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Fischereiaufseher/in (BP)

Fischereiaufseher/innen kontrollieren im Auftrag eines Kantons den Fischbestand und die Einhaltung von Vorschriften zur Gewässernutzung und zum Gewässerschutz in ihrem Verantwortungsbereich.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Natur

Branchen

Tierzucht und Tierpflege

Swissdoc

0.140.28.0

Aktualisiert 02.05.2014

Tätigkeiten

Fischereiaufseher/innen zeichnen sich durch ihre Naturverbundenheit und ihr Interesse für Fische und deren Lebensräume aus. Sie sind in der Regel bei einem Kanton angestellt und in einem bestimmten Gebiet für die Erhaltung eines intakten Gewässer-Ökosystems zuständig. Sie überwachen die Fischerei, den Fischbestand, die Artenvielfalt, den Gewässerschutz und die gesetzeskonforme Gewässernutzung. Sowohl in der Fischereiwirtschaft als auch bei baulichen Massnahmen im Gewässerraum leiten sie komplexe Arbeitsabläufe.

In einzelnen Kantonen bewirtschaften Fischereiaufseher/innen Fischzucht- und Brutanlagen. Sie führen Laichfischfänge durch, sorgen für artgerechte Aufzucht und Fütterung und warten die Anlage kompetent. Sie kennen sich aus mit Fischkrankheiten und wissen, wie diese verhindert oder bekämpft werden können. In der Fischereiwirtschaft beaufsichtigen sie die professionelle und private Fischerei. Sie überwachen Fänge und Geräte von Berufsfischer/innen und Angler/innen. Sie erheben, analysieren und interpretieren statistische Zahlen. Zudem beraten sie Berufs- und Angelfischer/innen sowie Verbände und Organisationen.

Bei technischen Eingriffen im Gewässerraum wirken Fischereiaufseher/innen als Bindeglied zwischen Behörden, Bauherrschaft und Öffentlichkeit. Sie beraten z. B. beim Bau von Wasserkraftanlagen oder bei Kies- und Wasserentnahmen. Sie kennen die relevanten Auflagen und gesetzlichen Bestimmungen zum Gewässer- und Uferschutz. Bei Baustellen kümmern sie sich um die Sauberhaltung der Gewässer und, wo nötig, um die korrekte Abfischung. Kommt es zu einem Fischsterben, sei es durch Verschmutzungen oder Naturereignisse, entscheiden sie über notwendige Massnahmen und berechnen den Schaden.

Fischereiaufseher/innen schützen das Ökosystem in und um Gewässer. Sie sorgen für eine möglichst naturnahe Uferpflege sowie für die Erhaltung und Verbesserung von Lebensräumen, zum Beispiel indem sie Renaturierungen von Bächen und Flüssen unterstützen. Gelegentlich werden sie angefragt, an wissenschaftlichen Projekten mitzuarbeiten.

Die Fachleute müssen im beruflichen Alltag sicher auftreten und mit verschiedenen Parteien verhandeln können. Als Führungspersonen arbeiten sie selbstständig, exakt und zuverlässig.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. genehmigte Prüfungsordnung vom 26.10.2009

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden entweder individuell oder in Form von Modulen erworben. Daneben steht ein Lehrmittel der Schweiz. Vereinigung der Fischereiaufseher SVFA zur Verfügung. Im Selbststudium soll auch Fachliteratur konsultiert werden. Besonders empfohlen werden die Veröffentlichungen des Bundesamts für Umwelt BAFU. Die Prüfungsordnung, Wegleitung sowie der Leitfaden mit einer Zusammenstellung des erforderlichen Grundwissens sind erhältlich bei der SVFA.

Bildungsangebote

Der Berufseinstieg erfolgt über eine Anstellung bei einer kantonalen Fischereifachstelle.

Modulare Vorbereitungskurse werden von der Schweiz. Vereinigung der Fischereiaufseher SVFA angeboten.

Dauer

Je nach Vorbildung

Geprüfte Fächer

Gewässerökologie, Fisch- und Krebskunde, Fischereiwirtschaft, Technik, Recht

Abschluss

"Fischereiaufseher/in mit eidg. Fachausweis"

Voraussetzungen

Vorbildung
Bei Prüfungsantritt erforderlich:
  • abgeschlossene mind. 3-jährige berufliche Grundbildung mit eidg. Fähigkeitszeugnis oder gleichwertiger Ausweis und
  • mind. 5 Jahre Berufspraxis
Anforderungen
  • Interesse an Natur und Umwelt
  • Verhandlungsfähigkeit
  • körperliche Belastbarkeit

Weiterbildung

Kurse und Tagungen

Angebote der Schweiz. Vereinigung der Fischereiaufseher SVFA, des Bundesamts für Umwelt BAFU, des Zentrums für Fisch- und Wildtiermedizin FIWI, kantonaler Fischereiverwaltungen sowie der Bayerischen Landesanstalt für Fischerei in Starnberg (D)

Meister/Höhere Fachprüfung

Fischwirtschaftsmeister/in; Angebot an der Bayerischen Landesanstalt für Fischerei in Starnberg (D)

Fachhochschule

Bei entsprechender schulischer Vorbildung z. B. Bachelor of Science (FH) in Umweltingenieurwesen mit Vertiefung in Naturmanagement

Berufsverhältnisse

Fischereiaufseher/innen sind meist Kantonsangestellte. Der Bedarf an Fachpersonen ist eher gering und variiert von Kanton zu Kanton - je nach Kantonsgrösse, Anzahl Gewässer und Gewässertypen sowie Organisation der Fischerei. Die Arbeitstage von Fischereiaufseher/innen können lang und anstrengend sein: Bei Notfällen wie Fischsterben oder Problemen in der Zucht müssen sie zu jeder Tageszeit erreichbar sein. Im Berufsalltag arbeiten sie auch bei Kälte, Nässe und Wind im Freien.

Weitere Informationen

Adressen

Schweiz. Vereinigung der Fischereiaufseher SVFA c/o Amt für Jagd und Fischerei
Löestr. 14
7001 Chur
Tel.: 081 257 38 94
URL: http://www.svfa-asgp.ch
E-Mail:

Bundesamt für Umwelt BAFU Sektion Fischerei und aquatische Fauna
Abteilung Artenmanagement
3003 Bern
Tel.: 031 322 93 89
Fax: 031 323 89 74
URL: http://www.bafu.admin.ch/fischerei
E-Mail: