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Orthopädist/in EFZ

Orthopädisten und Orthopädistinnen EFZ erstellen Hilfsmittel für Menschen mit eingeschränkter Geh-, Steh- oder Sitzfähigkeit. Sie fertigen Prothesen, Orthesen und Rehabilitationsmittel an und informieren über deren Einsatz.

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Kategorien
Bildungstypen

Grundbildung (Lehre)

Berufsfelder

Gesundheit

Branchen

Medizintechnik

Swissdoc

0.723.20.0

Aktualisiert 05.06.2015

Bilder (8)

Austausch mit Fachpersonal und Klientel
Austausch mit Fachpersonal und Klientel

Austausch mit Fachpersonal und Klientel

Bevor es ans Werk geht, klären die Orthopädistinnen und Orthopädisten zuerst einmal mit Fachpersonal und Kundschaft die Bedürfnisse ab.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Austausch mit Fachpersonal und Klientel
Planen der Hilfsmittel mittels Modell

Planen der Hilfsmittel mittels Modell

Als Nächstes wird ein Plan für die kommenden Arbeiten gemacht. Dazu werden Messdaten erhoben und ein Modell hergestellt.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Planen der Hilfsmittel mittels Modell
Vorbereiten der Materialien und Teile

Vorbereiten der Materialien und Teile

Die Berufsleute bereiten Material und Werkstücke teilweise selber vor: Dazu fräsen sie zum Beispiel Kunststoffplatten zurecht.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Vorbereiten der Materialien und Teile
Zusammenfügen einer Prothese

Zusammenfügen einer Prothese

Nun beginnt das Zusammensetzen der Prothese: Diverse Metall- und Kunststoffteile werden zusammenmontiert und/oder geklebt.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Zusammenfügen einer Prothese
Herstellen einer Orthese

Herstellen einer Orthese

Für Orthesen werden neben Fräs- und Nähmaschinen auch Roboter eingesetzt. Diese produzieren zudem bereits 3-D-Körperteilmodelle.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Herstellen einer Orthese
Anpassen und Erklären des Hilfsmittels

Anpassen und Erklären des Hilfsmittels

Bei der Anprobe erklären die Berufsleute ihrer Kundschaft, wie mit dem neuen Hilfsmittel umgegangen werden muss.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Anpassen und Erklären des Hilfsmittels
Reparieren und Justieren

Reparieren und Justieren

Hilfsmittel müssen gewartet und repariert werden. Bei Rollstühlen ist der Sitz der Sicherheitsschrauben besonders wichtig.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Reparieren und Justieren
Dokumentieren der Produktionsabläufe

Dokumentieren der Produktionsabläufe

Manchmal werden Hilfsmittel ersetzt oder reproduziert. Dazu dokumentieren Orthopädisten und Orthopädistinnen Messdaten und Abläufe.

Copyright SDBB | CSFO, Maurice Grünig

Dokumentieren der Produktionsabläufe

Tätigkeiten

Durch Krankheit, Unfall oder angeborene Beeinträchtigung können Menschen in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sein. Mit ihrer Arbeit unterstützen Orthopädisten EFZ diese Personen darin, ihre Mobilität zu verbessern. Sie stellen Prothesen, Orthesen und Rehabilitationsmittel her und passen sie bei Bedarf an. Prothesen ersetzen ein fehlendes oder in seiner Funktion reduziertes Glied. Orthesen sind Schienen, Korsetts und Fusseinlagen, die stützend und haltungskorrigierend wirken. Ein Rehabilitationsmittel dient der Sitz- und Rückenunterstützung in einem Rollstuhl oder auch der Liegeunterstützung für die Nacht.

Gemeinsam mit der Ärztin, dem Physiotherapeuten, den Kostenträgern und der Klientin klären Orthopädistinnen EFZ ab, welches Hilfsmittel geeignet ist. Jede Prothese, Orthese oder jedes Rehabilitationsmittel wird individuell geplant, angefertigt und dokumen­tiert. Oftmals muss die Vorrichtung, zum Beispiel während der Rehabilitationsphase, mehrmals angepasst und wieder abgeändert werden, bis sie optimal sitzt. Orthopädistinnen EFZ sind auch für die Reparaturen der orthopädischen Hilfsmittel zuständig.

Mit Einfühlungsvermögen und Kenntnissen in Anatomie und Pathologie beraten Orthopädisten EFZ die Kunden: Sie zeigen Möglichkeiten auf, wie ihnen orthopädische Hilfsmittel den Alltag erleichtern können. Durch ihre Präzisionsarbeit ermöglichen sie den Klienten ein angenehmes und selbstbewusstes Tragen der Prothese oder Orthese und steigern so die Lebensqualität der Betroffenen. Zudem lassen neue technologische Entwicklungen die Sitz-, Geh- und Stehhilfen immer ästhetischer und natürlicher aussehen.

Orthopädistinnen EFZ verrichten Millimeter genaue handwerkliche Feinarbeit. Zur Herstellung der Bewegungshilfen verwenden sie verschiedene Metalle, Holz, Kunststoffe, Gips, Leder und Polstermaterialien. Entsprechend der Vielfalt der Materialien und Arbeitsprozesse setzen die Berufsleute verschiedene Werkzeuge und Maschinen ein. Orthopädistinnen EFZ halten sich an die Vorschriften zur Hygiene und Arbeitssicherheit sowie zum Gesundheits- und Umweltschutz.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Verordnung vom 12.6.2008

Dauer

4 Jahre

Bildung in beruflicher Praxis

In einer orthopädischen Werkstatt

Schulische Bildung

1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule in Zürich oder Lausanne

Berufsbezogene Fächer

  • Orthetik
  • Prothetik
  • Ortho-Reha/Rehabilitationsmittel
  • Arbeitsprozesse, Qualitätssicherung
  • Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz
  • naturwissenschaftliche Grundlagen

Überbetriebliche Kurse

Zu verschiedenen Themen

Berufsmaturität

Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.

Abschluss

Eidg. Fähigkeitszeugnis "Orthopädist/in EFZ"

Voraussetzungen

Vorbildung

  • abgeschlossene Volksschule
  • gute Leistungen in Rechnen, Physik, Zeichnen und technischem Zeichnen sowie im Werken

Anforderungen

  • Interesse an medizinischen Fragen
  • Freude an der Arbeit mit verschiedenen Materialien
  • technisches Verständnis
  • handwerkliches Geschick
  • Sinn für Formen
  • genaue und sorgfältige Arbeitsweise
  • Einfühlungsvermögen
  • Kommunikationsfähigkeit und Kontaktfreude
  • Dienstleistungsbewusstsein
  • Selbstständigkeit
  • Belastbarkeit
  • Organisationstalent
  • Geduld und Ausdauer

Weiterbildung

Kurse

Angebote des Berufsverbandes SVOT sowie Angebote in Unternehmensführung der AKAD und des Schweiz. Instituts für Unternehmerschulung SIU

Ausland

Angebote der Bundesfachschule für Orthopädie-Technik OT-BUFA in Dortmund (D)

Berufsprüfung (BP)

Fachmann/-frau für Reha­technik mit eidg. Fachausweis

Höhere Fachprüfung (HFP)

Dipl. Orthopädist/in

Berufsverhältnisse

Orthopädistinnen und Orthopädisten EFZ arbeiten in orthopädischen Ateliers von Kliniken und Rehabilitationszentren.

Das Lehrstellenangebot ist eher klein. Zurzeit bilden in der Schweiz nur wenige Betriebe Lernende aus. Der Beruf setzt deshalb eine gewisse Flexibilität in Bezug auf den Arbeitsort voraus.

Gut ausgebildete Berufsleute sind im In- und Ausland gesucht. Im Auftrag von international tätigen Hilfsorganisationen können sie zum Beispiel auch Ausland­einsätze in Kriegs- und Krisengebieten leisten.

Mit entsprechender Weiterbildung ist eine leitende Position in einem orthopädischen Atelier, eine Tätigkeit als Filialleiter/in eines Verkaufsgeschäftes für orthopädische Hilfsmittel oder als selbstständig Erwerbende/r möglich.

Bemerkungen

Nach dem neuen Reglement, das seit 2008 in Kraft ist, gibt es keine Fachrichtungen (Prothetik oder Orthetik) mehr.

Weitere Informationen

Adressen

SVOT Schweizer Verband der Orthopädie-Techniker
Moosstr. 2
3073 Gümligen
Tel.: 031 952 78 81
Fax: 031 952 76 83
URL: http://www.svot.ch
E-Mail: