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Bauingenieurwissenschaften: Berufsmöglichkeiten

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Bauingenieurwissenschaften

Bauingenieurwissenschaften

Bauingenieur in der Versicherung

Symbolbild Bauingenieurwissenschaften
Symbolbild Bauingenieurwissenschaften, © Bild von Bruno Glätsch auf Pixabay
Bauingenieur

«Die Schäden können dabei in die Millionen gehen. Es geht dann darum, in Verhandlungen eine für alle Beteiligten akzeptable Lösung zu finden.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Seit 12 Jahren bin ich als einer von zwei Bauingenieuren bei einer grossen Versicherung tätig. Ich berate den Schaden-Aussendienst in bautechnischen Belangen, also die Juristinnen und Juristen sowie Sachbearbeiter/innen, die in der Schadenerledigung Lösungen finden müssen. Wir versichern entstehende Bauten bis zur Fertigstellung und Übergabe an die Bauherrschaft gegen alle Schäden in Ergänzung zur kantonalen Gebäudeversicherung. Dies beginnt bei der Baugrube, bei der die Böschung abrutschen kann, und geht bis zu neu erstellten Wänden, die durch einen Windstoss umgeworfen werden können. Die Schäden können dabei in die Millionen gehen. Es geht dann darum, in Verhandlungen eine für alle Beteiligten akzeptable Lösung zu finden.

Regelmässig besuche ich die verschiedenen Regionaldirektionen der Versicherung, wo Sachbearbeiter/innen und Stabjuristinnen und -juristen mit ihren Bauproblemen zu mir kommen. Dies ist eine sehr intensive und abwechslungsreiche Tätigkeit. Ich muss mich sehr rasch in ein Problem eindenken und einlesen. Für meine Arbeit ist es notwendig, dass mein Know-how immer auf dem aktuellen Stand der Technik ist. Dazu muss ich die neusten Baunormen kennen und mich mittels Fachpublikationen auf dem Laufenden halten. Eigentlich bin ich einer, der ständig aus den Fehlern der anderen lernt.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text] Mein typischer Wochenablauf, der theoretisch 42 Arbeitsstunden entspricht, die 50-Stunden-Grenze jedoch oft überschreitet, sieht folgendermassen aus: Montag: Büroarbeiten, Aktenstudium, Sachverhaltsbesprechung mit Juristinnen und Juristen / 
Dienstag: Bautechnische Beratung in der Regionaldirektion / Mittwoch: Schadenssitzung mit Vertretern der kantonalen Verwaltung /
Donnerstag: Bautechnische Beratung in einer weiteren Regionaldirektion, Beurteilung von Rissen in Hauswänden nach Strassenbauarbeiten, Betriebshaftpflichtfall bei einem Sanitärunternehmen / Freitag: Beurteilung ähnlicher Fälle in Graubünden

Tipps

[nicht definitiver Text] In unserer Firma arbeiten auch Maschinen- und Elektroingenieurinnen, Geologen, Chemikerinnen und Physiker, alle diese Funktionen sind im Risk Management zusammengefasst, einer Dienstleistungsstelle, die von allen Bereichen unserer Versicherung beansprucht werden kann.

Bauingenieur mit eigenem Planungs- und Ingenieurbüro

Symbolbild Bauingenieurwissenschaften
Symbolbild Bauingenieurwissenschaften, © Bild von annca auf Pixabay
Bauingenieur

«Wir sind gefragte Problemlöser und leisten einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung unserer Umwelt.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Nach einer Anstellung als Projektingenieur und Projektleiter bei einer Ingenieurunternehmung für Umwelttechnik, habe ich heute mein eigenes Planungs- und Ingenieurbüro. Dort arbeiten mit mir zwei Ingenieure und eine Teilzeitbuchhalterin. Da wir ein sehr kleines Team sind, gestalten sich die Arbeitstage sehr abwechslungsreich und manchmal auch lang.

Im Büro habe ich die Verantwortung für alles: Auftragsbeschaffung, Projektabwicklung und Abrechnung. Mein Arbeitsumfeld umfasst Projekte im Tiefbau, Siedlungswasserbau, Stahlbetonbau, Bauherrenberatung und Baukontrollwesen. Dank einer guten Ausrüstung mit Informatikhilfsmitteln habe ich die Routinearbeit gut im Griff.

Im Gegensatz zu einem Grossbetrieb haben die Aufträge in unserem Kleinbetrieb einen geringeren Umfang. Die Möglichkeit, alles zu überblicken und sich auch um Details zu kümmern, bringt mir eine grosse Befriedigung. Auch sind die Projekte auf einen geografisch kleinen Raum beschränkt, so dass keine weiten Reisen erforderlich sind.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text] Nachdem ich eine Lehre als Tiefbauzeichner absolviert hatte, merkte ich, dass mein Bedürfnis, selbst Entscheidungen zu fällen und Verantwortung zu übernehmen je länger desto weniger gestillt wurde. Deshalb entschloss ich mich, nach einer einjährigen Übersee-Reise, die Matura nachzuholen. Ich begann ein Bauingenieurstudium an der ETH Zürich, was mir allerdings nach kurzer Zeit als zu theoretisch erschien. Also wechselte ich an das Interkantonale Technikum Rapperswil (heute Hochschule für Technik Rapperswil), welches mir eine praxisbezogene Ausbildung ermöglichte.

Tipps

[nicht definitiver Text] Bauingenieurinnen und Bauingenieure bearbeiten ein wichtiges Feld. Wir sind gefragte Problemlöser und leisten einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung unserer Umwelt.

Sara Montani: Bauingenieurin in einem Büro für Geotechnik

Symbolbild Bauingenieurwissenschaften
Symbolbild Bauingenieurwissenschaften, © Bild von Michael Gaida auf Pixabay
Bauingenieurin

«Gerade die Arbeiten in der freien Natur ermöglichten mir einen interessanten Einblick in die doch zum Teil sehr intuitive Welt der Geotechnik.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Mein Tagesablauf umfasste sowohl Arbeiten im Büro als auch solche im Labor und im Freien. Gerade die Arbeiten in der freien Natur ermöglichten mir einen interessanten Einblick in die doch zum Teil sehr intuitive Welt der Geotechnik. Meistens werden die Arbeiten in kleineren Teams von bis zu drei Personen abgewickelt. Oft wird in einem konkreten Fall nicht nur die rein geotechnische Seite eines Problems behandelt, denn der Kunde erwartet heute eine umfassendere Betrachtung, welche beispielsweise auch Aussagen bezüglich Umweltaspekte beinhaltet. Auch Grundwissen in juristischen Fragen wird immer wichtiger und wir Ingenieure sind immer wieder neu gefordert.

Ich hatte die Möglichkeit, in der jetzigen Anstellung laufend grössere Verantwortung zu übernehmen. Dem entsprechend verlagerte sich meine Tätigkeit. Wo früher Feldtage eingeplant waren, sind heute vor allem Sitzungstermine vorgesehen. Mein Kontakt zum Kunden von der Offertphase bis hin zur Ausführung läuft vorwiegend über die Beratung. Das Erheben von Feldgrundlagen wird von anderen, mir unterstellten Ingenieuren durchgeführt. Der Kontakt zum Feld und den Problemen bei der Erhebung darf allerdings nicht verloren werden. So plane auch ich immer wieder einen Feldtag ein, an welchem ich die Möglichkeit habe, meine Beschreibungen und Aufnahmen neu zu eichen.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text] Das Thema meiner Doktorarbeit war im Bereich der Geotechnik angesiedelt und befasste sich mit der Natur, nämlich den Auswirkungen von Steinschlag. Dies beeinflusste meinen weiteren beruflichen Werdegang stark. Die interessante Auseinandersetzung mit dem Boden, der Interaktion zu Tragstrukturen und die Vielfältigkeit der Problemstellungen bewogen mich, den im Gebiet der Geotechnik eingeschlagenen beruflichen Weg weiter zu verfolgen. So fand ich meine erste Anstellung im Geologie-Geotechnik-Büro.

Tipps

[nicht definitiver Text] Meine aktuelle Funktion als Projektleiterin und Niederlassungsleiterin beinhaltet ein relativ hohes Pensum an Arbeitsstunden. Weniger als 100% zu arbeiten, lässt sich mit der übernommenen Verantwortung kaum vereinbaren. Allerdings braucht es für eine gute Arbeitshygiene auch mal Pausen, in denen man "regeneriert" und wo auch neue Ideen bezüglich Arbeitsabläufen, Kundensegmenten, Teamplanung etc. entstehen können. Diese Auszeiten sind wichtig und werden von mir auch entsprechend im Arbeitsalltag eingeplant.

Jürg Portner: Bauingenieur im Bereich Tunnelbau

Symbolbild Bauingenieurwissenschaften
Symbolbild Bauingenieurwissenschaften,  © Bild von Maike und Björn Bröskamp auf Pixabay
Bauingenieur

«Meine Tätigkeit ist sehr abwechslungsreich, und wir begegnen selten Standardsituationen sondern lösen vielmehr die individuellen Wünsche und Problemstellungen unserer Kunden.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

16 Jahre nach dem Diplomabschluss an der ETH Zürich bin ich Projektleiter bei einem der grösseren Ingenieurbüros der Schweiz. Ich bin im Geschäftsbereich Infrastruktur- und Verkehrsbau angestellt, wo ich mich von der Ideenphase bis hin zur Ausführung von Projekten beschäftige.Bis ein Tunnel, eine Bahnlinie oder ein Bauwerk genutzt werden kann, haben mein Team und ich viele Phasen zu durchlaufen und Aufgaben zu lösen. Meine Funktion als Projektleiter bedeutet, dass ich technisch, vertraglich, organisatorisch und auch kaufmännisch-finanziell verantwortlich bin für die mir zugeteilten Projekte. Die Zusammenarbeit mit der öffentlichen oder privaten Bauherrschaft, mit Behörden, Geologen, Partnerbüros, ausführenden Unternehmungen und manchmal auch direkt mit der Bevölkerung macht meine Arbeit vielseitig und auch anspruchsvoll.

Meine Kolleginnen, Kollegen und ich sind in allen Projektphasen und in verschiedenen Funktionen eingebunden; beginnend mit Bauwerksideen und Machbarkeitsstudien, über die Phasen Vorprojekt, Bau- und Ausführungsprojekte bis hin zur Begleitung der Ausführung als technischer Bauleiter und Überführung des Bauwerkes im Zuge des Inbetriebnahmeprozesses. Neben dem notwendigen Fachwissen ist dabei das konstruktiv-ingenieurmässige und planerische Denken stark im Vordergrund, um die anstehenden Fragestellungen oder Probleme zu behandeln.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text]Ein Grossprojekte hat mich in den letzten Jahren beschäftigt: Als Projektleiter des Generalplaners Bahntechnik war ich verantwortlich für die gesamte bahntechnische Tunnelausrüstung des Weinbergtunnels. Die Umsetzung war eine spannende Herausforderung. Schliesslich konnte die Durchmesserlinie Zürich Mitte Juni 2014 erfolgreich in Betrieb genommen und den Bahnkunden übergeben werden. Derzeit bin ich grossmehrheitlich mit der Planung der Instandsetzung der ersten und zweiten Röhre des Gubristtunnels beschäftigt. Das sehr hohe und stetig steigende Verkehrsaufkommen mit täglichen Staustunden hinterlässt seine Spuren am rund 30-jährigen Tunnelbauwerk. Eine umfassende Sanierung ist erforderlich; Bauteile für die Erschliessung, Sicherheit und die Entwässerung müssen den heutigen Anforderungen entsprechend angepasst oder neu erstellt werden. Zusätzlich muss die gesamte elektromechanische Tunnelausrüstung ersetzt und auf den heutigen Stand der Technik gebracht werden. Täglich muss ich zwischen den Beteiligten koordinieren und den notwendigen Informationsfluss lenken. Intern gilt es die notwendigen personellen Ressourcen (Ingenieure, CAD-Zeichner) frühzeitig einzuplanen und den Projektmitarbeitenden die Arbeiten zu übergeben.

Tipps

[nicht definitiver Text]Ich übernehme selber auch gerne Sachbearbeitungsaufgaben. Dazu gehören das konstruktive Entwerfen und Schreiben von technischen Berichten, Berechnungen zur Statik und zum Nachweis der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit, die Bauverfahrensplanung und viele Aufgaben mehr. Meine Tätigkeit ist sehr abwechslungsreich, und wir begegnen selten Standardsituationen sondern lösen vielmehr die individuellen Wünsche und Problemstellungen unserer Kunden. Das alles trägt dazu bei, dass ich täglich mit viel Freude bei der Arbeit bin.

Theres Bachmann: Bauingenieurin im Bereich Tunnelbau

Symbolbild Bauingenieurwissenschaften
Symbolbild Bauingenieurwissenschaften,  © Bild von Maike und Björn Bröskamp auf Pixabay
Bauingenieurin

«Angst darf ich als Tunnelbauerin nicht haben, sonst kann man hier nicht arbeiten.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Seit 2011 bin ich Bauführerin und Leiterin des technischen Büros auf der Baustelle Tunnel Umfahrung Küblis. Was mich am Bauingenieurwesen fasziniert, ist das Wissen, dass bei der Arbeit etwas entsteht. Man sieht, was man gemacht hat. Ursprünglich wollte ich nach der Maturität an der Kantonsschule Schaffhausen in Zürich an der ETH Erdwissenschaften studieren. Die Zusammensetzung des Studienplans mit der ungeliebten Chemie war mir aber ein Gräuel. So entschloss ich mich – auf Rat des Berufsberaters – zu einem Bauingenieur-Studium an der ZHAW in Winterthur.

Berufseinstieg

n meinem Jahrgang waren über dreissig Männer eingeschrieben, aber nur vier Frauen. Dieses Umfeld kommt mir bei meiner Berufstätigkeit nun zugute. Frisch von der Hochschule, stellte mich die Tessiner Firma Lombardi 2006 als Bauleiterin an. Der Einstieg als Bauleiterin im Gotthard-Basistunnel war eine Herausforderung. Ich kam auf die Baustelle in Bodio – natürlich als einzige Frau im Tunnel. Wie sollte ich Mineuren mit über 20 Jahren Berufserfahrung vorschreiben, was zu tun sei? Danach kam ich für weitere zwei Jahre als Schichtbauleiterin im Tunnelbaumaschinen-Vortrieb auf die Baustelle nach Faido. Auch dort war ich die einzige Frau. Weil der Schichtbeginn so früh war, musste ich etwa zehn Nächte pro Monat auf der Baustelle schlafen. Das Barackenleben war sehr einfach, Dusche und WC befanden sich auf dem Korridor, und die Kantine diente als Aufenthaltsraum. Als Frau in dieser Tunnelbauwelt hat man es nicht immer leicht. Man darf die Sprüche nicht persönlich nehmen und muss manchmal auch Grenzen setzen.

Heute, als Bauführerin und Leiterin des technischen Büros auf der Baustelle in Küblis, wo wir einen Umfahrungstunnel bauen, ist meine Verantwortung deutlich grösser. Im Tessin war ich lediglich Kontrollperson. In Küblis muss ich Entscheidungen fällen. Wenn etwas nicht klappt, bin ich dafür verantwortlich, dass die Arbeiten schnell wieder in Gang kommen. Eine Verschlechterung der Geologie an der Ausbruchstelle kann beispielsweise eine Änderung der fünfstufigen Sicherungsklasse bedingen. Wenn ich gemeinsam mit der Bauleitung eine höhere Stufe anordne, müssen zusätzliche Anker im Fels oder ein Sicherungsnetz zwischen zwei Spritzbetonschichten eingebaut werden. Auch ein unvorhergesehener Wassereinbruch kann den Betrieb massiv stören.

Tipps

Meine Arbeitstage beginnen mit einem Morgenrundgang im Stollen. Im Küblisertunnel arbeiten wir – im Gegensatz zum Gotthard-Basistunnel – nicht mit Tunnelbohrmaschinen. Die beiden Röhren werden im konventionellen Sprengverfahren ausgebrochen. Die Mineure arbeiten an fünf Tagen pro Woche in zwei Schichten von je 8½ Stunden. Ziel ist es, pro Tag im Haupttunnel zwei Abschläge von je etwa drei Metern Länge zu bohren, zu sprengen, zu sichern und zu schuttern, das heisst, das Material abzuführen. Als Sicherung gegen Niederbrüche wird im Haupttunnel mehrlagiger Spritzbeton mit Bewehrungsnetzen eingebaut. Durch diese schnell aufgebrachte Sicherung erhöht sich die Arbeitssicherheit. Tunnelbau ist trotz vieler Vorsichtsmassnahmen ein gefährliches Umfeld. Ich habe schon mehrmals erlebt, wie unversehens Felsmassen losbrachen. Zum Glück waren nie Arbeiter betroffen. Doch Angst darf ich als Tunnelbauerin nicht haben, sonst kann man hier nicht arbeiten.



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