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Landmaschinenmechanikermeisterin HFP
Landmaschinenmechanikermeister HFP
Landmaschinenmechanikermeisterinnen und Landmaschinenmechanikermeister führen Werkstätte für Landmaschinen. Sie sind für die Finanzierung, das Marketing und das Personal ihres Betriebs zuständig. Die Berufsleute führen anspruchsvolle Reparaturen und Servicearbeiten an Landmaschinen aus. Ausserdem stehen sie mit der Kundschaft im Kontakt.
Aufgaben
Sie üben folgende Tätigkeiten aus:
Unternehmen leiten
- Kundschaft zu Reparaturen sowie Service- und Umbauarbeiten an Landmaschinen beraten und Offerten erstellen
- bei Vertragsabschlüssen Gesetze berücksichtigen und optimale Bedingungen mit Kundinnen und Lieferanten aushandeln
- Schäden an Landmaschinen feststellen und anspruchsvolle Reparaturen ausführen
- Anhängerbremssysteme überprüfen und wenn nötig Einstellungen anpassen
- überprüfen und abwägen, ob Schäden durch Garantien gedeckt sind oder ob man in einem Schadensfall der Kundschaft entgegenkommen soll
- passende Marketingstrategien auswählen und umsetzen, zum Beispiel in Fachmagazinen werben, eine Website einrichten oder auf sozialen Medien den Kontakt zur Kundschaft pflegen
- sich über neue Produkte an Landmaschinen informieren, beispielsweise Landmaschinen mit Touchscreens oder Sensoren für Anpassung der Fahrgeschwindigkeit und Einstellung von Anbaugeräten
Personal führen
- Mitarbeitenden Aufgaben oder Verantwortungen innerhalb des Betriebs zuweisen
- Bewerbungsgespräche führen und neue Mitarbeitende sowie Lernende für den Betrieb auswählen
- Mitarbeitende weiterbilden, etwa zu neuen Produkten oder neuen Maschinen für Reparaturen
- gesetzliche Vorgaben zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz einhalten, etwa Schutzhelme, Schutzbrillen oder Handschuhe für bestimmte Aufgaben organisieren
- Informationen an Mitarbeitende vermitteln und von ihnen aufnehmen, zum Beispiel durch Mitarbeitergespräche oder Sitzungen
Administrative Aufgaben erledigen
- Prozesse laufend verbessern, zum Beispiel für Arbeit, Materialbeschaffung, Marketing und Finanzierung
- Buchhaltung führen, unter anderem zu Rechnungen, Kostenabrechnungen, Gewinn, Löhnen und Erfolgsrechnungen
- Material, Fahrzeuge und Werkzeuge möglichst preiswert beschaffen und sicherstellen, dass genügend Materialien im Lager vorhanden sind
- Sach- und Haftpflichtversicherungen für den Betrieb abschliessen, um ihn vor finanziellen Schäden zu schützen
- sicherstellen, dass die persönlichen Daten der Kundschaft geschützt sind und nicht an Dritte weitergegeben werden
Arbeitsumgebung
Landmaschinenmechanikermeisterinnen und Landmaschinenmechanikermeister arbeiten in Werkstätten von landwirtschaftlichen Betrieben, in Maschinenhandelsunternehmen oder in Reparaturwerkstätten. Die Berufsleute arbeiten mit Landwirten, Ingenieurinnen und Mechanikern zusammen. Bei Arbeiten an Landmaschinen tragen sie Schutzausrüstung wie Schutzhelme, Schutzbrillen oder Handschuhe. Die Arbeitszeiten sind regelmässig.
Landmaschinenmechanikermeisterinnen und Landmaschinenmechanikermeister sind als Kadermitarbeitende bei Hersteller- oder Importunternehmen der Landtechnik tätig. Sie leiten Teams in der Produktion oder betreuen Produktgruppen. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind gut.
Anforderungen und Interessen
- Fähigkeit, Mitarbeitende zu führen
- Verhandlungsgeschick
- Selbstständige Arbeitsweise
- Flair für Zahlen
- Manuelles Geschick
- Technisches Verständnis
- Körperliche Widerstandsfähigkeit
- Freude an Verkauf und Beratung
Ausbildung
Die Ausbildung wird in der Regel berufsbegleitend in Form von Modulen gemacht. Die Zulassungsbedingungen für die Prüfung stehen in der Prüfungsordnung des SBFI.
Weiterbildung
Kurse
Angebote Fach- und Berufsfachschulen sowie von AM Suisse.
Höhere Fachschule (HF)
Bildungsgänge in verwandten Fachbereichen, zum Beispiel dipl. Maschinenbautechniker/in HF oder dipl. Elektrotechniker/in HF.
Fachhochschule (FH)
Studiengänge in verwandten Bereichen, zum Beispiel Bachelor of Science in Automobil- und Fahrzeugtechnik oder in Maschinentechnik. Je nach Fachhochschule gelten unterschiedliche Zulassungsbedingungen.
Nachdiplomstufe
Angebote von Fachhochschulen und Universitäten in verschiedenen Bereichen, zum Beispiel CAS Verfahrenstechnischer Maschinen- und Apparatebau oder MAS Industrie 4.0.