gearbeitet, wo mir sofort klar wurde, dass hier mein Herz schlägt. Ich wollte alles rund um Stoffe lernen: Mode interessierte mich genauso wie Kostümdesign, und der Studiengang Textildesign vereint alle diese Aspekte. Wir lernen sehr viel über Textilien, ihre Eigenschaften und Einsatzgebiete, über Trends, Farben und natürlich über die verschiedenen Techniken, eine textile Fläche herzustellen. Auch Nachhaltigkeit ist ein grosses Thema.

Neben den theoretischen Grundlagen bietet das Studium sehr viel Platz für praktisches Arbeiten. Wir weben an Handwebmaschinen und entwerfen digital, lernen, wie man einen Webstuhl einrichtet und stellen Kette und Schuss her. Wir üben mit den Strickmaschinen zu stricken und kreieren Outfits. Aber auch Sticken, textiler Siebdruck oder Inkjetdruck stehen auf dem Programm. Das Entwerfen von Hand spielt ebenfalls eine grosse Rolle. In den Entwurfsmodulen wird analog entworfen, gezeichnet, gemalt, mit Schere und Cutter gearbeitet usw.

In diesem letzten Semester arbeite ich an meiner Bachelorarbeit. Es soll eine Stoffkollektion für Frauenkleider entstehen. Zurzeit beschäftige ich mich mit meinem Thema und meinem Konzept. Ich versuche, mein Themenfeld einzugrenzen, recherchiere und suche nach Inspiration. Das Ganze werde ich dann in einen Konzepttext bringen und einreichen. Danach kann es richtig losgehen mit dem Entwerfen von Stoffen.

Aktuell und zukunftsorientiert

A. G. studiert Interaction Design im 4. Semester der Zürcher Fachhochschule ZFH.

Interaction Designer/innen befassen sich mit dem Verhalten der Menschen in ihrer digitalisierten Umgebung und helfen, dieses mitzugestalten. Im Studium ist es wichtig, offen zu sein und sich mit ganz verschiedenen Themen auseinanderzusetzen. Das eröffnet einem später viele Möglichkeiten sich zu spezialisieren, wie z.B. in Richtung User Experience oder User Interface Design, aber auch in eine eher künstlerische Richtung, wo es um Installationen geht für Ausstellungen, Theater, Veranstaltungen usw.

Wir arbeiten oft in Gruppen und entwickeln zusammen Ideen, reflektieren und lernen miteinander. Es ist empfehlenswert, sich bereits vor dem Studium mit mindestens einem verwandten Gebiet zu befassen, wie beispielsweise Programming, Elektronik oder Design im digitalen Bereich. Man kann sich so besser einbringen und komplexe Projekte besser umsetzen.

Der erste Teil des Studiums vermittelte uns methodische, gestalterische und technologische Fähigkeiten und Kenntnisse. Da ging es um Designprozesse, Programmierung und  Elektronik. Nun kommen Module auf uns zu, in denen sich diese Elemente immer mehr miteinander verbinden. Im vierten Semester stehen zwei grosse praxisorientierte Module an. In einem davon befassen wir uns mit Service Design, bei dem es um die Entwicklung kunden- und marktgerechter Dienstleistungen geht. Wir werden ein umfassendes Servicekonzept für einen Kunden entwickeln. 

Spätestens bei der Wahl meiner Bachelorarbeit werde ich mich für das Thema entscheiden, das mir am meisten liegt und wo ich mich zukünftig beruflich sehe. Ich bin gespannt, welche Türen sich mir öffnen werden.



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