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Meister/in Wärmetechnikplanung HFP

Wärmetechnikplanerinnen und Wärmetechnikplaner sind Fachpersonen für die Planung von wärmetechnischen Anlagen wie Heizungen und Lüftungen bei Neubauten oder im Rahmen von Sanierungen. Sie sind in Planungs- oder Installationsunternehmen tätig und leiten oftmals ein Projektteam. Sie sind wichtige Akteure für die Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Planung, Konstruktion - Gebäudetechnik

Branchen

Gebäudetechnik - Gebäudetechnik: Spenglerei, Sanitär, Heizung, Lüftung, Klima

Swissdoc

0.440.105.0

Aktualisiert 14.03.2022

Tätigkeiten

Sie üben folgende Tätigkeiten aus:

Konzepte erstellen

  • Kundschaft bezüglich wärmetechnischen Anlagen beraten und ihnen komplexe Sachverhalte verständliche darlegen
  • sicherstellen, dass die Planung dem Stand der Technik, den rechtlichen Vorgaben, den branchenspezifischen Normen und Standards sowie den Ansprüchen der Kundschaft entspricht
  • in der Planung umweltschonende und energieeffiziente Lösungen sowie den Einsatz von erneuerbaren Energieträgern fördern
  • Planungskonzepte und technische Berechnungen erstellen sowie komplexe Pläne und Schemata zeichnen

Projekte leiten und überwachen

  • Projekte von Anfang bis Schluss verantworten
  • Projekt- und Betriebskosten ermitteln und steuern
  • Mitarbeitende auf den Baustellen instruieren und Lernende ausbilden und anweisen
  • Ansprechperson für Baufachleute, Bauherrschaft, Architekturbüros oder Behörden sein
  • auf Unvorhergesehenes im Rahmen des Projekts flexibel und vernetzt reagieren
  • Inbetriebnahme der Anlagen überwachen und Projekte abschliessen

Ausbildung

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in der Regel in Form von Modulen erworben. Das Qualifikationsprofil und die Modulbeschreibungen finden sich im Anhang der Wegleitung, siehe suissetec-Webseite.

Bildungsangebote

Bildungszentren suissetec in ­Lostorf SO (deutsch) und Colombier NE (französisch)

Dauer

Lostorf: ca. 2 Jahre, berufsbegleitend: Ausbildungsblöcke, insgesamt 23 Wochen

Colombier: ca. 3.5 Jahre, berufsbegleitend

Module

  • Beraten und Konzipieren von wärmetechnischen Anlagen
  • Erstellen von Berechnungen für wärmetechnische Anlagen
  • Erstellen und Überprüfen von Planungsunterlagen
  • Ermitteln und Steuern von Projektkosten
  • Leiten und Überwachen von Projekten
  • Führen von Projektteams und Lernenden

Abschluss

"Meister/in Wärmetechnikplanung"

Voraussetzungen

Vorbildung

    Bei Prüfungsantritt erforderlich:

  • Eidg. Fähigkeitszeugnis, EFZ, als Gebäudetechnikplaner/in Heizung und mind. 4 Jahre Berufspraxis
  • oder eidg. Fähigkeitszeugnis, EFZ, als Gebäudetechnikplaner/in Sanitär, Lüftung oder Kältesysteme und mind. 5 Jahre Berufspraxis
  • oder eidg. Fachausweis als Chefmonteur/in Heizung, Sanitärplaner/in oder Sanitärmeister/in und mind. 3 Jahre Berufspraxis
  • oder eidg. Diplom als Heizungsmeister/in und mind. 2 Jahre Berufspraxis
  • Zusätzlichen zu den genannten Bedingungen:

  • erforderliche Modulabschlüsse oder Gleichwertigkeits­bestätigungen

Anforderungen

  • bautechnische Kenntnisse
  • technisches Verständnis
  • vernetztes Denken und Handeln
  • systematische Arbeitsweise
  • exakte Arbeitsweise
  • Verhandlungsgeschick
  • gute Allgemeinbildung

Weiterbildung

Kurse

Angebote von Berufsfachschulen sowie von Berufsverbänden, insbesondere von suissetec

Fachhochschule

Bachelor of Science (FH) in Gebäudetechnik. Je nach Fachhochschule gelten unterschiedliche Zulassungsbedingungen.

Berufsverhältnisse

Wärmetechnikplanerinnen und Wärmetechnikplaner arbeiten oft sehr selbstständig, beispielsweise bei der Erarbeitung von Konzepten. Für die Ausführung ist aber die Zusammenarbeit mit weiteren Fachpersonen, beispielsweise Bauherren oder Architektinnen, zentral. Ihre Arbeit findet einerseits im Büro und andererseits draussen auf Baustellen statt. 

Die Fachkräfte übernehmen in Planungs- und Ingenieurbüros sowie Unternehmen der Gebäudetechnikbranche oftmals leitende Funktionen. Auch die Führung eines eigenen Betriebs ist möglich. Die Arbeitsmarktsituation ist aufgrund der Förderung von nachhaltigen und energieeffizienten Gebäuden generell sehr vorteilhaft. Die schnellen technologischen und zum Teil auch rechtlichen Entwicklungen erfordern eine laufende Weiterbildung. 

 

Weitere Informationen

Adressen

Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband (suissetec)
Auf der Mauer 11
Postfach
8021 Zürich 1
Tel.: +41 43 244 73 00
URL: https://www.suissetec.ch
E-Mail:

berufsberatung.ch