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Berufe und Ausbildungen - Schritt 2: Ich lerne die Berufs- und Ausbildungswelt kennen

Stärken und Anforderungen - Schritt 3: Ich vergleiche meine Stärken mit den Anforderungen der Berufe und Ausbildungen, die mich interessieren

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Ethnologie / Sozialanthropologie: Studium selbst erlebt

Wie erfolgte die Studienwahl? Wie wird dieses Fach vermittelt? Ein Einblick in den Hochschul-Alltag

Geschehnisse kritisch beobachten

E. S. studiert Sozialanthropologie im 3. Mastersemester an der Universität Bern UNIBE.

Nach meiner Berufsausbildung als Damenschneiderin habe ich zwei Jahre an einer Berufsschule für Schneiderinnen in Haiti unterrichtet. In diesem Land habe ich viele spannende Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt: Ärztinnen aus Nordamerika, Journalisten aus Europa, UN-Mitarbeitende aus Afrika und Südamerika, Entwicklungshelferinnen aus Asien. Bald wurde mir bewusst, wie wenig ich eigentlich über diese Welt weiss und wie viel es noch zu lernen gibt. Deshalb habe ich mich entschieden, über Berufsmatur und Passerelle an die Universität zu gelangen und Sozialanthropologie zu studieren.

Dieses Fach lehrt uns die kritische Auseinandersetzung mit Themen, die jeden Tag in den Medien sind, zum Beispiel Religionskriege, Migrationspolitik oder Geschlechterfragen. Fürs Studium mitbringen sollte man ein grosses Interesse an verschiedenen Themen, gute Englischkenntnisse und die Bereitschaft, weitere, auch aussereuropäische Sprachen zu lernen.
Am Studium gefallen mir besonders das vielfältige Kursangebot und die Möglichkeit, den Stundenplan nach eigenen Interessen zusammenzustellen. Spannend war ein Kurs, in dem wir uns ausschliesslich über Nahrung Gedanken gemacht haben. Haben Sie sich schon einmal überlegt, warum Schweine in einigen Religionen tabu sind oder warum Frauen anders über Vegetarier sprechen als Männer?

Unerschöpfliche Fragen

J. S. studiert Ethnologie im 8. Bachelorsemester an der Universität Zürich UZH.

In der Ethnologie geht es primär darum zu verstehen, wie Menschen aus verschiedenen Kulturen ihr Leben gestalten. Die Vielfalt der Kulturen und die vielen verschiedenen Herangehensweisen an vielfach gleiche Probleme und Herausforderungen faszinieren mich sehr. Der Mensch an sich ist eine einzige Spezies, dennoch gibt es so viele Unterschiede, selbst innerhalb von Gesellschaften. Da tun sich unerschöpfliche Fragen auf.

Das Studienangebot der Ethnologie in Zürich ist ziemlich gross und inhaltlich breit, das gefällt mir. Die thematischen Schwerpunkte liegen auf wirtschaftlichen, religiösen und sozialen Prozessen der Gesellschaft. Zudem bietet das Völkerkundemuseum, welches in der Lehre der Ethnologie angegliedert ist, einen starken Fokus auf den Fachbereich der materiellen Kultur. Die Ethnologie vermittelt ein extrem breites Grundwissen und vor allem auch die Kompetenzen, mit diesem Wissen in die Tiefe zu gehen.
Ich denke, dass studierte Ethnologinnen und Sozialanthropologen in vielen Berufen gefragt sein könnten. Sie verfügen über eine sehr hohe Sozialkompetenz, besitzen eine kritische Denk- und Arbeitsweise, hinterfragen Dinge und sehen Zusammenhänge.



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