(römisch-katholisch)
Diakon
Diakone sind mehrheitlich in der allgemeinen Seelsorge sowie im liturgischen und karitativen Dienst römisch-katholischer Kirchgemeinden tätig. Sie planen und leiten soziale Aktivitäten, gestalten Gottesdienste und spenden Sakramente. Im Zentrum steht der Dienst an Gott und den Menschen, besonders den Benachteiligten der Gesellschaft.
Aufgaben
Diakone sind mehrheitlich in der allgemeinen Seelsorge sowie im liturgischen und karitativen Dienst römisch-katholischer Kirchgemeinden tätig. Sie planen und leiten soziale Aktivitäten, gestalten Gottesdienste und spenden Sakramente. Im Zentrum steht der Dienst an Gott und den Menschen, besonders den Benachteiligten der Gesellschaft.
Diakone und Diakoninnen sind mehrheitlich in der allgemeinen Seelsorge sowie im liturgischen und karitativen Dienst römisch-katholischer Kirchgemeinden tätig. Sie planen und leiten soziale Aktivitäten, gestalten Gottesdienste und spenden Sakramente. Im Zentrum steht der Dienst an Gott und den Menschen, besonders den Benachteiligten der Gesellschaft.
Sie üben folgende Tätigkeiten aus:
Dienst an den Mitmenschen
- in der Seelsorge und in breit gefächerten sozialen Projekten engagieren: beispielsweise benachteiligten Gruppen und Einzelpersonen, Arme und Kranke sowie Geflüchtete und Asylsuchende besuchen, begleiten und unterstützen
- Menschen in schwierigen Situationen unterstützen und in Zeiten der psychischen oder materiellen Not, der Einsamkeit oder nach Todesfällen begleiten
- Hilfsangebote für verschiedene Gruppen planen und umsetzen
- in der Jugendseelsorge Jugendgruppen, Pfadfinder oder Ministrantinnen begleiten, Lager betreuen, Projekte leiten und Anlässe organisieren
- sich in der Altersarbeit betätigen und Beratungsstellen der Kirchen betreuen
- in der Gefängnis- und Spitalseelsorge tätig sein
Gottesdienste und Liturgie
- in Zusammenarbeit mit Priestern den Zugang zum Wort Christi ermöglichen, beispielsweise durch biblische Unterweisung, Gottesdienste oder Reflexionsgruppen
- Gottesdienste und Bestattungen leiten, Segensgebete sprechen, Kommunion austeilen, Sakramente spenden, zum Beispiel bei Taufen oder Trauungen
- dem Bischof und dem Priester bei der Feier der Eucharistie (Abendmahl) assistieren
Weitere Tätigkeiten
- in Dialog mit Menschen anderer Religionen und Nichtgläubigen stehen
- abhängig von den Kompetenzen, Interessen und der Ausbildung in der Forschung und Lehre an Hochschulen tätig sein, in der Bistumsleitung mitarbeiten, gemeindeübergreifende Aktivitäten organisieren oder Öffentlichkeits- und Vernetzungsarbeit übernehmen
Arbeitsumgebung
Diakone arbeiten Voll- oder Teilzeit, oft auch für mehrere Gemeinden. Die Arbeitszeiten sind unregelmässig. Die Anstellung erfolgt durch eine Kirchgemeinde, in Absprache mit dem Bischof. Je nach Typ der Diakonie und abhängig von den Kirchgemeinden führen Diakone nur gewisse oder alle der beschriebenen Tätigkeiten aus.
In der gegenwärtigen Praxis der römisch-katholischen Kirche steht das sogenannte "ständige Diakonat" unverheirateten, mindestens 25-jährigen, oder verheirateten, mindestens 35-jährigen Männern offen. Für Erstere kann die Diakonenweihe auch eine Vorstufe zur Priesterweihe sein.
Ausbildung
Freitext
Basis der Ausbildung bildet ein Studium in römisch-katholischer Theologie. Anschliessend wird entweder ein Pastoraljahr am bistumseigenen Priesterseminar (praktische Tätigkeit in der Pfarrei) oder das 2-jährige Nachdiplomstudium Berufseinführung an der Universität Luzern absolviert. Dies ist Voraussetzung für die Diakonenweihe, die unterste Weihestufe der katholischen Kirche.
Ausbildungsmöglichkeiten
Nachdiplomstudium Berufseinführung: Universität Luzern
Dauer
Pastoraljahr: 1 Jahr, Nachdiplomstudium Berufseinführung: 2 Jahre, berufsbegleitend (50-80%)
Freitext
Das Nachdiplomstudium Berufseinführung umfasst:
- begleitete pastorale Praxis
- gemeinsame Reflexions- und Vertiefungsarbeit in Kursblöcken
- Aufarbeitung der Erfahrungen in einer Supervisionsgruppe
- Mitarbeit in einer Lerngruppe,
- Verfassen einer Projektarbeit
- persönliche Reflexion
Abschluss
- staatliches Zertifikat (für das Nachdiplomstudium)
- Diakonenweihe
Anforderungen und Interessen
Für das Nachdiplomstudium Berufseinführung:
- abgeschlossenes Studium in römisch-katholischer Theologie
- Anstellung von mind. 50 bis max. 80 % in der allgemeinen Seelsorge
Über Details informiert die Universität Luzern.
Das Theologiestudium und Nachdiplomstudium Berufseinführung steht Frauen und Männern offen. Aufgrund des geltenden Kirchenrechts der römisch-katholischen Kirche können aber nur Männer zum Diakon geweiht werden. Ledige Männer verpflichten sich zur Ehelosigkeit (Zölibat), bei verheirateten Männern muss die Ehefrau der Weihe des Partners zustimmen.
Weiterbildung
Kurse
Angebote von kirchlichen Institutionen, Hochschulen und Erwachsenenbildungsinstitutionen
Hochschule
Z. B. Doktorat in Theologie an einer Universität oder dipl. Lehrperson für Sekundarstufe II im Fach Religion an einer Pädagogischen Hochschule
Nachdiplomstufe
Angebote von Universitäten und Fachhochschulen, z. B. MAS-DAS-CAS Applied Ethics oder CAS Seelsorge im Straf- und Massnahmenvollzug
Anforderungen und Interessen
- Einfühlungsvermögen
- Diskretion
- Bereitschaft, auch auf Abruf zu arbeiten
- Kontaktfreudigkeit
Weitere Infos
0.732.21.0