Leiterin von sozialen/sozialmed. Organisationen HFP
Leiter von sozialen/sozialmed. Organisationen HFP

Soziales
Wirtschaft, Verwaltung, Sicherheit
Gesundheit

Leiterinnen und Leiter von sozialen und sozialmedizinischen Organisationen sind für die Führung von Alters- und Pflegezentren, Kindertagesstätten, Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und ähnlichen Institutionen zuständig. Sie organisieren den Betrieb und entwickeln ihn weiter, vertreten die Organisationen gegenüber anderen Institutionen, Behörden und der Öffentlichkeit und sind verantwortlich für das Personal und die Finanzen.

Aufgaben

Sie üben folgende Tätigkeiten aus:

Unternehmensführung

  • sicherstellen, dass der Betrieb einwandfrei funktioniert, zum Beispiel dafür sorgen, dass die benötigte Infrastruktur vorhanden ist oder Renovations- und Umbauarbeiten den laufenden Betrieb nicht stören
  • Budget des Betriebs planen und sicherstellen, dass es eingehalten wird
  • die Qualität der Dienstleistungen gewährleisten, sie regelmässig evaluieren und bei Bedarf Massnahmen ergreifen, um sie zu verbessern
  • sicherstellen, dass die Dienstleistungen den geltenden Gesetzen und Normen entsprechen
  • ein Umfeld und Rahmenbedingungen schaffen, welche die betreuten Personen bestmöglich unterstützen und fördern

Personalführung

  • Fachpersonen aus verschiedenen Bereichen führen, zum Beispiel Pflegende, Betreuungsfachleute und Berufsleute in den Bereichen Verwaltung, Hauswirtschaft und Gebäudetechnik und -unterhalt
  • je nach Grösse des Betriebs: Mitarbeitende anleiten und Einsätze planen oder Führungskräfte und Teamleitende führen
  • Leistungen von direkt unterstellten Mitarbeitenden oder ganzen Teams nach festgelegten Kriterien beurteilen und entsprechende Rückmeldungen geben
  • die Angestellten fördern und sicherstellen, dass sie sich weiterbilden können
  • bei der Rekrutierung von neuen Mitarbeitenden mitwirken
  • die interne Kommunikation sicherstellen, das heisst, dafür sorgen, dass der Informationsfluss zu den Mitarbeitenden, den Teamleitenden und den Bewohnenden gut funktioniert

Management und Strategie

  • Entwicklungen in der Branche beobachten sowie Ansprüche und Bedürfnisse der verschiedenen Personengruppen aufnehmen und die Organisationen entsprechend weiterentwickeln
  • Konzepte für diverse Bereiche ausarbeiten, zum Beispiel ethische Grundlagen, Rahmenbedingungen der Betreuung oder Beschäftigung der Bewohnenden, Konzepte für die Gestaltung des Heimalltags oder für die angebotenen Aktivitäten
  • Prozesse im Betrieb verbessern und sicherstellen, dass die entsprechenden Richtlinien eingehalten werden
  • Kommunikation mit und gegenüber Angehörigen, Behörden, Ämtern, weiteren Institutionen und der Öffentlichkeit koordinieren

Arbeitsumgebung

Leiterinnen und Leiter von sozialen und sozialmedizinischen Organisationen führen stationäre, teilstationäre und ambulante Einrichtungen. Sie leiten Abteilungen oder ganze Betriebe wie Alters- und Pflegezentren, Wohnheime, Spitex-Organisationen, Kinderheime oder Kindertagesstätten. Die Berufsleute können auch sozialpädagogische Einrichtungen wie zum Beispiel geschützte Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigungen oder Programme für Zielgruppen wie Erwerbslose oder Asylsuchende leiten. Sie haben ausserdem Kontakt zu Behörden, Fachpersonen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen und auch zu Lieferanten, mit denen die Organisation zusammenarbeitet.

Leiterinnen und Leiter von sozialen und sozialmedizinischen Organisationen sind im Kader von grösseren Institutionen und Organisationen angestellt und üben eine Leitungsfunktion aus.

Anforderungen und Interessen

Anforderungen
  • Fähigkeit, Mitarbeitende zu führen
  • Verhandlungsgeschick
  • Durchsetzungsvermögen
  • Einfühlungsvermögen
  • Entscheidungsfreude
  • Mündliche Ausdrucksfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit

Ausbildung

Die Ausbildung wird in der Regel berufsbegleitend in Form von Modulen gemacht. Die Zulassungsbedingungen für die Prüfung stehen in der Prüfungsordnung des SBFI.

Weiterbildung

Kurse

Angebote von höheren Fachschulen, Fachschulen und weiteren Ausbildungsinstitutionen sowie Verbänden zu Themen wie Gerontologie, Gerontopsychiatrie, Pflege, Sozialarbeit, Management und Betriebswirtschaft.

Höhere Fachschule

Z. B. dipl. Sozialpädagoge/-pädagogin HF, dipl. Kindheitspädagoge/-pädagogin HF oder dipl. Betriebswirtschafter/in HF

Fachhochschule

Studiengänge in verwandten Bereichen, z. B. Bachelor of Science in Betriebsökonomie, in Business Administration oder Bachelor of Arts / Science in Sozialer Arbeit. Je nach Fachhochschule gelten unterschiedliche Zulassungsbedingungen.

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