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Baumaschinen-Werkstattleiter/in (BP)

Baumaschinen-Werkstattleiter/innen sind in einer Werkstatt für Baumaschinen für den fachtechnischen Bereich zuständig. Sie leiten ein kleines Team, kümmern sich um die Ausbildung von Lernenden, betreuen die Kundschaft und führen selbst Reparaturen durch.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Fahrzeuge

Branchen

Land- und Baumaschinen

Swissdoc

0.570.9.0

Aktualisiert 27.03.2014

Tätigkeiten

Baumaschinen-Werkstattleiter/innen sind Allrounder/innen in einer Werkstatt für Baumaschinen. Sie sind zuständig für den fachtechnischen Bereich und kennen sich aus mit Fahrzeugen und Maschinen, die im Hoch- und Tiefbau eingesetzt werden. Sie diagnostizieren und beheben Störungen, Schäden und Mängel an Baggern, Pneuladern, Bulldozern, Staplern, Walzen, Kompressoren, Kränen, Abbauhämmern und anderen Baumaschinen. Bei Diagnosen und Reparaturen wählen sie die jeweils richtige Methode. Sie verstehen den Aufbau, die Arbeitsweise, die Funktion und die Einsatzmöglichkeiten von Baumaschinen und sind in der Lage, technische Zeichnungen zu lesen und zu interpretieren.

Baumaschinen-Werkstattleiter/innen sorgen dafür, dass Reparatur- und Unterhaltsarbeiten rasch und effizient ausgeführt werden. Sie planen die Arbeiten, teilen diese ihren Mitarbeitenden zu und geben ihnen entsprechende Anweisungen. Je nach Situation führen sie Reparaturen und kleinere Arbeiten selbst aus. Sie verfügen über vertiefte Kenntnisse auf den Gebieten Mechanik, Elektrik, Elektronik, Hydraulik, Pneumatik sowie Motorentechnik.

In ihrer Funktion als Vorgesetzte übernehmen sie Führungsaufgaben: Sie leiten ein kleines Team, instruieren Mitarbeitende und Lernende sowie fördern und motivieren sie. Sie kennen die Vorschriften bezüglich Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz und sorgen dafür, dass diese in der Werkstatt eingehalten werden.

Der Kundendienst gehört ebenfalls zum Zuständigkeitsbereich der Baumaschinen-Werkstattleiter/innen. Sie nehmen Aufträge entgegen, berechnen Arbeitskosten und beraten die Kundschaft. Sie stellen Kunden und Kundinnen neue Produkte vor und besprechen mit ihnen individuelle Lösungen. Vorschläge für Spezialanbauten illustrieren sie mit Skizzen und technischen Zeichnungen.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. genehmigtes Reglement vom 20.2.1995

Hinweis: Eine neue Prüfungsordnung ist in Arbeit.

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in der Regel in Form eines Kurses erworben. Das Reglement und die Wegleitung sind bei der Schweiz. Metall-Union SMU erhältlich.

Bildungsangebote

Die SMU bietet in Zusammenarbeit mit den Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Langenthal und Winterthur einen Vorbereitungskurs an.

Dauer

4 Semester, berufsbegleitend

Geprüfte Fächer

Werkstoffbearbeitung, Facharbeiten, Fachkenntnisse (Zeichnen, Skizzieren, Schemakunde; Werkstoffe, Werkstoffbearbeitung, Betriebsmittel; Fachtechnik), Werkstattleitung (Kundendienst; Personal- und Werkstattführung)

Abschluss

"Baumaschinen-Werkstattleiter/in mit eidg. Fachausweis"

Voraussetzungen

Vorbildung
Bei Prüfungsantritt erforderlich:
  • abgeschlossene berufliche Grundbildung als Landmaschinen-, Baumaschinen
  • oder Motorgerätemechaniker/in EFZ oder gleichwertiger Abschluss und
  • mind. 3 Jahre Berufspraxis als Baumaschinenmechaniker/in EFZ seit Abschluss der Grundbildung und
  • Berufsbildner/innen-Kurs (Lehrmeister/innen-Kurs)

Weiterbildung

Kurse

Angebote von Berufsfachschulen sowie der Verbände SMU und VSBM

Höhere Fachprüfung (HFP)

Dipl. Baumaschinenmechanikermeister/in

Höhere Fachschule

z. B. dipl. Techniker/in HF Maschinenbau, dipl. Techniker/in HF Metallbau, dipl. Techniker/in HF Elektrotechnik

Fachhochschule

Studiengänge in verwandten Fachgebieten, z. B. Bachelor of Science (FH) in Automobiltechnik, in Maschinentechnik oder in Elektrotechnik

Berufsverhältnisse

Neben der Leitung einer Werkstatt für Baumaschinen kommt für Baumaschinen-Werkstattleiter/innen auch eine Tätigkeit in verwandten Branchen in Frage. In Industrie- und Bauunternehmen sind sie für den Unterhalt von Maschinen zuständig. Dank ihrer breiten Ausbildung sind sie im technischen Bereich vielseitig einsetzbar. Sie haben auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen. Bei dringlichen und saisonal bedingten Bauvorhaben müssen sie mit Spitzenzeiten bzw. Überstunden rechnen. Für Reparaturarbeiten gehen sie auch mal direkt auf Baustellen.

Weitere Informationen

Adressen

AM Suisse
Bildungszentrum Aarberg
Chräjeninsel 2
3270 Aarberg
Tel.: 032 391 99 44
URL: http://www.amsuisse.ch
URL: http://www.go4mechanic.ch
E-Mail:

Verband der Schweizerischen Baumaschinenwirtschaft VSBM
Sekretariat
Güterstr. 78
Postfach 656
4010 Basel
Tel.: 061 228 90 30
Fax: 061 228 90 39
URL: http://www.vsbm.ch
E-Mail: