Komplementärtherapeutin
Komplementärtherapeut

Gesundheit

Komplementärtherapeuten und Komplementärtherapeutinnen unterstützen das seelische, geistige und körperliche Gleichgewicht und die Genesung von Menschen. Sie wenden dabei ganzheitliche Methoden wie zum Beispiel Kinesiologie, Shiatsu oder Yoga Therapie an.

Aufgaben

Sie üben folgende Tätigkeiten aus:

Therapie von Klienten und Klientinnen

  • wertschätzende und vertrauensvolle Beziehungen aufbauen
  • Beschwerden, Erkrankungen, Leistungsbeeinträchtigungen erfassen und Ressourcen erkennen
  • Therapieziele und Therapiepläne entwickeln
  • methodenspezifische körperzentrierte Berührungs-, Bewegungs-, Atem- und Energiearbeit einsetzen, um sowohl die Selbstregulierungskräfte anzuregen als auch das körperliche und seelische Wohlbefinden zu verbessern
  • Selbstwahrnehmungs- und Bewusstseinsprozesse gestalten und damit Ressourcen und neue Sicht- und Handlungsweisen fördern
  • die Umsetzung lösungs- und motivationsbasierter Neuorientierungen im Alltag unterstützen

Weiterentwicklung und Praxis

  • mit Bezugspersonen der Klienten und Klientinnen sowie mit anderen Fachpersonen zusammenarbeiten
  • sich fachlich und persönlich weiterentwickeln und das eigene Gleichgewicht pflegen
  • sich berufsfördernd und professionell verhalten und ethische Grundsätze beachten
  • fachliche Netzwerke aufbauen und Gesundheitskompetenz der Bevölkerung fördern
  • Praxis unternehmerisch führen, Qualitätsmanagement durchführen und Marketing betreiben

Arbeitsumgebung

Komplementärtherapeuten und Komplementärtherapeutinnen arbeiten vorwiegend als Selbstständigerwerbende in einer eigenen Praxis oder in einer Gemeinschaftspraxis, seltener als Angestellte. Möglich ist auch eine Tätigkeit innerhalb eines interdisziplinären Teams, zum Beispiel in medizinischen Gesundheitszentren, Rehabilitationszentren, Spitälern und Kliniken, in Institutionen des Erziehungs- und Sozialwesens oder im Rahmen von betrieblicher Gesundheitsförderung und Präventionsprogrammen.

Anforderungen und Interessen

Anforderungen
  • Selbstständige Arbeitsweise
  • Vertrauen aufbauen können
  • Einfühlungsvermögen
  • Emotionale Ausgeglichenheit
  • Beobachtungsgabe
  • Ausgeprägter Tastsinn
  • Toleranz und Respekt gegenüber anderen Menschen

Ausbildung

Die Ausbildung wird in der Regel berufsbegleitend in Form von Modulen gemacht. Die Zulassungsbedingungen für die Prüfung stehen in der Prüfungsordnung des SBFI.

Weiterbildung

Kurse

Angebote bei den von der OdA KT akkreditierten Bildungs­anbietern

Spezialisierungen

  • auf spezifische Zielgruppen  wie z. B. Säuglinge, Kinder und Jugendliche oder risikobelastete Berufsgruppen
  • auf spezifische Beschwerdebilder  wie z.B. Stressfolgen oder Unfallfolgen

Fachhochschule

Z. B. Bachelor/Master of Science (FH) in Osteopathie oder Bachelor of Science (FH) in Ernährung und Diätetik. Je nach Fachhochschule gelten unterschiedliche Zulassungs­bedingungen.