Lohn verhandeln
Der Lohn wird zwischen Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden verhandelt. Eine gute Vorbereitung und überzeugende Argumente helfen dabei, einen angemessenen Lohn auszuhandeln.
- Bringen Sie konkrete Zahlen zum üblichen Lohn für die angestrebte Position zur Verhandlung mit.
- Begründen Sie Ihre Lohnvorstellungmit Ihrer Berufserfahrung, Ausbildung und den Aufgaben, die Sie übernehmen.
- Berücksichtigen und verhandeln Sie neben dem Lohn auch Zusatzleistungen und Arbeitsbedingungen.
Lohnvorstellung herausfinden und konkrete Zahlen mitbringen
Überlegen Sie sich vor der Lohnverhandlung, welche Lohnvorstellung Sie für die Stelle haben: Welcher Lohn wäre Ihr Wunschlohn? Welcher Lohn ist für Sie das Minimum, um den Job anzunehmen?
Gehen Sie mit konkreten Zahlen in das Gespräch, dann können Sie das Angebot des Arbeitgebers einordnen und beurteilen, ob es fair ist. Wenn Sie im Gespräch Ihre Lohnvorstellung nennen, setzen Sie eher am oberen Ende der angemessenen Lohnspanne an, da Arbeitgebende sich tendenziell am unteren oder mittleren Wert orientieren. Lohnrechner helfen bei einer Einschätzung, welche Löhne für ähnliche Positionen üblich sind. Mehr dazu: Seinen Lohn berechnen und vergleichen.
Wenn es für den Job, den Sie anstreben, einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) oder Normalarbeitsvertrag (NAV) gibt, prüfen Sie, dass das Stellenangebot mindestens den Bedingungen im GAV oder NAV entspricht. Dafür können Sie die Seite des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) zu den GAV Bund und GAV Kantone durchsuchen.
Argumente für einen höheren Lohn
Es ist wichtig, dass Sie die eigene Lohnvorstellung begründen können. Argumente sind besonders wirkungsvoll, wenn sie sich konkret auf Ihre Aufgaben und Ihren Beitrag beziehen. Die folgenden Punkte können als Argumente dienen, wenn sie auf Ihre Situation zutreffen:
Zusatzleistungen und Arbeitsbedingungen berücksichtigen
Neben dem Lohn können auch Zusatzleistungen und Arbeitsbedingungen eine Stelle für Sie attraktiver machen. Zusätzliche Ferientage oder ein Generalabonnement können zum Beispiel einen grossen Unterschied machen. Auch Zusatzleistungen können Teil der Lohnverhandlung sein. Gerade wenn der Lohnspielraum begrenzt ist, lohnt es sich, darüber zu sprechen. Möglich sind beispielsweise folgende Zusatzleistungen:
- zusätzliche Ferientage
- Kostenübernahme für Weiterbildungen
- flexible Arbeitszeiten
- Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten
- Boni zusätzlich zum Fixlohn, beispielsweise ein Bonus am Jahresende für gute Leistungen
- Beiträge an den Arbeitsweg, zum Beispiel ein Halbtax-Abonnement
- Beteiligungen an Zusatzversicherungen oder besser Versicherungsleistungen
- weitere Vergünstigungen, beispielsweise für Sportangebote
Eine Lohnerhöhung aushandeln
Wenn Sie bereits im Unternehmen arbeiten, sind bei einer Lohnverhandlung neben guten Argumenten vor allem der Zeitpunkt und der Gesprächsrahmen entscheidend. Sinnvoll ist ein Gespräch zum Beispiel nach dem erfolgreichen Abschluss eines Projekts, bei erweiterten Aufgaben oder im Rahmen eines Mitarbeitergesprächs. Auch die Situation im Unternehmen spielt eine Rolle: In Phasen mit hohem Arbeitsdruck oder Unsicherheit ist der Spielraum oft geringer.
Führt die Lohnverhandlung nicht zum gewünschten Ergebnis, lohnt es sich, nach den Gründen zu fragen und zu einem späteren Zeitpunkt ein weiteres Gespräch zu vereinbaren.