Oberflächenveredler Uhren und Schmuck EFZ
Oberflächenveredlerin Uhren und Schmuck EFZ

Passt der Beruf zu mir?
Mikrotechnik, Uhren
Kunst, Kunsthandwerk
Dauer
3 Jahre
Abschluss
Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ
Lohnangaben

1. Lehrjahr: CHF 596–894.–
2. Lehrjahr: CHF 894–1192.–
3. Lehrjahr: CHF 1192–1490.–
4. Lehrjahr: CHF 1490–1788.–

Als Oberflächenveredlerin oder Oberflächenveredler Uhren und Schmuck polierst du hochwertige Objekte, zum Beispiel Uhrenteile, Gehäuse oder Schmuck. Du verleihst den Oberflächen das gewünschte Aussehen. Du arbeitest entweder von Hand mit speziellen Werkzeugen oder mit computergesteuerten Maschinen (CNC).

Aufgaben

Arbeiten organisieren
  • Kundenwünsche aufnehmen und prüfen, ob der Auftrag ausgeführt werden kann
  • einzelne Arbeitsschritte planen und dafür sorgen, dass die Qualitätsstandards eingehalten werden
  • Arbeitsplatz vorbereiten und die Werkzeuge warten
  • mithelfen, Prozesse laufend zu verbessern
  • Vorschriften zur Arbeitssicherheit einhalten 
Oberflächen vorbehandeln
  • Teile schleifen, um sie eben zu machen
  • überschüssiges Metall entfernen und Herstellungsfehler beheben, zum Beispiel mit Schleifpaste oder einem Sandstrahl
  • Oberflächen mit verschiedenen Techniken glatt machen
  • Teile mit Bürsten abstauben 
Teile herstellen
  • einfache Teile anhand von technischen Zeichnungen herstellen
  • komplexe Teile mit computergesteuerten Maschinen anfertigen, zum Beispiel Teile mit besonderer Form oder aus Gold
  • einfache Werkzeuge, Teile und Vorrichtungen mit Hilfe von Maschinen herstellen: drehen, bohren oder fräsen
  • die Maschinen zusammen mit Programmiererinnen oder Programmierern richtig einstellen und kontrollieren
  • Teile messen, entfetten und reinigen 
Oberflächen polieren
  • Teile abschirmen, die nicht bearbeitet werden, beispielsweise Edelsteine auf Schmuckstücken
  • Teile polieren oder satinieren, also matt machen, zum Beispiel mit Polier-, Schleif- oder Sandstrahlmaschinen 
Qualität überprüfen
  • Form und Oberfläche der Teile überprüfen, etwa mit Mikrometern, Schablonen oder Messschiebern
  • Teile sorgfältig reinigen und trocknen
  • Teile, die nicht passen, aussortieren 

Arbeitsumgebung

Als Oberflächenveredlerin oder Oberflächenveredler Uhren und Schmuck arbeitest du in einer Werkstatt. Dabei sitzt du an einer Werkbank und trägst einen Gehörschutz und eine Schutzbrille. Du bist Teil einer Kette von Fachleuten, in der jede Person einen Teil der Herstellung übernimmt. 

Du arbeitest in Unternehmen der Uhren- und Schmuckindustrie. Nach einigen Jahren Berufserfahrung kannst du auch im Kundendienst arbeiten oder beispielsweise Teamleiterin, Werkstattleiter oder Qualitätsprüferin werden. Arbeitsstellen gibt es vor allem in Betrieben, die Uhrgehäuse herstellen. Diese befinden sich hauptsächlich in der Region der Uhrenindustrie im Jurabogen, zwischen Genf und Schaffhausen. 

Anforderungen und Interessen

Anforderungen
  • Manuelles Geschick
  • Sorgfältige und exakte Arbeitsweise
  • Gutes Sehvermögen
  • Schnelle Arbeitsweise
  • Genauigkeit
  • Ausdauer und Durchhaltevermögen
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Selbstständige Arbeitsweise
Interessen
  • Genau arbeiten
  • Technische Aufgaben lösen
  • Metall verarbeiten
  • Drinnen arbeiten

Ausbildung

Betrieb

Die Ausbildung wird als Lehre in einem Betrieb gemacht. Praktische Ausbildung in einem Betrieb der Uhren- und Schmuckindustrie: 4 Tage pro Woche

Schule

1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule, Stettlen (BE)

Überbetriebliche Kurse

Berufsfachschule, Stettlen: 30 Tage während 3 Jahren

Dauer

3 Jahre

Schwerpunkte
  • CNC
  • Haute Horlogerie 
Zulassung
  • obligatorische Schule abgeschlossen 
  • einige Betriebe verlangen einen Eignungstest  
Berufsmaturität

Bei sehr guten schulischen Leistungen können die Lernenden zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besuchen.

Abschluss

Oberflächenveredler/in Uhren und Schmuck EFZ

Weiterbildung

Kurse

Angebote vom Arbeitgeberverband der Schweizerischen Uhrenindustrie (CP)

Berufsprüfung

Höhere Fachprüfung

  • Produktionsleiter/in Industrie HFP

Höhere Fachschule

Fachhochschule

Je nach Fachhochschule gelten unterschiedliche Zulassungsbedingungen.