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Landmaschinen-Werkstattleiter/in (BP)

Landmaschinen-Werkstattleiter/innen sind in einer Werkstatt für Landtechnik für den fachtechnischen Bereich verantwortlich. Sie leiten ein Team, kümmern sich um die Ausbildung von Lernenden, betreuen die Kundschaft und führen Reparaturen durch.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Fahrzeuge

Branchen

Land- und Baumaschinen

Swissdoc

0.570.25.0

Aktualisiert 15.08.2016

Tätigkeiten

Landmaschinen-Werkstattleiter/innen sind Allrounder/innen in einer Werkstatt für Landtechnik. Sie sind für den fachtechnischen Bereich verantwortlich und kennen sich aus mit Land-, Hof- und Forstmaschinen. Sie diagnostizieren und beheben Störungen, Schäden und Mängel an Zugfahrzeugen, Bodenbearbeitungsgeräten, Sä- und Düngemaschinen, Erntemaschinen, Heugebläsen, Förderbändern, Krananlagen, Pumpen usw. Bei den Diagnosen und Reparaturen wählen sie die jeweils richtige Methode. Dafür lesen und interpretieren sie technische Zeichnungen und verstehen den Aufbau, die Funktion sowie die Einsatzmöglichkeiten von Landmaschinen.

Landmaschinen-Werkstattleiter/innen sorgen dafür, dass Reparatur- und Unterhaltsarbeiten rasch und effizient ausgeführt werden. Sie planen die Arbeiten, teilen diese ihren Mitarbeitenden zu und geben ihnen entsprechende Anweisungen. Je nach Situation führen sie Reparaturen und kleinere Arbeiten selbst aus. Mit ihren vertieften Kenntnissen in Mechanik, Elektrik, Elektronik, Hydraulik, Pneumatik sowie Motorentechnik sind sie in der Lage, komplizierte Arbeiten auszuführen.

In ihrer Funktion als Vorgesetzte führen Landmaschinen-Werkstattleiter/innen ein Team. Sie instruieren ihre Mitarbeitenden und betreuen die Lernenden, indem sie diese fördern und motivieren. Sie kennen die Vorschriften bezüglich Arbeitssicherheit und Umweltschutz und sind dafür besorgt, dass in der Werkstatt auf deren Einhaltung geachtet wird.

Die Kundenbetreuung gehört ebenfalls zur Verantwortlichkeit der Landmaschinen-Werkstattleiter/innen. Sie nehmen Aufträge entgegen, berechnen Arbeitskosten und beraten die Kundschaft. Sie stellen ihnen neue Produkte vor und besprechen individuelle Wünsche. Vorschläge für Spezialanbauten illustrieren sie mit einer Skizze oder einer technischen Zeichnung. Werkstattleiter/innen liefern ausserdem die Landmaschinen aus und weisen die Käufer/innen in deren Gebrauch an.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. genehmigtes Reglement vom 20.2.1995

Hinweis: Eine neue Prüfungsordnung ist geplant.

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in der Regel in Form eines Kurses erworben. Das Reglement und die Wegleitung sind bei AM Suisse erhältlich.

Bildungsangebote

AM Suisse bietet in Zusammenarbeit mit den Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Langenthal und Winterthur einen Vorbereitungskurs an.

Dauer

2 Jahre, berufsbegleitend

Geprüfte Fächer

Werkstoffbearbeitung, Facharbeiten, Fachkenntnisse (Zeichnen, Skizzieren, Schemakunde; Werkstoffe, Werkstoffbearbeitung, Betriebsmittel; Fachtechnik), Werkstattleitung (Kundendienst, Personal- und Werkstattführung)

Abschluss

"Landmaschinen-Werkstattleiter/in mit eidg. Fachausweis"

Voraussetzungen

Vorbildung

Bei Prüfungsantritt erforderlich:

  • abgeschlossene berufliche Grundbildung als Landmaschinen-, Baumaschinen- oder Motorgerätemechaniker/in EFZ oder gleichwertiger Abschluss
  • mind. 3 Jahre Berufspraxis als Landmaschinenmechaniker/in EFZ seit Abschluss der Grundbildung
  • Berufsbildner/innen-Kurs
Anforderungen
  • Fähigkeit, Mitarbeitende zu führen und im Team zu arbeiten
  • Freude am Einarbeiten und Motivieren von Lernenden

Weiterbildung

Kurse

Angebote von Berufsfachschulen sowie der Verbände AM Suisse und SLV

Höhere Fachprüfung (HFP)

Dipl. Landmaschinen­mechanikermeister/in

Höhere Fachschule

z. B. dipl. Techniker/in HF Maschinenbau, dipl. Techniker/in HF Metallbau, dipl. Techniker/in HF Elektrotechnik

Fachhochschule

Studiengänge in verwandten Fachgebieten, z. B. Bachelor of Science (FH) in Automobiltechnik, in Maschinentechnik oder in Elektrotechnik

Berufsverhältnisse

Neben der Führung einer Werkstatt für Landmaschinen kommt für Landmaschinen-Werkstattleiter/innen auch eine Tätigkeit bei branchenverwandten Betrieben in Frage. Dank ihrer breiten Ausbildung sind sie im technischen Bereich vielseitig einsetzbar. Sie haben auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen. Der Arbeitsanfall ist saisonbedingt. Im Sommer und Herbst herrscht Hoch­betrieb, während in den ruhigeren Wintermonaten Zeit bleibt für umfassende Wartungs­arbeiten.

Weitere Informationen

Adressen

AM Suisse
Bildungszentrum Aarberg
Chräjeninsel 2
3270 Aarberg
Tel.: 032 391 99 44
URL: http://www.amsuisse.ch
URL: http://www.go4mechanic.ch
E-Mail:

Schweiz. Landmaschinen-Verband SLV
Museumstr. 10
Postfach 106
3000 Bern 6
Tel.: 031 368 08 60
Fax: 031 368 08 61
URL: http://www.slv-asma.ch
E-Mail: