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Reitpädagoge/-pädagogin

Reitpädagogen und Reitpädagoginnen führen mit körperlich, psychisch, geistig und mehrfach beeinträchtigten oder mit verhaltensauffälligen Menschen pferdegestützte Förderstunden durch. Sie erstellen individuelle Therapiepläne und leiten die Stunden.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Bildung, Soziales

Branchen

Erwachsenenbildung / Kurswesen - Therapie

Swissdoc

0.731.29.0

Aktualisiert 12.09.2014

Tätigkeiten

Reitpädagogen führen in Privatställen und teilweise in Heimen, Sonderschulen und Kliniken heilpädagogische Förderstunden mit Pferden durch. Sie unterstützen damit Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Verhaltensauffälligkeiten, emotionalen Blockaden, Kommunikations- und Beziehungsproblemen, Suchtverhalten, psychischen und psychosomatischen Erkrankungen, körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen sowie Bewegungs- und Wahrnehmungsstörungen.

Beim heilpädagogischen Reiten steht nicht die reiterliche Ausbildung, sondern die individuelle Förderung im Vordergrund. Die Klienten werden durch das Reiten sowie den Umgang mit dem Pferd ganzheitlich angesprochen, in ihrem Selbstvertrauen gestärkt und in ihrer körperlichen, emotionalen, geistigen sowie sozialen Entfaltung unterstützt.

Zu Beginn einer pferdegestützten Therapie erfassen Reitpädagoginnen den Förderbedarf der von ihnen betreuten Personen. Aufgrund ihrer Beobachtungen und von Gesprächen mit Fachleuten und den Betroffenen bzw. deren Eltern erarbeiten sie einen individuellen Therapieplan, den sie dokumentieren und immer wieder den Fortschritten anpassen.

Die Therapie erfolgt in Form von Einzel- oder Gruppenstunden. Mit reiterlichen und gymnastischen Übungen sowie Geschicklichkeitsspielen schulen Reitpädagogen Wahrnehmung, Körperbewusstsein und motorische Koordination. Sie lassen die Reitenden zum Beispiel Balanceübungen machen oder auf dem Pferderücken hingestreckt den Bewegungsrhythmus nachspüren. Für gewisse Übungen verwenden sie Hilfsmittel wie Bälle. Meistens führen Reitpädagogen das Therapiepferd, oftmals gehen sie dazu ins Gelände.

Von zentraler Bedeutung bei der pferdegestützten Therapie ist die Beziehung zwischen Pferd und Mensch. Reitpädagoginnen helfen ihren Klientinnen, ein vertrauensvolles Verhältnis zum Pferd aufzubauen. Sie lassen diese an der Pflege, Fütterung, Stallarbeit und in der Bodenarbeit teilnehmen - Bereiche, für die die Berufsleute neben der reitpädagogischen Arbeit auch verantwortlich sind. Durch den intensiven Umgang mit dem Pferd können emotionale, soziale und mentale Probleme positiv beeinflusst werden.

Ausbildung

Grundlage

Es gibt keine eidg. reglementierte Ausbildung. Es gelten die Richtlinien der Ausbildungsanbieter.

Ausbildungsmöglichkeiten

  • SG-TR Schweizer Gruppe Therapeutisches Reiten
  • PT-CH Pferdegestützte Therapie Schweiz in Kooperation mit FH für Gesundheit in Fribourg HEdS FR, auf Niveau DAS (Diploma of Advanced Studies)

Dauer

  • SG-TR: 1-2 Jahre berufsbegl.
  • PT-CH: 3½ Jahre berufsbegl.

Ausbildungskonzept/-inhalte

Die Zusatzausbildungen gliedern sich in einzelne Phasen.

  • SG-TR:
Zu Beginn wird im Selbststudium gelernt. Dem Lehrgang I zu reitpädagogischen Themen folgt ein begleitetes Praktikum. Nach dem Lehrgang II zu heilpädagogischen Themen schliesst die Ausbildung mit einer Diplomarbeit ab.
  • PT-CH:
Die Theorie- und Praxisausbildung gliedert sich in 5 Module. Sie beginnt mit pferdespezifischen Kursen und einem Hospitationspraktikum. Dann werden behinderungsspezifische Kenntnisse erarbeitet. Schliesslich vertieft und festigt die Diplomarbeit Theorie sowie Praxis.

Abschluss

"Reitpädagoge/-pädagogin SG-TR" bzw. "DAS HES-SO in pferdegestützter Therapie"

Voraussetzungen

Vorbildung
SG-TR:
  • Abschluss eines Grundberufes in den Bereichen Pädagogik, Soziales oder Gesundheit
  • mind. 1 Jahr Berufserfahrung
  • reiterliche Qualifikation (Reiterbrevet II SVPS oder gleichwertige Qualifikation)
  • mehrjährige Erfahrung im Umgang mit Pferden PT-CH:
  • Mindestalter 25 Jahre
  • abgeschlossene Grundausbildung auf Niveau Fachhochschule oder höhere Fachschule in den Bereichen Pädagogik, Sozialpädagogik oder Gesundheit
  • mind. 2 Jahre Berufspraxis
  • reiterliche Qualifikation (Reiterbrevet II SVPS oder gleichwertige Qualifikation)
  • mehrjährige Erfahrung im Umgang mit Pferden
  • Besuch einer Infoveranstaltung
  • Aufnahmeprüfung mit persönlichem Gespräch Über Details informieren die beiden Ausbildungsanbieter.

Weiterbildung

Kurse

Angebote von SG-TR und PT-CH v. a. zu reitpädagogischen Themen sowie von Verbänden, höheren Fachschulen, Fachhochschulen oder Universitäten zu heilpädagogischen, psychologischen, therapeutischen, pferdespezifischen u. ä. Fachbereichen

Spezialisierung

Zusatzdiplom SG-TR als Voltigierpädagoge/-pädagogin

Berufsverhältnisse

Reitpädagoginnen und Reitpädagogen erteilen pferdegestützte Therapiestunden im eigenen Reitstall, in Privatbetrieben oder vereinzelt in Heimen, Sonderschulen und psychiatrischen Kliniken. Aus organisatorischen und finanziellen Gründen üben sie ihre Tätigkeit vorwiegend teilzeitlich aus. Viele arbeiten daneben z. B. als Reitlehrer/in auf einem Reiterhof oder üben ihren angestammten pädagogischen oder therapeutischen Beruf weiterhin aus. Die Berufsleute sind meistens selbstständig erwerbend, es gibt kaum Festanstellungen. Viele stellen ihre eigenen Pferde für die Therapie zur Verfügung.

Weitere Informationen

Adressen

SG-TR Schweizer Gruppe Therapeutisches Reiten
Collegium für Ausbildung
Postfach 240
4118 Rodersdorf
Tel.: 061 731 32 83
Fax: 061 731 32 07
URL: http://www.sgtr.ch
URL: http://www.dkthr.de

PT-CH Pferdegestützte Therapie Schweiz
3000 Bern
Tel.: 055 240 11 09
URL: http://www.pt-ch.ch