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Bekleidungsgestalter HFP
Bekleidungsgestalterin HFP
Bekleidungsgestalterinnen und Bekleidungsgestalter HFP leiten ein Bekleidungsfachgeschäft oder ein Atelier und sind dabei für fachliche, administrative und organisatorische Aufgaben zuständig. Die Berufsleute stellen hochwertige, massgeschneiderte Einzelstücke her und entwickeln Konzepte für persönliche Garderoben sowie individuelle Labels. Sie entwerfen ihre eigenen Kollektionen und berücksichtigen dabei alle Anforderungen, welche die Kleidungsstücke erfüllen müssen.
Aufgaben
Sie üben folgende Tätigkeiten aus:
Beratung
- Kundschaft betreuen und sie über Eigenschaften der Kleidungsstücke fachlich beraten, zum Beispiel zu Farben, Formen, Material oder Pflege
- die eigenen Produkte, z. B. Einzelstücke, Kollektionen oder limitierte Serien, der Kundschaft im Geschäft oder online präsentieren
Projekte und Kreationen
- massgeschneiderte Kleidungsstücke und Garderoben, hochwertige Kollektionen, Kleinserien und Basiskleidung entwerfen, gestalten und herstellen
- Prototypen der Kleidungsstücke, Kollektionen und Marken anfertigen
- Muster zeichnen und technische Unterlagen erstellen
- sogenannte Moodboards erstellen, das sind Arbeitsmittel für die visuelle Darstellung von Konzepten (Farben, Materialien etc.) von einzelnen Kleidungsstücken oder ganzen Kollektionen
- aktuelle Trends analysieren und sich davon inspirieren lassen
- Produktion planen und dabei die Nachhaltigkeit berücksichtigen, zum Beispiel sicherstellen, dass die Kleidungsstücke aus hochwertigen Materialien hergestellt sind und dadurch eine lange Lebensdauer haben
Marketing und Unternehmensführung
- Geschäftsplan für den Aufbau oder die Entwicklung eines Unternehmens erstellen
- Potenzial auf dem Markt einschätzen sowie Marktentwicklungen und Kundenbedürfnisse frühzeitig erkennen und das Angebot entsprechend gestalten
- Marketingstrategie für das Geschäft entwickeln
- sich um die Personalführung und -entwicklung kümmern
- Betriebsabläufe planen, evaluieren und bei Bedarf anpassen
- Einkauf und Lagerverwaltung organisieren
- Geschäftsbilanz, also Gewinne oder Verluste, analysieren und die entsprechenden Massnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass das Geschäft rentabel ist
- Investitionen in die Wege leiten
Arbeitsumgebung
Bekleidungsgestalterinnen und Bekleidungsgestalter HFP sind in einem spezialisierten Bekleidungsgeschäft angestellt oder führen ein eigenes Atelier. Sie führen ihre Tätigkeiten hauptsächlich im Geschäft und im Büro aus und haben Kundenkontakt. Ihre Arbeitszeiten sind meistens regelmässig.
Die Berufsleute übernehmen verantwortungsvolle Positionen, in welchen sie zum Beispiel für die strategische Ausrichtung und die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens zuständig sind. Um mit den Veränderungen und Entwicklungen der Modebranche Schritt zu halten, müssen sich die Berufsleute laufend weiterbilden.
Anforderungen und Interessen
- Fähigkeit, Mitarbeitende zu führen
- Zeichnerische Begabung
- Kreativität
- Manuelles Geschick
- Keine Farbsehstörungen
- Sorgfältige und exakte Arbeitsweise
- Freude an Verkauf und Beratung
- Sinn für Ästhetik
Ausbildung
Die Ausbildung wird in der Regel berufsbegleitend in Form von Modulen gemacht. Die Zulassungsbedingungen für die Prüfung stehen in der Prüfungsordnung des SBFI.
Weiterbildung
Kurse
Angebote von Fach- und Berufsfachschulen sowie des Schweizerischen Modegewerbeverbands (SMGV)
Fachhochschlue
Z. B. Bachelor of Arts (FH) in Produkt- und Industriedesign. Je nach Fachhochschule gelten unterschiedliche Zulassungsbedingungen.