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Gesundheitswissenschaften und Technologie: Laufbahnbeispiele

Porträt einer Absolventin mit Abschluss in Gesundheitswissenschaften.

Gesundheitswissenschaften und Technologie

Ausbildungsverantwortlicher und wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Swiss Cycling: Lucas Schmid

Lucas Schmid
Lucas Schmid
Lucas Schmid

Lucas Schmid

Laufbahn
JahrTätigkeit
2020 bis heuteSportwissenschaftlicher Mitarbeiter, Swiss Cycling, Grenchen
2017 bis heuteAusbildungsverantwortlicher, Swiss Cycling, Grenchen
2020Diplom Berufstrainer
2017–2020Sportwissenschaftlicher Mitarbeiter Sportphysiologie Ausdauer, EHSM Magglingen (Baspo), Magglingen
2014–2018Master Gesundheitswissenschaften und Technologie mit Vertiefung Bewegungswissenschaften und Sport, ETH Zürich
2009–2018Absolvieren der kompletten J+S Ausbildung Radsport
2015–2016Sportwissenschaftlicher Mitarbeiter Sportphysiologie Ausdauer, EHSM Magglingen (Baspo), Magglingen
2014–2015Praktikum in Sportphysiologie Ausdauer, EHSM Magglingen (Baspo), Magglingen
2011–2014Bachelor Gesundheitswissenschaften und Technologie, ETH Zürich
2010–2011Erwachsenen Matura (Passerelle), Kantonsschule Reussbühl, Luzern
2009–2010Technische Berufsmatura, GIBZ, Zug
2006–2010Sachbearbeiter Geomatik, Geozug AG, Baar
2002–2006Lehre als Geomatiker, Geozug AG, Baar
Jetzige Tätigkeit

Ich arbeite beim Schweizerischen Radsportverband Swiss Cycling und bin dort in der Funktion des sportwissenschaftlichen Mitarbeiters wie auch des Ausbildungsverantwortlichen tätig. Meine Arbeitsumgebung ist sehr abwechslungsreich: Ich arbeite im Büro, im Seminarraum, im Labor, im Velodrome oder auf dem Rennplatz.

Meine Kernaufgabe als sportwissenschaftlicher Mitarbeiter ist die Betreuung von verschiedenen Sportwissenschaftlichen Projekten. Dabei forsche ich z.B. im Bereich Materialtests oder Hitze und Ausdauerphysiologie (Aerodynamik Assessment, Leistungsdiagnostik, Hitzeakklimatisation). In Zusammenarbeit mit einer Fachhochschule entwickeln wir einen neuen Datenlogger, der uns erlaubt in Echtzeit die Daten der Athleten auf dem Computer zu verfolgen.

In meiner Funktion als Ausbildungsverantwortlicher erarbeite ich Lerninhalte für Swiss Cycling und unterrichte Verschiedenes. So erarbeiten wir beispielsweise innerhalb der J+S Ausbildung radsportspezifische Ausbildungen, wie z.B. die Einführung in die Trainingslehre. Der Unterricht ist sehr abwechslungsreich gestaltet und reicht vom Frontalunterricht über Postenarbeit und Lernpuzzles bis hin zum Unterricht auf dem Fahrrad.

Berufseinstieg

Den erfolgreichen Einstieg in meinen jetzigen Job hatten einige Stationen in der Vergangenheit unterstützt. Dazu gehören meine bereits erworbene Berufserfahrung aus der Berufslehre und als Sachbearbeiter, meinen Bezug zum Radsport (J+S Ausbildung, Trainer und Vorstandsmitglied in einem Radsport-Verein, Sportlicher Leiter in einem Radteam, Leidenschaftlicher Velofahrer) sowie mein Praktikum bei der EHSM, der Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen.

Auch nützte mir mein bei diesen Tätigkeiten erworbenes grosses Netzwerk im Radsport. Dazu kommen mein Studium mit der Vertiefungsrichtung Sport- und Bewegungswissenschaften und meine Leidenschaft für den Radsport. Und nicht zuletzt natürlich ein Quäntchen Glück, d.h. ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Tipps

Dass es mit meinen Anstellungen klappte, war vor allem meiner bewussten Vernetzungsarbeit zu verdanken. Diese war wichtiger als die Noten aus dem Studium. Deshalb rate ich auch unseren Praktikantinnen und Praktikanten bei Swiss Cycling, dass sie die Gelegenheit ergreifen, Leute kennenzulernen und ihre Ziele bekanntzumachen. Sie müssen sich bewusst sein, dass ihr Verhalten in den Praktika eine Art Visitenkarte darstellt − mit Folgen für künftige Jobchancen.

Clinical Project Manager: Lara Fux

Lara Fux
Lara Fux
Lara Fux, Clinical Project Manager

«Mein Arbeitsfeld gibt mir die Möglichkeit mitzuhelfen, dass krebskranke Kinder und Jugendliche eine Zukunft haben.»

Laufbahn
JahrTätigkeit
April 2018Clinical Investigators I: Basic good clinical practice & clinical research training (Weiterbildung aufgrund meiner Anstellung bei der SPOG)
Seit März 2018Clinical Project Manager, Schweizerische Pädiatrische Onkologie Gruppe SPOG (Vollzeit)
Jan-Feb 2018Forschungsassistenz im Labor für Neuronale Bewegungskontrolle, ETH Zürich (Übergangstätigkeit während der Jobsuche)
Nov-Dez 20172-monatige Reise durch Süd-/Mittelamerika
Okt 2017Masterabschluss Molecular Health Sciences, ETH Zürich
Jetzige Tätigkeit

Die SPOG (Schweizerische Pädiatrische Onkologie Gruppe) ist eine Non-Profit Organisation, die sich durch Kinderkrebsforschung dafür einsetzt Kindern und Jugendlichen mit Krebs und Bluterkrankungen die bestmöglichen Therapien nach neustem Wissensstand zu ermöglichen. Wir arbeiten dazu eng mit Schweizer Universitäts-, Kinder- und Kantonsspitälern zusammen und sind mit internationalen Studiengruppen vernetzt.

Meine Kernaufgaben als Projektmanagerin sind die regulatorische Begleitung und Koordination von klinischen Studien und Forschungsprojekten. Da im Bereich pädiatrische Onkologie die Patientenzahl gering ist, werden für eine klinische Studie Patientinnen und Patienten aus ganz Europa oder auch weltweit rekrutiert. Deshalb erhalten wir die Studienprotokolle meist von einer internationalen Expertengruppe, beispielsweise aus Grossbritannien oder Frankreich. Nachdem ich mich in die Studie eingearbeitet habe, nehme ich Kontakt zu den Ärztinnen und Ärzten unserer Mitgliedskliniken auf, in denen die Studie durchgeführt werden soll. Gemeinsam erarbeiten wir spezifische Studiendokumente, die für die Einreichung bei der Ethikkommission und der Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic nötig sind. Dazu gehören etwa Patienteninformationen (zur Aufklärung der betroffenen Patientinnen und Patienten, sowie deren Eltern) oder Details über die geplanten Chemotherapien und chirurgischen Eingriffe. Nach der Bewilligung können die Kliniken erkrankte Kinder und Jugendliche entsprechend dem Studienprotokoll nach bestmöglichen Standards und teilweise neuen Therapieansätzen behandeln. Während der gesamten Studiendauer bin ich zudem im Austausch mit der internationalen Studienzentrale, um neue Erkenntnisse und Protokolländerungen schnellstmöglich auch in der Schweiz gesetzeskonform umzusetzen.

Glücklicherweise sind Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen selten, wodurch die Forschung in diesem Bereich für die Pharmakonzerne aber auch nicht lukrativ und deshalb nicht interessant ist. Durch akademische klinische Studien setzt sich die SPOG dafür ein, dass betroffene Kinder und Jugendliche trotzdem die aktuell bestmögliche Therapie erhalten. Über die Auswertung und Publikation der Studienresultate wird ausserdem relevantes Wissen zu neuen Behandlungsmethoden für künftige Patientinnen und Patienten generiert. Dieses Hintergrundwissen ist im Alltag sehr motivierend und hilft beim produktiven Arbeiten.

Berufseinstieg

Den Übergang in den Berufsalltag habe ich als problemlos erlebt. Bereits während dem Studium habe ich als Forschungsassistentin in einem Labor der ETH Zürich gearbeitet und konnte diese Tätigkeit auch nach meinem Studium weiterführen. Dies gab mir die Möglichkeit, mich ohne finanziellen und zeitlichen Druck auf Stellenangebote zu bewerben und eine für mich passende Tätigkeit zu finden.

Während des Studiums habe ich in verschiedenen akademischen Laboren in der Grundlagenforschung gearbeitet. Danach wollte ich etwas Anderes sehen und näher am Menschen arbeiten. Die klinische Forschung bei der SPOG entsprach genau meinen Wünschen.
Ich habe mich darauf gefreut, die Berufswelt kennenzulernen und durch das gute Team bei der SPOG auch schnell eingelebt.

Tipps

Seid selbstbewusst bei der Arbeitssuche. Ein ETH-Studium ist eine gute Vorbereitung auf die Arbeitswelt: Ihr seid gefragt auf dem Arbeitsmarkt. Man erlernt nicht nur fachliche Fähigkeiten, sondern auch „soft skills“ wie analytisches Denken und Arbeitsorganisation.



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