- Berufe
- Bootbauer/in EFZ
1. Lehrjahr: CHF 650.–
2. Lehrjahr: CHF 850.–
3. Lehrjahr: CHF 1100.–
4. Lehrjahr: CHF 1500.–
Als Bootsbauerin oder Bootsbauer baust, reparierst, renovierst und wartest du verschiedene Boote aus Holz, Kunststoff oder Metall, beispielsweise Motor-, Segel- oder Ruderboote. Du studierst Pläne, wählst das Material aus und bereitest es vor. Zudem montierst du die Navigationsausrüstung, richtest die Kabinen ein und führst die Endbearbeitung durch.
Aufgaben
- Pläne und Zeichnungen studieren
- Material für die einzelnen Bootsteile auswählen
- vorhandene Formen verwenden, um Rümpfe aus Holz zu machen
- neue Formen für Rümpfe aus Holz oder Kunstharz herstellen
- Bootsrümpfe herstellen: Holz sägen und hobeln, Metall biegen und nieten oder Kunststoff formen und schleifen
- Rümpfe verstärken, damit sie stabil und wasserdicht sind
- Oberflächen schleifen, polieren und lackieren, um das Boot zu verschönern und wetterfest zu machen
- Einrichtung für die Kabinen beschaffen oder selbst herstellen, zum Beispiel Sitze, Betten oder Küchenelemente
- elektrische Geräte einbauen und verkabeln
- Rohre, Leitungen, Pumpen und Tanks für die Sanitäranlagen montieren
- Motor, Antrieb und Steuerung einbauen
- Funkanlagen, Navigationssysteme und anderes Zubehör wie Segel, Masten oder Anker anbringen
- alle Teile des Bootes kontrollieren und warten, zum Beispiel die Struktur, das Deck, die Masten, die Seile, die Knoten und die technischen Ausrüstungen
- Boote entleeren und reinigen
- Schäden an Booten reparieren
- Masse für die Ersatzteile nehmen und wenn nötig eine Skizze machen, um Ersatzteile herzustellen und zu montieren
- Boote an neue geltende Schifffahrtsnormen anpassen, etwa das Heck erhöhen oder die Beleuchtung ändern
- alte Farbschichten abkratzen und abschleifen und Oberflächen neu streichen
- Boote mit Hilfe von Kränen, Winden und Seilen aus dem Wasser heben und ins Lager transportieren
- je nach Liegeplatz die Boote für die Eigentümerin oder den Eigentümer umstellen
- in überdachten Hallen oder auf nicht überdachten Flächen sicherstellen, dass die Boote überwacht werden
Arbeitsumgebung
Als Bootsbauerin oder Bootsbauer arbeitest du in kleinen Teams in geschlossenen oder halboffenen Werkstätten. Die meisten Arbeiten erledigst du jedoch im Freien. Dabei stehst du viel und musst kräftig sein. Während der Bootsaison steigt die Arbeitsauslastung, da der Betrieb an Wochenenden und Feiertagen einen Pannendienst anbietest.
Du arbeitest auf Werften in der Schweiz und im Ausland. Nach einigen Jahren Berufserfahrung kannst du Werkstattleiter werden oder ein eigenes Unternehmen gründen. Du hast auch die Möglichkeit, in der Kundenberatung, im Verkauf von Booten und Zubehör oder als Expertin bei der Prüfung von Booten tätig zu sein.
Anforderungen und Interessen
- Manuelles Geschick
- Räumliches Vorstellungsvermögen
- Zeichnerische Begabung
- Technisches Verständnis
- Sorgfältige und exakte Arbeitsweise
- Körperliche Widerstandsfähigkeit
- Temperatur- oder Wetterfestigkeit
- Teamfähigkeit
- Mit den Händen arbeiten
- Holz verarbeiten
- Technische Aufgaben lösen
- Planen, konstruieren, technisches Zeichnen
- Körperlich aktiv sein
Ausbildung
Praktische Ausbildung in einer Bootswerft: 4 Tage pro Woche
1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule in Zofingen (AG)
Dagmersellen (LU): 20 Tage während 4 Jahren
4 Jahre
- obligatorische Schule abgeschlossen
- einige Betriebe verlangen einen Eignungstest
Bei sehr guten schulischen Leistungen können die Lernenden zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besuchen.
Bootbauer / Bootbauerin EFZ
Weiterbildung
Kurse
Angebote vom Schweizerischen Bootbauer-Verband
Zusatzlehre
Als Bootbauerin oder Bootbauer kannst du in der Regel eine verkürzte Lehre als Bootfachwart/in EFZ machen.
Berufsprüfung
Höhere Fachschule
Weiterbildungen im Ausland
- Bachelor of Engineering in Schiffbau und Meerestechnik, Bremen und Kiel (Deutschland)
- Bachelor of Science in Navigation and Maritime Science, Plymouth (England)
- Bachelor of Engineering in Yacht and Powercraft Design or in Maritime Engineering, Southampton (England)
Je nach Fachhochschule gelten unterschiedliche Zulassungsbedingungen.