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Farbdesigner/in (BP)

Farbdesigner/innen haben ein vertieftes Verständnis für Fragen der Farbgestaltung. Sie erarbeiten Farbkonzepte und gezielte Farbentwürfe für Industrie, Gewerbe, öffentliche Institutionen und Private.

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Kategorien
Bildungstypen

Weiterbildungsberuf

Berufsfelder

Gestaltung, Kunst

Branchen

Kunst & Kunsthandwerk - Visuelle Kommunikation - Textilien und Leder - Bekleidung - Malerei / Gipserei / Plattenlegerei - Innendekoration, Bodenlegerei, Glaserei

Swissdoc

0.822.9.0

Aktualisiert 10.11.2016

Tätigkeiten

Farbdesigner/innen sind Fachleute für Fragen der Farbgestaltung. Sie kennen die Grundlagen der Farbenlehre und verstehen die Zusammenhänge der Licht- und Farbwahrnehmung. Sie setzen sich mit der ästhetischen, psychologischen und symbolischen Wirkung der Farben auseinander.

Das Wissen von Farbdesignern und -designerinnen wird von den verschiedensten Fachbereichen in Anspruch genommen: Innenarchitektur, Produktdesign, Raumgestaltung, Mode, Werbung etc. Farbdesigner/innen nehmen Aufträge entgegen für die Entwicklung von Farbkonzepten, -kombinationen und -vorschlägen, z. B. für Innenräume oder Bekleidung. Sie berücksichtigen neben der Funktion des Objektes auch die Bedürfnisse der Auftraggebenden und überlegen sich, wie die beabsichtigte Stimmung vermittelt werden kann. Bei der Entwicklung des Farbkonzepts beziehen sie die vorhandenen Materialien mit ein.

Farbdesigner/innen setzen sich mit den charakteristischen Farbgebungen von Epochen auseinander, von der Antike bis zur Gegenwart. Sie wissen Bescheid über Stilrichtungen, Entwicklungstendenzen und Modeströmungen in den Bereichen Innenarchitektur, Dekoration, Textildesign und Produktdesign.

Eine wichtige Rolle in der Arbeit von Farbdesignern und Farbde­signerinnen spielt die gezielte Beratung der Auftraggebenden. Sie gehen auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Kundschaft ein und tragen den unterschiedlichen Ansprüchen Rechnung.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. genehmigtes Reglement vom 14.4.1999

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in der Regel in Form von Modulen erworben. Das Reglement ist beim Prüfungssekretariat erhältlich.

Bildungsangebote

Schweiz. Textilfachschule STF in Bern, St. Gallen und Zürich

Dauer

2 Jahre, berufsbegleitend

Module

Farbenlehre, Farbpsychologie, Farben in der Gestaltung, Farbe und Raum, Beratung

Abschluss

"Farbdesigner/in mit eidg. Fachausweis"

Voraussetzungen

Vorbildung

Bei Prüfungsantritt erforderlich:

  • Abschluss einer mind. 3-jährigen beruflichen Grundbildung oder einer gleichwertigen Ausbildung und 1 Jahr Berufspraxis im Bereich der Farbberatung nach der Grundbildung

oder

  • ohne Abschluss einer beruflichen Grundbildung ist eine ­mind. 5-jährige Berufspraxis im Bereich der Farbberatung eines branchenspezifischen Betriebes nachzuweisen
Anforderungen
  • umfassende gestalterische Grundkenntnisse
  • Kreativität
  • systematische Arbeitsweise

Weiterbildung

Kurse

Angebote von Fach- und Berufsfachschulen, Schulen für Gestaltung und Verbänden

Höhere Fachschule

Bildungsgänge in verwandten Fachrichtungen, z. B. dipl. Farbgestalter/in HF oder dipl. Gestalter/in HF Produktdesign

Fachhochschule

Studiengänge im Fachbereich Design, z. B. Bachelor of Arts (FH) in Innenarchitektur oder Bachelor of Arts (FH) in Produkt- und Industriedesign

Berufsverhältnisse

Mögliche Tätigkeitsbereiche von Farbdesignern und Farbdesignerinnen sind Innenarchitektur, Produktdesign, Grafik, Werbung, Mode, Farbberatung und Verkauf. Die meisten Farbdesigner/innen sind selbstständig erwerbend und üben ihre Tätigkeit in Ergänzung zu einem gestalterischen Beruf aus.

Weitere Informationen

Adressen

Prüfungskommission Farbdesigner FA
Förrlibuckstr. 60
8005 Zürich
Tel.: 078 666 93 88
E-Mail:

Schweiz. Textilfachschule STF
Hallwylstr. 71
8004 Zürich
Tel.: 044 360 41 51
Fax: 044 360 41 50
URL: http://www.stf.ch
E-Mail: