Start myBerufswahl

Interessen und Stärken - Schritt 1: Ich lerne meine Interessen und Stärken kennen

Berufe und Ausbildungen - Schritt 2: Ich lerne die Berufs- und Ausbildungswelt kennen

Stärken und Anforderungen - Schritt 3: Ich vergleiche meine Stärken mit den Anforderungen der Berufe und Ausbildungen, die mich interessieren

Schnuppern - Schritt 4: Ich schaue mir die interessanten Berufe genauer an

Überprüfen und entscheiden - Schritt 5: Ich überprüfe die möglichen Berufe oder Schulen und entscheide mich

Lehrstelle finden – Schule anmelden - Schritt 6: Ich setze meine Entscheidung um, suche eine Lehrstelle oder melde mich bei einer Schule an

Vorbereiten auf die Zukunft - Schritt 7: Ich bereite mich auf die Lehre oder die Mittelschule vor oder ich kläre ein Brückenangebot ab

Arbeitsmappe - Deine Ergebnisse

Einen Moment bitte...

myBerufswahl wird geladen.

Abgemeldet

Ihre Login-Session ist abgelaufen. Sie werden auf die Startseite weitergeleitet. Bitte melden Sie sich erneut an, um Ihr Login fortzusetzen.

Rechtswissenschaft: Laufbahnbeispiele

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Rechtswissenschaft.

Rechtswissenschaft

Anwältin, Legal Counsel und Lehrbeauftragte

Bild von Andreas Breitling auf Pixabay
Bild von Andreas Breitling auf Pixabay
Legal Counsel in einem Unternehmen

«Bei meiner Tätigkeit als Legal Counsel erwarten mich jeden Tag neue und abwechslungsreiche Rechtsfragen. Am spannendsten finde ich Vertragsverhandlungen, bei denen ich mit Menschen mit den verschiedensten beruflichen Hintergründen in Kontakt trete und immer wieder Neues dazulerne.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
2019 bis heuteLegal Counsel bei einem Unternehmen
2018 bis heutePostdoc
2013 bis heuteLehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten
2016 – 2018Gerichtsschreiberin an einem Obergericht
2016Promotion zum Dr. iur.
2015Visiting Researcher an einer Universität in den USA
2011 – 2013Gerichtsschreiberin an einem Obergericht
2011Anwaltspatent
2008 – 2010Anwaltspraktika in einer Anwaltskanzlei und an einem Bezirksgericht
2003 – 2008Studium der Rechtswissenschaften mit einem Mobilitätsjahr in den USA
Jetzige Tätigkeit

Als Legal Counsel in einem weltweit tätigen Unternehmen habe ich eine sehr abwechslungsreiche Tätigkeit: In einem Team beantworte und bearbeite ich die im Tagesgeschäft anfallenden Rechtsfragen aus den verschiedensten Rechtsgebieten. Ein wesentlicher Teil meiner Tätigkeit besteht zudem im Erstellen und Verhandeln von Verträgen mit Kunden und Kundinnen sowie unseren Partnern. Neben meiner praktischen Tätigkeit widme ich mich als Postdoc und Lehrbeauftragte auch der rechtswissenschaftlichen Forschung und Lehre.

Berufseinstieg

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften steigt ein Grossteil noch nicht direkt ins Berufsleben ein, sondern macht zuerst noch das Anwaltspatent. Dadurch eröffnet sich nochmals ein deutlich grösseres Berufsfeld. Auch ich habe diesen Weg eingeschlagen und habe daher nach dem Studium zunächst zwei einjährige Anwaltspraktika in einer Anwaltskanzlei und an einem Bezirksgericht absolviert, bevor ich dann die Anwaltsprüfung abgelegt habe. Neben der praktischen Anwaltstätigkeit hat mich immer auch die wissenschaftliche Forschung interessiert. Deshalb habe ich nach dem Anwaltspatent eine Doktorarbeit verfasst und daneben in einem Teilzeitpensum als Gerichtsschreiberin an einem Obergericht gearbeitet. Erst nach der Promotion bin ich dann als Gerichtsschreiberin an einem Obergericht richtig eingestiegen. Der Berufseinstieg hat dank meiner gesammelten Erfahrung während des Anwaltspraktikums und meiner Promotion sehr gut geklappt. So wusste ich bereits, was mich erwarten wird.

Tipps

Der Berufseinstieg gestaltet sich einfacher, wenn man während des Studiums bereits erste Berufserfahrungen im Rahmen von Praktika oder Tätigkeiten an der Universität gesammelt hat.

Anwältin in einer spezialisierten Kanzlei

Symbolbild Gerechtigkeit
Symbolbild Gerechtigkeit, © Bild von Sang Hyung Cho auf Pixabay


Rechtsanwältin und Geschäftspartnerin in einer  Anwaltskanzlei

«An meiner Arbeit als Anwältin schätze ich es, dass die Resultate meiner Bemühungen sichtbar sind. Die Freude über einen gewonnenen Prozess wirkt motivierend.»

Laufbahn
Aufstieg zur Geschäftspartnerin
Eintritt als Angestellte in eine Anwaltskanzlei
Arbeit beim Rechtsdienst eines Hilfswerkes
Anstellung bei einer Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende
Erwerb des Anwaltspatents
Studium der Rechtswissenschaften in Zürich
Jetzige Tätigkeit

Ich führe gemeinsam mit fünf anderen Personen eine Anwaltskanzlei die auf Ausländer/innen-, Familien- und Arbeitsrecht spezialisiert ist. Mein Arbeitstag besteht aus Gerichtsverhandlungen, Gesprächen mit Klientinnen und Klienten, Briefe schreiben, Klageschriften abfassen, Behörden, Anwältinnen und Anwälte kontaktieren, Rechtsfragen in der Bibliothek abklären und Büroadministration erledigen.

Ich habe mich auf verschiedene Gebiete spezialisiert, übernehme aber vor allem Fälle der Gebiete Ausländer/innenrecht, Familienrecht, Sozialversicherungsrecht, Arbeitsrecht und vertrete Opfer sexueller Gewalt. Ich habe Kontakt mit vielen Menschen und erhalte Einblicke in ihr Leben. Diese Leute stecken in belastenden Lebenssituationen. Oft gehen ihre Erwartungen an mich über juristische Belange hinaus und können leider nicht erfüllt werden.

Berufseinstieg

Nach einem Studium der Rechtswissenschaften in Zürich absolvierte ich Praktika in einem Anwaltsbüro und bei einem Gericht. Mit dem Erwerb des Anwaltspatents wurde ich für eine Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende und beim Rechtsdienst eines Hilfswerks tätig.

Tipps

Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein sind unumgänglich. Ich kann meine Arbeit zwar selbstständig gestalten, aber Gerichtstermine, Rechtsmittelfristen und Anliegen der Klientinnen und Klienten, die ein sofortiges Handeln erfordern, diktieren Arbeitsanfall und Abläufe. Keine Frist darf verpasst werden. Obwohl ich Gelegenheit habe, mich mit meinen Bürokolleginnen und -kollegen auszutauschen, bin ich letztlich selbst für den Ausgang eines Gerichtsverfahrens verantwortlich.

Fürsprecher in einer Treuhandgesellschaft

Symbolbild Treuhand
Symbolbild Treuhand, © Bild von Robert Owen Wahl auf Pixabay
Symbolbild Treuhand

Symbolbild Treuhand, © Bild von Robert Owen Wahl auf Pixabay

Fürsprecher in einer Treuhandgesellschaft

«Wer sich als Fürsprecher/in zusätzlich noch betriebswirtschaftliche Kenntnisse, insbesondere im Bereich des Rechnungswesens, aneignet, der oder dem stehen eigentlich sämtliche Möglichkeiten innerhalb der Branche offen.»

Laufbahn
Niederlassungsleiter einer Treuhandgesellschaft
Weiterbildung zum diplomierter Treuhandexperten
Tätigkeit in einem Anwaltsbüro
Studium der Rechtswissenschaft (Abschluss als Fürsprecher)
Jetzige Tätigkeit

Ich führe, nicht zuletzt dank meiner Generalistenausbildung als Fürsprecher und diplomierter Treuhandexperte, die Niederlassung einer Treuhandgesellschaft mit ca. 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Zudem gehöre ich der Geschäftsleitung des Gesamtunternehmens an.

Ein/e Fürsprecherin (Anwältin oder Anwalt) bei einer Treuhandgesellschaft widmet sich vor allem wirtschafts- und steuerrechtlichen Fragestellungen von Unternehmungen. Ich bearbeitete oft als Einzelperson juristische und steuerrechtliche Sachverhalte für Aufträge von Kundinnen und Kunden. Oft engagiere ich mich auch als Mitarbeiter in Teams, die speziell für die Lösung von komplexen Problemen zusammengestellt werden. Die Arbeit ist vielfältig und ich arbeite selbstständig und oft intensiv.

Berufseinstieg

Nach dem Studium der Rechtswissenschaft wurde ich für ein Anwaltsbüro tätig und wechselte dann in eine Treuhandgesellschaft. Die vertieften Rechtskenntnisse sowie eine betriebswirtschaftliche Zusatzausbildung ermöglichten mir bald, Projektteams zu leiten. Die eigentliche Rechtsberatung wurde dabei für mich immer sekundärer. Ich wurde zuständig für die Realisierung von grösseren Projekten in den Bereichen Firmenumstrukturierungen, Sanierungen, Nachfolgeregelungen usw.

Tipps

Die Anstellung als Fürsprecher/in bei einer Treuhandgesellschaft bietet vielfältige Möglichkeiten. Wer Freude an rein juristischen Arbeiten hat, wird zu einer Expertin oder einem Experten in wirtschaftsrechtlichen Fragen. Eine weitere Spezialisierung ist im Bereich des Steuerrechts möglich. Verfügt ein/e Fürsprecher/in zudem über betriebswirtschaftliche Kenntnisse, wird sie oder er vermehrt auch in Projektteams bei Unternehmensbewertungen, Sanierungen oder Umstrukturierungen miteinbezogen.

Gerichtsschreiber an einem Handelsgericht

Symbolbild Handelsgericht
Symbolbild Handelsgericht, © Bild von succo auf Pixabay
Gerichtsschreiber an einem Handelsgericht

«Die Fälle am Handelsgericht sind oft komplex und man muss lange suchen, bis man auch nur auf die Spur zur Lösung einer Streitigkeit kommt.»

Laufbahn
Gerichtsschreiber am Handelsgericht
Weiterbildung zum Anwalt
Juristischer Sekretär am Bezirksgericht
Gerichtspraktikum
Studium der Rechtswissenschaften
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite als Gerichtsschreiber am Handelsgericht. Dort beschäftige ich mich mit Vertragsstreitigkeiten zwischen Gesellschaften. Ich lese mich durch Aktenberge, studiere juristische Fachliteratur und schreibe Entwürfe für Urteile und Beweisverfahren. Ich nehme an Vergleichsverhandlungen teil oder protokolliere Einvernahmen.

Bei einem typischen Fall, mit dem ich mich zurzeit befasse, haben zwei Parteien einen Generalunternehmervertrag zum Bau eines Wohnblocks unterzeichnet. Ich muss mich nun in die Bestandteile des Werkvertrages, den die beiden Parteien miteinander abgeschlossen haben, einarbeiten. Ich prüfe jede einzelne Klageposition. Dann kläre ich die Rechtslage ab, konsultiere dazu die relevanten Gesetzestexte und recherchiere nach ähnlichen Fällen. Daraus entwerfe ich einen ersten Text für ein Gerichtsurteil. Dieser wird im Gericht beraten.

Berufseinstieg

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften absolvierte ich ein Praktikum bei einem Gericht. Danach arbeitete ich als Juristischer Sekretär am Bezirksgericht. Nach der Weiterbildung zum Anwalt entschloss ich mich, als Gerichtsschreiber am Handelsgericht zu arbeiten.

Tipps

Für die Arbeit als Jurist braucht es mitunter Geduld und vor allem sprachliche Kompetenzen. Die Auseinandersetzung mit den Anwälten der Streitparteien ist oft zäh, die einvernommenen Zeugen wissen selten etwas Genaues. Alltägliche Gerichtspraxis ist weit weg von den Darstellungen in amerikanischen Filmen mit Brad Pitt als Staranwalt und hat viel mit Recherchier- und detailreicher Text- und Begründungsarbeit zu tun.

1. Leitender Gerichtsschreiber an einem Bezirksgericht

Bild von succo auf Pixabay
Symbolbild Gericht, © Bild von succo auf Pixabay
1. Leitender Gerichtsschreiber und nebenamtlicher Ersatzrichter

«Eine Gerichtskarriere lässt sich nicht wirklich planen.[…] Aus diesem Grund lohnt es sich wohl, auch einen Plan B in der Tasche zu haben, sollte der Weg am Gericht nicht so verlaufen, wie man sich das vorstellt.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
2019 bis heute1. Leitender Gerichtsschreiber (Mitglied Gerichtsleitung), Bezirksgericht
2016 – 2018vollamtlicher Ersatzrichter, Bezirksgericht
2013 – 2016Leitender Gerichtsschreiber Mietgericht, Bezirksgericht
2013Erwerb des Zürcherischen Anwaltspatents
2010 – 2013Gerichtsschreiber, Bezirksgericht
2009 – 2010Auditor, Bezirksgericht
2003 – 2009Studium der Rechtswissenschaft, Universität Zürich
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite momentan als 1. Leitender Gerichtsschreiber an einem Bezirksgericht und bin in dieser Funktion mitverantwortlich für die Führung und Organisation des Gesamtgerichts. Ich nehme an Gerichtsleitungssitzungen teil, berate das Präsidium und helfe bei der Umsetzung der entsprechenden Entscheide. Als Vorgesetzter verschiedener Bereiche unterstütze ich zudem die Bereichsleitenden in allen fachlichen, organisatorischen, rechtlichen und personellen Belangen. Zudem bin ich beim Personalmanagement des juristischen Personals und in verschiedenen Arbeitsgruppen engagiert und wirke auch in gerichtsübergreifenden Projekten der Justiz mit.

Als EDV-Verantwortlicher kümmere ich mich zudem in enger Zusammenarbeit mit der Informatik des Obergerichts um eine funktionierende IT-Infrastruktur. Auch wenn mein juristisches Fachwissen in diesem Bereich der Arbeit gar nicht direkt gefragt ist, hilft doch das strukturierte Denken, das man sich an der Universität erworben hat.

Nebenbei bin ich auch als sogenannter „nebenamtlicher Ersatzrichter“ tätig und leiste dabei Einsätze als Richter in den verschiedensten Rechtsgebieten und an verschiedenen Bezirksgerichten. Von Familienrecht über Arbeits- und Mietrecht oder Strafrecht bis hin zu grossen Arzthaftungsfällen ist alles mit dabei. Ich schätze diese Abwechslung sehr, gibt sie mir doch die Gelegenheit, viel Erfahrung in den unterschiedlichsten Rechtsgebieten zu sammeln.

Berufseinstieg

Nach dem Studium bieten sich viele Einstiegsmöglichkeiten in den Berufsalltag. Wer das Anwaltspatent erwerben möchte, wird entweder als Substitutin in einer Kanzlei oder als Auditor an einem Bezirksgericht starten. Ich habe letzteren Weg gewählt, weil mir die Arbeitsweise an einem Gericht mehr zusagt. Ich schätze es, beide Seiten anhören und dann entscheiden zu können.

Ursprünglich hatte ich vor, nach dem Audi-Jahr noch ein Jahr in einer Kanzlei zu arbeiten. Doch ich bin am Gericht geblieben und es wurde, obwohl nie wirklich geplant, eine klassische Gerichtskarriere daraus. Bereut habe ich dies bis heute nie, der Job gefällt mir nach wie vor unglaublich gut. Ich schätze die Vielfalt und die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Mitarbeitenden und Parteien.

Tipps

Unabhängig davon, ob die Wahl später einmal auf die Arbeit auf einer Kanzlei oder an einem Gericht fällt, empfehle ich, beide Orte anzusehen. Da an den Bezirksgerichten häufig die Möglichkeit besteht, als Gerichtschreiber unbezahlten Urlaub für die Vorbereitung der Anwaltsprüfung zu beziehen, lohnt es sich dabei vielleicht, zuerst ein „Substi-Jahr“ zu absolvieren und erst dann ans Gericht zu wechseln.

Der grosse Vorteil des Gerichts, vor allem eines grösseren, ist die Vernetzung unter gleichaltrigen Fachleuten. Sowohl die Auditorinnen als auch die Gerichtschreiber sind in etwa gleich alt wie die Studienabgänger und -abgängerinnen. So trifft man am Gericht viele Personen, die für eine Lerngruppe in Frage kommen oder die man im späteren Berufsleben wiedersieht. Dies scheint mir ein zentraler Vorteil der Arbeitsstelle Gericht zu sein.

Eine Gerichtskarriere hingegen lässt sich nicht wirklich planen. Schon als Gerichtsschreiber braucht es das richtige Timing. Wird keine Stelle frei, nützen auch die besten Qualifikationen nichts. Noch mehr Glück braucht es für eine Stelle als Richterin, spielt hier doch auch die Parteipolitik eine grosse Rolle und ist diese nicht wirklich vorhersehbar. Aus diesem Grund lohnt es sich wohl, auch einen Plan B in der Tasche zu haben, sollte der Weg am Gericht nicht so verlaufen, wie man sich das vorstellt.

Notar im eigenen Notariat

Symbolbild Notariat
Symbolbild Notariat, © Bild von stux auf Pixabay
Notar im eigenem Notariat

«Als Notar habe ich die Aufgabe, für meine Kunden und Kundinnen jeweils die beste rechtliche Lösung zu suchen. Voraussetzung dafür ist, mich auf sie einzulassen und ihre Motivation zu verstehen.»

Laufbahn
Selbstständiges Notariatsbüro
Auslandsaufenthalt in Ecuador
Diverse Praktika
Studium der Rechtswissenschaften
Jetzige Tätigkeit

Zur Kerntätigkeit im Notariat gehört das Erstellen von öffentlichen Urkunden und Verträgen. Daneben erschliesst sich ein weites Feld von Beratungsbedürfnissen. Meine Tätigkeit beinhaltet eine Palette von Mandaten aus den verschiedensten Rechts- und Lebensbereichen. Dazu zählen die Buchhaltungsführung für Gewerbetreibende, die Steuerberatung von Ärztinnen und Ärzten oder Handwerkerinnen und Handwerkern bis hin zu Kunst- und Musikschaffenden und vieles mehr.

Ich werde in meiner Arbeit unterstützt von einem kleinen Team von Teilzeitmitarbeitenden. Ich selbst arbeite 100 Prozent, bei Bedarf etwas mehr – was ich jedoch zu vermeiden versuche. Ich teile die Büroräumlichkeiten mit zwei Anwälten, was uns die Vorteile der Kostenteilung und einen fruchtbaren Fach- und Gedankenaustausch bringt.

Berufseinstieg

Dank der Praktika, die ich nach dem Studium der Rechtswissenschaft absolvierte, konnte ich erste Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt sammeln. Dann ging ich nach Ecuador in Südamerika. Zurück in der Schweiz eröffnete ich mein eigenes Notariat.

Tipps

Im Rückblick auf mein Studium bedaure ich, dass die Universität mir zwar einen guten juristischen Rucksack mit auf den Weg gab, mich aber kaum auf die menschlichen Erfordernisse meines Berufes vorbereitete. Das Verhandeln mit Kundinnen und Kunden, mit Behörden, die Schlichtung von Streitigkeiten zwischen den Parteien, wie überhaupt die Gesprächsführung, habe ich erst in der Praxis gelernt.

Jurist, Chef Kriminalpolizei bei einem Kanton

Symboldbild Fingerabdruck
Symbolbild Fingerabdruck, © Alex Borland auf publicdomainpictures
Chef Kriminalpolizei bei einem Kanton

«Wer glaubt, meine Arbeit besteht nur aus Ermittlungen bei Mord und Totschlag sowie rasanten Blaulichtfahrten, der hat sich arg getäuscht.»

Laufbahn
Chef Kriminalpolizei bei einem Kanton
Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim VBS
Fürsprecherpatent
Studium der Rechtswissenschaft
Jetzige Tätigkeit

Als Chef der Kriminalpolizei stelle ich die Bekämpfung von Verbrechen und Kriminalität sicher. Zusätzlich bin ich als Leiter des Staatsschutzes für die innere Sicherheit verantwortlich. Ich verantworte Planung, Ausrüstung, Bereitschaft, Ausbildung und Einsatz der mir unterstellten Korpsangehörigen und weitere administrative und personelle Belange.

Bei einem grossen oder bedeutenden Ereignis, zum Beispiel einem Tötungsdelikt, Raubüberfall oder einer Erpressung, bin ich vor Ort. Ich leite die polizeilichen Ermittlungen und koordiniere die polizeilichen Einsatzmittel. Daneben halte ich Kontakt und stelle eine enge Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen der Polizei und Behörden sicher. Kriminalpolizeiliche Einsätze und Aktionen werden von mir geplant, organisiert und geführt. Zudem vertrete ich die Kriminalpolizei in verschiedenen Gremien.

In meiner Funktion führe ich hauptsächlich die mir unterstellten Dienste. Dazu zählen der Dienst Vorermittlung, der Ermittlungsdienst, der Dienst für Wirtschaftsdelikte, der Kriminaltechnische Dienst und schliesslich der Fachbereich Kriminalanalyse.

Berufseinstieg

Nach dem Jurastudium war ich zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport tätig. Mit 37 Jahren wechselte ich zur Kantonspolizei und übernahm dort als Polizeioffizier die Leitung der Kriminalpolizei.

Tipps

Wer glaubt, meine Arbeit besteht nur aus Ermittlungen bei Mord und Totschlag sowie rasanten Blaulichtfahrten, der hat sich arg getäuscht. Einen grossen Teil meiner Zeit verbringe ich im Büro. Ich betreue meine Dienstchefs und Sachbearbeitenden in der fachlichen, vorab juristischen Bearbeitung der Ermittlungen. So stelle ich qualitativ hochwertige Ermittlungen und Rapportierungen sicher.

Jurist, Diplomat im EDA

Symbolbild Diplomatie
Symbolbild Diplomatie, © Bild von 995645 auf Pixabay
Diplomat im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA)

«In der Regel wechseln Diplomatinnen und Diplomaten alle vier Jahre nicht nur den Aufenthaltsort, sondern auch das Tätigkeitsfeld.»

Laufbahn
Diplomat bei der Völkerrechtsdirektion
Zweijährige Ausbildung zum Diplomaten
Mitarbeiter der Völkerrechtsdirektion im Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA)
Universitätsassistenz im Bereich Völkerrecht
Studium der Rechtswissenschaft
Jetzige Tätigkeit

Ich bin als Diplomat in der Völkerrechtsdirektion im Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) angestellt. Werden wir von unseren Botschaften oder einer Dienststelle eines Departements aufgefordert, zu einem Rechtsproblem Stellung zu nehmen, schreibe ich einen Antwortentwurf, den ich meinem Chef zur Unterschrift unterbreite. Schwierigere Probleme besprechen wir im Team. Zudem gebe ich Stellungnahmen ab und verfasse Rechtsgutachten.

Dazu nehme ich an internationalen Verhandlungen teil. So begleitete ich eine Evaluationsmission für ein schweizerisches Entwicklungsprojekt im Justizsektor nach Äthiopien. Zudem war ich Mitglied einer Delegation, die mit russischen Behörden baurechtliche Fragen der Botschaft zu klären hatte.

Berufseinstieg

Mit meinem Studium der Rechtswissenschaft und einer Universitätsassistenz im Bereich Völkerrecht bewarb ich mich erfolgreich beim EDA. Die zweijährige Ausbildung zum Diplomaten befähigt mich, als Diplomat bei der Völkerrechtsdirektion des EDA tätig zu werden.

Tipps

Die diplomatische Karriere erfordert von den Angestellten und ihren Familien einerseits ein hohes Mass an Flexibilität und Anpassungsvermögen. Andererseits gewährt sie ihnen aber auch eine grosse Abwechslung und die Einsicht in völlig unterschiedliche Bereiche. Mir kommt das entgegen, weil es einen regelmässigen Wechsel der Aufenthaltsorte und Aufgaben nach sich zieht. Ich freue mich schon jetzt auf neue Herausforderungen in einem vollkommen anderen Umfeld, irgendwo auf der Welt.

Jurist, Projektleiter Direktion Arbeitgeberverband: Christian Maduz

Projektleiter Christian Maduz (2. v.l.) im Gespräch
Projektleiter Christian Maduz (2. v.l.) im Gespräch
Projektleiter Christian Maduz (2. v.l.) im Gespräch

Projektleiter Christian Maduz (2. v.l.) im Gespräch

Projektleiter Direktion beim Schweizerischen Arbeitgeberverband

«Gerade für Juristen ist es schwer, sich von der breiten Masse abzuheben. Gute Noten und/oder relevante Berufserfahrungen bereits während der Studienzeit helfen beim Berufseinstieg enorm. Auch über ein gewisses Netzwerk zu verfügen, kann von grossem Vorteil sein. Dies setzt insbesondere Kontakt- und Gesprächsbereitschaft voraus.»

JahrTätigkeit
2018 bis heuteLehrbeauftragter für Privatrecht, Kalaidos Law School
2017 – 2018CAS Arbeitsrecht, Universität Zürich (Fachanwaltskurs)
2014 bis heuteProjektleiter Direktion, Schweizerischer Arbeitgeberverband
2012 – 2014Master of Law, Universität Zürich
2011 – 2014Juristischer Mitarbeiter, Anwaltskanzlei mit arbeitsrechtlicher Ausrichtung
2010 – 2014Assistent, Lehrstuhl für Römisches Recht und Privatrecht, Universität Zürich
2009 – 2012Bachelor of Law, Universität Zürich
2008Matur mit Schwerpunkt «Wirtschaft und Recht», Kantonsschule Sargans, St. Gallen
Jetzige Tätigkeit

Aktuell arbeite ich als Projektleiter Direktion beim Schweizerischen Arbeitgeberverband. Dieser befasst sich als Dachverband von Branchen- und Regionalverbänden insbesondere mit wirtschaftspolitischen Fragestellungen in den Bereichen Arbeitsmarkt und Arbeitsrecht, Sozialpolitik und Sozialversicherungsrecht sowie in der Bildungspolitik, in welchen ich mich übergreifend engagieren darf.

Der Verband setzt sich für rechtlich liberale Rahmenbedingungen ein, um einerseits die bürokratischen Hindernisse im Bereich der Arbeitsbeziehungen kleinzuhalten und andererseits die internationale Standortattraktivität für Unternehmen – und damit Arbeitsplätze – zu wahren. Beispielsweise stellte sich für Firmen nach Annahme der Masseneinwanderungsinitiative die Frage, wie sie inskünftig ausreichend Personal rekrutieren können. Hierbei war eine meiner Aufgaben, ein gesamtheitliches Konzept auszuarbeiten, welches einen ausreichenden Zugang zu Arbeitskräften für sämtliche Branchen und Regionen ermöglicht. Anschliessend war es das Ziel, das erstellte Konzept möglichst umfassend in den politischen Prozess, also das Verwaltungs- und Gesetzgebungsverfahren, einzubringen. Politische Prozesse sind meist langwierige Verfahren und benötigen entsprechend Ausdauer und Geduld. Der Reiz dieser Tätigkeit liegt in der Zusammenarbeit mit den Verbandsmitgliedern sowie im Kontakt mit den politischen Akteuren und den Medien.

Interessant sind aber auch die Tätigkeiten in Branchen- und Regionalverbänden, welche zusätzliche Dienstleistungen anbieten, wie Rechtsberatungen und Seminarkurse. Davon profitieren insbesondere auch kleinere Unternehmen ohne Rechtsabteilungen, da die Regelwerke zunehmend komplexer werden. Die Verbände unterstützen also die Firmen, damit sich diese auf ihre unternehmerische Tätigkeit konzentrieren können. Daneben stellen die Arbeitgeberverbände das Gegenstück zu den Gewerkschaften und Arbeitnehmerverbänden dar. Zusammen bilden sie die Sozialpartnerschaft, handeln Gesamtarbeitsverträge aus und regeln die Privatwirtschaft. Damit können verschiedene sozialpolitische Missstände direkt durch die betroffenen Sozialpartner gelöst werden, ohne dass ein aufwendiges gesetzgeberisches Verfahren notwendig wird. In diesem Kontext nehmen wir vom Dachverband eine ergänzende Funktion wahr: Erweisen sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen für unsere Mitgliederverbände als impraktikabel oder gar als schädlich, ist es unsere Aufgabe, mit der Bundesverwaltung und dem Parlament in Kontakt zu treten, die Probleme darzulegen und mögliche Lösungen zu diskutieren. Beispielsweise sind die Regelungen zu Arbeitszeiten und deren Erfassung auf industrielle Betriebe ausgerichtet. Diese erweisen sich jedoch für andere Branchen oftmals als impraktikabel, weshalb mit unserer Mitwirkung verschiedene branchenspezifische Ausnahmebestimmungen vorgesehen wurden.

Berufseinstieg

Gerade für Juristen ist es schwer, sich von der breiten Masse abzuheben. Gute Noten und/oder relevante Berufserfahrungen bereits während der Studienzeit helfen beim Berufseinstieg enorm. Andernfalls können auch Praktika oder Volontariate neue Möglichkeiten eröffnen. Meine Beschäftigung beim Arbeitgeberverband war eine zufällige Fügung. Im Zuge meiner Abschlussarbeit kam ich mit dem Verbandsdirektor in Kontakt. Mein Profil entsprach dabei zufällig seinen Vorstellungen, worauf ich die neue Stelle gar ohne aufwendiges Bewerbungsverfahren erhielt.

Tipps

Meine bisherigen juristischen Stellen habe ich ebenfalls meist dank einem persönlichen Kontakt erhalten beziehungsweise vermittelt bekommen. Über ein gewisses Netzwerk zu verfügen, kann somit von grossem Vorteil sein. Dies setzt insbesondere Kontakt- und Gesprächsbereitschaft voraus.

Juristin, Rechtskonsulentin bei einem Telekommunikationsunternehmen

Symbolbild Telekommunikation
Symbolbild Telekommunikation, © Bild von Taken auf Pixabay
Senior Counsel/Rechtskonsulentin

«Als Senior Counsel bei einem Telekommunikationsunternehmen befasse ich mich hauptsächlich mit Vertrags-, Telekommunikations-, Wirtschafts- und Kartellrecht.»

Laufbahn
Senior Counsel in Telekommunikationsunternehmen, 80%
Arbeit in einem Unternehmen und einer Anwaltskanzlei
Anwaltspatent
Studium der Rechtswissenschaften
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite als Senior Counsel/Rechtskonsulentin in einem Telekommunikationsunternehmen im Bereich Wholesale. Das ist der Markt, in welchem sich die Telekommunikationsunternehmen selbst mit Produkten und Dienstleistungen beliefern. Ich berate Marketing und Sales in ihrer Geschäftsaktivität. Dazu entwerfe und bearbeite ich Verträge und Korrespondenz in Deutsch und Englisch.

Ich arbeite auch in Zivil- und Administrativverfahren mit. Ich informiere das Management und gebe Empfehlungen ab. Das Management und die zuständigen Personen entscheiden selbst, inwieweit sie meinen Empfehlungen folgen. Ferner arbeite ich bei der Entwicklung neuer Produkte mit, begleite Projekte rechtlich und entwickle die neuen Standardverträge. Organisation und Administration sind für mich ebenfalls eine notwendige Aufgabe.

Berufseinstieg

Im Anschluss an mein Studium der Rechtswissenschaften erlangte ich das Anwaltspatent. Nach Tätigkeiten in einem Unternehmen und einer Anwaltskanzlei bin ich jetzt für ein Telekommunikationsunternehmen tätig.

Tipps

Wichtige Instrumente für meinen Beruf sind die schriftliche und mündliche Sprache. In Sitzungen, Beratungen und allgemein für die Taktik, wie ich an ein Ziel gelange, braucht es zudem Kommunikationsskills.

Juristin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Bundesverwaltung

Symbolbild Bundeshaus
Symbolbild Bundeshaus, © Bild von Marcel Kessler auf Pixabay
Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Bundesverwaltung

«Die Sektion, in der ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin angestellt bin, erarbeitet unter anderen bilaterale Staatsverträge – die eigentlichen Verhandlungen sind jedoch der Höhepunkt eines Vertragsgeschäftes.»

Laufbahn
Juristin in einem Bundesamt, 50%, Mutter von zwei Kindern
Leitung eines zeitlich befristeten Projektes
Studium der Rechtswissenschaft, lic. iur.
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite als Juristin in der Abteilung Internationale Angelegenheiten bei einem Bundesamt. Vorgängig werden zwischen der Schweiz und der Vertragspartei Vertragsentwürfe und Gegenentwürfe ausgetauscht und kommentiert. Zudem werden Verträge von Drittstaaten mit unserem künftigen Vertragspartner analysiert. In internen und interdepartementalen Vorbereitungssitzungen wird der Verhandlungsspielraum der Schweiz festgelegt.

In der Parlamentsphase bedarf das Geschäft intensiver Betreuung. So müssen Reden für Kommissionen, Departementsvorsteher/in und Plenen von National- und Ständerat verfasst werden. Meine Sektion ist auch an der Ausarbeitung multilateraler Übereinkommen beteiligt. Die Sektion ist zudem zuständig für die Rechtsetzungsarbeiten auf Gesetzes- und Verordnungsstufe im Arbeitsgebiet der Abteilung und einzelne parlamentarische Vorstösse.

Berufseinstieg

Nach einem Studium der Rechtswissenschaft begann ich, als Juristin für die Abteilung Internationale Angelegenheiten bei einem Bundesamt tätig zu werden.

Tipps

Die Tätigkeit als Juristin in einer Abteilung mit internationalem Fokus erfordert besondere sprachliche Kompetenzen. So setzt nach Vertragsabschluss die eigentliche «Knochenarbeit» ein. Der Vertragstext muss übersetzt werden (bzw. extern erledigte Übersetzungen juristisch überprüft werden). Zudem findet die Konkordanzkontrolle statt. Dort wird geprüft, ob verschiedene Sprachversionen materiell identisch sind. Auch Anträge an den Gesamtbundesrat müssen geschrieben werden. Ferner wird eine Botschaft zu Händen des Parlamentes verfasst. Auch diese wird wieder übersetzt.

Juristin, Zentralsekretärin bei einer Mediengewerkschaft

Symbolbild Medien
Symbolbild Medien, © Bild von geralt auf Pixabay
Zentralsekretärin bei einer Mediengewerkschaft

«Als Juristin bei einer Gewerkschaft prüfe ich etwa, ob man Kündigungen verhindern kann oder handle mit den Arbeitgebern einen Sozialplan aus.»

Laufbahn
Zentralsekretärin bei einer Mediengewerkschaft
Zentralsekretärin bei einem Schweizer Journalistenverband
Praktikumsstelle und später stellvertretende Gerichtsschreiberin am Bezirksgericht
Befristete Stelle beim ehemaligen Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA)
Studium der Rechtswissenschaften und Basiskurs im Management von Nonprofit-Organisationen
Jetzige Tätigkeit

Als Zentralsekretärin bei einer Gewerkschaft im Umfeld der Medien bin ich für drei Bereiche zuständig: die Leitung des Sektors Presse, in dem die Journalistinnen und Journalisten der Zeitungen und Zeitschriften organisiert sind, die Kommission der freien Medienschaffenden sowie den Rechtsdienst der Gewerkschaft.

Ein Teil meiner Arbeit ist die Beratung von Mitgliedern, die Probleme an ihrem Arbeitsplatz haben. Es kann auch um Sozialversicherungen, Urheberrechte oder Persönlichkeitsschutz von Menschen gehen, über die geschrieben wurde oder die fotografiert worden sind. Oft berate ich auch ganze Abteilungen bei Streitigkeiten wie Stellen- und Pensenkürzungen. Weiter erarbeite ich für unsere freischaffenden Mitglieder Versicherungsangebote, eine Auftragsdatenbank, Merkblätter, Broschüren oder organisiere Tagungen zu Fachthemen.

Schliesslich gibt es auch eine Reihe sporadisch auftauchender, aber oft aufwendiger Aufgaben. Zum Beispiel, wenn es darum geht, im Rahmen einer Vernehmlassung des Bundes zur Revision des Urheberrechtsgesetzes Stellung zu nehmen. Oder wenn die Europäische Journalistenföderation Gäste in die Schweiz schickt oder wir mit anderen Verbänden des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes beschliessen, ein Referendum oder eine Initiative zu lancieren.

Berufseinstieg

Nach einem Studium der Rechtswissenschaft absolvierte ich einen Basiskurs im Management von Nonprofit-Organisationen. Anschliessend arbeitete ich für das ehemalige Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA). Nach Tätigkeiten beim Bezirksgericht wechselte ich zum Schweizer Journalistenverband. Aktuell arbeite ich als Zentralsekretärin bei einer Mediengewerkschaft.

Tipps

Bei meiner Tätigkeit braucht es viel Engagement und Ausdauer. Wenn wir als Gewerkschaft beispielsweise einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) erstellen möchten, versuchen wir dafür die Medienschaffenden zu mobilisieren. Ich gehe dann mit Kolleginnen und Kollegen in die Redaktionen, verteile Flugblätter, organisiere Versammlungen, sammle Unterschriften und lanciere Petitionen.

Wirtschaftsjuristin FH, Brokerin bei einer Unternehmensberatung

Symbolbild Brokerin
Symbolbild Brokerin, © Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Brokerin bei einem Beratungsunternehmen

«Meine Arbeit als Brokerin erfordert umfassendes betriebswirtschaftliches und rechtliches Fachwissen.»

Laufbahn
Brokerin bei einem Mergers & Acquisitions-Unternehmen in Zürich
Stellvertretende Amtsleiterin und Urkundsperson, stellvertretende Schreiberin der Erbschaftsbehörde Schaffhausen
Studium Wirtschaftsrecht an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit Abschluss: Bachelor in Wirtschaftsrecht
Fallverantwortliche Nachlassregelung Erbschaftsamt Schaffhausen
Lehrabschluss als kaufmännische Angestellte bei der Stadtverwaltung Schaffhausen und Berufsmaturität (berufsbegleitend)
Jetzige Tätigkeit

Seit sieben Jahren arbeite ich als Brokerin bei einem Unternehmen in Zürich, das sich auf Mergers & Acquisitions (Fusionen und Übernahmen) für kleinere und mittlere Unternehmen spezialisiert hat. Zu unseren Kerndienstleistungen zählen Unternehmensberatung und Unternehmensbewertung. Auch die Transaktionsberatung beim Kauf und Verkauf kleiner und mittlerer Unternehmen aller Branchen zählen dazu. Eine weitere Dienstleistung sind Immobilientransaktionen.

Meine Tätigkeit besteht darin, dass ich mit Mandatsverantwortung Projekte für Unternehmens- und Immobilienverkäufe betreue. Zudem befasse ich mich generell mit juristischen Problemstellungen bei Nachfolgeregelungen und berate Kundinnen und Kunden bei der Strategie- und Businessplanung.

Berufseinstieg

Am Anfang meiner Karriere steht eine Lehre: Bei der Stadtverwaltung Schaffhausen liess ich mich zur kaufmännischen Angestellten ausbilden. Berufsbegleitend absolvierte ich die Berufsmaturität. Danach arbeitete ich drei Jahre auf dem Erbschaftsamt Schaffhausen als Fallverantwortliche für die Nachlassregelung. Fünf weitere Jahre war ich als stellvertretende Amtsleiterin und Urkundsperson tätig. Berufsbegleitend studierte ich von 2008 bis 2012 Wirtschaftsrecht an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW).

Tipps

Während meines Studiums konnte ich stark von meinem juristisch geprägten Umfeld profitieren. Der Grund für das Studium war mein Wunsch, mich weiterentwickeln zu können. Ohne schulische Herausforderung hatte ich mich zu langweilen begonnen. Meine Wahl fiel auf Wirtschaftsrecht an einer Fachhochschule, weil ich ein grosses Interesse an juristischen Fragestellungen hatte und für mich – aus finanziellen Gründen – nur ein Teilzeitstudium in Frage kam.

Bei der Tätigkeit als Brokerin ist sowohl betriebswirtschaftliches als auch rechtliches Fachwissen gefragt, insbesondere in den Bereichen Finanzen, Buchhaltung, Vertragsgestaltung und Steuern. Wichtig sind auch analytische Fähigkeiten, Fingerspitzengefühl, Flexibilität und Verhandlungsgeschick.

Wirtschaftsjurist FH, Senior Consultant bei einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen

Symbolbild Wirtschaftsrecht
Symboldbild Wirtschaftsrecht, © Bild von skeeze auf Pixabay
Senior Consultant bei einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen

«Wer sich von der Masse der Hochschulabsolventen und -absolventinnen abheben will, braucht zusätzliche Qualifikationen – zum Beispiel spezifische Berufserfahrung.»

Laufbahn
Senior Consultant bei einem Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen
Berufsbegleitendes Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Luzern (Master of Law)
Studium Wirtschaftsrecht an der ZHAW (Abschluss: Bachelor in Wirtschaftsrecht)
Notariatssekretär und Konkursbeamter
Kaufmännische Lehre auf einem Notariat sowie Berufsmaturität an der KV Zürich Business School
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite als Senior Consultant bei einem Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen. Wir prüfen beispielsweise Compliance- und Risikomanagement-Prozesse bei Banken. Ich beschäftige mich auch mit Projekten, die den Verkauf oder beispielsweise die Gründung von Banken am Finanzmarkt zum Inhalt haben.

Ausserdem berate ich Kundinnen und Kunden im Bereich Gesellschaftsrecht. Dazu gehören die Vorbereitung und Durchführung von Gründungen, Fusionen, Statutenänderungen und Generalversammlungen. Meine Aufgaben werden immer komplexer.

Berufseinstieg

Ich absolvierte eine kaufmännische Lehre auf einem Notariat sowie die Berufsmaturität an der KV Zürich Business School. Danach arbeitete ich als Notariatssekretär und Konkursbeamter. Anschliessend studierte ich Wirtschaftsrecht an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit Schwerpunkt Finanzmarktrecht und Unternehmensrecht. Schon während meines Bachelorstudiums arbeitete ich in Teilzeit für ein internationales Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen. An der Universität Luzern absolviere ich noch den Studiengang Master of Law.

Tipps

Enorm wichtig für meinen Werdegang war meine Berufserfahrung im juristischen Umfeld. Auch die Vernetzung spielt im Berufsfeld Wirtschaftsrecht eine zentrale Rolle. Ich engagiere mich im Vorstand der Alumni ZHAW School of Management and Law. Unsere Mitglieder sind in vielen Unternehmen an Schlüsselstellen anzutreffen. Das ermöglicht einen interessanten Wissens- und Erfahrungsaustausch.



berufsberatung.ch