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Zahntechniker/in EFZ

Zahntechniker/innen arbeiten in Dentallabors. In sorgfältiger Präzisionsarbeit stellen sie zahntechnische Brücken, Kronen und Prothesen sowie kieferorthopädische Apparaturen her.

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Kategorien
Bildungstypen

Grundbildung (Lehre)

Berufsfelder

Gesundheit

Branchen

Medizintechnik

Swissdoc

0.723.28.0

Aktualisiert 15.01.2018

Filme (1)

Zahntechniker/in EFZ – Film mit Porträt eines Lernenden
Zahntechniker/in EFZ – Film mit Porträt eines Lernenden

Zahntechniker/in EFZ – Film mit Porträt eines Lernenden

Der Film zeigt den Arbeitsalltag eines Lernenden im 4. Lehrjahr als Zahntechniker EFZ und informiert über Aufgaben und Anforderungen in diesem Beruf.

Aus der TV-Reihe «Berufsbilder aus der Schweiz»

© 2011 – SRF mySchool

Zahntechniker/in EFZ – Film mit Porträt eines Lernenden

Tätigkeiten

Bei einem teilweisen oder ganzen Ersatz eines Zahns oder einer Brücke ist eine Massanfertigung erforderlich. Diese muss exakt auf das Gebiss und den Kiefer des Patienten abgestimmt sein, damit sie keine Beschwerden verursacht. Vom Zahnarzt erhalten Zahntechniker einen konventionellen oder digitalen Abdruck des schadhaften Gebisses. Anhand dieses Abdrucks formen sie ein Gipsmodell, das ihnen als Arbeitsmodell dient, oder verarbeiten die digitalen Daten zu einem virtuellen Modell. Bei Bedarf kann dieses mit einem 3D-Drucker ausgedruckt werden. Die benötigten Kronen, Brücken, Stiftzähne, Teil- und Totalprothesen modellieren sie zuerst aus Wachs. Danach erfolgt die definitive Fertigstellung aus Keramik, Metall oder Kunststoff. Alternativ designen sie den Zahnersatz am Computer. Anschliessend wird er mittels eines CAD/CAM-Gerätes (Computer Aided Design/Computer Aided Machine) aus den verschiedenen Materialien herausgeschliffen.

Zahntechnikerinnen verwenden für die Herstellung des abnehmbaren Zahnersatzes auch industriell vorgefertigte Zähne. Ein grosser Teil bleibt aber handwerkliche Feinarbeit: Bei jedem Zahnersatz müssen die Zähne von der anatomischen Form und von der Farbe her genau in die natürliche Zahnreihe des Gebisses passen. Zahntechnikerinnen stellen auch kieferregulierende Zahnspangen her, die sie aus Draht mit einer Zange formen.

Zahntechniker arbeiten mit verschiedenen Materialien: Sie modellieren mit Wachs, bearbeiten Gips und Kunststoffe, tragen mit dem Pinsel Keramik auf, pressen Keramik oder Hochleistungskunststoffe, giessen und löten Gold, biegen Edelstahl und Edelmetalle. Mit CAD/CAM-Geräten fräsen oder schleifen sie Materialien wie Keramik, Zirkonoxide, Hochleistungskunststoffe oder Metalle. Die von Zahnärzten in Auftrag gegebenen Arbeiten erledigen sie meist von der Planung bis zum Endprodukt selbstständig. Oftmals arbeiten sie parallel an mehreren Aufträgen. Neben Werkzeugen wie Zangen, Modelierinstrumenten und Pinseln benützen sie zahlreiche technische Geräte wie Mikromotoren, Schleif-, Fräs- und Poliermotoren, CAD/CAM-Geräte oder 3D-Drucker, Lötapparate, hydraulische Pressen, Schmelz- und Giesseinrichtungen sowie Ultraschallreinigungsgeräte.

Bei der täglichen Arbeit halten die Berufsleute die Richtlinien zum Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsschutz ein. Sie entsorgen Abfälle fachgerecht und beachten die Hygienevorschriften.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Verordnung vom 17.10.2017

Dauer

4 Jahre

Bildung in beruflicher Praxis

In einem Dentallabor

Schulische Bildung

1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule

Lerninhalte

  • Organisieren des Arbeitsprozesses
  • Herstellen von abnehmbarem Zahnersatz
  • Herstellen von festsitzendem Zahnersatz
  • Herstellen kieferorthopädischer Apparaturen und Schienen
  • Durchführen von Nachsorgearbeiten, Serviceleistungen, Reparaturen und Erweiterungen

Überbetriebliche Kurse

Praktisches Erlernen und Üben beruflicher Grundlagen

Berufsmaturität

Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.

Abschluss

Eidg. Fähigkeitszeugnis ­"Zahntechniker/in EFZ"

Voraussetzungen

Vorbildung

  • abgeschlossene Volksschule
  • Swiss Dental Laboratories bietet einen Eignungstest an und empfiehlt, eine Schnupperlehre zu absolvieren.

Anforderungen

  • Interesse an Anatomie, Chemie und Physik
  • Freude an Feinarbeit
  • Geduld und Ausdauer
  • Freude an der Arbeit am Computer
  • handwerkliches Geschick
  • gute Beobachtungsgabe
  • gutes Farbsehvermögen
  • Fähigkeit, sich Sachen räumlich vorzustellen
  • Sinn für Farben und Formen
  • Talent im Organisieren von Arbeitsabläufen
  • keine Allergien gegenüber Chemikalien
  • kundenorientiertes Verhalten und Einsatzbereitschaft

Weiterbildung

Kurse

Angebote von Berufsverbänden, Dentalfirmen sowie zahntechnischen Instituten von Universitäten, z. B. Dentevent (Uni Bern und Zürich)

Spezialisierung

Vertiefungsrichtungen mit Schuldiplom der Höheren Fachausbildung für Zahntechnik HFZ:

  • Computergestützte Technologien
  • Festsitzende Prothetik
  • Kieferorthopädie

Berufsprüfung (BP)

Fachzahntechniker/in Kieferorthopädie mit eidg. Fachausweis

Höhere Fachprüfung (HFP)

Zahntechnikermeister/in (wird zurzeit überarbeitet)

Berufsverhältnisse

Zahntechniker/innen arbeiten in Dentallabors, in Zahnarztpraxen, Universitäts- und Schulzahnkliniken sowie in der Dentalindustrie. Die Berufsleute können Teilzeit tätig sein. Sie müssen mit Zeitdruck und unregelmässigen Arbeitszeiten rechnen.

Um mit dem technologischen Wandel Schritt zu halten, bilden sich die Berufsleute kontinuierlich weiter.

Weitere Informationen

Adressen

Swiss Dental Laboratories
c/o hsp - Hodler, Santschi & Partner AG
Belpstr. 41
3007 Bern
Tel.: +41 31 381 64 50
URL: http://www.vzls.ch
E-Mail:

Schweizerische Zahntechnik-Vereinigung SZV
Bahnhofstr. 23
8956 Killwangen
Tel.: +41 56 500 20 60
URL: http://www.szv.ch
E-Mail:

Höhere Fachausbildung für Zahntechnik HFZ
c/o Gewerblich-industrielles Bildungszentrum Zug GIBZ
Baarerstr. 100
6300 Zug
Tel.: +41 41 728 30 30
URL: http://www.hfz.ch
E-Mail:

berufsberatung.ch