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Holzhandwerker/in EFZ

Holzhandwerker/innen verarbeiten Massivholz je nach Fachrichtung zu gedrechselten oder geschnitzten Teilen. Sie planen die Produktionsabläufe und befassen sich auch mit der Vermarktung ihrer Produkte.

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Kategorien
Bildungstypen

Grundbildung (Lehre)

Berufsfelder

Holz, Innenausbau - Gestaltung, Kunst

Branchen

Holzverarbeitung und Innenausbau - Kunst & Kunsthandwerk

Swissdoc

0.510.24.0

Aktualisiert 01.07.2019

Bilder (4)

Drechseln an der Drechselbank
Drechseln an der Drechselbank

Drechseln an der Drechselbank

Wenn die Drechselmeissel angesetzt werden, fliegen die Späne. Allfällige verborgene Aststücke im Holz erfordern bei dieser Arbeit besonders viel Feingefühl.

Copyright SDBB | CSFO, Iris Krebs

Drechseln an der Drechselbank
Werkzeuge und Maschinen pflegen

Werkzeuge und Maschinen pflegen

Die Arbeitsmittel müssen funktionsfähig bleiben: Schnitz- und Drechslereisen werden vor jedem Einsatz geschärft.

Copyright SDBB | CSFO, Iris Krebs

Werkzeuge und Maschinen pflegen
Produkte präsentieren und verkaufen

Produkte präsentieren und verkaufen

Gerade für die vielen Selbstständigen unter diesen Berufsleuten spielt die ansprechende Präsentation ihrer Produkte eine wichtige Rolle.

Copyright SDBB | CSFO, Iris Krebs

Produkte präsentieren und verkaufen
Weissküferei

Weissküferei

Diese Berufsleute stellen vor allem Produkte für die Alpwirtschaft her: Milcheimer, Butterfässer oder Bottiche.

Copyright SDBB | CSFO, Iris Krebs

Weissküferei

Tätigkeiten

Holzhandwerker/innen arbeiten in Drechslereien und Weissküfereien. Dort stellen sie aus Massivholz Einzelstücke und Serienprodukte her. Sie wickeln Aufträge selbstständig ab, vom Entwurf über die Fertigung bis zum Verkauf.

In der Arbeitsvorbereitung erstellen Holzhandwerker/innen Zeitpläne und Materiallisten, planen Produktions- und Arbeitsabläufe für Einzel- und Serienprodukte, fertigen Skizzen und Freihandzeichnungen an und erstellen technische Zeichnungen.

Holzhandwerker/innen der Fachrichtung Drechslerei stellen Dreh- und Frästeile her: Tisch- und Stuhlbeine, Treppengeländersprossen, Säulen und andere Innenausbauteile sowie Schalen, Schüsseln, Teller, Werkzeuggriffe, Spielsachen, Kunstobjekte und vieles mehr. Während manche Drechslereien mehrheitlich Kunsthandwerk produzieren, konzentrieren sich andere auf technische Teile.

Die meisten Arbeiten verrichten Holzhandwerker/innen der Fachrichtung Drechslerei an der Drehbank. Sie spannen das zugesägte Holzstück ein und bearbeiten das rotierende Holzstück mit scharfkantigen Drechselwerkzeugen. So entfernen sie Span um Span, und der Rohling nimmt allmählich die gewünschte Form an. Zu den Abschlussarbeiten gehören das Schleifen, Bleichen, Beizen, Färben und Lackieren oder Ölen der Oberflächen.

Holzhandwerker/innen der Fachrichtung Weissküferei befassen sich mit der Herstellung von Gerätschaften aus hellem Ahorn- und Tannenholz. Ursprünglich sind es vor allem Produkte für die Milch- und Alpwirtschaft: Milcheimer, Butterfässer, Bottiche etc. Diese sind häufig auch reich geschnitzt. Heutzutage gehören auch Küchenutensilien und Einrichtungsgegenstände, Geschenkartikel, Souvenirs und vieles mehr zum Sortiment.

Bei der Fertigung von Behältern schneiden Holzhandwerker/innen der Fachrichtung Weissküferei Tannen- und Ahornhölzer zu speziell geformten Holzbrettern zu. Diese fügen sie aneinander und formen daraus rundes oder ovales Geschirr. Zusammengehalten werden die Bretter von selbst angefertigten Holz- oder Metallreifen.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Verordnung vom 5.12.2008 (Stand am 1.1.2018)

Dauer

4 Jahre

Fachrichtungen

  • Drechslerei
  • Weissküferei

Bildung in beruflicher Praxis

In einer Drechslerei oder einer Weissküferei

Schulische Bildung

An der Schule für Holzbildhauerei in Brienz/BE (4 Blöcke à 2 Wochen pro Lehrjahr)

Berufsbezogene Fächer

  • Auftrag / Administration
  • Fertigung

Überbetriebliche Kurse

Praktisches Erlernen und Üben beruflicher Grundlagen

Berufsmaturität

Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.

Abschluss

Eidg. Fähigkeitszeugnis "Holzhandwerker/in EFZ"

Voraussetzungen

Vorbildung

  • obligatorische Schule mit mittleren oder hohen Anforderungen abgeschlossen

Anforderungen

  • handwerkliches Geschick
  • ausgeprägtes Formengefühl
  • gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • gutes Augenmass
  • zeichnerische Fähigkeiten
  • exakte Arbeitsweise
  • Körperkraft
  • keine Empfindlichkeit gegen Staub und Maschinenlärm

Weiterbildung

Kurse

Angebote von Fach- und Berufsfachschulen, Schulen für Gestaltung, der Höheren Fachschule Holz Biel sowie des Verbandes Schweiz. Schreinermeister und Möbelfabrikanten VSSM

Berufsprüfung (BP)

Z. B. Gestalter/in im Handwerk mit eidg. Fachausweis

Höhere Fachschule

Bildungsgänge in verwandten Fachbereichen, z. B. dipl. Gestalter/in HF Produktdesign oder dipl. Techniker/in HF Holztechnik

Fachhochschule

Studiengänge in verwandten Fachbereichen, z. B. Bachelor of Science (FH) in Holztechnik, Bachelor of Arts (FH) in Innenarchitektur oder Bachelor of Arts (FH) in Produkt- und Industrie­design

Berufsverhältnisse

In der Schweiz existieren nur noch wenige Drechslereien und Weissküfereien, die Lernende ausbilden. Die Lehrstellensuche setzt deshalb Flexibilität in Bezug auf den Arbeitsort voraus.

Holzhandwerker/innen haben gute Voraussetzungen, sich selbstständig zu machen, da für einen eigenen Betrieb nur ein bescheidener Maschinenpark vonnöten ist.

Weitere Informationen

Adressen

Interessengemeinschaft Kunsthandwerk Holz IGKH
3855 Brienz BE
Tel.: +41 79 853 88 99
URL: http://kunsthandwerk-holz.ch
E-Mail:

Schule für Holzbildhauerei
Schleegasse 1
3855 Brienz BE
Tel.: +41 33 952 17 51
URL: http://www.holzbildhauerei.ch
E-Mail:

berufsberatung.ch