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Fahrlehrer/in (BP)

Fahrlehrer/innen vermitteln Fahrschülern und Fahrschülerinnen verschiedener Altersgruppen das nötige Wissen und Können, damit diese ein Auto im Strassenverkehr korrekt lenken und die Führerprüfung absolvieren können.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Verkehr, Logistik

Branchen

Strasse - Auto - Erwachsenenbildung / Kurswesen - Zweirad

Swissdoc

0.631.7.0

Aktualisiert 14.11.2016

Tätigkeiten

In der theoretischen Fahrschule lehren Fahrlehrerinnen die Schülerinnen, wie sie sich im Strassenverkehr richtig verhalten. Dabei ist es wichtig, dass sie die Lektionen sorgfältig und abwechslungsreich gestalten und den Lernenden eine hochwertige Ausbildung bieten. Sie unterrichten die Schülerinnen in den Regeln des Strassenverkehrs, informieren sie über die Folgen von verkehrswidrigem Handeln sowie über die Gefahren durch Alkohol, Drogen und Medikamente, schulen sie in Beobachtungs- und Orientierungstechniken sowie lebensrettenden Sofortmassnahmen und dem richtigen Verhalten bei Unfällen. Ausserdem vermitteln sie Wissen über Automobiltechnik, Physik, Unfallanalytik und Strassenverkehrsrecht.

Im Fahrunterricht auf der Strasse zeigen Fahrlehrer den Schülern, wie sie das Fahrzeug bedienen und lenken müssen und ihre Fahrweise den Verkehrsströmen anpassen können. In der Regel werden diese Grundfertigkeiten zuerst auf verkehrsarmen Nebenstrassen erlangt, worauf während den nachfolgenden Fahrstunden der Schwierigkeitsgrad kontinuierlich gesteigert wird. Dabei ist es wichtig, dass sie die unterschiedlichen Altersstufen und Lernvoraussetzungen der Schüler berücksichtigen. Sie vermitteln ihren Fahrschülern ausserdem eine vorausschauende Fahrweise, schulen sie in der Wahrnehmung des Strassenverkehrs und zeigen ihnen, wie sie umweltbewusster und sicherer fahren können.

Der individuelle, praktische Unterricht setzt bei den Fahrlehrerinnen pädagogische Qualifikationen, Geduld und konsequente Lernzielorientierung voraus. Durch Sachkenntnis, kompetente Präsentation der Lerninhalte und sicheres Auftreten wirken sie überzeu­gend, seriös und vertrauenswürdig. Damit sie rechtzeitig auf Gefahrensituationen aufmerksam machen oder aufbauende Kritik anbringen können, benötigen sie eine gewandte Ausdrucksweise. Sie müssen weiter über psychologisches Einfühlungsvermögen verfügen und in heiklen Verkehrssituationen die Ruhe bewahren können. Sobald die Schülerinnen die nötigen Kenntnisse und eine gewisse Erfahrung im Strassenverkehr besitzen, melden die Fahrlehrerinnen sie zur Führerprüfung an und begleiten sie zum Test.

Während der Zeit ausserhalb der Fahrstunden erledigen Fahrlehrer administrative Arbeiten wie Korrespondenz, Terminkoordination, Buchhaltung sowie Steuer-, Versicherungs- und Rechtsangelegenheiten.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. genehmigte Prüfungsordnung vom 29.8.2007

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in Modulen erworben. Prüfungsordnung und Wegleitung sind beim Schweiz. Fahrlehrer Verband SFV erhältlich. Die kantonalen Strassenverkehrsämter asa erteilen Auskunft über die Umsetzung der Fahrlehrerverordnung (FV) in ihrem Kanton.

Bildungsangebote

Der SFV erteilt Auskunft über die Anbieter von Vorbereitungskursen

Dauer

Vollzeit ca. 1 Jahr; berufsbegleitend ca. 1½ bis 2 Jahre

Geprüfte Module

Fahrlektionen, Theorielektionen und Nachweis folgender Modulabschlüsse:

  • B 1: Lernprozesse
  • B 2: Kommunikation und Lernatmosphäre
  • B 3: Rechtliche Grundlagen, Lernveranstaltungen planen und durchführen
  • B 4: Automobiltechnik und ­Physik, Ausbildungsplanung
  • B 5: Verkehrssinnbildung
  • B 6: Verhalten im Verkehr, Ausbildungsplanung des praktischen Fahrunterrichts
  • B 7: Ausbildungspraktikum

Abschluss

"Fahrlehrer/in mit eidg. Fachausweis"

Voraussetzungen

Vorbildung

Bei Prüfungsantritt erforderlich:

  • Abgeschlossene 3-jährige berufliche Grundbildung oder ein von der QS-Kommission als gleichwertig erachteter Ausweis
  • 2 Jahre Berufspraxis
  • Im Besitz des unbefristeten Führerausweises Kat. B seit mindestens 3 Jahren
  • Berechtigung zum berufsmässigen Personentransport (BPT)
  • Nachweis der erforderlichen Modulabschlüsse bzw. Gleichwer­tigkeitsbestätigungen

Weiterbildung

Kurse

Angebote der Fahrlehrer-Berufsschulen und anderer vom SFV anerkannter Ausbildungsanbieter. Eine permanente Weiterbildung ist obligatorisch (innerhalb von 5 Jahren mindestens 5 Tage)

Zusatzqualifikationen

  • Motorradfahrlehrer/in (Modulabschluss A)
  • Lastwagenfahrlehrer/in (Modulabschluss C)

Verkehrsexperte/-expertin

Ausbildung durch die Vereinigung der Strassenverkehrsämter der Schweiz asa

Berufsverhältnisse

Angehende Fahrlehrer/innen müssen den eidg. Fachausweis erwerben, damit sie von den kantonalen Behörden die Fahrlehrbewilligung erhalten und ihren Beruf ausüben können. Fahrlehrer/innen führen häufig eine eigene Fahrschule. Sie können auch Funktionen als Instruktor/innen, Moderator/innen oder Fahrberater/innen übernehmen. Sie arbeiten unregelmässig, weil die Fahrstunden oft ausserhalb der üblichen Arbeitszeiten stattfinden. Die Konkurrenzsituation in dieser Branche ist gross und verlangt grossen Einsatz und Flexibilität. Fahrlehrer/innen müssen sich regelmässig einer vertrauensärztlichen Untersuchung unterziehen.

Weitere Informationen

Adressen

SFV Schweizerischer Fahrlehrer Verband
Effingerstr. 8
8150
3001 Bern
Tel.: 031 812 20 10
Fax: 031 311 94 72
URL: http://www.fahrlehrerverband.ch
E-Mail:

asa Vereinigung der Strassenverkehrsämter
Thunstrasse 9
Postfach
3000 Bern 6
Tel.: 031 350 83 83
Fax: 031 350 83 89
URL: http://www.asa.ch
E-Mail: