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Fachexperte/-expertin für Infektionsprävention (HFP)

Fachexperten und Fachexpertinnen für Infektionsprävention im Gesundheitswesen erkennen Infektionskrankheiten in Praxen, Kliniken und Spitälern. Mit gezielten Massnahmen verhüten sie übertragbare Krankheiten und bekämpfen diese bei einem Ausbruch.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Gesundheit

Branchen

Pflege und Betreuung

Swissdoc

0.722.49.0

Aktualisiert 09.01.2013

Tätigkeiten

Fachexperten für Infektionsprävention arbeiten in Institutionen des Gesundheitswesens. Sie sind dort für die Verhinderung von möglichen Infektionen zuständig. Die Berufsleute überwachen Infektionsrisiken sehr genau und verfassen Richtlinien, um eine Übertragung von Krankheiten innerhalb von Praxen, Kliniken, Spitälern, Pflegezentren etc. möglichst zu vermeiden. Mit ihrer Arbeit tragen sie zum Schutz der Patienten, der Besucher und des Personals bei. Auch sichern und erhöhen sie die Behandlungsqualität.

Bei einer Infektion handeln die Fachexpertinnen rasch und überlegt. Sie stellen die Übertragungswege fest und analysieren die spezifischen Risiken unter der Berücksichtigung des betroffenen Umfelds. Eine allfällige nosokomiale Krankheitsübertragung (während dem Aufenthalt in einem Spital) sowie Anzeichen einer Epidemie erkennen sie frühzeitig. Sie treffen alle erforderlichen Massnahmen zur Prävention, Bekämpfung und Überwachung der Infektionskrankheit, wobei sie sich an betriebsinterne und gesetzliche Richtlinien sowie übergeordnete Empfehlungen halten. Für das besonders exponierte Personal veranlassen sie spezielle Vorkehrungen und Weisungen.

Fachexperten für Infektionsprävention im Gesundheitswesen führen Schulungen für Einzelpersonen und Gruppen durch. Sie vermitteln Wissen an die Mitarbeitenden und beraten Fachleute aus Bereichen wie Pflege, Spitalleitung, Küche, Notfall, Rettungsdienst sowie Ärzte und Ärztinnen. Bei Um- und Neubauten werden sie ebenfalls beigezogen. Indem sie offen und adressatengerecht kommunizieren sowie Artikel, Berichte und Empfehlungen publizieren, pflegen sie den Kontakt zur Öffentlichkeit sowie zu politischen und fachspezifischen Kreisen. Je nach Situation arbeiten sie zudem eng mit öffentlichen Gesundheitsdiensten und weiteren Institutionen zusammen, z. B. mit Verbänden, Berufsfachschulen, Forschungsstellen und internationalen Organisationen.

Die Fachexpertinnen erstellen und aktualisieren Konzepte zur Infektionsüberwachung und -bekämpfung in Zusammenarbeit mit anderen Fachpersonen wie Spitalhygienikern, Epidemiologinnen, Infektiologen und Hygieneverantwortlichen. Zudem arbeiten sie bei der Initialisierung, Auswertung und Umsetzung von Projekten mit. Dabei berücksichtigen sie die neuesten Forschungserkenntnisse, Gesetze, Normen, Vorgaben und internationalen Empfehlungen.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. genehmigte Prüfungs­ordnung vom 28.6.2012

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in der Regel in Form von Modulen erworben. Prüfungsordnung und Wegleitung sind erhältlich beim Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK.

Bildungsangebote

H+ Bildung, Aarau

Dauer

1½-2 Jahre, berufsbegleitend

Module

  • Modul 1: Prävention und Überwachung von nosokomialen Infektionen
  • Modul 2: Interventionen bei Infektionskrankheiten in Institutionen des Gesundheitswesens
  • Modul 3: Konzepte zur Infektionsprävention erstellen und weiter entwickeln
  • Modul 4: Schulung, Kommunikation und Beratung
  • Modul 5: Projekte und Veränderungsprozesse

Abschluss

"Fachexperte/-expertin für Infektionsprävention im Gesundheitswesen mit eidg. Diplom"

Voraussetzungen

Vorbildung
Bei Prüfungsantritt erforderlich:
  • Abschluss als dipl. Pflegefachmann/-frau HF, Bachelor of Science (FH) in Pflege, Bachelor of Science (FH) Hebamme, Abschluss als Hebamme SRK, als dipl. Fachmann/-frau Operationstechnik HF oder ein gleichwertiger Ausweis und
  • Berufspraxis im Gesundheitswesen von mind. 2 Jahren nach Abschluss der Ausbildung und
  • mind. 1 Jahr Berufspraxis in Infektionsprävention im Gesundheitswesen innerhalb der letzten 5 Jahre in einer Institution des Gesundheitswesens bei einem Anstellungspensum von mind. 80% (das Pensum muss mind. 40% betragen, wobei sich die Berufspraxis entsprechend auf 2 Jahre erhöht) und
  • erforderliche Modulabschlüsse bzw. Gleichwertigkeitsbestätigungen
Anforderungen
  • hohes Qualitätsbewusstsein
  • Fähigkeit, Projekte zu entwickeln, durchzuführen und zu überprüfen
  • ausgeprägte Kontaktfreude und Kommunikationsfähigkeit

Weiterbildung

Kurse und Tagungen

Angebote von Institutionen des Gesundheitswesens sowie von Berufsverbänden, z. B. von der Schweiz. Gesellschaft für Spitalhygiene SGSH

Berufsverhältnisse

Fachexperten und Fachexpertinnen für Infektionsprävention arbeiten im Gesundheitswesen. Sie übernehmen Stabs- und Kaderfunktionen in Spitälern, Kliniken, Therapie-, Rehabilitations- und Pflegezentren, Praxen, Ambulatorien, Rettungsdiensten oder in Gesundheitsämtern. Sie sind auch im Qualitäts- und Betriebsmanagement oder in der Lehre und Forschung tätig.

Weitere Informationen

Adressen

H+ Bildung
Rain 36
5000 Aarau
Tel.: 062 926 90 00
Fax: 062 926 90 01
URL: http://www.hplus-bildung.ch
URL: http://www.kurse.hplus.ch
E-Mail:

Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK
Choisystr. 1
3008 Bern
Tel.: 031 388 36 36
Fax: 031 388 36 35
URL: http://www.sbk-asi.ch
E-Mail:

Schweiz. Gesellschaft für Spitalhygiene SGSH
Birmensdorferstr. 497
8063 Zürich
Tel.: 044 466 13 16
URL: http://www.sgsh.ch
E-Mail: