Eine Aus- oder Weiterbildung finanzieren
Berechnen Sie die Kosten Ihrer Aus- oder Weiterbildung. Berücksichtigen Sie dabei auch mögliche Lohnausfälle. Vielleicht übernimmt Ihr Arbeitgeber die Kosten und/oder stellt Sie frei für die Kursbesuche. Häufig müssen Sie aber einen Teil der Kosten selbst tragen. Es gibt aber auch Unterstützungsmöglichkeiten von der öffentlichen Hand.
- Die Kosten für eine Aus- oder Weiterbildung müssen häufig Sie selbst tragen.
- Ihr Arbeitgeber kann Sie ganz oder teilweise unterstützen und es gibt Hilfen vom Bund und den Kantonen.
- Wenn Sie arbeitslos sind, kann die Arbeitslosenversicherung Kurse finanzieren und für die Reisekosten aufkommen.
Kosten berechnen
Erstellen Sie ein Budget und berücksichtigen Sie dabei die folgenden Posten:
- Einschreibe- und Studiengebühren
- Lernmittel: Fachbücher, Software, Laptop
- Reisekosten
- Übernachtungskosten
- Prüfungsgebühren
- Gebühren für die Ausstellung des Zeugnisses oder Diploms
Wenn Sie für die Aus- oder Weiterbildung Ihr Arbeitspensum reduzieren müssen, rechnen Sie den Einkommensausfall mit ein.
Sie sind angestellt
Die drei wichtigsten Finanzierungsquellen sind:
- Sie selbst
- der Bund und die Kantone
- Ihr Arbeitgeber
Eigene Mittel
Sie finanzieren die gesamte oder einen Teil Ihrer Aus- oder Weiterbildung mit Ihrem Ersparten.
Wenn die Kosten sehr hoch sind, wenden Sie sich an die Weiterbildungseinrichtung, um eine Ratenzahlung oder sogar eine Reduzierung der Einschreibegebühren zu vereinbaren. Häufig gibt es Lösungen, auch wenn die Schule nicht unbedingt damit wirbt.
Fördermittel des Bundes und der Kantone
Die Bund und die Kantone unterstützen Weiterbildungen durch verschiedene Behörden.
Bereiten Sie sich auf eidgenössische Prüfungen vor, um einen eidgenössischen Fachausweis oder ein eidgenössisches Diplom zu erwerben? Es werden Ihnen bis zu 50 % der Kursgebühren zurückerstattet. Den Antrag können Sie stellen, nachdem Sie die eidgenössische Prüfung absolviert haben. Weitere Informationen finden Sie auf dem Portal des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI).
Planen Sie eine Weiterbildung? Einige Kantone bieten Stipendien und Darlehen für Weiterbildungen an. Auf der Website der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) finden Sie die Adressen der kantonalen Stipendienstellen.
Finanzierung durch den Arbeitgeber
Wenn die gewählte Aus- oder Weiterbildung für Ihre aktuelle Arbeit wichtig ist, ist Ihr Arbeitgeber vielleicht bereit, einen Teil der Kosten zu übernehmen. Sprechen Sie das Thema bei Ihrer oder Ihrem Vorgesetzten oder der Personalabteilung an.
Ihr Unternehmen kann Sie auch freistellen, so dass Sie während Ihrer Arbeitszeit Kurse besuchen können.
In einigen Branchen gibt es eigene Weiterbildungsfonds, um die Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern. Das gilt beispielsweise für Temporärarbeitende, siehe GAV Personalverleih. Informieren Sie sich bei Ihrer oder Ihrem Vorgesetzten oder Ihrer Gewerkschaft.
Aus- und Weiterbildungskosten für berufliche Zwecke lassen sich häufig von den Steuern abziehen. Behalten Sie das im Hinterkopf und bewahren Sie entsprechende Zahlungsbelege auf.
Sie sind arbeitslos
Um Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, kann die Arbeitslosenversicherung Kurse oder Praktika finanzieren und Reise- und Unterkunftskosten übernehmen.
Eine ausführliche Liste dieser Massnahmen finden Sie auf dem Portal der Arbeitslosenversicherung (ALV) und der Öffentlichen Arbeitsvermittlung.
Sprechen Sie Ihre RAV-Beraterin oder Ihren RAV-Berater direkt an.