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Arbeitsagoge/-agogin (HFP)

Arbeitsagogen und -agoginnen begleiten Menschen mit erschwertem Zugang zur Arbeitswelt bei der beruflichen Integration. Mit geeigneten Arbeitsarrangements unterstützen sie Betroffene in ihrer Kompetenzerweiterung und Eigenständigkeit.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Bildung, Soziales

Branchen

Betreuung

Swissdoc

0.731.67.0

Aktualisiert 03.02.2016

Tätigkeiten

Gründe für verminderte Arbeitsmarktchancen von Menschen gibt es viele: Behinderung, Unfall, Krankheit, Sucht, Langzeitarbeitslosigkeit, Straffälligkeit, Migrationshintergrund, psychische Probleme etc. Arbeitsagogen ermöglichen den Betroffenen, so weit und autonom wie möglich am Arbeitsgeschehen teilzunehmen, indem sie diese in einer bestimmten Arbeit anleiten und begleiten. Ihr Ziel dabei ist es, betreute Personen in ihrer persönlichen Entwicklung und bei der Integration in die Gesellschaft zu unterstützen.

Die Aufgaben von Arbeitsagoginnen sind je nach Stelle und Fall verschieden. In Kliniken oder Therapiezentren ist das arbeitsagogische Angebot meist Bestandteil des therapeutischen Konzepts. Es hat zum Ziel, eine Reintegration in den regulären Arbeitsmarkt zu ermöglichen sowie therapeutische Inhalte realitätsnah umzusetzen. Im geschützten Bereich, zum Beispiel in Behindertenwerkstätten, bieten die Berufsleute sinnvolle produktive Tätigkeiten und Arbeitstrainings für Menschen an, die auf einen betreuten Arbeitsplatz mit besonderen Rahmenbedingungen angewiesen sind. Für Menschen, die keiner Erwerbsarbeit nachgehen können, bieten sie sinnvolle Formen der Beschäftigung an.

Arbeitsagogen arbeiten mit Klientengruppen. Wie sie die Arbeitsbeziehung gestalten, hängt von den beruflichen, persönlichen und sozialen Kompetenzen der Klienten sowie von deren Fähigkeiten und Ressourcen ab. Arbeitsagogen erfassen diese und legen darauf basierend konkrete Ziele fest, zum Beispiel die Verbesserung von Ausdauer und Konzentration, das Erkennen von Arbeitsabläufen, das Einbringen eigener Stärken oder das Annehmen von Lob und Kritik. Unterstützungskonzepte, Aufgaben, Arbeitsprozesse und Umfeld organisieren die Berufsleute so, dass betreute Personen ihre Arbeit möglichst eigenständig bewältigen können, optimal gefördert sowie in ihrem Selbstvertrauen gestärkt werden.

Damit Arbeitsagoginnen beziehungsweise die Arbeitsleistungen der Betreuten auf dem regulären, wettbewerbsorientierten Arbeitsmarkt bestehen, benötigen die Fachpersonen neben agogischem auch betriebswirtschaftliches Wissen sowie Fach- und Führungskompetenzen im angestammten Beruf. Sie sind dafür verantwortlich, dass die Arbeiten qualitativ einwandfrei und fristgerecht erledigt werden. Zudem beraten und begleiten sie Bezugspersonen im Umfeld ihrer Klientinnen und pflegen Kontakte zu Betrieben, Behörden, Beratungsstellen und anderen Fachleuten.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. genehmigte Prüfungsordnung vom 23.4.2013 mit Änderung vom 1.1.2015

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in der Regel in Form von Modulen erworben. Prüfungsordnung und Wegleitung sind erhältlich beim Schweiz. Trägerverein HFP Arbeitsagogik.

