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Zoologe/-login (U)

Zoologen und Zoologinnen führen in Labors und in Feldstudien Forschungen über Tiere durch. Sie betreuen vor allem Projekte an Hochschulen und von Tier- und Umweltschutzorganisationen beziehungsweise für Ämter und Behörden.

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Kategorien
Bildungstypen

Hochschulberuf

Berufsfelder

Natur

Branchen

Tierzucht und Tierpflege

Swissdoc

0.540.1.0

Aktualisiert 07.12.2010

Tätigkeiten

Zoologinnen befassen sich mit Tieren und ihren Lebensweisen. An Hochschulen und Forschungsinstituten sind sie vor allem in der Grundlagen- und der angewandten Forschung tätig. Sie untersuchen Aufbau und Leistungen des Tierkörpers und klassifizieren Tierarten. Mit genetischen Analysen erforschen sie Fragestellungen zur Evolution. Sie erfassen die Entwicklung von Individuen und Populationen, die Verbreitung und Wanderung oder das Verhalten von Tieren. Zoologinnen setzen sich auch mit ökologischen Fragen und mit den Wechselwirkungen zwischen Tieren und ihrer Umwelt auseinander. Sie erforschen zum Beispiel die Auswirkungen der Gewässerverschmutzung auf die Fischbestände oder suchen nach den Gründen für das Verschwinden einer Vogelart in einer bestimmten Region.

Für viele dieser Aufgaben betreiben Zoologen Feldforschung in der natürlichen Lebensumgebung oder in Zoos beziehungsweise Wildtierparks. Sie beobachten und protokollieren das Verhalten der Tiere, erfassen Vorkommen, geografische Verhältnisse, biologisches Umfeld sowie Umweltbedingungen und sammeln zum Beispiel Kotproben.

Im Labor führen Zoologinnen Analysen und Versuche durch. Sie untersuchen Gewebe und Proben mikroskopisch oder mit speziellen Messgeräten und chemischen Verfahren. Mit Hilfe von Computern werten sie Daten aus, etwa zur genetischen Analyse. Computersimulationen erlauben ihnen Vorhersagen zur Entwicklung von Individuen und Populationen. Ihre Forschungsergebnisse verfassen sie auf Englisch für die Veröffentlichung in Fachzeitschriften. Zudem erstellen sie Dokumentationen mit Empfehlungen und allfälligen Massnahmen.

Eine Forschungstätigkeit ist auch in der chemischen und pharmazeutischen Industrie möglich. Zoologen arbeiten ausserdem im Tier- und Umweltschutz, beispielsweise für Ämter und Behörden, Verbände oder Beratungsbüros. Dort leiten sie etwa Projekte zum Artenschutz oder zu artgerechter Tierhaltung, betreuen Vogelwarten, Amphibienpopulationen, Fledermausstationen usw. Sie sind aber auch in der Öffentlichkeitsarbeit tätig und bieten Kurse und Führungen an. In Zoos betreuen sie Tiere und gestalten ihre Lebensräume, organisieren öffentliche Informationsveranstaltungen und begleiten die Entwicklung des Zoos.

Ausbildung

Grundlage

Reglemente der Universitäten und Fakultäten

Bildungsangebote

  • Universitäten Basel und Genf: zoologischer Studiengang
  • Universitäten Bern, Freiburg, Lausanne, Neuenburg, Zürich und ETH Zürich: im Rahmen eines Biologiestudiums mit Schwerpunkt in Zoologie bzw. in organismischer Biologie

Dauer

4½ - 5 Jahre

Studienort

  • Bachelorstudium (1. - 3. Jahr): In der Regel unterteilt in Grundstudium mit naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern und Fachstudium mit Spezialisierung auf zoologische Themengebiete wie Zell-, Verhaltens-, Evolutions-, Neurobiologie, Genetik / Genomik, Ökologie u. a.
  • Masterstudium (4. und 5. Jahr): Vertiefung in der Spezialisierungsrichtung

Besonderes zum Studium

Die Universitäten bieten verschiedene Spezialisierungsrichtungen zu Themen der Zoologie an. Das Studium besteht aus Vorlesungen, Übungen und Praktika. Ein Teil der Lehrveranstaltungen erfolgt auf Englisch.

Abschluss

"Bachelor of Science (U/ETH) in Biology" mit Master in jeweiliger Spezialisierungsrichtung, z. B. "MSc in Animal Biology"

Voraussetzungen

Vorbildung

In der Regel gilt:

  • eidg. oder eidg. anerkannte Maturität oder Hochschulabschluss (FH, Uni, ETH) oder
  • Berufsmaturität und Ergänzungsprüfung der Schweiz. Maturitätskommission

Detaillierte Auskünfte erteilen die Zulassungsstellen der Universitäten und ETH. Es bestehen Unterschiede bei der Aufnahmepraxis. Eine Übersicht bietet die Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS).

Weiterbildung

Doktorat (Dr. phil. / PhD)

Wissenschaftliche Forschungsarbeit (Dissertation) und Doktoratsprüfung (Promotion)

Nachdiplomstufe

  • Angebote von Universitäten und ETH in verschiedenen Spezialisierungsrichtungen der Zoologie und Biologie,
z. B. in Molekulargenetik, Parasitologie und Epidemiologie sowie in verwandten Gebieten wie Biochemie, Life Sciences
  • Lehrtätigkeit z. B. an Gymnasien: "Lehrer/in für Maturitätsschulen (EDK)"

Kurse

Angebote der Hochschulen und von Fachverbänden

Berufsverhältnisse

Zoologen und Zoologinnen sind in der Forschung sowie im Tier- und Umweltschutz tätig. Sie arbeiten zum Beispiel an Universitäten und Forschungsanstalten, in Behörden und Ämtern, Jagd- und Fischereiinspektoraten, bei Verbänden, Beratungsbüros, Labors und in der Privatwirtschaft an. Möglich ist auch eine Tätigkeit als Lehrer/in bzw. Dozent/in. Eher rar, aber sehr begehrt, sind Stellen in zoologischen Gärten, Nationalparks und Museen sowie fachbezogene journalistische Tätigkeiten. Es gibt vor allem in der Forschung wenig Festanstellungen. Üblich ist daher nach dem Studium ein Doktorat zu absolvieren oder die Teilnahme an befristeten Projekten bzw. Post-Doc-Programmen, oft auch im Ausland. Ein Teil der Zoologen und Zoologinnen wechselt früher oder später in ein fachfremdes Arbeitsgebiet. Dank ihrer breiten Methodenkenntnisse und analytischen Fähigkeiten finden sie z. B. Anstellungen in der Informatik, im Marketing, Verkauf oder Management.

Weitere Informationen

Adressen

Swissuniversities
Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen
Effingerstr. 15
Postfach
3001 Bern
Tel.: 031 335 07 40
URL: http://www.swissuniversities.ch