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Biomedizinische/r Analytiker/in HF

Biomedizinische Analytiker und Analytikerinnen HF (BMA HF) untersuchen in medizinischen Labors Proben von Gewebe, Zellen und Körperflüssigkeiten. Sie sind verantwortlich für präzise Resultate, die für die Krankheitsdiagnose und -therapie sowie für die Forschung unverzichtbar sind.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Gesundheit - Chemie, Physik

Branchen

Chemie, Pharma, Biotechnologie - Gesundheit: Medizinische Technik und Therapie - Medizintechnik

Swissdoc

0.723.16.0

Aktualisiert 25.02.2020

Bilder (8)

Automatisierung

Filme (1)

Biomedizinische/r Analytiker/in HF – Film mit Porträts von Berufstätigen
Automatisierung

Automatisierung

Ausgeklügelte Geräte ermöglichen es der biomedizinischen Analytikerin, mehrere Analysen gleichzeitig durchzuführen.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Porchet

Automatisierung
Präzision

Präzision

Das manuelle Bestimmen einer Blutgruppe geht schnell und kommt im Notfall zum Einsatz.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Porchet

Präzision
Patientenkontakt

Patientenkontakt

Die Entnahme von Blutproben ist Teil der Ausbildung und wird vor allem im Krankenhausumfeld praktiziert.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Patientenkontakt
Ärzte unterstützen

Ärzte unterstützen

Die Berufsleute testen die Resistenz von Bakterien gegenüber einem Antibiotikum und erleichtern so die Wahl der Behandlung.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Porchet

Ärzte unterstützen
Verantwortung übernehmen

Verantwortung übernehmen

Beim Beantworten von Anfragen und beim Eingeben von Daten legen die Berufsleute die selber Sorgfalt an den Tag wie im Labor.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Porchet

Verantwortung übernehmen
Autonomie und Organisation

Autonomie und Organisation

Der biomedizinische Analytiker erledigt verschiedene Aufgaben zur gleichen Zeit, wie hier die Pipetierung und das Durchmischen einer Probe.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Porchet

Autonomie und Organisation
Zusammenarbeit

Zusammenarbeit

Problematische Fälle werden im Team diskutiert. Um Prozesse zu verbessern oder Rückmeldungen von Ärztinnen zu diskutieren, gibt es regelmässige Sitzungen.

Copyright SDBB | CSFO, Thierry Porchet

Zusammenarbeit
Analyse unter dem Mikroskop

Analyse unter dem Mikroskop

Zusammen mit den Analysegeräten ist das Mikroskop das wichtigste Arbeitsinstrument der Berufsleute.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Analyse unter dem Mikroskop
Biomedizinische/r Analytiker/in HF – Film mit Porträts von Berufstätigen

Biomedizinische/r Analytiker/in HF – Film mit Porträts von Berufstätigen


Befragung
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Der Film zeigt in konzentrierter Form den Arbeitsalltag und die Aufgaben im Beruf Biomedizinische/r Analytiker/in HF. Die Berufsleute untersuchen mit modernen Analysegeräten Körperflüssigkeiten, Zellen und Gewebe.

© 2016 – OdA Gesundheit Bern

Biomedizinische/r Analytiker/in HF – Film mit Porträts von Berufstätigen

Tätigkeiten

Biomedizinische Analytiker HF arbeiten in medizinischen Spitallabors und in der Industrie. Ihr Arbeitsfeld umfasst alle Aufgaben im medizinischen Labor zum Zweck der Diagnostik, Prognostik, Prävention und Therapie von Krankheiten sowie Aufgaben in der biomedizinischen Forschung. Biomedizinische Analytiker HF arbeiten in der Regel auf ärztliche Verordnung. Sie erhalten eine Probe, zum Beispiel Blut, die sie im Labor eigenverantwortlich und fachgerecht analysieren.

Biomedizinische Analytikerinnen HF unterstützen ihre Auftraggeberinnen durch kompetente Beratung und arbeiten eng mit Ärzten, Wissenschaftlerinnen, Fachpersonen der Pflege, der Informatik, der Betriebswirtschaft und weiteren Fachkräften zusammen. Für die Patienten und Patientinnen ist es oftmals lebenswichtig, dass die Analysen auch unter Zeitdruck, etwa bei Notfällen, absolut zuverlässig und exakt ausgeführt und interpretiert werden. Bei Blut- und Knochenmarkentnahmen haben Biomedizinische Analytikerinnen HF direkten Kontakt zu den Patienten und Patientinnen. 

Das Spektrum der Laboranalysen, die Biomedizinische Analytiker HF anwenden, wird in unterschiedliche Fachbereiche gegliedert. In den meisten Fällen sind Analysen in mehreren Fachbereichen erforderlich: In der Hämatologie beispielsweise untersuchen sie Blutproben, um Krankheiten wie Blutarmut oder Leukämie festzustellen. In der Immunhämatologie bestimmen sie Blutgruppen und führen Untersuchungen für die Transfusionsmedizin durch. In der Mikrobiologie stehen Infektionserreger wie Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten in ihrem Fokus. Weitere Einsatzgebiete sind die Molekularbiologie (bei Erbkrankheiten), die Histologie und die klinische Zytologie (bei der Tumor-/Krebsdiagnostik).

