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Chemie und Biochemie: Berufsmöglichkeiten

Porträts von Berufsleuten mit Abschluss in Chemie und Biochemie

Chemie und Biochemie

Christoph Schütz: Wirtschaftschemiker als Trainee in der pharmazeutischen Industrie

Symbolbild Arznei
Symbolbild Arznei, © Bild von Steve Buissinne auf Pixabay
Wirtschaftschemiker

«Gerade die selbständige Organisation des Arbeitsalltags, aber auch die enge und direkte Zusammenarbeit mit den Kunden unserer Produkte, war eine sehr spannende und herausfordernde Erfahrung.»

JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
JahrTätigkeit
Jetzige Tätigkeit

Seit etwas mehr als einem Jahr arbeite ich nun bei Boehringer Ingelheim am Standort Ingelheim. Als selbständiges Familienunternehmen ist Boehringer Ingelheim aktuell das zweitgrößte pharmazeutische Unternehmen in Deutschland. Der Fokus des Unternehmens liegt auf den Bereichen der Forschung und der Entwicklung von innovativen Arzneimitteln in den Bereichen Humanpharmazeutika und Tiermedizin. Das Ziel von Boehringer Ingelheim ist es, durch Innovation Werte zu schaffen, die die Lebensqualität der Kunden nachhaltig verbessern sollen. Ich arbeite aktuell in einem so genannten „Graduate Development Programm“ im Bereich Consumer Health Care. Ziel eines solchen Trainee-Programmes ist es, Hochschulabsolventen einen möglichst tiefen Einblick in den jeweiligen Geschäftsbereich von Boehringer Ingelheim zu gewähren, um sie so bestmöglich auf zukünftige Aufgaben innerhalb des Unternehmens vorzubereiten. Dabei spielen zwei Komponenten eine wichtige Rolle: Das „Training on the job“ bei dem der Trainee eigenverantwortlich anspruchsvolle Projekte bearbeitet, aber auch das Tagesgeschäft der jeweiligen Station kennenlernt. Im Rahmen eines „Trainings of the job“ belegt der Hochschulabsolvent zudem verschiedenste Seminare und Workshops.

Ein Trainee-Programm bei Boehringer Ingelheim ist auf 2 Jahre ausgelegt. Als typisches Programm für Berufseinsteiger wechselt der Trainee alle 2 - 6 Monate seine Station. Ob mit naturwissenschaftlich-technischem, rechtswissenschaftlichem oder betriebswirtschaftlichem Hintergrund - Boehringer Ingelheim beschäftigt und akquiriert Hochschulabsolventen aus den unterschiedlichsten Disziplinen. Im Rahmen meines Trainee-Programmes bei Boehringer Ingelheim durchlaufe ich verschiedene Stationen im Geschäftsbereich Consumer Health Care. In meiner ersten Station durfte ich die Marktforschung kennenlernen. Während drei Monaten konnte ich hier Einblicke in die Arbeit eines Marktforschers bei Boehringer Ingelheim gewinnen. Neben diversen eigenverantwortlichen Projekten durfte ich auch an der Entwicklung eines neuen Werbespots für eines unserer Präparate mitwirken.

Berufseinstieg

[nicht definitiver Text] In einer zweiten Station konnte ich in einem Zeitraum von 6 Monaten erfahren, wie sich der Alltag im Apotheken-Aussendienst bei Boehringer Ingelheim gestaltet. In einem Gebiet in und um Bremen war ich eigenverantwortlich für die Betreuung von ca. 400 Kunden zuständig. Gerade die selbständige Organisation des Arbeitsalltags, aber auch die enge und direkte Zusammenarbeit mit den Kunden unserer Produkte, war eine sehr spannende und herausfordernde Erfahrung.

Tipps

[nicht definitiver Text] In meiner aktuellen Station arbeite ich im Consumer Health Care Marketing Germany. Hier kann ich erste Erfahrungen sammeln, was es bedeutet, im Produktmanagement eines Pharmaunternehmens zu arbeiten. Die Arbeit im Marketing ist dabei sehr vielfältig: Neben der Planung und Budgetierung ist es mir möglich, erste Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit externen Agenturen, im Projektmanagement und im Bereich Communications zu sammeln. Weitere Stationen, die noch folgen werden, sind voraussichtlich im Controlling und in der Logistik angesiedelt. Die Planung und Gestaltung des Trainee-Programmes innerhalb der verschiedenen Geschäftseinheiten kann aber je nach individuellen Fähigkeiten, Stärken und Talenten mit dem entsprechenden Vorgesetzten abgestimmt werden. Auch ein Wechsel innerhalb der verschiedenen Geschäftsbereiche ist möglich und gewünscht.

Annina Gaschen: Chemikerin als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundesamt für Verkehr

Annina Gaschen, © Annina Gaschen
Annina Gaschen, © Annina Gaschen
Chemikerin im Bereich der Störfallvorsorge und Gefahrengut:

«Gib in jedem Job dein Bestes! Eine positive Lebenseinstellung, Zuverlässigkeit und geistige Flexibilität sind wichtig.»

JahrTätigkeit
Seit 2014 bis heuteWissenschaftliche Mitarbeiterin Störfallvorsorge und Gefahrguttransport Eisenbahn, Bundesamt für Verkehr BAV
2008 – 2014Praktikum in einem Start-up im Bereich CO2-Management, anschliessend Projektleiterin Fachbereich Gefahrgut/Gefahrstoffe, Neosys AG (Ingenieurbüro)
2008 – 2011Lehrdiplom Sekundarstufe 2 (Chemie), Pädagogische Hochschule Bern
2002 – 2008Doktorat in analytischer Umweltchemie an der Universität Bern, anschliessend Post-docs am Paul Scherrer Institut, an der ETH Zürich und an der Universität Bern, Gastaufenthalte an einem Forschungsinstitut in Wellington NZ
1997 – 2001Studium Chemie und Biochemie, Universität Bern
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite 80% als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundesamt für Verkehr. Meine drei Kollegen und ich setzen uns mit den Risiken aus dem Bahntransport von Chemikalien auseinander. Konkret geht es um die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls eines Güterzuges und die Schäden an Bevölkerung und Umwelt: auslaufende Chemikalien können einen Brand oder eine Explosion verursachen, sind giftig oder schädlich für Gewässer.

Zu meinen Hauptaufgaben gehört die Entwicklung der Methodik für die Berechnung des Risikos und die Prüfung von Massnahmen, mit denen man das Risiko zu reduzieren versucht. Ich habe Kontakt zu Fachexperten bei den Eisenbahnen, zu anderen Bundesämtern und zu Ingenieurbüros im In- und Ausland. Zu meinen Aufgaben gehört auch die Inspektion von Güterwagen, die Chemikalien transportieren (siehe Foto).

Berufseinstieg

Das Studium war sehr strukturiert, intensiv und dauerte nur 4 Jahre, wie in den Naturwissenschaften üblich. Weil mir die Arbeit in der Forschung gefallen hat, machte ich anschliessend das Doktorat und Post-docs an verschiedenen Schweizer Hochschulen und Universitäten. Zu diesen Stellen kam ich nicht über eine Bewerbung, sondern über Kontakte.

Da unbefristete Stellen an Universitäten rar sind, machte ich das Lehrdiplom in Chemie, um meine Chancen auf eine feste Anstellung zu erhöhen. Während eines Praktikums lernte ich den Chef eines Ingenieurbüros kennen, der auf der Suche nach einer Chemikerin war, die Erfahrung in der Lehrtätigkeit hatte. Zu meiner jetzigen Stelle kam ich über ein Stellenangebot und dank meiner Erfahrung in diesem sehr spezifischen Fachbereich der Störfallvorsorge.

Tipps
  • Gib in jedem Job immer dein Bestes! Eine gute Arbeitsmoral, eine positive Lebenseinstellung und geistige Flexibilität sind genauso wichtig wie eine solide fachliche Ausbildung. So gelingt auch der Berufseinstieg besser.
  • Arbeite hart, aber schau dabei gut zu dir (Work-Life-Balance).
  • Wähle dein Studienfach, weil die Materie dich beflügelt, und nicht nur deshalb, weil der spätere Beruf Geld und Karriere verspricht oder die Wünsche deiner Eltern erfüllt.

Nicola Lüdi: Chemiker FH als Wissenschaftlicher Assistent an der ZHAW

Nicola Lüdi, © Nicola Lüdi
Nicola Lüdi, © Nicola Lüdi
Wissenschaftlicher Assistent im Bereich Materialwissenschaften/Nanotechnologie:

«Bei einer Tätigkeit in der Forschung ist es hilfreich, auch Fehlschläge als wertvolle Erkenntnisse zu betrachten.»

JahrTätigkeit
Seit 2019 bis heuteWissenschaftlicher Assistent an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in der Fachgruppe für Funktionsmaterialien und Nanotechnologie
2016-2019Bachelorstudium in Chemie mit Vertiefungsrichtung Biochemie an der ZHAW in Wädenswil
Jetzige Tätigkeit

Als Wissenschaftlicher Assistent an der ZHAW bin ich in ein Forschungsprojekt zur Entwicklung einer neuen Generation von Biosicherheits-Anzügen involviert. Meine Hauptaufgabe ist die Produktion der Filtermaterialien, welche schlussendlich in die Anzüge eingebaut werden. Da diese Filtermaterialien erst in den letzten Jahren entdeckt wurden, gibt es noch keine etablierten Protokolle für deren Produktion und entsprechend besteht ein Teil meiner Arbeit im Durchforsten der dazu publizierten Fachliteratur. Auf dieser Basis entwickle und teste ich dann mögliche Produktionsverfahren.

Die erhaltenen Filter werden durch weitere ins Projekt involvierte Fachstellen geprüft und in die Anzüge eingebaut. Der Job erfordert also auch Kommunikationsfähigkeiten, um die eigene Arbeit mit den anderen Projektpartnern zu koordinieren. Besonders geniesse ich, dass ich nach erfolgter Planungsarbeit auch gleich selber im Labor tätig werden darf, was für eine gute Abwechslung sorgt.

Berufseinstieg

Ich hatte das grosse Glück, dass ich direkt nach dem Studium bei der Fachgruppe arbeiten durfte, in der ich zuvor meine Bachelorarbeit geschrieben hatte. Nach meiner Erfahrung ist ein gutes Netzwerk an Bekanntschaften innerhalb der akademischen Gesellschaft eine grosse Hilfe, wenn man später in der Forschung tätig sein möchte. Es lohnt sich auf jeden Fall, während des Studims einen guten Eindruck bei den Dozierenden, welche gleichzeitig Fachgruppenleiter sind, zu hinterlassen. Ich bin nicht der Einzige, der den Berufseinstieg über das Netzwerk eines Dozierenden geschafft hat!

Tipps

Nebst dem erwähnten Aufbau von Kontakten ist es wichtig, nicht nur gute theoretische Fähigkeiten mitzubringen, sondern auch das praktische „Know-how“ und den Drang, Ideen in die Tat umzusetzen. Und schliesslich ist es sowohl für den Arbeitsfortschritt als auch für das mentale Wohlbefinden hilfreich, auch Fehlschläge als wertvolle Erkenntnisse zu betrachten und diese genau zu dokumentieren, damit künftige Forscher nicht dieselben Fehler machen müssen.



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