Blindenführhundeinstruktorin HFP
Blindenführhundeinstruktor HFP

Tiere
Bildung

Blindenführhundeinstruktoren und Blindenführhundeinstruktorinnen züchten, erziehen und trainieren Rassenhunde wie Labradore oder Retriever und bereiten sie darauf vor, blinden und sehbehinderten Menschen bei der Fortbewegung zu helfen. Sie gewöhnen die Hunde daran, sich korrekt zu verhalten, und versuchen, eine Harmonie zwischen Mensch und Tier herzustellen, die es blinden und sehbehinderten Menschen ermöglicht, sich im Alltag frei und sicher zu bewegen.

Aufgaben

Sie üben folgende Tätigkeiten aus:

Ausbildung der Blindenführhunde

  • die auszubildenden Hunde füttern, bürsten und baden und ihren Gesundheitszustand überwachen
  • Hundeboxen reinigen und den Hunden Sauberkeit beibringen
  • Hunden Befehle beibringen wie aufstehen, hinlegen, stillhalten, vorwärts oder langsamer gehen, bei Fuss sitzen, einen Gegenstand bringen, Hindernissen ausweichen oder nicht bellen
  • Hunde an der Leine führen und sie mit öffentlichen Plätzen vertraut machen
  • Hunde an das Tragen des Arbeitsgeschirrs gewöhnen und ihnen das Umgehen von Hindernissen beibringen
  • Hunden Hörsignale beibringen, wodurch sie Türen, Fussgängerstreifen, freie Plätze in öffentlichen Verkehrsmitteln und vieles mehr suchen können
  • bestimmte Strecken abfahren und lernen, damit die Hunde ihre Besitzerinnen später führen können

Training von blinden und sehbehinderten Menschen

  • blinde und sehbehinderte Menschen dabei unterstützen, mit Hunden zu arbeiten
  • ihnen die Befehle und das Vokabular beibringen, damit sie selbständig werden können
  • geeigneten Hund der blinden oder sehbehinderten Person übergeben, sobald die Verständigung der beiden sichergestellt ist
  • Eingewöhnungszeit zu Hause begleiten
  • Betreuung und Beratung der Person bis zur Pensionierung des Hundes gewährleisten
  • regelmässige Treffen und Kurse organisieren

Arbeitsumgebung

Die regelmässige und kontinuierliche Anwesenheit der Blindenführhundeinstruktoren und Blindenführhundeinstruktorinnen bei den Hunden bringt unregelmässige Arbeitszeiten, zum Beispiel abends oder am Wochenende, mit sich. In ihrem Arbeitsalltag sind sie oftmals den ganzen Tag und bei jeder Witterung vor allem in der Stadt unterwegs, um die Hunde zu trainieren.

Da die Ausbildung sehr spezifisch ist, bilden die meisten Führhundeschulen nur Personen aus, denen sie nach Abschluss der Ausbildung eine Arbeitsstelle zusichern können. Daher ist die Ausübung dieses Berufs ausserhalb der Schulen eher unsicher. Es gibt nur wenige Stellenangebote, da die Angestellten selten wechseln.

Anforderungen und Interessen

Anforderungen
  • Pädagogische Fähigkeiten
  • Bereitschaft zu unregelmässigen Arbeitszeiten oder Nachtschichten
  • Einfühlungsvermögen
  • Kontaktfreudigkeit
  • Ausdauer und Durchhaltevermögen
  • Beobachtungsgabe

Ausbildung

Die Ausbildung wird in der Regel berufsbegleitend in Form von Modulen gemacht. Die Zulassungsbedingungen für die Prüfung stehen in der Prüfungsordnung des SBFI.

Weiterbildung

Kurse

Angebote des SZB, weiterer Fachverbände und von Führhundeschulen.

Mit entsprechender Berufserfahrung können sie auch als Versicherungs- oder Prüfungsexpertinnen arbeiten, beispielsweise bei der IV.