Je nach Arbeitsort sind Biomedizinische Analytikerinnen HF für mehrere Fachgebiete zuständig oder spezialisieren sich auf ein einzelnes. Ihr Aufgabenbereich verändert sich laufend mit der technologischen Entwicklung. Analysen im Bereich Humangenetik oder Laboraufgaben im Zusammenhang mit Fertilitätsabklärungen und der Reproduktionstechnologie gewinnen an Bedeutung. Regelmässige Weiterbildungen sind wichtig, um mit den hohen Berufsanforderungen und dem Wandel der Aufgabenbereiche mitzuhalten. In ihrer täglichen Arbeit halten sie die Gesetzesvorgaben strikt ein, zum Beispiel zum Datenschutz, Umweltschutz sowie zur Sicherheit und Hygiene.

Ausbildung

Grundlage

Verordnung WBF Mindestvorschriften für Anerkennung von Bildungsgängen der HF vom 11.3.2005 (Stand 1.1.2015) und eidg. genehmigter RLP vom 27.5.2008, mit Änderung vom 7.9.2017

Bildungsangebote

Auf den Webseiten von OdASanté und labmed stehen Listen der Bildungsangebote zur Verfügung.

Dauer

3 Jahre, Vollzeit

Ausbildungskonzept/-inhalte

Die theoretische Ausbildung an der Schule wechselt sich ab mit berufspraktischen Einsätzen in mindestens zwei der fünf Fachbereiche.

Fachbereiche

  • Klinische Chemie und Immunologie
  • Hämatologie und Hämostaseologie
  • Histologie und Zytologie
  • Immunhämatologie und Transfusionsmedizin
  • Mikrobiologie

Abschluss

Eidg. anerkannter Titel "dipl. biomedizinische/r Analytiker/in HF"

Voraussetzungen

Vorbildung

    In der Regel gilt:

  • Fachmittelschulausweis oder Berufs-, Fach- oder gymnasiale Maturität oder gleichwertiger Abschluss oder mind. 3-jährige Grundbildung (vorzugsweise als Laborant/in EFZ Fachrichtung Biologie* oder Chemie, Pharma-Assistent/in EFZ, Medizinische/r Praxisassistent/in EFZ oder Fachmann/-frau Gesundheit EFZ)
  • sehr gute Kenntnisse in Biologie, Chemie, Physik und Mathematik
  • Bestehen einer Eignungsabklärung (Aufnahmeverfahren kann variieren, z. B. Bewerbungsschreiben, Beratungsgespräch, Kurzpraktikum mit Bericht, Eignungstest der Fach- und Selbstkompetenz)
  • * Mit einem Abschluss als Laborant/in EFZ Fachrichtung Biologie kann ein verkürzter Studiengang besucht werden.

    Über Details informieren die Ausbildungsanbieter.

Anforderungen

  • Konzentrationsfähigkeit und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständige Arbeitsweise und Verantwortungsbewusstsein
  • Organisationsfähigkeit und Flexibilität (Bereitschaft zu unregelmässiger Arbeitszeit)

Weiterbildung

Kurse und Tagungen

Angebote der Ausbildungsstätten, der Industrie und Laborbetriebe, der Verbände wie des Berufsverbandes labmed schweiz oder des Schweiz. Verbands der Leiter Medizinisch-Analytischer Laboratorien FAMH

Zusatzausbildung

  • Lehrer/in für Gesundheitsberufe, z. B. Ausbilder/in mit eidg. Fachausweis
  • Führungs- und Management­ausbildungen

Höhere Fachprüfung (HFP)

  • Experte/Expertin in biomedizinischer Analytik und Labormanagement mit eidg. Diplom
  • Experte/Expertin für Zyto­diagnostik mit eidg. Diplom

Nachdiplomstufe

Z. B. Master of Advanced Studies (MAS) in Management im Gesundheitswesen

Berufsverhältnisse

Biomedizinische Analytiker und Analytikerinnen HF arbeiten in Spital- oder Privatlabors, Blutspendezentren, Forschungsinstituten oder in der Industrie. Je nach Arbeitsort und Fachbereich leisten sie Nacht-, Wochenend- und Pikettdienste. Teilzeitarbeit ist an vielen Arbeitsorten möglich.

Die Arbeitswelt stellt hohe Anforderungen an BMA HF: Sie müssen neue technologische, medizinische, gesetzliche und wirtschaftliche Entwicklungen verfolgen. Immer grössere Analysezahlen, neue Technologien oder Entwicklungsgebiete wie die Stammzellenforschung prägen den Berufsalltag. Durch eigene Weiterbildung fördern sie die Berufsentwicklung. Gut ausgebildete Fachkräfte sind auf dem Arbeitsmarkt gesucht.

Weitere Informationen

Adressen

labmed schweiz
Schweiz. Berufsverband der biomed. Analytiker/innen
Altenbergstr. 29
Postfach 686
3000 Bern 8
Tel.: +41 31 313 88 22
URL: http://www.labmed.ch
E-Mail:

OdASanté
Nationale Dachorganisation der Arbeitswelt Gesundheit
Seilerstrasse 22
3011 Bern
Tel.: +41 31 380 88 88
URL: http://www.odasante.ch
E-Mail:

Überblick Gesundheitsberufe:
3000 Bern
URL: http://www.gesundheitsberufe.ch

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