Landwirt EFZ
Landwirtin EFZ

Passt der Beruf zu mir?
Landwirtschaft
Dauer
3 Jahre
Abschluss
Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ
Lohnangaben

1. Lehrjahr: CHF 1200–1500.–
2. Lehrjahr: CHF 1400–1600.–
3. Lehrjahr: CHF 1250–1750.–

Als Landwirtin oder Landwirt produzierst du pflanzliche oder tierische Lebensmittel. Du baust Pflanzen an oder hältst Nutztiere. Dabei spezialisierst du dich auf eine Produktionsform: Ackerbau, Alp- und Berglandwirtschaft, biologischer Pflanzenbau, Rindviehhaltung, Geflügelhaltung oder Schweinehaltung.

Aufgaben

Pflanzliche Lebensmittel produzieren
  • für fruchtbaren Boden sorgen, etwa durch Wechsel zwischen Ackerbau, Futteranbau und Weideflächen
  • Biodiversität erhalten und fördern, insbesondere durch Wiesen, Hecken oder Blumenflächen
  • verschiedene Kulturen wie Getreide, Kartoffeln oder Raps anbauen und vor Krankheiten und Schädlingen schützen
  • verschiedene Produktionsweisen anwenden: zum Beispiel integrierte oder biologische Produktion
  • Düngeplan erstellen und Düngemittel umweltgerecht anwenden
  • Produkte ernten, einlagern und vermarkten
Tierische Lebensmittel produzieren
  • Nutztiere halten und aufziehen, zum Beispiel Milchkühe, Rinder, Geflügel oder Schweine
  • Grünflächen für die Futterproduktion bewirtschaften, Vorräte verwalten
  • für das Wohlbefinden der Herde sorgen und die Tierschutzvorschriften einhalten, etwa durch Weidegang oder ausgewogene Fütterung
  • geeignete Tiere für die Zucht auswählen
  • Gesundheit der Tiere überwachen und Tierseuchen mit Impfungen und anderen Massnahmen vorbeugen
  • Produkte wie Milch, Joghurt, Käse, Fleisch oder Eier für den Direktverkauf oder die Weiterverarbeitung lagern und verpacken
Geräte und Gebäude nutzen und warten
  • landwirtschaftliche Fahrzeuge, Maschinen und Werkzeuge nutzen und dabei die Sicherheitsvorschriften beachten
  • Traktoren, Geräte und Anlagen wie Hühnerställe, Gewächshäuser oder Silos warten
  • Gebäude instand halten und renovieren, an Bau- oder Modernisierungsprojekten mitwirken
Büroarbeiten erledigen
  • einen Produktionsplan erstellen
  • Buchhaltung führen
  • Betriebsdaten erfassen und laufend aktualisieren
  • Unterlagen und Dokumentationen an die zuständigen Behörden übermitteln

Arbeitsumgebung

Als Landwirtin oder Landwirt bewirtschaftest du deinen eigenen Betrieb oder einen gepachteten Hof. Der Pflanzenanbau hängt stark vom Wetter ab. Bei einem grossen Teil deiner Arbeit setzt du Maschinen ein. Die Tiere betreust du täglich. In den Bergen sind die Bedingungen schwieriger: steiles Gelände und raues Klima fordern dich heraus. 

Meist arbeitest du selbstständig in einem Familienbetrieb, der sich auf einen oder mehrere Produktionszweige spezialisiert hat. Anstellungen gibt es wenige, vor allem in grossen Betrieben. Der Rückgang der Produktpreise führt dazu, dass es immer weniger Betriebe gibt. Du kannst dein Einkommen durch den Direktverkauf von Hofprodukten, Agrotourismus oder eine bezahlte Tätigkeit ausserhalb der Landwirtschaft ergänzen. Eine zweite Ausbildung, zum Beispiel in Mechanik, Bauwesen oder Forstwirtschaft, kann dabei helfen. Manchmal findest du auch eine Stelle in einem Unternehmen mit Bezug zur Landwirtschaft, etwa bei Saatgutlieferanten, Herstellern von Pflanzenschutzmitteln oder landwirtschaftlichen Genossenschaften.

Anforderungen und Interessen

Anforderungen
  • Selbstständige Arbeitsweise
  • Körperliche Widerstandsfähigkeit
  • Bereitschaft, auch auf Abruf zu arbeiten
  • Einfallsreichtum und sich zu helfen wissen
  • Manuelles Geschick
  • Eigeninitiative
  • Beobachtungsgabe
  • Unangenehme Gerüche ertragen können
Interessen
  • Draussen arbeiten
  • Körperlich aktiv sein
  • Mit Pflanzen arbeiten
  • Mit Tieren arbeiten
  • Mit Maschinen arbeiten

Ausbildung

Betrieb

Praktische Ausbildung in einem landwirtschaftlichen Betrieb: 4 Tage pro Woche

Schule

1 Tag pro Woche an den kantonalen Berufsfachschulen

Überbetriebliche Kurse
  • Fachrichtung Rindviehhaltung: 11 Tage während 3 Jahren
  • andere Fachrichtungen: 12 Tage während 3 Jahren
Vollzeitschule
Dauer

3 Jahre

Fachrichtungen
  • Ackerbau
  • Alp- und Berglandwirtschaft
  • Biologischer Pflanzenbau
  • Rindviehhaltung
  • Geflügelhaltung
  • Schweinehaltung
Zulassung
  • obligatorische Schule abgeschlossen
  • einige Betriebe verlangen einen Eignungstest  
Berufsmaturität

Bei sehr guten schulischen Leistungen können die Lernenden zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besuchen.

Abschluss

Landwirt / Landwirtin EFZ

Weiterbildung

Kurse

Angebote landwirtschaftlicher Bildungs- und Beratungszentren wie Inforama oder Strickhof

Zusatzausbildung

Als Landwirtin oder Landwirt kannst du in der Regel eine verkürzte Lehre in einem anderen landwirtschaftlichen Beruf machen:

Berufsprüfung 

Höhere Fachprüfung

  • Meisterlandwirt/in HFP

Höhere Fachschule 

Fachhochschule

Je nach Fachhochschule gelten unterschiedliche Zulassungsbedingungen.

Weitere Infos