Bildungsangebote

  • Academia Euregio Bodensee, St. Gallen und Olten
  • Agogis Weiterbildung, Zürich, Olten, St. Gallen
  • Institut für Arbeitsagogik IfA, Luzern und Region

Dauer

Mind. 2 Jahre, berufsbegleitend

Module

  • Modul 1: Förderprozesse planen, umsetzen, evaluieren und anpassen
  • Modul 2: geeignete Aufträge akquirieren und Produkte erstellen/ Dienstleistungen erbringen
  • Modul 3: eine Produktions- oder Dienstleistungseinheit in einer Institution führen
  • Modul 4: die Zusammenarbeit mit und zwischen den Klientinnen und Klienten gestalten
  • Modul 5: mit internen und externen Kooperationspartnern / Anspruchsgruppen zusammen­arbeiten

Abschluss

Eidg. anerkannter Titel "Dipl. Arbeitsagoge/-agogin"

Voraussetzungen

Vorbildung

Bei Prüfungsantritt erforderlich:

  • Abschluss einer 3- oder 4-jährigen beruflichen Grundbildung oder gleichwertiger Ausweis und mind. 1 Jahr Berufspraxis

oder

  • allgemeinbildender Abschluss auf Sekundarstufe II und mind. 3 Jahre Berufspraxis

oder

  • Abschluss auf Tertiärstufe (BP, HFP, HF, FH) und mind. 3 Jahre Berufspraxis

und

  • mind. 4 Jahre arbeitsagogische Berufspraxis mit einem Beschäftigungsgrad von durchschnittlich mind. 60%

und

  • erforderliche Modulzertifikate bzw. Gleichwertigkeits­bestätigungen

und

  • genehmigte Disposition der Diplomarbeit

Weiterbildung

Kurse und Lehrgänge

Angebote der Ausbildungsinstitute (z. B. Integrationsberatung/Job Coaching), vom Berufsverband VAS sowie von Höheren Fachschulen und Fachhochschulen für Sozialarbeit

Höhere Fachschule

Z. B. dipl. Sozialpädagoge/-pädagogin HF oder dipl. Aktivierungsfachmann/-frau HF

Fachhochschule

Mit entsprechender schulischer Vorbildung, z. B. Bachelor/Master of Arts/Science (FH) in Sozialer Arbeit (mit Schwerpunkt in allgemeiner Sozialarbeit, Sozialpädagogik oder soziokultureller Animation) oder Bachelor/Master of Science (FH) in Ergotherapie

Nachdiplomstufe

Angebote von Höheren Fachschulen und Fachhochschulen in verwandten Bereichen, z. B. Master of Advanced Studies (MAS) in Arbeitsintegration, Certificate of Advanced Studies (CAS) in Job Coaching - Supported Employment, CAS in Case Management

Berufsverhältnisse

Arbeitsagogen arbeiten in Arbeitsprojekten für Jugendliche, Erwerbslose oder Asylsuchende, in Behinderteneinrichtungen, psychiatrischen oder Suchtkliniken, Einrichtungen des Straf- und Massnahmenvollzuges oder in Rehabilitationszentren. Zum Teil unterstützen sie als Job Coach auch Klienten an deren Arbeitsplatz.

In Institutionen kombinieren Arbeitsagoginnen agogische Tätigkeiten vielfach mit ihrem gelernten Beruf. Die Arbeitszeit ist meist regelmässig, und Teilzeitpensen sind möglich.

Die Berufsleute haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. An der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Sozialbereich besteht ein relativ grosser Bedarf an Fachkräften.

Weitere Informationen

Adressen

Schweiz. Trägerverein für die höhere Fachprüfung Arbeitsagogik
Burgiwil 28B
3664 Burgistein
Tel.: 033 356 40 40
URL: http://www.arbeitsagogik-hfp.ch
E-Mail:

Academia Euregio Bodensee
Bionstr. 5
9015 St. Gallen
Tel.: 071 311 66 60
Fax: 071 311 66 62
URL: http://www.academia-euregio.ch
E-Mail:

Agogis Weiterbildung
Röntgenstr. 16
Postfach
8031 Zürich
Tel.: 043 366 71 40
Fax: 043 366 71 41
URL: http://www.agogis.ch
E-Mail:
E-Mail:

Institut für Arbeitsagogik IfA
Stiftstr. 1
6006 Luzern
Tel.: 041 921 56 40
Fax: 041 921 56 41
URL: http://www.institut-arbeitsagogik.ch
E-Mail:

VAS Verband Arbeitsagogik Schweiz
Unterer Bifang 237
4625 Oberbuchsiten
Tel.: 062 393 09 42
URL: http://www.vas-arbeitsagogik.ch
E-Mail: