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Archäologe/-login (U)

Archäologen und Archäologinnen rekonstruieren und interpretieren vergangene Gesellschaften und ihre Geschichte. Dazu untersuchen, datieren, dokumentieren und präsentieren sie ihre materiellen Überreste.

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Kategorien
Bildungstypen

Hochschulberuf

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Kultur

Branchen

Kulturerhaltung

Swissdoc

0.827.10.0

Aktualisiert 31.10.2014

Tätigkeiten

Archäologen spezialisieren sich meist auf ein bestimmtes Gebiet. In der Klassischen Archäologie befassen sie sich mit den Mittelmeerkulturen von der Prähistorie bis zur Spätantike; in der zentraleuropäischen Archäologie (Ur- und Frühgeschichte, Mittelalter-, Neuzeitarchäologie) erforschen sie verschiedene Regionen und Epochen. Die Aufgaben sind in allen Tätigkeitsbereichen vergleichbar.

Um archäologische Fundstellen genau, aber ohne Ausgrabungen aufzuspüren, wird die archäologische Prospektion eingesetzt. Dafür nutzen Archäologinnen Luftbilder, Methoden wie Feldbegehungen und Quellenauswertungen. Sie kartieren und erfassen die Fundstellen, damit bei Bauprojekten oder für Forschungszwecke gezielt Grabungen gemacht oder sonstige Massnahmen ergriffen werden können.

Anhand der Daten aus Bodensondierungen und Prospektionen planen Archäologen Forschungs- oder Rettungsgrabungen. Dabei arbeiten sie eng mit Fachleuten wie Grabungstechnikern, Restauratoren, Naturwissenschaftlern und Kunsthistorikern zusammen. Sie leiten die Arbeiten und beteiligen sich an der Bergung und Dokumentation von Bauresten, Resten von Gefässen, Schmuck, Textilien, Werkzeugen, Waffen, Tier- und Menschenknochen. Schicht für Schicht wird das Terrain abgetragen. Die darin enthaltenen Baureste und Fundstücke werden meist mit Hilfe von Computerprogrammen exakt vermessen, erfasst und fotografiert. In Grabungstagebüchern beschreiben die Archäologen Grabungsschritte, Funde und Fundort. Die Grabungsdokumentation dient als Grundlage für Fundstellenpläne und dreidimensionale Rekonstruktionen.

Besonders wichtig sind Auswertung, Datierung und Interpretation der Funde. Archäologinnen ordnen sie in Systematiken ein und untersuchen sie mit teilweise aufwendigen Verfahren im Labor. Dies erlaubt es ihnen, Fundstücke zu datieren, ihren Zweck zu bestimmen und ihre Gestalt zu rekonstruieren. Die relative Lage von Objekten zueinander sowie zu Bauresten ermöglicht Archäologinnen Aussagen zu Tätigkeiten und Abläufen im ausgegrabenen Bereich.

Archäologen sind auch zuständig für die Wissensvermittlung. Sie verfassen Informationsmittel und wissenschaftliche Publikationen, archivieren Grabungsresultate und bereiten Ausstellungen vor.

Ausbildung

Grundlage

Reglemente der Universitäten und Fakultäten

Bildungsangebote

Universitäten Basel, Bern, Freiburg, Genf, Lausanne, Neuenburg und Zürich Hinweis: Die Universitäten bieten Archäologie im Rahmen von Studiengängen in Klassischer Archäologie, Altertumswissenschaften, Mittelalterarchäologie, Prähistorischer Archäologie oder einem verwandten Gebiet an.

Dauer

4½ bis 5 Jahre

Studienort

  • Bachelorstudium (1. bis 3. Jahr): In der Regel unterteilt in Grundstudium mit Vermittlung von Basiswissen und Fachstudium mit Vertiefungen, z. B. in Klassischer Archäologie bzw. Archäologie des Mittelmeerraumes / der Römischen Provinzen, Ägyptologie, Ur- und Frühgeschichte, Vorderasiatische Archäologie u. a.
  • Masterstudium (4. bis 5. Jahr): Die Universitäten bieten verschiedene Schwerpunkte bzw. Vertiefungsrichtungen an. Es werden Ausgrabungs- und Museums-Praktika absolviert und eine Masterthesis geschrieben.

Abschluss

"Bachelor of Arts (U)", "Master of Arts (U)"

Voraussetzungen

Vorbildung

In der Regel gilt:

  • eidg. oder eidg. anerkannte Maturität oder Hochschulabschluss (FH, Uni, ETH) oder
  • Berufsmaturität und Ergänzungsprüfung der Schweiz. Maturitätskommission

Detaillierte Auskünfte erteilen die Zulassungsstellen der einzelnen Hochschulen. Es bestehen Unterschiede bei der Aufnahmepraxis. Eine Übersicht bietet die Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS).

Hinweis: Für das Studium in Klassischer Archäologie sind Kenntnisse in Latein und/oder Griechisch erforderlich; diese können während der Gymnasialzeit oder während der ersten Studiensemester erworben werden. Weitere Fremdsprachenkenntnisse sind erwünscht.

Weiterbildung

Doktorat (Dr. phil. / PhD)

Wissenschaftliche Forschungsarbeit (Dissertation) und Doktoratsprüfung (Promotion)

Nachdiplomstufe

Angebote zu Themen wie Kulturmanagement, Conservation Science (ETH Zürich), Wissenschaftskommunikation, Betriebsökonomie u. a.

Kurse

Angebote von Fachverbänden und Hochschulen in Bereichen wie Denkmalpflege, Restaurierung/Konservierung, Museologie u. a.

Berufsverhältnisse

Stellen für Archäologen und Archäologinnen gibt es in der Schweiz wenige, oft im Rahmen zeitlich befristeter Projekte. Festanstellungen bieten meist nur kantonale oder kommunale archäologische Dienste, selten auch Bundesstellen und -ämter. Möglich ist auch eine Tätigkeit in Forschung und Lehre an einer Universität oder die wissenschaftliche Mitarbeit bei Ausstellungen und Publikationen, für Sammlungen, in Museen, Archiven und Bibliotheken oder anderen kulturellen Institutionen. In der Regel gilt erst der Masterabschluss als berufsqualifizierend. Für leitende Funktionen in archäologischen Diensten sind vertiefte Kenntnisse im Finanz- und Managementbereich erforderlich.

Weitere Informationen

Adressen

Archäologie Schweiz
Petersgraben 51
Postfach 116
4051 Basel
Tel.: 061 261 30 78
Fax: 061 261 30 76
URL: http://www.archaeologie-schweiz.ch
E-Mail:

Swissuniversities
Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen
Effingerstr. 15
Postfach
3001 Bern
Tel.: 031 335 07 40
URL: http://www.swissuniversities.ch