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Zahnarzt/-ärztin (U)

Zahnärztinnen und Zahnärzte behandeln Erkrankungen der Zähne, des Zahnfleischs und des Kiefers sowie Zahnfehlstellungen. Sie beraten ihre Patienten zu Prophylaxemöglichkeiten, restaurieren Zähne mit Füllungen, rehabilitieren mit Zahnersatz und führen chirurgische Eingriffe durch.

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Kategorien
Bildungstypen

Hochschulberuf

Berufsfelder

Gesundheit

Branchen

Ärztliche und wissenschaftliche Funktionen

Swissdoc

0.724.7.0

Aktualisiert 08.11.2010

Tätigkeiten

Zahnärztinnen betreuen ihre Patientinnen in einer Privatpraxis oder öffentlichen Zahnklinik. Meistens arbeiten sie eng mit Dentalassistentinnen, Dentalhygienikerinnen und Zahntechnikerinnen zusammen.

Vor einer Behandlung erfassen Zahnärzte gründlich den Zustand von Zähnen und Zahnfleisch. Bei Bedarf fertigen sie Röntgenbilder an. Sie erstellen die Diagnose und entscheiden gemeinsam mit dem Patienten über die Art der Behandlung. Dabei berücksichtigen sie funktionelle, ästhetische, ethische und finanzielle Aspekte.

Zu den häufigsten Arbeiten von Zahnärztinnen gehören die Behandlung von Karies, geschädigten Wurzeln und entzündetem Zahnfleisch. Sie entfernen kariesbefallene Stellen mit dem Bohrer und ersetzen die fehlende Zahnsubstanz mit äusserst präzisen Füllungen aus verschiedenen Materialien. Kunststofffüllungen tragen sie mit Modellierinstrumenten auf, Keramikfüllungen können direkt in der Praxis computergesteuert oder vom Labor hergestellt und mit der restlichen Zahnsubstanz verklebt werden. Bei Wurzelbehandlungen entfernen Zahnärztinnen mit dünnen Feilen das entzündete Nervengewebe aus den Wurzelkanälen und füllen die Hohlräume. Zahnfleischerkrankungen behandeln sie durch das Entfernen weicher (Biofilm) und harter Beläge (Zahnstein).

Bei stark zerstörten oder fehlenden Zähnen kommen Kronen und Brücken sowie Teil- oder Totalprothesen zum Einsatz, welche in Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker gefertigt werden. Dabei wählen Zahnärzte mit dem Patienten die optimale Versorgungsmöglichkeit aus. Wichtige Kriterien sind Langlebigkeit, Kaukomfort, Phonation sowie einfache Zahnreinigung. Sie bereiten die noch vorhandenen Zähne vor und gliedern die Restaurationen ein. Hinzu kommen chirurgische Eingriffe mit dem Extrahieren von Zähnen, Zahnfleischoperationen und das Regulieren von Zahn- und Kieferstellung. Letzteres geschieht meist mit Zahnspangen. Zahnärzte passen diese regelmässig an und kontrollieren den Fortschritt. Zum Ersatz fehlender Zähne setzen sie auch Zahnimplantate ein.

Zahnärztinnen führen neben medizinischen, auch ästhetische Zahnbehandlungen durch und stellen die Sofortversorgung bei Zahnunfällen sicher.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Medizinalberufegesetz MedBG vom 23.6.2006, in Revision seit Juli 2013

Ausbildungsweg

  • Studium der Zahnmedizin
  • eidg. Prüfung für Zahnmedizin

Bildungsangebote

Universitäten Basel, Bern, Genf und Zürich

Dauer

5 Jahre

Studienort

  • Bachelorstudium (1. bis 3. Jahr): Grundstudium (1. und 2. Jahr) mit human- und naturwissenschaftl. Grundlagen, organspezifischen Themenblöcken; im 3. Jahr Fachstudium mit praktischen Phantomkursen (Übung am Simulator mit Kunststoffzähnen), Prüfungen lehrveranstaltungsbegleitend und nach jedem Semester
  • Masterstudium (4. und 5. Jahr): Fachstudium mit medizinischen und zahnmedizinischen Hauptfächern, Ausbildung der manuellen Fertigkeiten durch praktische Tätigkeit am Patienten, Masterarbeit

