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Umweltberater/in (BP)

Umweltberater/innen initiieren, fördern und entwickeln das ökologische Denken und Handeln von Einzelpersonen, Gruppen, Unternehmen und Institutionen.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Natur

Branchen

Umwelt und Ökologie

Swissdoc

0.170.12.0

Aktualisiert 25.09.2015

Tätigkeiten

Umweltberater/innen beschäftigen sich in ihrem angestammten Berufsfeld mit Fragen rund um den aktiven Umweltschutz. Sie entwickeln Projekte und Massnahmen, um nachhaltiges Produzieren, Wirtschaften und Konsumieren zu fördern. Entsprechend vielfältig sind ihre Einsatzmöglichkeiten: Umweltberater/innen arbeiten in der Kommunikation, beraten die öffentliche Verwaltung genauso wie Unternehmen der Privatwirtschaft, sie entwickeln Umweltbildungsprojekte, schreiben Artikel und koordinieren verschiedene Massnahmen.

Beratungs- und Kommunikationsaufgaben sind für die meisten Umweltberater/innen zentral. Sie informieren Konsumenten und Konsumentinnen über Recycling oder die Wassernutzung. Sie erklären die Auswirkungen verschiedener Produkte und Lebensstile auf die Umwelt. Unternehmen und Institutionen empfehlen sie Geräte mit geringem Energieverbrauch, umweltverträgliche Materialien und optimierte Produktionsmethoden. Dabei vermitteln sie ihr Fachwissen zielgruppengerecht. Sie führen Verhandlungen, moderieren Sitzungen, präsentieren Konzepte und halten Referate.

Mit sorgfältig geplanten PR-Kampagnen, Marketingaktionen und Medienarbeit engagieren sich Umweltberater/innen für umweltverträgliche Produkte und Dienstleistungen. Neben ihren umweltspezifischen Kenntnissen und ihrer Methodenkompetenz greifen sie dabei auf bisherige praktische Erfahrungen im spezifischen Fachbereich zurück.

Umweltberater/innen unterrichten und sensibilisieren Kinder, Jugendliche und Erwachsene. In Schulstunden, durch Animation oder im direkten Gespräch zeigen sie ihnen ökologische Konsequenzen unterschiedlichen Konsumverhaltens auf.

In der Umweltpolitik können Umweltberater/innen für Parteien, Verbände oder Nichtregierungsorganisationen Mandate im Umweltbereich führen, Kommissionsarbeit oder Lobbying übernehmen.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Reglement vom 28.11.2003

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in der Regel in Form eines Lehrgangs erworben. Reglement und Wegleitung sind bei der sanu erhältlich.

Bildungsangebote

sanu future learning ag, Biel

Dauer

53 Tage verteilt auf 14 Monate

Module

  • Nachhaltiges Ressourcenmanagement
  • Nachhaltige Entwicklung
  • Umweltpolitik, Umweltökonomie und Umweltrecht
  • Umweltmanagement und Sozialmanagement
  • Umweltkommunikation und Umweltsensibilisierung
  • Umweltberatung und Verhandlungsführung
  • Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
  • Projektmanagement im Umweltbereich
  • Realisierung von Umweltprojekten

Abschluss

"Umweltberater/in mit eidg. Fachausweis"

Voraussetzungen

Vorbildung

Bei Prüfungsantritt erforderlich:

  • Abschluss einer beruflichen Grundbildung (EFZ) oder eine gleichwertige Ausbildung
  • mind. 18 Monate Berufspraxis in einem umweltrelevanten Fachbereich
  • Modulabschlüsse bzw. Gleichwertigkeitsbestätigungen

Zur Erlangung des eidg. Fachausweises müssen Sie sich auf einen von 8 Fachbereichen spezialisieren. Die Fachbereiche finden sie im Internet: www.swissdoc.sdbb.ch.

Weiterbildung

Kurse und Seminare

Angebote von diversen Institutionen, z. B. sanu future learning ag, Vereinigung für Umweltrecht VUR, Praktischer Umweltschutz Schweiz PUSCH, Pro Natura, Silviva etc.

Höhere Fachprüfung (HFP)

Dipl. Baubiologe/-login / Bauökologe/-login

Fachhochschule (Bachelor)

Bei entsprechender schulischer Vorbildung Studiengänge in verwandten Bereichen; z. B. Bachelor of Science (FH) in Energie- und Umwelttechnik, Bachelor of Science (FH) in Umweltingenieurwesen (mit Vertiefung z. B. in Naturmanagement oder in nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien)

Nachdiplomstufe

Angebote an Höheren Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten/ETH in verwandten Fachbereichen, z. B. Master of Advanced Studies (MAS) in nachhaltigem Bauen, MAS Umwelttechnik und Umweltmanagement, Certificate of Advanced Studies (CAS) in naturbezogener Umweltbildung

Berufsverhältnisse

Umweltberater/innen setzen sich für nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz ein. Je nach Grundausbildung haben sie ganz unterschiedliche Arbeitsmöglichkeiten: Sie beraten beispielsweise Schulen, Spitäler oder Unternehmen. Als Projektleiter/innen setzen sie Ideen zum konkreten Umweltschutz an ihrem Arbeitsort um. In der öffentlichen Verwaltung sind sie als Umweltbeauftragte tätig. Sie arbeiten als Kommunikations- oder Marketingverantwortliche einer Umweltorganisation. Möglich ist auch eine journalistische Tätigkeit mit Umweltspezialisierung. Die Arbeitsmarktsituation variiert je nach Fachbereich. Gut ausgebildete, engagierte, kommunikative Berufsleute mit Überzeugungskraft und Durchhaltewillen sind auf dem Arbeitsmarkt gesucht.

Weitere Informationen

Adressen

sanu future learning ag
Dufourstr. 18
Postfach 3126
2500 Biel/Bienne
Tel.: 032 322 14 33
Fax: 032 322 13 20
URL: http://www.sanu.ch/Lehrgang
E-Mail:

Links

http://www.wwf.ch
http://www.sanu.ch