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Theologie: Berufsmöglichkeiten

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Theologie

Theologie

Moni Egger: Bibelwissenschaftlerin

Symbolbild Bibel
Symbolbild Bibel, © Bild von Free-Photos auf Pixabay
Fachfrau für Religionspädagogik und Hebräisch

«Für die Zeit nach dem Studium habe ich mir mit Absicht keine 100%-Stelle gesucht, um an verschiedenen Orten Erfahrungen sammeln zu können und zusätzlich Zeit zu haben für kleinere Engagements.»

Jetzige Tätigkeit

Seit Sommer 2010 arbeite ich als promovierte Theologin für verschiedene Arbeitgeberinnen. Hauptsächlich (50%) bin ich Fachmitarbeiterin der Fachstelle Katechese–Medien in Aarau. Die Fachstelle organisiert die Aus- und Weiterbildung für Katechetinnen und Katecheten (katholische Religionslehrpersonen). Ich bin verantwortlich für die Ausbildung im Bereich Unterstufe und für die Koordination der Weiterbildungen. Ausserdem kann ich eigene Weiterbildungen anbieten und Konzepte für aktuellen Religionsunterricht entwerfen.
Daneben arbeite ich immer noch als Dozentin an der Universität in Luzern. Der Hebräischkurs und das Proseminar machen zusammen ca 10-15% aus.
Seit 2011 habe ich auch an der Pädagogischen Hochschule in Zürich einen Lehrauftrag. Dieser wird von Semester zu Semester neu vergeben. Hier unterrichte ich ein Grundmodul zu ‚Religion und Kultur‘. Auch das ergibt ca 10%.
In allen diesen Lehrtätigkeiten bin ich relativ frei in der Gestaltung der Veranstaltungen, ich kann sehr selbstständig und flexibel arbeiten und meine eigenen Ideen verwirklichen. Hier kommt mir meine Grundausbildung als Primarlehrerin zu Gute.

Berufseinstieg

Zuerst war ich Primarlehrerin. Ein schöner Beruf – aber ich wollte noch mehr für den Kopf und habe mich für das Theologiestudium entschieden. Ein spannendes, extrem vielseitiges Studium, das ich 2005 nach fünf Jahren abgeschlossen habe. Das Glück war mir hold und just auf Studienabschluss wurde eine Stelle als wissenschaftliche Assistentin an der Uni Luzern frei – so habe ich während weiteren fünf Jahren an der Uni gearbeitet und dabei meine Doktorarbeit im Fach Exegese des Alten Testaments (also: Bibelwissenschaft) geschrieben. Als Assistentin habe ich die Vorlesungen und Seminare der Professorin für Exegese des Alten Testaments mit-vorbereitet und habe für meine Chefin Literaturrecherechen und Korrekturarbeiten übernommen. Hauptarbeit war aber die eigene Forschung. Ausserdem habe ich an der Uni regelmässig den Sprachkurs Bibelhebräisch und das Proseminar zur Einführung in die Methoden der Bibelwissenschaft geleitet.

Tipps

Für die Zeit nach dem Studium habe ich mir mit Absicht keine 100% Stelle gesucht, um an verschiedenen Orten Erfahrungen sammeln zu können und zusätzlich Zeit zu haben für kleinere Engagements. So arbeite ich im Redaktionsteam der feministisch-theologischen Zeitschrift FAMA mit, ich predige mindestens zweimal jährlich in einer Luzerner Kirche, ich schreibe wissenschaftliche Artikel und halte Vorträge. Da ich ausserdem auch ausgebildete Märchenerzählerin bin, kombiniere ich gerne Theologie und Märchen.

Yvonne Joos: Projektverantwortliche bei Peace Watch Switzerland

Symbolbild Taube
Symbolbild Taube, © Bild von NickCanon auf Pixabay
Yvonne Joos: Projektverantwortliche bei Peace Watch Switzerland

«Aufgrund der sich verändernden Situation vor Ort müssen auch die Begleitprojekte immer wieder angepasst werden.»

Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite bei Peace Watch Switzerland (PWS), einer Nichtregierungsorganisation (NGO), die sich in der Menschenrechtsbeobachtung mit Freiwilligen engagiert. Dort betreue ich die Projekte in Guatemala und Chiapas (Südmexiko). Meine Aufgaben sind vielfältig: Ich suche Leute, die sich für ein paar Monate verpflichten, als freiwillige – also unbezahlte – MenschenrechtsbeobachterInnen in Zentralamerika zu arbeiten. Dazu mache ich Werbung an Unis, in Zeitschriften, in Kirchgemeinden, im Internet etc. Zusammen mit unserer Ausbildungsverantwortlichen und dem Projektleiter Kolumbien organisiere ich die Ausbildungstrainings, mit denen wir die Freiwilligen auf ihre Aufgabe als MenschenrechtsbeobachterInnen in Lateinamerika vorbereiten.Ein Schwerpunkt meiner Arbeit besteht in der Begleitung der Freiwilligen und dem Kontakt mit unseren Partnerorganisationen vor Ort. Ich führe Gespräche mit den zukünftigen und zurückgekehrten Menschenrechtsbeobachterinnen und -beobachtern, tausche mich mit ihnen während ihres Einsatzes via E-Mail aus und beteilige mich nach ihrer Rückkehr am Nachbereitungsseminar.

Berufseinstieg

Es ist immer wieder interessant mitzuerleben, wie ein solcher Einsatz, bei dem man meistens mit den Leuten auf dem Land in sehr einfachen Verhältnissen lebt, die Einsatzleistenden sensibilisiert und prägt. Nach ihrer Rückkehr unterstütze ich die Freiwilligen darin, Öffentlichkeitsarbeit über ihren Einsatz zu realisieren.
Mit den Partnerorganisationen vor Ort pflege ich regelmässigen Kontakt, wir tauschen gegenseitig Informationen aus, diskutieren Probleme und treiben die Projektentwicklung voran. Aufgrund der sich verändernden Situation vor Ort müssen auch die Begleitprojekte immer wieder angepasst werden.

Tipps

Wichtig bei meiner Arbeit ist auch die Öffentlichkeitsarbeit. Mit Publikationen, Veranstaltungen, Informationsanlässen etc. informieren wir die Öffentlichkeit über die Situation in «unseren» Ländern (nebst Guatemala und Südmexiko entsenden wir auch MenschenrechtsbeobachterInnen nach Kolumbien und Palästin/Israel) und über die Arbeit, die wir dort machen. Natürlich dient die Öffentlichkeitsarbeit auch dazu, neue Freiwillige sowie Mitglieder und SpenderInnen zu finden.

Michael Wiesmann: Pfarrer

Symbolbild Kirche
Symbolbild Kirche, © Bild von Rudy and Peter Skitterians auf Pixabay
Symbolbild Kirche

Symbolbild Kirche, © Bild von Rudy and Peter Skitterians auf Pixabay

Gemeindepfarrer in einer Kirchgemeinde

«Zu meinen pfarramtlichen Pflichten gehört die Begleitung der Gemeindeglieder von der Taufe bis zur Beerdigung.»

Jetzige Tätigkeit

Als Gemeindepfarrer arbeite ich zu 60% von der reformierten Kirche des Kantons Zürich, angestellt in einer Kirchgemeinde am Zürichsee. Zu meinen pfarramtlichen Pflichten gehört die Begleitung der Gemeindeglieder von der Taufe bis zur Beerdigung - also vom Kleinkind über Jugendliche und junge Erwachsene, Singles und Familien, Berufstätige, Pensionierte und ältere Menschen bis hin zu Sterbenden. Dazu arbeite ich in einem Team mit einem Pfarrkollegen, einem Sozialdiakon, einer Jugendarbeiterin und weiteren Mitarbeiterinnen. Pfarrer und Kirchenpflege sind dabei als gewählte Instanzen gemeinsam für die Leitung der örtlichen Kirchgemeinde zuständig. Meine Hauptaufgabe innerhalb der Gemeinde liegt im Bereich Jugend und junge Erwachsene: Jugendgottesdienste, Konfirmanden-Unterricht, Lager und Weekends, welche ich zusammen mit unserer Jugendarbeiterin sowie Freiwilligen vorbereite und durchführe.Bei der Gestaltung liegt unser Hauptaugenmerk darauf, aktuelle Fragen rund um Gott und die Welt, Glaube und Religion, Kirche und Gesellschaft lebensnah und verständlich zu thematisieren und einen offenen Dialog zu ermöglichen. Seit einigen Jahren arbeite ich zudem zu 40% als Gefängnisseelsorger. Ebenfalls von der reformierten Kirche des Kantons Zürich angestellt, betreue ich von reformierter Seite ein Bezirksgefängnis und einige Abteilungen einer grösseren Strafanstalt. Zusammen mit meinen katholischen Kollegen bin ich hier Ansprechpartner für rund 200 Insassen. Natürlich nehmen nicht alle dieses Angebot der Kirche in Anspruch, aber für viele Insassen sind Gespräche sowie Gottesdienste und Gebete ein wichtiger Teil der Auseinandersetzung mit ihrer Straftat und möglicher Zukunftsperspektiven.

Berufseinstieg

Vor meiner Tätigkeit als Pfarrer habe ich nach ersten beruflichen Schritten im kaufmännischen Bereich mit 23 das Theologiestudium begonnen und fünf Jahre später mit einem Lizenziat an der Universität Zürich abgeschlossen. Während dem Studium war ich bereits als Jugendarbeiter in der reformierten Kirche tätig. Gerade in der ersten Zeit als Pfarrer war ich um diese Berufserfahrung dankbar, hätte mir als Student aber oft mehr Zeit zum persönlichen Vertiefen in die verschiedenen Fächer gewünscht. Nach dem Studium folgte ein Jahr als Vikar, also als Lehrling bei einem erfahrenen Pfarrer, welches ich mit praktischen Prüfungen in vier Handlungsfeldern rund um das Leben einer Kirchgemeinde abschloss. Nach fünf Jahren Studium, nebenbei gesammelter beruflicher Erfahrungen und der kurzen Lehre fiel mir der Einstieg als Gemeindepfarrer insgesamt leicht - auch wenn es anfangs etwas gewöhnungsbedürftig war, unterwegs im Dorf gerade von älteren Kirchgängern als „Herr Pfarrer“ angesprochen zu werden. Für meine Tätigkeit als Gefängnisseelsorger absolviere ich zur Zeit ein CAS „Kirche im Straf- und Massnahmenvollzug“. Zudem plane ich, mich im sozialen sowie beratend-seelsorgerlichen Bereich weiterzubilden.

Tipps

An meinem Beruf schätze ich, dass ich mit unglaublich verschiedenen Menschen zu tun habe - egal ob in der Gemeinde oder im Gefängnis. Mit all diesen einen Teil ihres Weges gehen zu dürfen bringt einen unglaublichen Schatz an Lebenserfahrung mit sich. Ausserdem kann ich sagen, dass ich einen effektiven Sinn in meiner Tätigkeit sehe - sowohl aus sozialer Sicht als auch aus der Perspektive meines Glaubens.



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