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Verkehrsexperte
Verkehrsexpertin
Verkehrsexperten und -expertinnen arbeiten meistens in kantonalen Strassenverkehrsämtern, wo sie Führerprüfungen durchführen oder die Fahrtüchtigkeit von Fahrzeugen überprüfen.
Aufgaben
Verkehrsexperten und -expertinnen arbeiten meistens in kantonalen Strassenverkehrsämtern, wo sie Führerprüfungen durchführen oder die Fahrtüchtigkeit von Fahrzeugen überprüfen.
Verkehrsexperten und -expertinnen arbeiten in einem kantonalen Strassenverkehrsamt. Sie sind zuständig für die Durchführung von Fahrprüfungen und beurteilen den technischen Zustand von Strassenfahrzeugen (Fahrzeugprüfung). Bei speziellen Fragen steht ihnen eine umfangreiche Datenbank zur Verfügung, die Auskunft über den Inhalt der Typenscheine und -genehmigungen des jeweiligen Fahrzeuges gibt.
Verkehrsexpertinnen sind mehrheitlich bei den kantonalen Strassenverkehrsämtern tätig, wo sie hauptsächlich für zwei Aufgabengebiete verantwortlich sind: Sie prüfen, ob Personen ein Fahrzeug sicher durch den Verkehr führen können (Führerprüfung) oder beurteilen den technischen Zustand eines Strassenfahrzeuges (Fahrzeugprüfung).
Verkehrsexperten prüfen die Fahrzeuge auf ihre Betriebssicherheit, Vorschriftenkonformität und Umweltverträglichkeit. Sie kennen die zulässigen Messwerte und die gesetzlichen Vorschriften genau. Bei speziellen Fragen steht ihnen eine umfangreiche Datenbank zur Verfügung, die Auskunft über den Inhalt der Typenscheine und -genehmigungen des jeweiligen Fahrzeuges gibt.
Diese Prüfungen führen Verkehrsexpertinnen in einer Prüfhalle durch, wo ihnen die erforderlichen Messgeräte zur Verfügung stehen. Insbesondere kontrollieren sie den Motor, die Carrosserie, die Bremsen, die Lenkung, die Federung, die Beleuchtung sowie den Allgemeinzustand eines Fahrzeugs. Die festgestellten Mängel vermerken sie laufend im Prüfbericht. Um das dynamische Verhalten des Fahrzeuges zu beurteilen, ist es erforderlich, dass sich die Verkehrsexpertinnen selbst ans Steuer setzen.
Vor einer praktischen Führerprüfung geben Verkehrsexperten den Prüfungskandidaten klare Anweisungen über den Ablauf. Weil die zu prüfenden Personen nervös sein können, bemühen sie sich um eine entspannte Atmosphäre. Während der Fahrt beobachten sie sowohl das Fahrverhalten der Prüfungskandidaten und -kandidatinnen als auch den Verkehr. Sie sind jederzeit auf gefährliche Situationen gefasst und greifen wenn nötig ein. Anschliessend an die Prüfungsfahrt teilen sie den Geprüften das Resultat mit und begründen ein allfälliges Scheitern.
Arbeitsumgebung
Verkehrsexperten und Verkehrsexpertinnen arbeiten vorwiegend bei kantonalen Strassenverkehrsämtern. Sie können sich auf bestimmte Fahrzeugkategorien, z. B. auf landwirtschaftliche Maschinen oder schwere Motorfahrzeuge, spezialisieren. Jährlich werden in der Schweiz rund 50 Verkehrsexperten/-expertinnen ausgebildet. Mit zunehmender Berufserfahrung und entsprechendem Anforderungsprofil besteht die Möglichkeit, die Funktion eines Hallenchefs oder einer Chefexpertin zu übernehmen.
Ausbildung
Grundlage
Verordnung über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr (VZV Art. 65 und folgende)
Ausbildungsmöglichkeiten
Nach der Bewerbung und Anstellung bei einem Strassenverkehrsamt erfolgt die Ausbildung in Form von praktischen Ausbildungseinheiten beim Arbeitgeber sowie dem Besuch der berufsbegleitenden Ausbildungsmodule zum/zur Verkehrsexperten/-expertin bei der Vereinigung der Strassenverkehrsämter (asa).
Freitext
- Führerprüfung
- Fahrzeugprüfung
Dauer
Ca. 1 Jahr, berufsbegleitend
Fächer
- technische Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS)
- Recht
- Führerprüfung/Verkehrskunde
- Autotechnik
- Psychologie
Abschluss
Diplom der Vereinigung der Strassenverkehrsämter "Verkehrsexperte/-expertin für die Prüfung von leichten Transportfahrzeugen" bzw. "Verkehrsexperte/-expertin für Führerprüfungen der Kategorie B"
Anforderungen und Interessen
- Mindestalter 24 Jahre
- mindestens drei Jahre im Besitz des schweizerischen Führerausweises der Kategorie B oder C ohne verkehrsgefährdende Verletzung der Verkehrsvorschriften
- Erfüllen der medizinischen Anforderungen nach Verkehrszulassungsverordnung Anhang 1
- Fremdsprachenkenntnisse von Vorteil
zusätzlich im Bereich Fahrzeugprüfungen:
- Abschluss einer beruflichen Grundbildung als Automobil-Mechatroniker/in EFZ, Automobild-Diagnostiker/in EFZ oder eines technisch gleichwertigen Berufs
- 1 Jahr Berufspraxis seit der Grundbildung
zusätzlich im Bereich Führerprüfungen:
- Abschluss einer beruflichen Grundbildung oder gleichwertige Ausbildung
- Gutachten über verkehrspsychologische Eignung
Weiterbildung
Kurse
Angebote der Vereinigung der Strassenverkehrsämter (asa)
Höhere Fachschule
Studiengänge in verwandten Fachrichtungen, z. B. Techniker/in HF Systemtechnik mit Vertiefung Mechatronik
Fachhochschule
Bachelor of Science (FH) in Automobiltechnik, Bachelor of Science (FH) in Technisches Projektmanagement in Mechatronik usw.
Anforderungen und Interessen
- Ruhe und Gelassenheit
- Diskretion
- Bereitschaft, häufig unterwegs zu sein
- Sinn für Zusammenhänge
- Technisches Verständnis
- Stressresistenz
- Genauigkeit
- Gerechtigkeitssinn