Besonderes zum Studium

Fächerübergreifende Wissensvermittlung, hoher Anteil an Fachpraktika, selbstständiges Lernen (E-Learning, Kleingruppen, Selbststudium), gutes Englisch erforderlich

Abschluss

  • "Master of Dental Medicine"
  • "Eidg. dipl. Zahnarzt/-ärztin"

Voraussetzungen

Vorbildung
In der Regel gilt:
  • eidg. oder eidg. anerkannte Maturität oder Hochschulabschluss (FH, Uni, ETH) oder
  • Berufsmaturität und Ergänzungsprüfung der Schweiz. Maturitätskommission Detaillierte Auskünfte erteilen die Zulassungsstellen der einzelnen Universitäten. Zur eidg. Prüfung für Zahnmedizin (Medizinalprüfung) informiert das Bundesamt für Gesundheit. Hinweis: Da sich bedeutend mehr Interessierte zum Zahnmedizinstudium anmelden als Studienplätze zur Verfügung stehen, führen die Deutschschweizer Universitäten obligatorische Eignungstests durch (Numerus Clausus). Über die Durchführung des Tests wird jedes Jahr neu entschieden. Das Verfahren wird von der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS) durchgeführt. Bei Überbelegung einer Universität können zum Zahnmedizinstudium Angemeldete anderen Universitäten zugewiesen werden.

Weiterbildung

Doktorat (Dr. med. dent.)

Für die Promotion zum Erwerb der Doktorwürde muss zusätzlich zum Staatsexamen eine Dissertation vorgelegt werden. Dazu ist eine mindestens einjährige wissenschaftliche Tätigkeit zu absolvieren.

Eidg. Fachzahnarzttitel

Fachzahnarzt/-ärztin für:
  • Kieferorthopädie
  • Oralchirurgie
  • Parodontologie
  • Rekonstruktive Zahnmedizin
  • Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Weiterbildungsausweise

Für Kinderzahnmedizin, Endodontologie, präventive und restaurative Zahnmedizin, orale Implantologie sowie für Allgemeinzahnmedizin

Nachdiplomstufe

Angebote von Fachhochschulen und Universitäten, z. B. in den Fachbereichen Labormedizinische Analytik, Public Health, Medizininformatik, Management im Gesundheitswesen u. a.

Kurse

Angebote der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft SSO, der Fachgesellschaften, von Spitälern und Universitäten

Berufsverhältnisse

Nach dem Studium arbeiten Zahnärzte meist mehrere Jahre als Assistenten an einer universitären zahnmedizinischen Klinik, in einer öffentlichen Zahnklinik oder in einer Privatpraxis. Danach machen sich viele in einer eigenen Praxis selbstständig oder werden Partner in einer Praxisgemeinschaft. Die selbstständige Tätigkeit erfordert eine kantonale Bewilligung. Anstellungen sind Zahnärztinnen auch im öffentlichen Gesundheitswesen, in Schulzahn- und Polikliniken möglich. Begrenzt ist das Stellenangebot in der Forschung und Lehre. Das Angebot an Arbeitsstellen hängt stark von der Region ab, ist aber im Allgemeinen gut.

Weitere Informationen

Adressen

Schweiz. Zahnärzte-Gesellschaft SSO
Presse- und Informationsdienst
Postgasse 19
Postfach
3000 Bern 8
Tel.: 031 310 20 80
Fax: 031 310 20 82
URL: http://www.sso.ch
E-Mail:
E-Mail:

Swissuniversities
Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen
Effingerstr. 15
Postfach
3001 Bern
Tel.: 031 335 07 40
URL: http://www.swissuniversities.ch

Bundesamt für Gesundheit
3003 Bern
Tel.: 031 322 21 11
URL: http://www.bag.admin.ch