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Archäologische/r Grabungstechniker/in (BP)

Archäologische Grabungstechniker/innen führen Ausgrabungen und Bauanalysen unter wissenschaftlicher Leitung durch. Sie bereiten die Grabungen vor, leiten die Grabungsequipe, bergen Funde und sind verantwortlich für die Dokumentation.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Kultur - Planung, Konstruktion

Branchen

Kulturerhaltung - Hoch- und Tiefbau

Swissdoc

0.827.3.0

Aktualisiert 14.11.2016

Tätigkeiten

Archäologische Grabungstechniker/innen übernehmen die technische Leitung von archäologischen Grabungen. Sie beteiligen sich beispielsweise an der Untersuchung von prähistorischen Siedlungen, mittelalterlichen Klöstern, Schlossanlagen, Brücken etc. Zusammen mit der wissenschaftlichen Leitung bereiten sie die Grabungen vor, wobei ihnen Fotografien, Pläne und Karten, Berichte früherer Untersuchungen und historische Angaben als Grundlage dienen.

Für die Feldarbeit stellen archäologische Grabungstechniker/innen das Grabungsteam und die Ausrüstung zusammen, bestimmen die anzuwendenden Methoden und sprechen sich mit Grundstückseigentümerinnen sowie Behörden ab. Vor Ort richten sie die Grabungsstelle logistisch ein, das heisst sie sorgen für Unterkünfte, sanitäre Einrichtungen, Deponien sowie Abschrankungen, erstellen ein Vermessungssystem und sichern das Gelände.

Während der Grabungen leiten archäologische Grabungstechniker/innen die Grabungsequipe und unterstützen sie beim Graben und Bergen der Funde. Dabei ergreifen sie geeignete Massnahmen gegen Korrosion, Fäulnis, Schimmel oder Austrocknen. Sie bergen Funde auch unter schwierigen Bedingungen fachkundig und entnehmen Grabungsproben für wissenschaftliche Untersuchungen.

Besonders wichtig ist die exakte und lückenlose Dokumentation aller Veränderungen. Diese erfolgt in der Regel computerunterstützt. Archäologische Grabungstechniker/innen führen das Grabungstagebuch und halten mit Fotografien, auf Filmen und mit massstabgetreuen Zeichnungen alle Funde und Fundorte fest. Wenn alle Daten erfasst sind, leiten sie die Fundstücke an Magazine oder zur Restaurierung weiter. Nach Abschluss der Arbeiten lösen sie die Grabung auf und leiten bei Bedarf eine Rekultivierung des Geländes ein. Ausserdem beteiligen sie sich an der Inventarisierung der Funde und am Grabungsbericht.

Archäologische Grabungstechniker/innen führen auch bauanalytische Untersuchungen an älteren Bauten durch. Mit verschiedenen Methoden untersuchen sie Verputzschichten, Mauern und Holzkonstruktionen und legen ältere Bauschichten frei. Dabei arbeiten sie eng mit der Denkmalpflege zusammen.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. genehmigte Prüfungsordnung vom 15.11.2010 mit Änderung vom 18.9.2013

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in der Regel in Form von Kursen erworben. Prüfungsordnung und Wegleitung sind bei der Vereinigung des Archäologisch-Technischen Grabungspersonals der Schweiz VATG erhältlich.

Bildungsangebote

Der VATG bietet alle erforderlichen Prüfungsvorbereitungskurse an.

Dauer

ca. 16-20 Kurstage, verteilt auf 3 Jahre; hinzu kommt ein umfangreiches Selbststudium

Geprüfte Fächer

Archäologische Fachkenntnisse, Nachbarwissenschaften, Fundbergung und -lagerung, Vermessung, Fotografie, Zeichnen, Befundanalyse, Befundinterpretation, Befundansprache, Berichterstattung, Beschreibende Dokumentation, Organisation und Kalkulation, gesetzliche Vorschriften, Sicherheitsbestimmungen, Erste Hilfe und EDV

Abschluss

"Archäologische/r Grabungstechniker/in mit eidg. Fachausweis"

Voraussetzungen

Vorbildung
Bei Prüfungsantritt erforderlich:
  • abgeschlossene mind. 3-jährige berufliche Grundbildung oder Maturität oder gleichwertige Ausbildung und
  • 4 Jahre vollzeitliche Berufspraxis als Mitarbeiter/in bei archäologischen Untersuchungen oder
  • abgeschlossene 2-jährige berufliche Grundbildung oder gleichwertige Ausbildung und
  • 6 Jahre vollzeitliche Berufspraxis als Mitarbeiter/in bei archäologischen Untersuchungen und
  • schriftlicher Nachweis, dass die praktische Prüfung bei einem archäologischen Betrieb durchgeführt werden kann

Weiterbildung

Kurse

Angebote des VATG sowie von archäologischen Institutionen und Hochschulinstituten

Fachhochschule

Studiengänge in verwandten Fachbereichen, z. B. Bachelor/Master of Arts (FH) in Konservierung-Restaurierung

Universität

(mit entsprechender Vorbildung) Studium in Archäologie / Altertumswissenschaft

Berufsverhältnisse

Es gibt nur sehr wenige feste Stellen bei kantonalen Ämtern wie der Denkmalpflege und der Kantonsarchäologie. Bei grösseren archäologischen Untersuchungen arbeiten archäologische Grabungstechniker/innen oft als Freiberufliche mit. Vereinzelt bieten auch Museen oder private Archäologie- und Bauanalysebüros Arbeitsmöglichkeiten. Archäologische Grabungstechniker/innen arbeiten oft im Freien. Bei der Bauanalyse sind sie teilweise Staub und Baulärm ausgesetzt.

Weitere Informationen

Adressen

Vereinigung des Archäologisch-technischen Grabungspersonals der Schweiz VATG/ASTFA
Christof Blaser (Präsident)
Archäologischer Dienst des Kantons Bern
Brünnenstr. 66
3018 Bern
Tel.: 031 633 98 24
URL: http://www.vatg.ch
E-Mail: