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Zahntechniker/in EFZ

Zahntechniker/innen arbeiten in Dentallabors. In sorgfältiger Präzisionsarbeit stellen sie zahntechnische Brücken, Kronen und Prothesen sowie kieferorthopädische Apparate her.

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Kategorien
Bildungstypen

Grundbildung (Lehre)

Berufsfelder

Gesundheit

Branchen

Medizintechnik

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0.723.28.0

Aktualisiert 23.05.2016

Bilder (8)

Gipsabdruck herstellen

Filme (1)

Zahntechniker/in EFZ
Gipsabdruck herstellen

Gipsabdruck herstellen

Mit Gips wird der Abdruck des Kiefers ausgegossen. Daraus entsteht ein genaues Abbild der Situation im Mund der Patientin.

Copyright SDBB | CSFO, Frederic Meyer

Gipsabdruck herstellen
Mit Wachs modellieren

Mit Wachs modellieren

Mit Wachs modellieren die Berufsleute Verlauf und Grösse der Zähne. Mit Hilfe dieses Modells können die Zähne aus Kunststoff genau aufgestellt werden.

Copyright SDBB | CSFO, Frederic Meyer

Mit Wachs modellieren
Gerüst herstellen

Gerüst herstellen

Ein Gerüst bildet das Fundament für den Zahnersatz, in diesem Fall für eine Brücke aus Keramik. Wenn der Gipsabdruck stimmt, passt auch die Brücke.

Copyright SDBB | CSFO, Frederic Meyer

Gerüst herstellen
Prothese herstellen

Prothese herstellen

Die Teilprothese aus rosafarbenem Kunststoff und Kunststoffzähnen wird mit Klammern versehen. Damit wird sie an den verbleibenden Zähnen fixiert

Copyright SDBB | CSFO, Frederic Meyer

Prothese herstellen
Keramikmasse auftragen

Keramikmasse auftragen

Mit Pinsel und Spatel wird die Keramikmasse auf das Modell aufgetragen. Farbe und Form müssen genau zu den verbleibenden Zähnen passen.

Copyright SDBB | CSFO, Frederic Meyer

Keramikmasse auftragen
Passgenauigkeit prüfen

Passgenauigkeit prüfen

Mit dem Artikulator, der die Kaubewegungen nachahmt, wird kontrolliert, ob die auf Mass modellierten Keramikzähne auf die untere Zahnreihe passen.

Copyright SDBB | CSFO, Frederic Meyer

Passgenauigkeit prüfen
Schleifen

Schleifen

Ob Keramik oder Kunststoff: Die Oberfläche und die Kontur des Zahnersatzes werden durch Schleifen verfeinert und erhalten ein natürliches Aussehen.

Copyright SDBB | CSFO, Frederic Meyer

Schleifen
Kieferorthopädie

Kieferorthopädie

Zahnspangen, wie man sie im Alltag nennt, fertigen die Berufsleute auf Mass. Die Drähte und Klammern werden so geformt, dass sie Tragkomfort bieten.

Copyright SDBB | CSFO, Frederic Meyer

Kieferorthopädie
Zahntechniker/in EFZ

Zahntechniker/in EFZ

Geduldig und mit viel Fingerspitzengefühl modelliert Stefan Tasic ein Wachsgerüst für eine Keramik-Brücke. Zahntechniker benötigen ein gutes Gefühl für Formen und Farben. Im zahntechnischen Labor arbeitet Stefan mit Wachs, Keramik, Gips und Metall. Seine Aufgabe ist es, Ersatzzähne, Gebisse und Zahnspangen herzustellen. Nach der vierjährigen Lehre möchte Stefan Zahnmedizin studieren.

Zahntechniker/in EFZ

Tätigkeiten

Bei einem teilweisen oder ganzen Ersatz eines Zahns oder einer Brücke ist eine Massanfertigung erforderlich. Diese müssen exakt auf das Gebiss und den Kiefer des Patienten abgestimmt sein, damit sie keine Beschwerden verursachen. Vom Zahnarzt erhalten Zahntechniker den Abdruck des schadhaften Gebisses. Daraus formen sie ein Gipsmodell, das ihnen als Arbeitsmodell dient. Die benötigten Kronen, Brücken, Stiftzähne, Teil- und Totalprothesen modellieren sie zuerst aus Wachs. Danach erfolgt die definitive Fertigstellung aus Keramik, Metall oder Kunststoff.

Zahntechnikerinnen verwenden für die Herstellung des Zahn­ersatzes auch industriell vorgefertigte Zähne. Ein grosser Teil bleibt handwerkliche Feinarbeit: Bei jedem Zahnersatz müssen die Zähne, von der anatomischen Form und von der Farbe her, genau in die natürliche Zahnreihe des Gebisses passen. Zahntechnikerinnen stellen auch kieferregulierende Zahnspangen her, die sie aus Draht mit einer Zange formen. Eine weitere Aufgabe ist die Anfertigung eines teilweisen Zahnfleischersatzes.

Zahntechniker arbeiten mit verschiedenen Materialien: Sie modellieren mit Wachs, bearbeiten Gips und Kunststoffe, tragen mit dem Pinsel Keramik auf, giessen und löten Gold, biegen Edelstahl und Edelmetalle. Die von Zahnärzten in Auftrag gegebenen Arbeiten erledigen sie meist von der Planung bis zum Endprodukt selbstständig. Oftmals arbeiten sie parallel an mehreren Aufträgen. Neben Handwerkzeugen wie Zangen, Feilen und Pinsel benützen sie zahlreiche technische Geräte wie Mikromotoren, Schleif-, Fräs- und Bohrmaschinen, Lötapparate, hydraulische Pressen, Schmelz- und Giesseinrichtungen sowie Ultraschallreinigungsgeräte.

Bei der täglichen Arbeit halten die Berufsleute die Richtlinien zum Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsschutz ein. Sie entsorgen Abfälle fachgerecht und beachten die Hygienevorschriften.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Verordnung vom 30.11.2007

Dauer

4 Jahre

Bildung in beruflicher Praxis

In einem Dentallabor

Schulische Bildung

1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule

Berufsbezogene Fächer

  • abnehmbare Prothetik
  • festsitzende Prothetik
  • Kieferorthopädie
  • angewandte Naturwissenschaften
  • Hygiene, Arbeitssicherheit und Umweltschutz

Überbetriebliche Kurse

Praktisches Erlernen und Üben beruflicher Grundlagen

Berufsmaturität

Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.

Abschluss

Eidg. Fähigkeitszeugnis "Zahntechniker/in EFZ"

Voraussetzungen

Vorbildung
  • abgeschlossene Volksschule
  • Swiss Dental Laboratories bietet einen Eignungstest an und empfiehlt, eine Schnupperlehre zu absolvieren.
Anforderungen
  • Interesse an Anatomie, Chemie und Physik
  • Freude an Feinarbeit
  • Geduld und Ausdauer
  • handwerkliches Geschick
  • gute Beobachtungsgabe
  • gutes Farbsehvermögen
  • Fähigkeit, sich Sachen räumlich vorzustellen
  • Sinn für Farben und Formen
  • Talent im Organisieren von Arbeitsabläufen, gutes Timing
  • keine Allergien gegenüber Chemikalien
  • kundenorientiertes Verhalten und Einsatzbereitschaft

Weiterbildung

Kurse

Angebote von Berufsverbänden, Dentalfirmen sowie zahntechnischen Instituten von Universitäten, z. B. Dentevent (Uni Bern und Zürich)

Spezialisierung

Vertiefungsrichtungen mit Schuldiplom der Höheren Fachausbildung für Zahntechnik HFZ:

  • Computergestützte Technologien
  • Festsitzende Prothetik
  • Kieferorthopädie

Höhere Fachprüfung (HFP)

Zahntechnikermeister/in

Berufsverhältnisse

Zahntechniker/innen arbeiten in Dentallabors, in Zahnarztpraxen, Universitäts-, Schulzahnkliniken sowie in der Dentalindustrie. Die Berufsleute können Teilzeit tätig sein. Sie müssen mit Zeitdruck und unregelmässigen Arbeitszeiten rechnen.

Wegen des technologischen Wandels bilden sich die Berufsleute kontinuierlich weiter.

Weitere Informationen

Adressen

Swiss Dental Laboratories
c/o hsp - Hodler, Santschi & Partner AG
Belpstr. 41
3007 Bern
Tel.: 031 381 64 50
URL: http://www.vzls.ch
E-Mail:

Schweizerische Zahntechnik-Vereinigung SZV
Bahnhofstr. 23
8956 Killwangen
Tel.: 056 500 20 60
Fax: 056 401 11 42
URL: http://www.szv.ch
E-Mail:

Höhere Fachausbildung für Zahntechnik HFZ
c/o Gewerblich-industrielles Bildungszentrum Zug GIBZ
Baarerstr. 100
6300 Zug
Tel.: 041 728 30 30
URL: http://www.hfz.ch
E-Mail: