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Sprengfachmann/-frau (BP)

Sprengfachleute leiten Sprengarbeiten in Hoch- und Tiefbau, Untertagebau und Steinbrüchen. Ihre Aufgabe umfasst die Planung und Durchführung der Sprengung sowie das Überwachen aller Sicherheitsmassnahmen.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Bau

Branchen

Hoch- und Tiefbau

Swissdoc

0.430.22.0

Aktualisiert 12.10.2012

Tätigkeiten

Sprengungen dienen verschiedenen zivilen Zwecken. Im Hoch- und Tiefbau werden Abtragsprengungen und Grabensprengungen sowie Bauwerkssprengungen ausgeführt. Im Untertagebau sprengen die Fachleute Stollen, Tunnels, Kavernen und Schächte. In Steinbrüchen tätigen sie Sprengungen zur Materialgewinnung. Sie führen auch Sicherungssprengungen von instabilen Felspartien und Sprengungen unter Wasser aus oder befreien beispielsweise Hochöfen von Schlacke.

Jede Sprengung erfordert eine sorgfältige Arbeitsvorbereitung. Dazu gehören die Begehung der Sprengstelle und deren Umgebung, die Erarbeitung von Sprengplänen mit Sprengmittel- und Materialbedarf, die Planung des Personaleinsatzes, Maschineneinsatzes und Sprengstofftransports sowie die Erarbeitung eines Sicherheitsdispositivs für die Durchführung der Sprengung.

Auf der Sprengstelle leiten die Sprengfachleute die Bohrarbeiten und überwachen das Laden der Bohrlöcher mit Sprengstoff und Zündern. Sie führen während der Sprengung bei Bedarf Erschütterungsmessungen durch und organisieren nach der Sprengung den Abtransport des gesprengten Materials.

Sprengungen erfordern strengste Einhaltung der Sicherheitsvorschriften. Sprengfachleute sind dafür verantwortlich, dass das Sprenggelände ausreichend abgesichert ist und weder Personen noch Objekte zu Schaden kommen. Ihnen obliegen die Leitung der Sprengung sowie die Instruktion und Überwachung des dafür benötigten Personals. Sie wissen auch Bescheid über die gesetzlichen Bestimmungen rund um die Handhabung von Sprengmitteln.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. genehmigtes Reglement vom 28.7.1989

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in der Regel in Form von Kursen erworben. Reglement und Wegleitung sind beim Sprengverband Schweiz SVS erhältlich.

Bildungsangebote

Der SVS bietet Vorbereitungskurse an.

Dauer

1 Jahr, berufsbegleitend (total mind. 107 Lektionen)

Geprüfte Fächer

  • Fachkunde I: allg. Sprengtechnik, Grossbohrlochsprengungen, Sprengen unter Wasser und Metall, Sprengen von Bauwerken u.a.
  • Fachkunde Il: Sicherheitsvorschriften u. Sprengmitteltransporte, Geologie, Erschütterungen u. Immissionen, Bohrgeräte u. -technik, Arbeitsvorbereitung, Rapportwesen
  • Praktische Arbeiten: Messinstrumente, Terrainprofile, Abstecken von Sprengstellen u.a.
  • Vorschriften und Normen: Baugesetzliche Bestimmungen, Umweltschutzbestimmungen, Erstellen von Schaden- u. Unfallrapporten, Hygienemassnahmen, SIA- und VSS-Normen, Führung von Mitarbeitenden

Abschluss

"Sprengfachmann/-frau mit eidg. Fachausweis"

Voraussetzungen

Vorbildung
Bei Prüfungsantritt erforderlich:
  • Sprengausweis C mit Eintrag der abgelegten Zusatzprüfungen für: Bauwerksprengungen, Grossbohrlochsprengungen, Unterwassersprengungen, Metallsprengungen, Vernichten von unbrauchbar gewordenen Sprengmitteln
  • Berufspraxis im Sprenggewerbe: 3 Jahre für Bewerber/innen mit Abschluss einer beruflichen Grundbildung im Baugewerbe oder in der Forstwirtschaft oder 5 Jahre für Bewerber/innen mit anderer beruflicher Grundbildung oder ohne Abschluss einer beruflichen Grundbildung
Anforderungen
  • ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein
  • exakte Arbeitsweise
  • bautechnische Kenntnisse

Weiterbildung

Kurse

Angebote des Sprengverbandes Schweiz SVS und des Schweiz. Baumeisterverbands

Höhere Fachprüfung (HFP)

z. B. Baumeister/in

Höhere Fachschule

Bildungsgänge im Fachbereich Bau, z. B. Dipl. Techniker/in HF Bauführung

Fachhochschule

Studiengänge im Fachbereich Bau, z. B. Bachelor of Science (FH) in Bauingenieurwesen

Berufsverhältnisse

Sprengfachleute arbeiten in Sprengunternehmen, Hoch- und Tiefbauunternehmen, Steinbruchbetrieben u.ä. Sie gehören in der Regel zum mittleren Kader. Sprengfachleute üben nebst der Sprengtätigkeit meist noch andere Tätigkeiten aus. Es kommt eher selten vor, dass sie ausschliesslich mit Sprengungen zu tun haben. Die Berufsprüfung ist nicht Voraussetzung, Sprengarbeiten gemäss Sprengstoffgesetzgebung durchführen zu dürfen. Sie baut vielmehr auf die dort geregelten Sprengberechtigungen auf und ermöglicht eine umfassende Weiterbildung auf dem Gebiet der Sprengtechnik.

Weitere Informationen

Adressen

Sprengverband Schweiz SVS
Bühlgässli 18
3700 Spiez
URL: http://www.sprengverband.ch
E-Mail: