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Sport- und Bewegungswissenschaften: Laufbahnbeispiele

Porträt von Berufsleuten mit Abschluss in Sport- und Bewegungswissenschaften oder Sport.

Sport- und Bewegungswissenschaften, Sport

Sportlehrerin an einer Fachmittelschule

Symbolbild Sport
Symbolbild Sport, © Bild von Mabel Amber, still incognito... auf Pixabay
Sportlehrerin an einer Fachmittelschule

«Im Zentrum stehen die Jugendlichen als individuelle Persönlichkeiten sowie die Förderung ihrer Handlungsfähigkeit, Kreativität und Freude im sportlichen Bewegen.»

Laufbahn
Im Moment studiere ich noch Mathematik (als Zweitfach zum Unterrichten)
Seit 2½ Jahren Sportlehrerin an der Fachmittelschule Bern, 42%
Sportstudium Diplom II
Jetzige Tätigkeit

Ich unterrichte das Fach Sport (bzw. Sport und Gesundheitsförderung) an der Fachmittelschule in Bern. Im Zentrum stehen die Jugendlichen als individuelle Persönlichkeiten sowie die Förderung ihrer Handlungsfähigkeit, Kreativität und Freude im sportlichen Bewegen. Als Sportlehrerin ist es meine Aufgabe, das Bewegungsbewusstsein der Schüler und Schülerinnen zu heben, sie zu regelmässigem Sporttreiben hinzuführen und den Sport als sinnerfülltes Handeln darzustellen. Die Schüler und Schülerinnen sollten Freude im und am Sport erfahren.

Die Schüler/innen vertiefen im Sportunterricht Bekanntes, zum Beispiel bekannte Disziplinen in der Leichtathletik und im Geräteturnen, Mannschaftssportarten und tänzerische Elemente. Sie lernen aber auch neue Sportarten kennen, wie zum Beispiel Baseball, Rugby, Trampolinspringen, Inline-Skaten, Beachvolleyball und Stabhochspringen. Die Schüler/innen sollen sich im Sportunterricht wohl und gesund fühlen, sie sollen aber auch erfahren und entdecken, Bewegungsabläufe gestalten und darstellen, üben und leisten, sich herausfordern und wetteifern und auch dabeisein und dazugehören.

Als Sportlehrerin nehme ich auch eine Vorbildfunktion wahr, das heisst, ich motiviere und animiere die Lernenden im und für den Sport, ich lebe eine sportliche, faire Persönlichkeit vor, und ich versuche die Schüler und Schülerinnen für die gesundheitsfördernde Wirkung der täglichen Bewegung zu gewinnen.

Berufseinstieg

Bereits während meines Sportstudiums konnte ich Stellvertretungen an verschiedenen Schulen machen. So kannte man mich an der FMS bereits und hat mir die jetzige Stelle sogar angeboten.

Tipps

Wenn man nach dem Studium in Sportwissenschaften als Sportlehrer arbeiten möchte, lohnt es sich, bereits während des Studiums erste Berufserfahrungen mittels Stellvertretungen zu sammeln. Dafür kann man sich z.B. auf eine Stellvertreterliste setzen lassen.

Sportwissenschaftlerin, International Clinical Research Associate bei einer Medtech-Firma

Symbolbild Sport
Symbolbild Sport, © Bild von falco auf Pixabay
Sportwissenschaftlerin im Bereich Orthopädie

«Hier in der Firma bin ich für klinische Studien im Bereich Wirbelsäule verantwortlich, wo wir zum Beispiel Fusionssysteme oder künstliche Bandscheiben evaluieren.»

Laufbahn
International Clinical Research Associate, Zimmer GmbH
Studium: Bewegungs- und Sportwissenschaften ETH Zürich, Bachelor und Master
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite als International Clinical Research Associate (CRA) bei einer grossen Firma, die im Orthopädiebereich tätig ist. Als CRA bin ich für die Umsetzung von klinischen Studien zuständig. Sei es entweder, um ein noch nicht CE-markiertes Produkt zu markieren: das heisst zu gewährleisten, dass das Produkt den europäischen Normen entspricht; sei es, um eine Marktüberwachungsstudie für ein bestehendes Produkt umzusetzen und damit die Qualitätskontrolle sicherzustellen.

Ich bin für klinische Studien im Bereich Wirbelsäule verantwortlich, wo wir zum Beispiel Fusionssysteme oder künstliche Bandscheiben evaluieren. Konkret heisst das, dass ich ein Studienprotokoll erstellen muss, in dem Ein- und Ausschlusskriterien für die Teilnahme sowie die zu erhebenden Daten, wie zum Beispiel Lebensqualität, Zielsetzungen, etc. festgelegt werden. Den Entwurf des Protokolls bespreche ich dann mit den beteiligten Ärzten an einem Meeting. Gemeinsam einigen wir uns auf ein Studienprotokoll, in dem alle wichtigen Parameter (Variablen) für die klinische Studie festgelegt sind.

Sobald das Protokoll steht, muss ich die Studie bei der zuständigen Ethik-Kommission einreichen. Ist der Bescheid positiv kann die Studie beginnen. Das heisst, dass ich die zuständigen Ärzte persönlich in ihren Spitälern – vor allem in europäischen Ländern - besuche und mit ihnen die Studiendokumentation bespreche. Bei diesen Besprechungen geht es jeweils vor allem um die Erklärung der Erhebungsbögen und den organisatorischen Ablauf der Studie. Dies bedeutet natürlich, dass ich öfters unterwegs bin. Natürlich beinhaltet das Durchführen einer klinischen Studie auch sehr viel Organisatorisches. Die ganzen Meetings mit den Ärzt/innen, die Reisen, etc. müssen geplant werden. Auch dies ist Teil meiner Arbeit und macht das Ganze sehr abwechslungsreich.

Da die klinischen Ergebnisse natürlich nicht nur für mich interessant und wichtig sind, arbeite ich auch sehr eng mit der Entwicklungs- sowie der Marketingabteilung meiner Firma zusammen. Sei es für eine Risikoanalyse eines Produktes oder die Vermarktung eines neuen Produkts. Im Allgemeinen ist bei meinem Job sehr viel Teamwork gefragt, arbeite ich doch bei vielen Tätigkeiten mit anderen Leuten zusammen. Aber es kommt natürlich auch vor, dass ich mal längere Zeit nicht auf Reisen bin und viel am Computer zu erledigen habe, zum Beispiel Literaturrecherchen, Datenauswertung oder Berichte schreiben.

Berufseinstieg

Schon während des Studiums habe ich gemerkt, dass mich die Arbeit in der Forschung interessiert, ich aber nicht an der ETH bleiben wollte. So habe ich mich nach meinem Masterabschluss um Stellen im Forschungsbereich in der Privatwirtschaft beworben und die jetzige Anstellung erhalten.

Tipps

Wenn man als Absolvent/in der Sport- und Bewegungswissenschaften nicht als Sportlehrer/in arbeiten möchte, so muss man sich seine „Arbeitsnische“ selber schaffen bzw. sich breit um interessierende Stellen bewerben. Dabei lohnt es sich, bereits während des Studiums Kontakte zu möglichen Firmen zu knüpfen (z.B. mittels Praktika).

Sportwissenschaftler, wissenschaftlicher Assistent an einer Hochschule

Symbolbild Sport
Symbolbild Sport, © Bild von annca auf Pixabay
Wissenschaftlicher Assistent an einer Hochschule

«Als wissenschaftlicher Assistent an der Hochschule für Sport in Magglingen bleibt man beweglich.»

Laufbahn
Seit eineinhalb Jahren wissenschaftlicher Assistent an der Eidg. Hochschule für Sport, 100%
Studium als Sportlehrer Diplom I+II
Studium Sportwissenschaft und Geschichte
Jetzige Tätigkeit

Als wissenschaftlicher Assistent an der Hochschule für Sport in Magglingen bleibt man beweglich. Mein Arbeitsalltag ist geprägt von Veränderungen. Zurzeit stelle ich einen Tagungsband zusammen, d.h., ich versuche Referate, die an einem wissenschaftlichen Kongress gehalten wurden, irgendwie zu kategorisieren, zu gestalten, mit einem Vorwort und einem Schlusswort zu versehen und das Ganze als Buch zu veröffentlichen. Einen Artikel habe ich zusammen mit meinem Mentor selber geschrieben. Artikel, Beiträge und Buchbesprechungen zu schreiben ist aber nur ein kleiner Teil meiner Arbeit.

Dem Lehrkörper der Hochschule für Sport angegliedert, bin ich «Mann für (fast) alle Fälle»: Lehrbeiträge für den Unterricht mit den Studierenden; Mitarbeit in Forschungsprojekten; Kompetenzprofile für die künftigen Bachelor- und Masterstudienlehrgänge; Leitung eines bewegungstherapeutischen Projekts mit übergewichtigen Kindern; Öffentlichkeitsarbeit; Mitorganisation von Kongressen; Erarbeitung von Unterrichtsgrundlagen etc. Daneben darf ich einen Teil meiner Arbeitszeit für die persönliche Weiterbildung (Abschluss Geschichtsstudium) nutzen.

Die Sportanlagen der Hochschule nutze ich üblicherweise für das persönliche Training. Die meiste Zeit verbringe ich im Büro, und auch in der Bibliothek bin ich oft anzutreffen. Das Racket habe ich mit dem Computer getauscht, die Bälle mit Büchern und den Trainingsanzug mit sportlicher aber «büro-konformer» Arbeitskleidung. Aber keine Angst – an einer Hochschule für Sport bieten sich genügend Gelegenheiten den Bewegungsdrang auszuleben: Firmensport heisst das Zauberwort!

Berufseinstieg

Nach Abschluss meines Studiums in Sportwissenschaft und Geschichte habe ich das Diplom als Sportlehrer angehängt, um möglichst einen „sicheren“ Beruf zu haben. Dann habe ich aber gemerkt, dass ich nicht nur unterrichten möchte. Deswegen habe ich mich um die jetzige Stelle beworben und hatte Glück, diese auch zu erhalten.

Tipps

Es lohnt sich, bereits während des Studiums und auch danach „beweglich“ zu bleiben, Kontakte zu möglichen Arbeitgebern zu knüpfen und bei den Stellenbewerbungen mutig zu sein.



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