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Architekturmodellbauer/in EFZ

Architekturmodellbauer/innen fertigen in der Werkstatt anhand von Plänen massstabgetreue Modelle von Gebäuden und Innenräumen, Siedlungsgebieten und Parkanlagen sowie Industrie- und Designprodukten.

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Kategorien
Bildungstypen

Grundbildung (Lehre)

Berufsfelder

Gestaltung, Kunst - Bau - Planung, Konstruktion

Branchen

Planung - Kunst & Kunsthandwerk - Visuelle Kommunikation

Swissdoc

0.420.4.0

Aktualisiert 29.08.2016

Tätigkeiten

Architekturmodelle dienen dem Zweck, gestalterische Ideen zu veranschaulichen und die dreidimensionale Wirkung zu überprüfen. Die Modelle werden von Architekten und Architektinnen dazu verwendet, ihren Kunden einen Eindruck von geplanten Gebäuden zu vermitteln oder zu überprüfen, ob die Bauwerke ins Ortsbild passen.

Architekturmodellbauer/innen arbeiten, wie es der Name bereits sagt, vor allem für den Bereich Architektur, für den sie Modelle von einzelnen Gebäuden oder Gebäudeteilen, von Überbauungen und ganzen Ortschaften, von Strassen, Brücken, Parkanlagen und Geländeausschnitten (Reliefs) erstellen. Daneben sind sie auch für andere Bereiche wie Produkt- und Industriedesign tätig. Dort bauen sie Modelle von Gegenständen, technischen Geräten und Maschinenteilen, damit überprüft werden kann, ob ein Produkt funktionstüchtig und ästhetisch ansprechend ist.

Anhand von Plänen erstellen Architekturmodellbauer/innen Zeichnungen und Werkpläne, nach denen sie die Modelle massstabgetreu nachbauen. Die Ausführung kann unterschiedlich aufwändig sein: Neben einfachen würfelförmigen Massenmodellen sind auch äusserst detailreiche Versionen anzufertigen, bei denen etwa die Innenräume bis hin zu den Türgriffen und der Beleuchtung nachgebildet werden.

Architekturmodellbauer/innen verwenden Materialien wie Holz, Metall, Gips, Kunststoff, Karton oder Kork. Zum Bearbeiten und Zuschneiden der Materialien setzen sie Handwerkzeuge und Maschinen ein: Kreissägen, Feinbandsägen, Tellerschleifmaschinen etc. Auch computergesteuerte Maschinen wie CNC-Fräsen kommen zum Einsatz. Die einzelnen Bauteile verbinden sie durch Kleben, Schrauben oder Löten. Sie überziehen Rohmodelle mit Spachtelmasse sowie mit Streu- und Naturmaterialien. Mit Pinsel oder Spritzpistole färben sie das Modell oder Teile davon ein.

Den letzten Schliff geben Architekturmodellbauer/innen dem Modell, indem sie es mit Figuren, Möbeln, selbst angefertigten Bäumen und Büschen ausstatten.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Verordnung vom 27.7.2016

Dauer

4 Jahre

Bildung in beruflicher Praxis

In einem Architekturmodellbau­betrieb

Schulische Bildung

1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule

Berufsbezogene Fächer

Berufskunde (Materialkenntnisse, Werkzeug- und Maschinenkenntnisse, Fachkunde und ­Modellbautechnik, Baustilkunde, Fachrechnen, allgemeine Informatik), Zeichnen, Form und Farbe

Überbetriebliche Kurse

Praktisches Erlernen und Üben beruflicher Grundlagen

Berufsmaturität

Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.

Abschluss

Eidg. Fähigkeitszeugnis "Architekturmodellbauer/in EFZ"

Voraussetzungen

Vorbildung
  • gute Leistungen im Rechnen, Zeichnen und Werken
  • evtl. Vorkurs an einer Schule für Gestaltung
  • abgeschlossene Volksschule
Anforderungen
  • gute Feinmotorik
  • handwerkliches Geschick
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • zeichnerische Begabung
  • Sinn für Formen und Farben
  • exakte Arbeitsweise
  • Ausdauer und Geduld
  • Teamfähigkeit
  • Organisationsfähigkeit

Weiterbildung

Kurse

Angebote von Fach- und Berufsfachschulen sowie des Verbandes Architektur-Modellbau VAM

Höhere Fachschule

Bildungsgänge in verwandten Fachbereichen, z. B. dipl. Techniker/in HF Innenarchitektur, ­dipl. Farbgestalter/in HF oder ­dipl. Gestalter/in HF Produkt­design

Fachhochschule

Studiengänge in verwandten Fachbereichen, z. B. Bachelor of Arts (FH) in Architektur, Bachelor of Arts (FH) in Produkt- und Industriedesign oder Bachelor of Science (FH) in Raum­planung

Berufsverhältnisse

Architekturmodellbauer/innen arbeiten in Architekturmodellbau­betrieben. Dabei handelt es sich um kleine Unternehmen mit einem bis zwölf Mitarbeitenden. Selten sind Architekturmodellbaubetriebe angegliedert an Architekturbüros.

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist für gelernte Architekturmodellbauer/innen eher schwierig. Der Bedarf an Architektur­modellbaubetrieben ist eher gering und diese sind stark von der Konjunktur im Baugewerbe abhängig. Viele Architekturmodellbauer/innen wandern nach einiger Zeit in verwandte Berufe ab.

Die Konkurrenz bei der Lehrstellensuche ist in dieser Branche gross. Das Lehrstellenangebot ist knapp.

Weitere Informationen

Adressen

VAM Verband Architektur-Modellbau
Sekretariat: Brigitta Egli
Im Raindörfli 23
8038 Zürich
Tel.: 044 482 18 52
Fax: 044 482 18 53
URL: http://www.architektur-modellbau.ch
E-Mail: